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Erster kleiner Rückschlag

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«Solar Impulse» muss Flug von Brüssel nach Paris abbrechen

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Solar Impulse in Brüssel, © Solar Impulse
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BRÜSSEL - Erster Rückschlag für das Schweizer Solarflugzeug «Solar Impulse»: Wegen starken Gegenwinds und technischer Probleme kehrte Pilot André Borschberg auf halber Strecke nach Paris wieder um und landete am späten Samstagabend sicher am Startflughafen Brüssel-Zaventem. Wie die Veranstalter berichteten, dauerte der Flug gut fünf Stunden. Bereits im Mai kam «Solar Impulse» problemlos von der Schweiz nach Belgien. Der Öko-Flieger soll nun schon bald wieder abheben.

Flugleiter Raymond Clerc sagte: «Wir haben gesehen, dass wir nicht ausreichend Energie hatten, um sicher nach Le Bourget (bei Paris) zu gelangen. Es gab keinen geeigneten Flughafen auf der Hälfte der Strecke, und so war die Rückkehr die sicherste Lösung.»

Die nur von Sonnenenergie getriebene «Solar Impulse» war bei wechselhaftem Wetter von Zaventem aus zu ihrem zweiten internationalen Flug gestartet. In Le Bourget wird bald internationale Luftfahrtschau ihre Pforten öffnen. Nach Clercs Worten werden die Batterien über Pfingsten wieder aufgeladen - das Flugzeug könne kann deshalb frühestens am Dienstag wieder nach Frankreich aufbrechen.

Laut Internetseite von Solar Impulse war der Flug von Anfang an schwierig. Borschberg konnte das nicht Fahrwerk einfahren - deshalb flog die Maschine langsamer und verbrauchte mehr Energie. Wegen der Wolkendecke konnte der Flieger zudem nicht so hoch aufsteigen wie geplant und aufgrund des schlechten Wetters war der Batteriestatus geringer als vorgesehen.

Pilot Borschberg sagte: «Das ist ein experimentelles Vorhaben, deshalb machen wir Versuche, die nicht immer erfolgreich sind.» Der Mit-Initiator und Flugpionier Bertrand Piccard ergänzte: «Die Erfolge der ersten Flüge haben zum falschen Eindruck geführt, wonach die Dinge einfach sind.»

Das Flugzeug flog mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern auf einer Höhe von gut 900 Metern.

Die «Solar Impulse» war Mitte Mai in knapp 13 Stunden von der Schweiz nach Brüssel geflogen. Das Flugzeug hat sehr lange Tragflächen. Die Spannweite erreicht 64 Meter - etwa die eines Langstrecken-Airbus A340 - allerdings wiegt die Maschine nur 1,6 Tonnen. Das Flugzeug wird von vier Elektromotoren mit einer Leistung von etwa 10 PS vorangetrieben, die ihre Energie aus 12 000 Sonnenzellen auf den Tragflächen beziehen.

© Christian Böhmer, dpa | Abb.: Solar Impulse | 12.06.2011 10:40




Leser-Kommentare (1)

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13.06.2011 13:49
"Wir haben gesehen, daß wir nicht ausreichend Energie hatten".

Ja, genau davon reden wir seit Jahren. Wenig Energie, viel Hype.


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