MÜNCHEN - Lufthansa hat die Regionaltochter Cityline vorzeitig abgeschaltet - und die Teilflotte CRJ-900 zeitgleich stillgelegt. Nach Informationen von aero.de will Lufthansa die 90-Sitzer im nächsten Schritt verkaufen. Der Verzicht auf die CRJ-900 verringert laut Lufthansa die Komplexität innerhalb der Flotte.
Lufthansa plant nach der Cityline-Einstellung ohne die CRJ-900. Das erfuhr aero.de aus Lufthansa-Kreisen.
"Wir prüfen zurzeit die Veräußerung der CRJ-Flugzeuge", bestätigte eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber aero.de zur Wochenmitte entsprechende Erwägungen für die Teilflotte. "Die Prüfung befindet sich noch im Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist."
Lufthansa hatte den hauseigenen Hubvernetzer Cityline unter Hinweis auf gestiegene Treibstoffkosten und hohe Verluste im Zubringersystem im April 2026 vorzeitig abgeschaltet. Der Konzern setzt im Zubringernetz um die Drehkreuze Frankfurt und München auf die neue Tochter Lufthansa City Airlines.
Die CRJ-Flotte, über die Jahre 35 Flugzeuge, bildete das betriebliche Rückgrat von Cityline. Nach Flottendatenbanken hielt Cityline zuletzt noch 23 CRJ-900 im AOC, hatte aber nur noch zwölf der Regionaljets aktiv im Einsatz. Mehrere Cityline CRJ-900 harren derzeit am Flughafen München auf Außenflächen am Terminal 2 der Dinge.
Laut Marktkennern bewegen sich Restwerte gut erhaltener CRJ-900 auf dem Gebrauchtmarkt im niedrigen einstelligen Millionen-US-Dollar-Bereich, Tendenz sinkend.
Die US-Regionalgesellschaft SkyWest Airlines hatte sich Anfang 2025 29 gebrauchte CRJ-900 als Flottenpuffer zugelegt und musste nach eigenen Angaben 28 Millionen US-Dollar für das komplette Flottenpaket aufwenden.
Spohr: Verzicht auf CRJ-900 verringert KomplexitätLufthansa-Chef Carsten Spohr verteidigt die vorgezogene Einstellung des defizitären Cityline-Betrieb gegen Kritik. In der gegenwärtigen Situation spare die Ausmusterung der CRJ-900 nicht nur Kosten, sondern verringere auch die Komplexität im System, sagte Spohr Anfang Mai vor Medienvertretern in Frankfurt.
Die Herausnahme von Cityline hatte Spohr "nach der Schließung von SunExpress Germany und Germanwings" dabei als "dritten und letzten Schritt im Rahmen unserer angekündigten Strategie zur Konsolidierung unserer Passagierflugbetriebe in Deutschland" bezeichnet.
© aero.de | Abb.: Leserfoto | 25.06.2026 06:15
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Beitrag vom 26.06.2026 - 09:56 Uhr
Hmm... wenn "Verringerung der Komplexität" ein Treiber für die Flottenpolitik der LHG ist, dann verstehe ich nicht, warum sie nächstes Jahr dann Boeing 777X und (ausgerechnet) 737 MAX der Flotte hinzufügt.
Naja, es macht ja durchaus Sinn sich als große Airline nicht nur von einem Hersteller anhängig zu machen. Die 777X soll die alternden 747-400 ersetzen, welche nach und nach ausgemustert werden. Und die 737 MAX hat mit der Lufthansa an sich relativ wenig zu tun, wenn dann für die Gruppe. Die MAX soll die alten A319/A320 bei der EW ersetzen und alle werden in das maltesische AOC übernommen und Fliegen dementsprechend dann mit maltesischer Registrierung um die Nebenkosten zusätzlich zu senken.
Wenn man weniger komplex sein will hätte man locker A350-900, A350-1000 und A350F setzten können.
Mal schauen wie lange Kühne sich das noch anschaut, bevor er mal mit der Axt rein schlägt, angedroht hat er ja schon. CS muss langsam liefern Ergebnisse und keine ausreden.
Kühne weiß eben ganz genau, dass die Performance unter der derzeit schwierigen geopolitischen Lage doch sehr gut ist, und deswegen gibt es keine Diskussion um die Besetzung des LH Managements!
