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Beim Beschleunigen auf dem Rollfeld habe die Besatzung bereits Probleme bei der Boeing 787-9 festgestellt, hieß es demnach in dem Bericht unter Berufung auf die Piloten des Fluges: Ungefähr auf halbem Weg auf der Startbahn habe die Maschine rund zwei Sekunden lang nicht an Tempo zugelegt.
Danach habe die Maschine zunächst bis zur kritisch erforderlichen Geschwindigkeit beschleunigt, aber dann sei das Tempo abgefallen.
Da nicht mehr genug Strecke auf der Bahn vorhanden gewesen sei, um den Start sicher abzubrechen, habe die Crew den Startvorgang fortgesetzt, heißt es weiter im Bericht der Luftfahrtbehörde vom Dienstag. Der Kapitän habe die Triebwerks-Schubhebel auf maximale Position gebracht - und die Flugzeugnase hochgezogen.
Warnmeldung veranlassten Piloten zur Umkehr
Nach dem gerade noch erfolgreichen Abheben habe die Maschine Warnmeldungen abgegeben, dass das Heck auf das Rollfeld getroffen sei - ein sogenannter Tailstrike - und zudem vier der acht Reifen Luft verlören. Bei einer späteren ersten Inspektion sei festgestellt worden, dass die Reifen - drei auf der linken Fahrwerksseite, einer auf der rechten - geplatzt waren.
Tail strike on VN-A867 + possible ELECTRIC BRAKE ACTUATOR ISSUES On Both MAIN GEAR.
— Fahad Naim (@Fahadnaimb) August 15, 2026
Vietnam Airlines 787-9 out of Munich today... very late rotation, almost full runway used, confirmed tail strike, then returned with multiple tires shredded.
Electric Brake Actuator (EBA)… pic.twitter.com/d2t2mD52T5
Die Besatzung habe daraufhin die Flugsicherung informiert und entschieden, für eine technische Überprüfung nach München zurückzukehren.
Vor dem Landen ließ die Maschine noch Kerosin ab, um die Maschine leicht genug für eine sichere Landung zu machen. Zudem ließ der Pilot die Maschine zwei Schleifen in niedriger Höhe über dem Flughafen drehen, damit die Flugsicherung den Zustand des Fahrwerks beurteilen konnte. Nachdem keine Abnormitäten daran festgestellt wurden, habe der Pilot das Flugzeug gelandet, heißt es in dem Bericht.
Aufnahmen in sozialen Medien zeigten, wie die Boeing von Flug VN34 am Samstag beim Start über die Bahn hinaus raste und - eine Staubwolke hinterlassend - abhob. Bei der Landung rund zwei Stunden später war Qualm zu sehen, der am Fahrwerk aufstieg. Laut dem vorläufigen Bericht der vietnamesischen Behörde gab es im Flugzeug mit 271 Passagieren und 16 Crew-Mitgliedern selbst kein Feuer oder Rauch. Verletzt wurde niemand.
⚠️✈️ Vietnam Airlines 787 Munich Update – Clear Evidence of Runway Excursion
— SkyBrief (@SkyDocQuest) August 17, 2026
New video from the runway shows the tire marks and scoring continuing all the way to the very edge of the pavement… and straight into the grass beyond.
This is Vietnam Airlines Boeing 787-9 VN-A867… pic.twitter.com/sWpIYUjKig
Die Airline sprach bereits am Samstag von einem technischen Problem und verwies auf Warnmeldungen, die kurz nach dem Vorfall beim Start abgesetzt wurden. Sie entschuldigte sich bei den Passagieren "aufrichtig für die entstandenen Unannehmlichkeiten" und betonte, die Flugzeugbesatzung habe alle vorgeschriebenen Verfahren eingehalten.
BFU leitet Untersuchung ein
Zuständig für die Untersuchung des Vorfalls ist die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig. Deren Experten stellten schon am Wochenende Flugdatenschreiber und Voicerekorder sicher. Bei der BFU rechnet man mit mehreren Wochen, bis zunächst ein Zwischenbericht vorgelegt werden kann. Bis zum Abschlussbericht dürften jedoch Monate vergehen.







Kommentare (34) Zur Startseite
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Würde das zum Schadensbild passen, egal ob das allen Regeln der Cockpitkommunikation widerspricht.
Kann man dann manuell so ungleichmässig bremsen?
Wenn dann die Maschine mit TOGA beschleunigt und ein Pilot bremst, müsste dann nicht auch irgendwann die Reifen kaputt gehen trotz ABS?
Eben. Die BFU hat die FDR Daten (CVR-Status unbekannt).
Die werden nach Auswertung veröffentlicht werden. Bis dahin würde ich auf Spekulationen in vietnamesischen oder heimischen Medien nichts geben.
Auf die in den "sozialen" Medien, sofern sie öffentlichen Quellen widersprechen, schon mal gar nicht...
Entsprechend Ähnliches ("über...) gab es zuvor aus Indien zu lesen.
Wie sind die dazugehörigen Daten ermittelt worden?
M. E. gibt es Nichts Neues - Vgl. Pseudo-Informationen Zum Unfall in Indien!