Community / Allgemeines aus der Luftfahrtbranche / Beinahe Unfall in Faro mit TUIfly-Fl...

Beitrag 16 - 30 von 37
Beitrag vom 19.08.2008 - 11:07 Uhr
Useroli R.
User (114 Beiträge)
wie gesagt, wir schieben hier niemandem etwas in die schuhe, und es ist auch nicht unsere aufgabe darueber zu urteilen wie mind. 2000km suedlich eine junge frau oder mann einen flieger landet...

aber fakt ist, und da muss mir hier niemand kommen mit ich hab keine ahnung, in vielen faellen habe ich junge piloten in stresssituationen erlebt, die damit nicht klargekommen sind. ich bin selbst ein junger pilot in der ausbildung mit gerade einmal 115std erfahrung und werde auch die ausbildung mit gerade einmal etwas mehr als 200std beenden. das ist echt nichts. in den usa (wo ich meinen ppl machte) lassen sie dich unter 1000std ja kaum noch ins cockpit. das heisst aber nicht das die piloten besser sind, sie haben halt nur groessere erfahrungen im umgang mit stresssituationen etc... ich bin mit vielen jungen und auch etwas aelteren piloten geflogen die eigentlich eine gewisse erfahrung vorzuweisen hatten, und ich sag euch, selbst dort traten reiheweise grobe schnitzer auf. das alles hat im funkverkehr angefangen und bei unsicheren landungen aufgehoert wie z.b. ein zu schneller, zu steiler anflug. und da sind auch sicher viele dabei die z.zt. in nem atpl kurs stecken.

ok, kurze rede wenig sinn, wir wissen nicht wer da vorne gesessen hat bzw wieviele std. der o diejenige hatten, was die umstaende waren und ob es ueberhaupt gerechtfertigt ist so darueber zu diskutieren...als pilot muss man menthal aber so stark sein um sich auch damit auseinander setzen zu koennen.
und zum abschluss, ich kenne viele schueler und frage mich manchmal wie sie ihre checkrides bestehen!!! keine kritik von mir, nur allgemeine verwunderung.
LG
Beitrag vom 19.08.2008 - 11:50 Uhr
Useroli R.
User (114 Beiträge)
naja, eigentlich deswegen weil hier auch viele leute bei sind (nicht in diesem thema) die die meinungen anderer leute haeufig kritisieren und sich mit dummen comments dazu aeussern... nix besonderes halt...

ja klar und mit der erfahrung gebe ich dir natuerlich recht... nur wenn man merkt das man gewisse stresssituationen menthal nicht bewaeltigen kann, sollte man fruehzeitig mit dem fliegen aufhoeren...

jap, und das mit den vielen stunden ist bei uns sicher auf absehbare zeit garnicht moeglich... das ganze system,konzept, die ausbildung, die art und weise wie trainiert wird ist ja dort ganz anders als hier. wenn nicht sogar das krasse gegenteil. was aber auch nicht heisst das eines von beiden schlechter ist... :D

lg
Beitrag vom 19.08.2008 - 13:59 Uhr
Usern!ca
User (25 Beiträge)
Man oh man und das behauptest Du aus der Kabine heraus ohne zu wissen was wirklich Sache war im Cockpit? Wahnsinn^^
Beitrag vom 19.08.2008 - 15:00 Uhr
Useroli R.
User (114 Beiträge)
@n!ca,

will mich jetzt nicht wirklich mit dir streiten, aber solche leute wie dich hab ich in den foren echt gefressen... entweder du gibst ein sinnvollen comment ab oder du laesst es ganz sein...

jetzt bin ich ja mal auf deine antwort gespannt ob du weisst was sache im cockpit war!!! :!:
Beitrag vom 19.08.2008 - 18:27 Uhr
Usern!ca
User (25 Beiträge)
Blabla!

Nix dagegen das Virtual hierüber sprechen möchte und eine Diskussion hierüber führen wollte.
Das ist ja auch gut wenn es jemanden hilft. Aber die ganze Theatralik bei dies und das und beinahe Kollision.... oder der Pilot hat kein gutes Gefühl für den Flieger etc.

Bei einer Landung die vllt mal nicht so toll war.

Ist ja auch egal, ich weiss auch nicht was Sache war auf besagtem Flug. Finde es nur arm, deswegen meine Kommentare aber jedem das seine ;)

@ Oli

Ob Du mich gefressen hast oder nicht ist mir relativ wayne, aber hier in Bild manier eine Landung auseinander zu nehmen finde ich halt lächerlich. Mein damit nun nicht dich ;)
Beitrag vom 19.08.2008 - 19:46 Uhr
Useroli R.
User (114 Beiträge)
jut, allet klar... aber relativ wayne??? lol :D
Beitrag vom 19.08.2008 - 21:05 Uhr
UserJetson
User (13 Beiträge)
Solange noch jemand nach der Landung geklatscht hat (und das haben sicherlich Einige), ist doch alles in Ordnung.

Ich finde die �berschrift und die Diskussion echt etwas übertrieben.

Wenn mein Busfahrer seinen Bus mal ein bißchen schräg in der Haltestelle zum Stehen bringt, mache ich auch nicht gleich den ganzen lokalen Verkehrsverbund zum potentiellen Lebensrisiko.

Also - lasst uns hier wieder ein wenig runter kommen.