Dass hier viele glauben es besser machen zu können, entbehrt jeder Grundlage.
Beitrag vom 26.06.2026 - 09:53 Uhr
Reduktion von Komplexität nutzt man doch immer, wenn einem sonst kein Argument einfällt. Je zielgenauer Maßnahmen sind, desto mehr Komplexität bringen sie. Deren Beherrschung ist Kernaufgabe des Unternehmes. Man könnte auch die gesamte Langstrecke mit A359 fliegen zu Einheitspreisen für die Tickets. Ist maximal unkomplex aber eben auch wirtschaftlich nicht optimal.
die CRJs wird man verkaufen weil man sie schlicht nicht mehr braucht. CLH wird nicht mehr fliegen, ein anderer Flugbetrieb wird die kaum nehmen. Also verkaufen.
Beitrag vom 25.06.2026 - 19:13 Uhr
Hmm... wenn "Verringerung der Komplexität" ein Treiber für die Flottenpolitik der LHG ist, dann verstehe ich nicht, warum sie nächstes Jahr dann Boeing 777X und (ausgerechnet) 737 MAX der Flotte hinzufügt.
Naja, es macht ja durchaus Sinn sich als große Airline nicht nur von einem Hersteller anhängig zu machen. Die 777X soll die alternden 747-400 ersetzen, welche nach und nach ausgemustert werden. Und die 737 MAX hat mit der Lufthansa an sich relativ wenig zu tun, wenn dann für die Gruppe. Die MAX soll die alten A319/A320 bei der EW ersetzen und alle werden in das maltesische AOC übernommen und Fliegen dementsprechend dann mit maltesischer Registrierung um die Nebenkosten zusätzlich zu senken.
Wenn man weniger komplex sein will hätte man locker A350-900, A350-1000 und A350F setzten können.
Mal schauen wie lange Kühne sich das noch anschaut, bevor er mal mit der Axt rein schlägt, angedroht hat er ja schon. CS muss langsam liefern Ergebnisse und keine ausreden.
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Naja, es macht ja durchaus Sinn sich als große Airline nicht nur von einem Hersteller anhängig zu machen. Die 777X soll die alternden 747-400 ersetzen, welche nach und nach ausgemustert werden. Und die 737 MAX hat mit der Lufthansa an sich relativ wenig zu tun, wenn dann für die Gruppe. Die MAX soll die alten A319/A320 bei der EW ersetzen und alle werden in das maltesische AOC übernommen und Fliegen dementsprechend dann mit maltesischer Registrierung um die Nebenkosten zusätzlich zu senken.
Wenn man weniger komplex sein will hätte man locker A350-900, A350-1000 und A350F setzten können.
Mal schauen wie lange Kühne sich das noch anschaut, bevor er mal mit der Axt rein schlägt, angedroht hat er ja schon. CS muss langsam liefern Ergebnisse und keine ausreden.
Kühne weiß eben ganz genau, dass die Performance unter der derzeit schwierigen geopolitischen Lage doch sehr gut ist, und deswegen gibt es keine Diskussion um die Besetzung des LH Managements!
Dass hier viele glauben es besser machen zu können, entbehrt jeder Grundlage.
die CRJs wird man verkaufen weil man sie schlicht nicht mehr braucht. CLH wird nicht mehr fliegen, ein anderer Flugbetrieb wird die kaum nehmen. Also verkaufen.
Naja, es macht ja durchaus Sinn sich als große Airline nicht nur von einem Hersteller anhängig zu machen. Die 777X soll die alternden 747-400 ersetzen, welche nach und nach ausgemustert werden. Und die 737 MAX hat mit der Lufthansa an sich relativ wenig zu tun, wenn dann für die Gruppe. Die MAX soll die alten A319/A320 bei der EW ersetzen und alle werden in das maltesische AOC übernommen und Fliegen dementsprechend dann mit maltesischer Registrierung um die Nebenkosten zusätzlich zu senken.
Wenn man weniger komplex sein will hätte man locker A350-900, A350-1000 und A350F setzten können.
Mal schauen wie lange Kühne sich das noch anschaut, bevor er mal mit der Axt rein schlägt, angedroht hat er ja schon. CS muss langsam liefern Ergebnisse und keine ausreden.