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Lufthansa erwägt Beteiligung am Flughafen Düsseldorf

Eurowings am Flughafen Düsseldorf
Eurowings am Flughafen Düsseldorf, © Andreas Wiese, DUS

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DÜSSELDORF - Die Lufthansa beansprucht nach der Übernahme großer Teile von Air Berlin eine deutlich größere Mitsprache am Flughafen Düsseldorf und schließt einen Einstieg als Gesellschafter nicht aus. Günstigtochter Eurowings bereitet in Nordrhein-Westfalen eine Langstreckenoffensive vor - mit einer Business Class.

"Ich möchte keine Variante einer vertieften Kooperation ausschließen. Tatsache ist, dass wir den halben Flughafen künftig für uns nutzen - also möchten wir auch mitgestalten", sagte Dies Lufthansa-Chef Carsten Spohr der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe).

Dabei erinnert er daran, dass Lufthansa in München den Terminal Zwei gemeinsam mit der Flughafengesellschaft betreibe, was "exzellent" funktioniere.

Dem Flughafen Düsseldorf stellt er kein gutes Zeugnis aus: "Der Flughafen muss wesentlich besser werden, damit es nicht weiterhin zu diesen extrem langen Wartezeiten kommt. Unter dem Chaos bei Gepäckausgabe und Sicherheitskontrollen leiden alle - Airlines wie Passagiere."

Eurowings fliegt Air-Berlin-Ziele in Übersee an

Spohr kündigt für NRW eine Langstreckenoffensive des Ablegers Eurowings an. Ab Düsseldorf werde es eine Business-Class für Überseeflüge geben, damit man auch Geschäftsreisende stärker ansprechen könne.

Als weitere Langstreckenziele ab NRW für Eurowings kündigt er an, "voraussichtlich" nach New York, Fort Myers und Los Angeles zu fliegen - alles frühere Ziele von Air Berlin.

Dabei ließ er offen, ob diese Flüge ab Düsseldorf oder Köln starten: "Wir wollen bei Eurowings ab Sommer 2018 zehn Langstreckenjets einsetzen, davon mindestens sieben in NRW. Wir haben aber noch nicht entschieden, wie viele perspektivisch nach Düsseldorf kommen."

Zurückhaltend gab er sich zur umstrittenen Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf: "Eine allgemeine Kapazitätserweiterung wäre im Moment noch zu früh: Es gelingt ja nicht einmal, den jetzigen Verkehr pünktlich abzuwickeln."
© dpa-AFX, OTS, aero.de | Abb.: Eurowings | 12.10.2017 08:38

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Beitrag vom 12.10.2017 - 14:24 Uhr
Unter dem Aspekt einer Beteiligung von LH in Düsseldorf bekommt der plötzliche Rücktritt von Mayrhuber als Aufsichtsratvorsitzender von LH eine neue Bedeutung. Mayrhuber war glühender Befürworter und Mitinitiator des Ausbaus in Frankfurt. Wenn LH sich jetzt neben München auch noch in Düsseldorf finanziell engagiert, wird deutlich, dass die LH Gruppe in Frankfurt keine wesentliche Wachstumsperspektive entwickelt.
Beitrag vom 12.10.2017 - 11:57 Uhr
Wenn das wahr wird, ist das sicher ein großer "Freudentag" für Fraport, denn dann bekommt Fraport noch mehr freie Slots für Billigflieger.

Dieser Beitrag wurde am 12.10.2017 12:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.10.2017 - 10:08 Uhr
DUS braucht wirklich keine Kapazitätsausweitung. Man hat ja aus FRA gelernt. Gäbe es die, so würden unliebsame Konkurrenten nach DUS kommen, womöglich eine Ryanair. Als Gesellschafter könnte man einen Kapazitätsausbau gut verhindern, jetzt wo man den halben Flughafen eh schon nutzt.


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