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Fast neue Airbus A320neo werden ausgeschlachtet

Spirit Airlines Airbus A320neo
Spirit Airlines Airbus A320neo, © Airbus

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GOODYEAR - Ehemals von Spirit Airlines betriebene Airbus A320neo werden zu Ersatzteilspendern. Der irische Flugzeugersatzteilhändler EirTrade Aviation hat zusammen mit dem US-amerikanischen Leasingunternehmen Residco zwei junge A320neo erworben, um sie zu zerlegen.

Die beiden Flugzeuge, MSN 10769, Produktionsjahr 2021, und MSN 10921, Produktionsjahr 2022, sind nur vier beziehungsweise dreieinhalb Jahre alt.

Sie standen zuvor im Dienst der US-Niedrigpreis-Fluggesellschaft Spirit Airlines, die im vergangenen Sommer in finanzielle Schieflage geraten ist und ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 in den USA beantragt hat.

Nach Angaben von EirTrade Aviation werden die beiden A320neo mit PW1100G-JM-Triebwerken in Goodyear, Arizona demontiert.

Alle Teile werden aufbereitet und Ende des ersten Quartals zum EirTrade-Ersatzteillager nach Dallas gehen, um damit die Nachfrage nach Ersatzteilen in Amerika zu bedienen. Laut EirTrade Aviation handelt es sich um die jüngsten Flugzeuge dieses Typs, die je ausgeschlachtet wurden.

"Wir konzentrieren uns auf neuere Vintage-Flugzeuge, um sicherzustellen, dass unser Bestand die hochwertigsten wiederverwendbaren Teile enthält, damit unsere Kunden mit den neuesten Modifikationen von Standardkomponenten unterstützt werden können", so Bill Thompson, Vice President Origination and Trading for the Americas bei EirTrade Aviation. Man habe auch vier Sätze von gefragten Komponenten der PW1100-Triebwerke im Rahmen der Transaktion erworben.

Die aktive A320neo-Flotte besteht nach Angaben von EirTrade Aviation derzeit aus mehr als 4.400 Flugzeugen, weitere 7.200 seien bei Airbus bestellt. Hinzukommen 6.500 A320ceo, die ebenfalls viele der neo-Teile nutzen könnten. EirTrade sieht einen wachsenden Markt für gebrauchte Flugzeugteile in diesem Segment.

Probleme mit Zulieferern und Triebwerken

Für die Flugzeuge der A320neo-Familie ist die Nachfrage nach gebrauchten Ersatzteilen hoch. Gründe dafür sind anhaltende Schwierigkeiten in der Lieferkette sowie Lebensdauerprobleme vor allem mit den PW1100G-JM-Triebwerken von Pratt & Whitney.

Erst im Oktober 2025 hatte der britische Ersatzteilhändler AerFin mehrere A320neo erworben, um sie auszuschlachten. Die Flugzeuge waren erst sieben Jahre alt und einst bei Go First im Indien in Dienst.
© Flug Revue, UE | Abb.: Airbus | 18.02.2026 15:24

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Beitrag vom 19.02.2026 - 11:32 Uhr
Klingt wie DDR, damals musste man auch für einen gebrauchten Trabi viel mehr bezahlen wie für einen Neuen... ;) :)
Beitrag vom 19.02.2026 - 09:20 Uhr
Der Grund liegt wahrscheinlich darin, das der Preis für Orginal Spare Parts vom Hersteller 2-3 mal höher ist als der Preis für ein Teil bei Erstausrüstung. Da schauen die Airlines schon gern mal auf den Gebrauchtmarkt. Warum ist das so? Spare Parts müssen so lange vom Hersteller vorgehalten werden solange noch mindestens 3 Flugzeuge eines Musters betrieben bzw. geflogen werden. Das ist bei den geringen Stückzahlen im Flugzeugsektor sehr teuer und nur Luftfahrt zugelassene Betriebe dürfen die Ersatzteile fertigen und reparieren.
Beitrag vom 18.02.2026 - 21:47 Uhr
Wie kann es wirtschaftlich sein, so junge Maschinen schon auszuschlachten statt nach einem Weiterverkauf weiterhin bei irgendeiner Airline zu betreiben? M.E. läuft da irgendetwas schief.

Ich weiß nicht, wie die Preissituation bei Flugzeugen ist. Aber vor vielen Jahren hat der ADAC mal probeweise ein Auto aus Ersatzteilen zusammengebaut. Dieses Auto kostete drei mal so viel wie ein neues Auto des gleichen Typs.

Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Airbussen ähnlich ist.




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