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Reduzierung von Verbindlichkeiten

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Air Berlin verkauft vier Airbus A320 und drei Boeing 737

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Air Berlin Airbus A319, © Allgäu-Airport Memmingen
BERLIN - Air Berlin wird vier Flugzeuge des Typs Airbus A320 und drei Flugzeuge des Typs Boeing 737-800 verkaufen. Ziel sei es, existierende Nettoverbindlichkeiten zu reduzieren. Dies gab die Fluggesellschaft am Donnerstag bekannt. Die in Kanada ansässige Lionhart Aviation Ltd. wird vier Airbus A320 von Air Berlin übernehmen. Zwei der Flugzeuge sollen unmittelbar nach der Übergabe an Virgin America und zwei weitere Flugzeuge an Azerbaijan Airlines verleast werden.

"Durch diese Transaktion sehen wir uns in unserer Zielsetzung bestärkt, kontinuierlich eine moderne Flugzeugflotte zu unterhalten und die Air Berlin-Flotte entsprechend zu optimieren", sagte Ulf Hüttmeyer, CFO der Air Berlin. "Der Verkauf der vier Airbus A320 bedeutet für Air Berlin eine erhebliche Reduzierung der Nettoverbindlichkeiten", so Hüttmeyer. Die Transaktion wird voraussichtlich im April 2010 abgeschlossen.

Transaktion mit Jackson Square Aviation über acht Flugzeuge

Air Berlin gab ebenfalls bekannt, eine Transaktion über acht Flugzeuge mit Jackson Square Aviation abzuschließen. Der Leasinggeber aus San Francisco wird drei im Eigentum von Air Berlin stehende Flugzeuge des Typs Boeing 737-800 erwerben, die zur Zeit an Shenzhen Airlines in China verleast sind.

Darüberhinaus beinhaltet die Transaktion die Finanzierung von fünf Flugzeugen der Air Berlin-Flotte. Dabei handelt es sich um die Finanzierung eines zur Zeit im Eigentum von Air Berlin stehenden und von Air Berlin betriebenen Airbus A319 im Zuge einer Sale-and-lease-back Transaktion.

Weiter sollen vier neue Flugzeuge des Typs Boeing 737-800, deren Auslieferung für die erste Jahreshälfte 2011 geplant ist, ebenfalls im Zuge von Sale-and-lease-back Transaktionen finanziert werden.

Hinsichtlich der an Shenzhen Airlines geleasten Boeing 737-800 und des Airbus A319 wird die Transaktion voraussichtlich bis Ende April 2010 abgeschlossen.

© aero.de, Air Berlin | Abb.: Allgäu Airport | 25.03.2010 08:41




Leser-Kommentare (8)

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04.04.2010 09:56
Der Vorgang hat mit Luftfahrt eigentlich nur indirekt über die Marktsituation zu tun. Das ganze ist eine rein kaufmännische Angelegenheit wenn man sich durch verringern der Verbindlichkeiten Luft verschafft. Es hat schon viele Firmen gegeben die im Kern gesund waren aber durch schlecht geplante Liquidität in Bedrängnis gerieten. Ist eigentlich eine kaufmännische Grundweisheit aber selbst in Chefetagen manchmal erstaunlich oft missachtet. Das AB hier gegensteuert war überfällig. Die Anzahl von 15 B787 ist immer noch hoch aber bei Lieferung ab 2015 ist das kein Problem da viele A330 geleast sind und das Modell in 9er Reihe eng bestuhlt durchaus auch auf Mittelstrecken passt.

03.04.2010 21:29
MD11: Wenn verzettelt bedeutet, das man sich den neuen Gegebenheiten anpasst hast Du durchaus recht.

Topic: Das man als nicht staatlich-vorfinanzierte Airline um eine marktgerechte, sichere Größe und Popularität zu erreichen Schulden machen muss, ist kein Geheimnis.
Wo ist bitte das Problem, wenn man alte Flugzeuge verkauft, um die Flotte mit den neuen Flugzeugen zu verjüngen, ohne dabei die Flottengröße unrentabel zu steigern?
Was ist aus finanzieller Sicht falsch daran, Sale-Lease back zu nutzen, um Verbindlichkeiten zu reduzieren?
Hat der Erfolg im letzten Jahr dieser Strategie nicht recht gegeben?

Vielleicht können die Experten (bitte Murfy39!) mir diese Fragen beantworten? Mir scheint da die "Ahnung von der Luftfahrt" zu fehlen...

Gruß
03.04.2010 07:29
Naja, dass sich AB mit den 787 verzettelt hat, ist ja inklusive Hintergrund hinlänglich bekannt.


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