Drohnenkrieg
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Fluggesellschaften werden auf Russland-Flügen vorsichtiger

Turkish Airlines Airbus A350-900
Turkish Airlines Airbus A350-900, © Airbus

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ISTANBUL - Fluggesellschaften aus der Türkei und den Golfstaaten streichen Abflüge nach Russland, einige Maschinen mit Ziel Moskau drehen unterwegs um: Ukrainische Warnungen vor Einflügen in russischen Luftraum zeigen Wirkung. Nach ukrainischen Angaben muss Russland unterdessen Kerosin im Ausland zukaufen.

Es ist eine deutliche Ansage aus Kiew an Airlines und Versicherer: Die Ukraine hat am Mittwoch Warnungen vor Flügen im russischen Luftraum offiziell an die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) übermittelt.

"Wir rufen alle dazu auf, diesen zu meiden", schrieb Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform "X". Der russische Luftraum werde aufgrund "erhöhter militärischer Aktivität" - gemeinst sind Drohnen - "unsicherer". Bereits am Montag hatte der ukrainische Präsident Selenskyj vor Flügen durch russischen Luftraum gewarnt.

Kurz danach fielen erste Flüge aus. In der Türkei hat allein Pegasus Airlines am 1. und 2. September zwölf Russland-Flüge gestrichen. Die Airline verweist auf "X" auf "operative Gründe". Auch bei Turkish Airlines kam es zu Ausfällen. Nach Flugdaten wurden zwei Abflüge von Istanbul sowie zwei Ankünfte aus Moskau gestrichen.

Überwiegend blieben die Moskau-Verbindungen von Turkish Airlines aber intakt, auch Tochtergesellschaft AJet setzte ihre Flüge zwischen Istanbul und Moskau fort.

Die Ukraine hat Drohnenangriffe auf russisches Gebiet diese Woche ausgeweitet - das hatte unmittelbare Folgen auf den Luftverkehr. An den drei großen Moskauer Flughäfen starteten nach russischen Medienberichten rund 77 Flüge wegen temporärer Betriebsbeschränkungen verspätet oder wurden annulliert.

Ukraine: Russland muss mehr Kerosin importieren

Nach Aufzeichnungen von "Flightradar24" kehrten einzelne Flüge aus Istanbul und Dubai mit Ziel Moskau um oder drehten zu Ausweichflughäfen ab.

Die Ukraine griff zuletzt auch Raffinierien an - offenbar mit Folgen für die russische Kerosinproduktion. Nach ukrainischen Angaben musste Russland Produktionsausfälle im August 2026 mit Importen von 70.000 Tonnen Jet A-1 aus Südkorea und Ägypten kompensieren.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus, Turkish Airlines | 03.09.2026 11:49


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