Flugsicherheit
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EASA warnt vor defekten Notfallrutschen bei A330 und A340

Brussels Airlines Airbus A330 Flotte
Brussels Airlines Airbus A330 Flotte, © Brussels Airlines

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KÖLN - Pumpen, die zum Aufblasen der Notrutschen an einigen der größten Airbus-Maschinen dienen sollen, könnten defekt sein. Inspektoren der Europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA mahnen daher an, bei der Wartung der Maschinen besonders auf die Funktionstüchtigkeit der Rutschen zu achten.

Bei Sicherheitskontrollen hat sich herausgestellt, dass manche der Pumpen und Aspiratoren der A330 und A340 beschädigt sind. Durch unsachgemäßes Zusammenfalten und Verpacken der Rutschen sind laut der Europäischen Behörde für Flugsicherheit EASA Risse und undichte Stellen an den Absperrventilen entstanden.

"In einer Notfallsituation könnte es passieren, dass die Rutsche nicht wie vorgesehen funktioniert", warnt die EASA in einer Mitteilung. Die Flugzeuge verfügen über zahlreiche Notfallrutschen und -ausgänge und "gelten nicht als unsicher".

Dennoch deute die Anzahl der entdeckten Schäden laut EASA auf die Notwendigkeit hin, dass Wartungsunternehmen ein besonderes Augenmerk auf die Notfallrutschen legen.

Die Aspiratoren, die von United Technologies hergestellt werden, werden normalerweise alle drei Jahre überprüft. Im Jahr 2011 sprach die EASA Airlines und Ingenieuren eine ähnliche Empfehlung für die Notrutschen der A320 aus.
© aero.de (boa), Bloomberg | Abb.: Lufthansa | 13.10.2017 10:45

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Beitrag vom 16.10.2017 - 13:01 Uhr
@gpower / ErsterWart
Danke für die guten Infos.

Ist wohl wirklich nur ein Pressedrama.

Quintessenz der SIB: Bei ein paar Wartungsbetrieben wurde unsauber gearbeitet, was zu vorzeitigem Verschleiß führt; Hält man sich ganz genau an die Vorschriften passiert das nicht.

Toll....
Beitrag vom 16.10.2017 - 12:00 Uhr
Also,

- Die Packanleitung kommt nicht von Airbus sondern vom jeweiligen Rutschenhersteller und ist in dem zur Rutsche gehörenden Component Maintenance Manual beschrieben.

- Fehler können immer passieren, bei Reifen wie bei Notrutschen oder bei anderen Arbeiten. Aber grade bei der Notausrüstung wird Wert auf stressfreies, bedachtes Arbeiten gelegt - weil man sie halt nicht vor Nutzung testen kann. Allerdings wird jede Rutsche anders gepackt (Größe, Gewicht, Türabmaße, Höhe der Tür) und somit können auch nur an eben solchen Rutschen Fehler entstehen, an anderen eben nicht.

- Wie gpower schon schreibt ist der Bericht wohl eher eine google-Übersetzung der AD-Note, sonst würde da nicht "Pumpe" stehen. Da gibt's in manchen Rutschen (Rafts) auch welche, aber das sind Umkehr-Osmose-Pumpen um sich ein tröpfchen Wasser aus dem Meer zu gewinnen - die haben mit der Thematik wohl eher nix zu tun.


## Es geht um das EASA SIB 2017-16 worin nur nochmal auf eine schon 2015 herausgegebene Information des Herstellers verwiesen wird, bei der bemängelt wird, mehrere Wartungsfirmen würden die Packing-Instructions nicht genau genug befolgen, was in einzelfällen zu beschädigunen der Aspiratoren geführt hat. Es ist also eigentlich nur warm gemachte Suppe ...##


Dieser Beitrag wurde am 16.10.2017 12:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.10.2017 - 11:54 Uhr
Da würde mich der original Text der direktive interessieren. Das hört sich nach Pressedrama an. Schon der Begriff Pumpe passt eigentlich nicht, das sind Gasbehälter in Kombination mit dem Aspirator. So ein Ding zu packen ist harte Arbeit und wenn da eine Falte falsch liegt kann es sein, dass da was drückt und beschädigt. Ob man da wirklich jede Falte vom Hersteller vorgegeben ist weiß ich nicht, ob Bloomberg das weiß? Zweifelhaft. Direktiven gibt es viele, warum es diese in Presse schafft und wichtig ist? Keine Ahnung.


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