aero.de aero.at gmail
|
logo
logo

Gespräche vertagt

Älter als 7 Tage
   
print pdf comment bookmark

Zukunft des Airbus Militärtransporters A400M weiter ungewiss

Foto
Airbus A400M, © Airbus S.A.S.
Verwandte Themen
BERLIN - Wenige Tage vor Ablauf eines Ultimatums bleibt die Zukunft des Militärtransporters Airbus A400M ungewiss. Die seit Monaten laufenden Verhandlungen zwischen den sieben Käuferländern und dem Rüstungskonzern EADS wurden am Dienstagabend in Berlin erneut unterbrochen. Die Gespräche sollen laut Verteidigungsministerium zeitnah fortgesetzt werden. Weitere Details nannte ein Sprecher nicht.

Am 31. Januar läuft eine Kündigungsfrist der Kunden aus. «Es ist und bleibt das Ziel, bis Ende Januar zu einer Lösung zu kommen», sagte ein EADS-Sprecher. Die Grünen forderten das Aus für das Projekt. Medienberichte, dass Deutschland eine Staatsbürgschaft für das Milliardengeschäft prüft, wurden in Berliner Regierungskreisen nicht bestätigt.

Nach Angaben aus Verhandlungskreisen könnte es schwierig werden, bis Monatsende eine Lösung zu finden. Die Probleme seien komplex, hieß es. Zuletzt lagen verschiedene Modelle zur Aufteilung der Milliarden-Mehrkosten auf dem Tisch. Auch könnten die Staaten weniger Flugzeuge als vereinbart abnehmen, um die Kosten zu drücken. Die Bundesregierung weigert sich bisher, mehr Geld zu bezahlen. Deutschland soll 60 von 180 Maschinen erhalten. Der A400M soll die altersschwache Transall der Bundeswehr ersetzen.

Missmanagement und technische Probleme haben das größte Rüstungsprojekt Europas um mehrere Jahre verzögert und verteuert. Die Mehrkosten könnten bis zu 11 Milliarden Euro betragen. EADS fordert von den Staaten eine Nachzahlung von über 5 Milliarden Euro.

Grüne fordern Rückzug

Am Mittwoch soll Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im Haushaltsausschuss des Bundestags über den Stand der A400M- Verhandlungen berichten. Guttenberg hatte EADS und Airbus mehrfach gewarnt, dass sich die Regierung nicht erpressen lasse.

Die Grünen erklärten, Deutschland und die anderen Käuferländer dürften nicht die Haftung für Managementfehler des Herstellers EADS/Airbus übernehmen. «Die Bundesregierung muss daher endlich die Reißleine ziehen und vom Vertrag zurücktreten», sagte der Grünen-Haushaltsexperte Alexander Bonde. Die vom Hersteller geforderten Vertragsänderungen kämen nicht infrage. «Der A400M wurde nur beschafft, weil die Kostenobergrenze klar geregelt war und die Industrie das Entwicklungsrisiko übernommen hat.»

© dpa | Abb.: Airbus Military | 27.01.2010 08:12




Leser-Kommentare (0)

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Anzeige

Schlagzeilen

Community
Fachdiskussionen zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen in der Luftfahrtbranche
Anzeige

Shop
Bild
Frankfurt - Los Angeles (LH B747)

Ganz nah am Steuer: Die neue Folge von PilotsEYE.tv glänzt mit Bildern von Los Angeles ohne Smog und mit intimen Blicken ins Cockpit: Flottenchef Nobert Wölfle blickt auf 38 Pilotenjahre zurück.

Im aero.de-Shop nur EUR 25,95
Versandkostenfreie Lieferung!

Magazin
Bild
Freiwillige testen Abläufe an neuen Hauptstadtairport
SCHÖNEFELD - Die ersten Kunden des Hauptstadtflughafens kommen mit Helm. Schließlich sieht hier alles noch nach Baustelle aus. Dieter Koch schiebt seinen Gepäckwagen vorbei an Monteuren und Gerüsten. Der Berliner ist einer der Freiwilligen, die den Flughafen am Dienstag erstmals testen.

Meistgelesene Artikel

Archiv
Archiv Im Archivbereich von aero.de finden Sie eine Übersicht aller bislang veröffentlichten Artikel. Mit der interaktiven Zeitleiste starten Sie Ihren Rückblick auf Nachrichten vergangener Tage.

Reise
Bild
Mit dem Vulkan-Expreß von Brohl nach Engeln
BROHL - Nicht viele wissen, wo der linksrheinische Ort Brohl auf der Landkarte zu finden ist. Bekannter ist vielleicht der alte Werbespruch: "Trink Brohler, dann geht`s Dir wohler", der für die Qualität des bekannten Mineralwassers aus diesem Ort am Mittelrhein steht.

Partner