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Damit lag der Kurs gut 11 Prozent über dem Ausgabepreis von 135 Dollar, der Musk Einnahmen von 75 Milliarden US-Dollar bescherte - und dem bereits reichsten Menschen der Welt den Status als erster Billionär. Beim zuvor größten Börsengang der Geschichte hatte die saudi-arabische Ölfirma Aramco im Jahr 2019 gut 29 Milliarden Dollar eingenommen.
Da Musk nur einen fünfprozentigen Anteil an SpaceX an die Börse brachte, ergab sich zum Start eine Gesamtbewertung des Unternehmens von 1,77 Billionen Dollar. Damit war das Unternehmen aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta, der aktuell 1,45 Billionen Dollar auf die Waagschale bringt. Auch den Elektroautobauer Tesla ließ SpaceX damit hinter sich.
Und damit war das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Denn nach dem ersten Kurs von 150 Dollar kletterten die SpaceX-Titel zuletzt auf rund 172 Dollar und erreichten so fast den Höhepunkt der vorbörslichen Indikationen, woraus eine Bewertung von aktuell 2,19 Billionen Dollar resultierte. Damit bewahrheiteten sich Aussagen aus dem vorbörslichen Handel mit Derivaten, die SpaceX eine Bewertung von deutlich über 2 Billionen Dollar zugeschrieben hatten. SpaceX rückte so schon an seinem ersten Handelstag in die Sphären der wertvollsten US-Unternehmen auf.
Unangefochtener Platzhirsch ist weiter der KI-Chip-Gigant Nvidia mit knapp 5 Billionen Dollar, gefolgt vom Google-Mutterkonzern Alphabet und dem Tech-Riesen Apple mit Werten oberhalb der 4-Billionen-Marke. Der Softwarekonzern Microsoft folgt mit einem Wert von 2,88 Billionen Dollar schon mit einigem Abstand, da ihn - ähnlich wie Apple - unter anderem der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) seine frühere Spitzenposition gekostet hat. Dem Online-Händler und Technologiegiganten Amazon mit aktuell 2,54 Billionen Dollar kommt SpaceX schon bedrohlich nahe.
Marktbeobachter Stephen Innes hatte vor dem SpaceX-Handelsstart betont, dass eine Marktbewertung zum Börsenschluss des ersten Handelstages über zwei Billionen Dollar den nächsten Mega-Börsengängen im KI-Bereich eine aussagekräftige Bewertungsvorlage liefern würde. In den Startlöchern stehen der ChatGPT-Erfinder OpenAI und sein Rivale Anthropic.
Keine Gewinne, hohe Bewertung
Trotz aller Begeisterung für den SpaceX-Börsengang gab es auch skeptische Stimmen, ob ein Unternehmen, das noch keine Gewinne erzielt hat, eine derart hohe Bewertung verdient.
"Was die Fundamentaldaten angeht, sind die Investoren ihrer Zeit voraus", sagte etwa Amanda Lyons, Leiterin der Research-Abteilung beim Hedgefonds Energy Group Capital. Eine Bewertung der Summe der Einzelteile des Unternehmens würde bei etwa 600 Milliarden Dollar liegen, was rund einem Drittel des aktuellen Werts entspreche. Doch gegen die hohen Bewertungen der Unternehmen von Elon Musk zu wetten, sei ein Jahrzehnt lang ein Verlustgeschäft gewesen, räumte die Expertin ein.
Langjährige Musk-Anhänger kamen ohnehin zu einem viel positiveren Urteil. So hält Shaun Maguire - Partner bei der Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft Sequoia Capital, welche die Investitionen des Unternehmens in Musks Firmen geleitet hat - den Bewertungsmaßstab für gerechtfertigt. "Der Börsengang von SpaceX signalisiert den Übergang von einer software-dominierten zu einer hardware-dominierten Welt", betonte er.
SpaceX spielt mit seinen Raketen eine Schlüsselrolle für das US-Raumfahrtprogramm. Das Unternehmen betreibt zudem den Satelliten-Internetdienst Starlink, der zugleich der mit Abstand größte Geldbringer ist. Ferner brachte Musk in SpaceX auch seine KI-Firma xAI samt der Online-Plattform X ein. Damit könnten die Investoren gleich von mehreren Megatrends profitieren.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: SpaceX | 13.06.2026 06:07







Kommentare (5) Zur Startseite
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Musk braucht das Geld dringend, wie man aus seinen Zahlen ableiten kann. Wobei er im Grunde genommen ja nur fremdes Geld aufgenommen, aber keinen oder kaum echten Gegenwert hergegeben hat - auch nach dem Börsengang liegen die letzten Entscheidungen immer noch bei ihm und nicht bei von ihm unkontrollierbaren Dritten.
Es ist ja nicht so, dass Musk auf immer ein Monopol auf geldbringende Raketenstarts hätte. Überall und selbst im verschnarchten Deutschland sind bereits Startups unterwegs, die an seinem bisher einträglichen Geschäft nicht nur knabbern werden. Und manche Geschäftszweige sind bekannt defizitär und müssen wie z.B. sein KI-Rechenzentrumsbetrieb schon heute durch die Konkurrenz gesponsort werden.
Und nein, weniger Geld für Startups wird es trotzdem nicht geben. Die Politik hängt an der Verschuldung wie ein Junkie an der Nadel, es ist schlicht nicht vorstellbar, dass beide auf normalem Weg auch nur halbwegs darauf verzichten könnten, es sei denn, dem einen wird der Stoff zwangsweise weggenommen und der andere nimmt ihn den seinen mit Zwang weg.
Shareholder value ist das neue Stichwort!
Frag sich nur, ob nun weniger Geld für Startups verfügbar ist bzw. wo Musk das Geld investieren wird.
Die Erhöhung des Geldvolumens der letzten Jahrzehnte bleibt doch nicht folgenlos. Irgendwohin musste das Geld ja fliessen, wenn die EZB es "whatever it takes" verteilt. Und es floss eben nicht hauptsächlich dorthin, wo im Gegenzug Realwerte erzeugt werden, sondern dorthin, wo die höchste Rendite winkt. Das ist eben der internationale Finanzmarkt und nicht der kleine Krauter, der mit kleiner Rendite den Laden am Laufen hält.