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Flughafen Sydney zieht aus Beinahekollisionen Konsequenzen

Jetstar Airbus A320
Jetstar Airbus A320, © Jetstar

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SYDNEY - Nach zwei Beinahe-Zusammenstößen auf dem Rollfeld des Flughafens von Sydney ziehen die australischen Behörden Konsequenzen: Ein Fluglotse und ein Bodenmitarbeiter, die am jüngsten Vorfall am Wochenende beteiligt waren, wurden vom Dienst suspendiert.

Zudem musste sich der Chef der staatlichen Flugsicherung Airservices Australia, Rob Sharp, bei Verkehrsministerin Catherine King erklären.

Der jüngste Zwischenfall hatte sich am Sonntagmorgen ereignet: Eine Maschine der australischen Low-Cost-Airline Jetstar und eine Boeing 777 von Qatar Airways kamen sich beim Rollen auf dem Flughafengelände gefährlich nahe.

Die Crew der Jetstar-Maschine musste abrupt bremsen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Nach einem Bericht des Senders ABC wurde ein Crewmitglied von Jetstar verletzt, Passagiere kamen nicht zu Schaden.

Die australische Flugsicherheitsbehörde ATSB leitete Ermittlungen ein. Ihr Chef Angus Mitchell sprach nach einem Bericht der Zeitung "Sydney Morning Herald" von einem Vorfall, der sich zwar bei niedriger Geschwindigkeit ereignet habe, aber dennoch sehr gefährlich hätte werden können.

Schon im Juli gab es eine gefährliche Panne

Es ist bereits der zweite Beinahe-Zusammenstoß am Kingsford Smith International Airport binnen zwei Wochen: Ende Juli war es am größten Flughafen des Landes zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen, als die Crews zweier Maschinen widersprüchliche Anweisungen von Fluglotsen erhielten. Auch dieser Vorfall wird untersucht.

Hintergrund ist der zunehmende Flugbetrieb in der Millionenmetropole an der Ostküste bei gleichzeitigem Personalmangel. Airservices Australia kämpft seit Jahren damit, dass Fluglotsen fehlen. In den vergangenen Tagen führte die angespannte Personalsituation wieder einmal zu zahlreichen Verspätungen. Um den Flugbetrieb trotz zu weniger Mitarbeiter sicher abzuwickeln, musste die Zahl der Starts und Landungen reduziert werden.

Der Regierungschef des Bundesstaates New South Wales, Chris Minns, warnte bereits, die Probleme könnten langfristig dem internationalen Ruf Sydneys als Wirtschaftsmetropole und attraktives Touristenziel schaden. Zugleich betonte er, dass Sicherheit immer oberste Priorität haben müsse: Eine "Katastrophe" zu vermeiden, habe grundsätzlich immer Vorrang - auch wenn die Folgen "frustrierend für Tausende Passagiere" seien.
© dpa-AFX, aero.de | 10.08.2026 06:41

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Beitrag vom 29.08.2026 - 19:20 Uhr
und wieder werden die Mitarbeiter an der Front suspendiert, statt dass man die Umstände der Vorfälle erläutert und daraus Konsequenzen zieht (Personalmangel, Arbeitsbedingungen, etc.) Immerhin wird der Chef der Flugsicherung zitiert.

Ich sehe das ähnlich. Eine Suspendierung kann im konkreten Fall natürlich notwendig sein, um den Vorfall sauber zu untersuchen, aber damit sollte die Ursachenanalyse nicht enden.

Gerade bei Beinahekollisionen wäre interessant, welche systemischen Faktoren eine Rolle gespielt haben: Arbeitsbelastung, Personalbesetzung, Kommunikation und die vorhandenen Sicherheitsprozesse. Wenn ähnliche Situationen mehrfach auftreten, sollte man nicht nur nach individuellen Fehlern suchen, sondern auch prüfen, ob die Rahmenbedingungen solche Fehler begünstigen.

Am Ende bringt es wenig,  1000games nur einzelne Mitarbeiter auszutauschen, wenn die eigentlichen Ursachen im System bestehen bleiben.
Beitrag vom 11.08.2026 - 06:42 Uhr
Wer schreibt solche Artikel wie diesen und wird hier überhaupt noch aktiv recherchiert?

1. Der Flughafen Sydney hat hier nicht reagiert. Es ist ganz normale Praxis bei Airservices Australia (wie bei jedem anderen ANSP weltweit), dass nach solchen Vorfällen Air Traffic Controller „gegroundet“ werden, völlig unabhängig wer Schuld hat.

2. Die Tonaufnahmen belegen eindeutig, dass den Air Traffic Controller keine Schuld trifft - die 777 von Qatar Airways wurde gerade Richtung Terminal gezogen, der Tow Truck hat Anweisungen vom Tower falsch verstanden/wiedergegeben und dem Flugzeug von Jetstar eben nicht wie vom Tower angezeigt die Vorfahrt gewährt.

Wenn Artikel wie dieser mit sovielen falschen und oberflächlichen Informationen bei fachfremdem Nachrichtenportalen veröffentlich werden ist das eine Sache, wenn es aber auf einer Luftfahrt-Website veröffentlich wird, ist dies traurig.
Beitrag vom 10.08.2026 - 11:24 Uhr
und wieder werden die Mitarbeiter an der Front suspendiert, statt dass man die Umstände der Vorfälle erläutert und daraus Konsequenzen zieht (Personalmangel, Arbeitsbedingungen, etc.) Immerhin wird der Chef der Flugsicherung zitiert.


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