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Lufthansa plant nach der Cityline-Einstellung und Kürzungen im Zubringernetz ohne die CRJ-900 - der Konzern wird sich von den 90-Sitzern trennen.
"Die Cityline-Canadairs sind im Verkauf", sagte Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr aero.de am Dienstag auf einer Pressekonferenz. "Wir befinden uns in Verkaufsverhandlungen mit mehreren Interessenten und werden die Flugzeuge zum höchstmöglichen Preis verkaufen. (...) Alle 23 (Flugzeuge) gehen raus."
Lufthansa hatte den hauseigenen Hubvernetzer Cityline unter Hinweis auf gestiegene Treibstoffkosten und zunehmende Verluste im Zubringersystem im April 2026 vorzeitig abgeschaltet. Der Konzern setzt im Zubringernetz um die Drehkreuze Frankfurt und München auf die neue Tochter Lufthansa City Airlines.
Spohr sieht einen möglichen Absatzmarkt für die CRJ-900 in den Vereinigten Staaten. Dort bestehe weiter Nachfrage für das Modell.
Die US-Regionalgesellschaft SkyWest Airlines hatte sich Anfang 2025 29 gebrauchte CRJ-900 als Flottenpuffer zugelegt und musste nach eigenen Angaben 28 Millionen US-Dollar für das komplette Flottenpaket aufwenden.
Swiss zweifelt an späterer Reaktivierung von A220-100
Kleine Regionaljets spielen zumindest in den Flotten der Lufthansa-Netzwerkgesellschaften in Zukunft keine Rolle mehr. Austrian Airlines sortiert bis 2028 ihre Embraer E195 aus, Swiss legt ihre neun Airbus A220-100 Flugzeug um Flugzeug still - und das entgegen bisherigen Verlautbarungen wohl nicht nur temporär.
"Aus heutiger Sicht planen wir mittel- bis langfristig den Flugbetrieb ohne den Einsatz von Flugzeugen des Typs A220-100", bestätigte Swiss am Dienstag gegenüber aero.de, nachdem Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert zuvor von einer "Ausflottung" der Teilflotte gesprochen hatte.
"Aktuell setzen wir noch vier Flugzeuge des Typs A220-100 im Flugbetrieb ein", teilte Swiss mit. "Nach heutigem Stand sollen diese vier Flugzeuge bis spätestens Ende 2027 außer Betrieb genommen und ins Storage überführt werden, wo sich bereits heute drei Flugzeuge befinden."
Zwei A220-100, die HB-JBC und die HB-JBD, lässt Swiss aktuell zerlegen. Die Airline will so Kompenten und vor allem Triebwerke für ihre 21 A220-300 gewinnen, die vollständig in Betrieb bleiben. "Dies trägt dazu bei, deren Einsatzbereitschaft und Stabilität zu stärken", so Swiss.
© aero.de | Abb.: Leserfoto | 05.08.2026 06:16







Kommentare (16) Zur Startseite
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Richtig. Ab 2027. Schrittweise. Geplant und geordnet. Und plötzlich, quasi über Nacht, wird die Schließung vor- und durchgezogen. Ohne Plan für die ca.1.000 wöchentlichen Flüge die dadurch ausfallen. Mit massiven negativen Auswirkungen für zigtausende Passagiere.
Kann man natürlich als "beschleunigt", weil angeblich notwendig sehen.
Kann man aber auch, als impulsive Überreaktion eines provozierten und beleidigten Vorstandes sehen.
Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen...
Dieser Beitrag wurde am 06.08.2026 09:27 Uhr bearbeitet.
Ein Glück für die LH Führung, dass selbst vermeintliche Fachmedienl, PMs meist vollkommen unkommentiert übernehmen.
Und zum Thema Konzerne, Macht und Medien:
Ich erinnere an eine Streikwelle (ich glaube es war in den 10er Jahren), als die SZ einen Kommentar pro-Piloten schrieb und schon verschwand die SZ für mehrere Monate aus den Zeitungsständern in den LH Terminals und dem Bordsortiment...
Auch kommen Sie:
das geht doch sicher noch unterirdischer und dümmer. Sie enttäuschen mich!
Wieso? Manipulierte Medien sind doch ein zentrales Thema dieser Partei. Es ist nicht meine Schuld, wenn Sie mit dieser Partei in diesem Punkt einhergehen.
Geht's noch hirn- und niveauloser?!?
Vermutlich schon...