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Asche kostet Aufschwung

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Fraport schraubt nach Gewinneinbruch Erwartungen nach oben

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Deutsche Lufthansa in Frankfurt, © Deutsche Lufthansa AG
FRANKFURT/M. - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport schraubt trotz eines überraschend starken Gewinnrückgangs im ersten Quartal die Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben. Der Konzerngewinn soll nun doch wieder das Niveau des Vorjahres erreichen, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im April kostete das Flugverbot wegen der Vulkanasche-Wolke Fraport den Aufschwung im Passagiergeschäft.

Dennoch soll die Zahl der Fluggäste am größten deutschen Flughafen 2010 weiterhin höher ausfallen als im Krisenjahr 2009.

Im ersten Quartal drückte allerdings das verschlechterte Finanzergebnis auf den Gewinn. Vor allem der höhere Zinsaufwand für die im Zuge des Flughafenausbaus gestiegenen Kredite ließ das Konzernergebnis von 20 Millionen auf 4 Millionen Euro einbrechen. Damit verfehlte Fraport deutlich die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt fast 12 Millionen Euro erwartet hatten.

Streik und schlechtes Wetter

Die Flugausfälle durch Pilotenstreik, Schneefälle und Wintersturm "Xynthia" trafen Fraport finanziell allerdings nicht so schwer wie erwartet. Der Umsatz legte überraschend stark um 4,3 Prozent auf 476 Millionen Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um gut 12 Prozent auf 116 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr verspricht sich der Vorstand nun höhere Gewinne als bislang. Dazu sollen vor allem die Flughafenbeteiligungen im Ausland beitragen. Das EBITDA soll von 553 Millionen Euro im Vorjahr auf 635 Millionen Euro wachsen. Beim Konzernergebnis peilt Fraport wieder das Niveau von 2009 an, nachdem das Management bislang stets von einem Rückgang gesprochen hatte. Im Krisenjahr hatte das Unternehmen rund 157 Millionen Euro verdient.

Frankfurter Flughafen

Am Frankfurter Flughafen unterbrach das Flugverbot nach dem Vulkanausbruch aus Island im April die Erholung im Passagiergeschäft. Nachdem die Zahl der Fluggäste im ersten Quartal noch zugelegt hatte, musste der größte deutsche Airport im April einen Rückgang von 16,9 Prozent auf gut 3,5 Millionen Passagiere hinnehmen. Damit wurde die Erholung des ersten Quartals aufgezehrt. Von Januar bis April zählte Fraport nun 1,9 Prozent weniger Passagiere. Die Luftraum-Sperrung habe dem Unternehmen "zweifelsohne wehgetan", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte.

Dennoch hielt Schulte an dem Ziel fest, die Zahl der Passagiere in Frankfurt in diesem Jahr um ein bis zwei Prozent zu steigern, sollten nicht weitere unvorhergesehene Ereignisse den Flugbetrieb beeinträchtigen. Steigende Nachfrage verspricht er sich von der robusten Konjunktur in Asien und der wirtschaftlichen Belebung hierzulande. Auch konzernweit erwartet Schulte mehr Fluggäste.

Zusammen mit den zum Konzern gehörenden Auslandsflughäfen zählte Fraport im April 5,4 Millionen Fluggäste, ein Rückgang von 9,6 Prozent. In den ersten vier Monaten liegt das Unternehmen damit immer noch 2,6 Prozent im Plus.

Frachtgeschäft

Im Frachtgeschäft, das im Vorjahr stärker als der Passagierverkehr von der Wirtschaftskrise getroffen worden war, zeigte die Entwicklung im April weiter nach oben. In Frankfurt wurden 169.463 Tonnen Luftfracht und Luftpost abgefertigt, ein Zuwachs von 21,2 Prozent. Konzernweit waren es 187.831 Tonnen, 20,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Luftraum über Europa war wegen der Vulkanasche-Wolke aus Island Mitte April für mehrere Tage großenteils gesperrt worden. In Frankfurt war der Betrieb für fünf Tage stillgelegt, erst nach weiteren drei Tagen fanden alle Flüge wieder planmäßig statt. Die Ausfälle bei Umsatz und EBITDA bezifferte das Unternehmen zuletzt auf bis zu 20 Millionen Euro.

© dpa-AFX | Abb.: Fraport AG | 11.05.2010 07:50




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