Neuer Frachter ist flügge
Älter als 7 Tage

Airbus nimmt Flugerprobung der A350F auf

Airbus A350F
Airbus A350F, © Airbus

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TOULOUSE - Airbus schickt die A350F in die Flugerprobung - der neue Frachter hat am Dienstag in Toulouse einen ersten Testflug absolviert. Die Piloten müssen "aerodynamische Eigenschaften" des Frachters kennenlernen, die sich von denen der Passagierversionen A350-900 und A350-1000 unterscheiden.

Der Airbus A350F ist flügge! Um 10:30 Uhr Ortszeit hat der Prototyp MSN700 am Dienstag mit einem Take-off in Toulouse die Flugerprobung aufgenommen.

Nach 4:10 Stunden setzte die Maschine wieder in Toulouse auf. Airbus plant insgesamt rund 400 Flugteststunden bis zur 2027 erwarteten Zertifizierung.

Der Erstflug fand im Flugmodus "Direct Law" statt, also unter manueller Steuerung. Auf das stärker unterstützende "Normal Law" mit Schutzfunktionen für Flugbereich und -stabilität verzichtete Airbus zunächst bewusst, da die aerodynamischen Eigenschaften der A350F "noch zu zehn Prozent auf einem nicht verifizierten Modell" beruhen.

Laut Airbus stieg der Prototyp beim Erstflug bis auf 25.000 Fuß.

Die MSN700 wird sich im Zulassungsprorogramm auf Flugleistung, Flugverhalten und Autopilotsysteme konzentrieren - zunächst ohne, später mit Fracht im Laderaum.

Mit dem Schwesterflugzeug MSN701 wird Airbus später noch eine zweite A350F in die Flugerprobung einspannen - und primär Funktionen der Bordsysteme überprüfen. Zudem soll MSN701 vorgeschriebene Betriebstests unter extrem heißen und extrem kalten Umgebungsbedingungen absolvieren.

Vorne A350-900, hinten A350-1000

Airbus will trotz einer Verzögerung mit der A350F eher im Markt sein als Boeing mit der 777-8F. 111 Tonnen Nutzlast und 8.700 Kilometer Nonstop-Reichweite sieht Airbus als Goldenen Schnitt für Luftfrachtairlines.

Airbus A350F startet zum Erstflug, © Airbus
 
Die A350F bedient sich aus dem Baukasten der A350-900 und der A350-1000. "Die A350F weist eine spezifische Rumpfkonfiguration auf", erläuterte der leitende A350F-Flugtestingenieur Laurent Bussiere. "Der vordere Rumpfteil entspricht der A350-900, während der hintere Rumpf und die Tragflächen von der A350-1000 stammen. Dadurch ergeben sich neue aerodynamische Eigenschaften, die sich auf die Flugsteuerung auswirken."
© aero.de | Abb.: Airbus | 29.09.2026 11:52


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