No offense!
Beitrag vom 20.08.2008 - 15:02 Uhr
Useraeroman
Pilot
User (65 Beiträge)
Also,Leute,kommt doch mal runter....
Niemand,der nicht selber viele Stunden Airline-Erfahrung hat,dazu noch den Platz FAO kennt,kann beurteilen,welche Qualität ein Anflug hat.Viele Faktoren spielen eine Rolle: Wetter,Verkehrsaufkommen,Flugsicherungsbelange,Grad der Automatisierung im Cockpit undundund.....
Und ein Urteil zu bilden,ob jemand Gefühl für ein Flugzeug hat,dann noch sich Gedanken darüber macht,ob Männlein oder weiblein fliegt;Mannomann,geht gar nicht!
Und dass jeder mal anfängt...gar keine frage;auch bei airlines.Ich habe schon "Copiloten" gehabt,die waren nach kürzester Zeit super drauf;andere haben`s in 10 Jahren nicht auf die Kette gekriegt.
Bleibt bei Eurer PC-Fliegerei;eine tolle Sache!Aber glaubt nicht,dass Ihr dadurch das reale Fliegergeschehen kennt :?
Beitrag vom 20.08.2008 - 15:31 Uhr
UserRunway
User (2957 Beiträge)
Die �berschrift hätte auf jeden Fall etwas neutraler lauten müssen. Ob es ein Beinaheunfall war kann von uns Passagieren niemand wirklich beurteilen und ob Pilot oder Pilotin ist nun wirklich völlig egal. Dank an Aeroman dies sachlich, kompetent und klar herausgestellt zu haben.

Andererseits kann jeder Vielflieger feststellen ob eine Landung (oder genauer das aufsetzen) im Vergleich zu anderen eben deutlich härter war. Das kann bei starken Boen, die einem schon im Anflug ein ungutes Gefühl vermitteln, ja sogar von Vorteil sein. Habe das unter solchen Wetterbedingungen einmal erlebt und war dafür sogar dankbar.

Und was Landungen mit schliddern über die Piste hinaus angeht: Der A340 in Kanada, der A320 in Brasilien und noch ein Airbus irgendwo vor kurzem in Südamerika sind doch ein Hinweis darauf, das auch Profiflieger tatsächlich manchmal zu spät aufsetzen und nicht bzw. zu spät durchstarten.

Beitrag vom 20.08.2008 - 15:35 Uhr
Userskyes
User (209 Beiträge)
Tach zusammen....

Da nun alle mal haben, wollt ich auch. Kurz zum Knowhow meinerseits: bin FO, glaube also a bisl was zu wissen.
Nun zum Thema. Virtual, ich finds super, dass Du Dich dafür interessierst und nach den Meinungen fragst, Erfahrungen von anderen helfen weiter. Die Wahl des Threadtitels finde ich aber echt misglückt, denn das diskreditiert die Airline. Vom geschilderten her war das Descendplanning vielleicht nicht ganz geglückt. Folge davon wäre u.U. ein zu schneller Final-Intercept (high Bank und höhere Speed). Das kann auch als ruppiges Fliegen umgesetzt werden (von euch Piloten kennt sicher jeder, der mal nach LFPG gelfogen ist und den Intercept ein wenig gemütlich angeht, die Folgen!!). In diesem Falle muss man abwägen: passenger comfort, oder etwas mehr Bank als normal und das Final noch intercepten. Sowas ist aber immernoch entfernt von unsicher. Ebenso die Speed auf dem Final, und beim Aufsetzen. Geschwindigkeit wurde reduziert, auch immernoch im grünen Bereich, denn 282KMH sind ca 150-155Kts, was bei einer vollen 737-8 und keiner Flapsfull Landing (sondern Flaps 30) auch durchaus legal ist.
Die Landung war wohl nicht so geglückt. Da hat manaber auch als erfahrener Pilot mal so einen, mal so einen Tag. Habs auch schon erlebt, dass ich den ganzen Tag über kontinuierlich besser gelandet bin, als der CPT. Hätte man garantiert besser machen können, aber Faro hat 2,5 km Bahn, nicht wirklich spektakulär, Platz genug für ne 737-8 (die AB geht mit den Dingern in DTM runter, da hats 1,7km das wird schon etwas lustiger, langt aber immernoch) Und den ersten TWY zu erwischen wird auf die 28 so ziemlich unmöglich (ich war da selber schon!!). Das Taxiing des Flugzeugs ist die Aufgabe vom CPT, und die Gründe für schnelles Rollen sind bei der Verspätung gegeben (soll auch dem passenger comfort dienen: man macht bei so einer Verspätung ja nicht noch extra langsam!!). Und wenn ATC auch noch nen Slot vergeben hat, was Brüssel auf Flügen von und nach Portugal gerne tut, dann kann es auch noch richtig eng werden, denn ein verpasster Slot kann auch gerne mal 2 weitere Stunden Verspätung einbringen.

Du hast garantiert nicht den besten Flug des Jahres erwischt, aber den Piloten das Gefühl abzusprechen, ohne genau zu wissen, was im Cockpit Sache war, ist schon eher anmaßend. Ich hab an Urlaubsflügen garantiert schon 500 in der Kabine mitgemacht, und selbst als Pilot ist es oft nicht nachzuvollziehen, was gerade vorne läuft. Denn auch die Flugsicherheit und noch viele andere Faktoren spielen da eine gewaltige Rolle.
Was für Piloten als ganz normal erscheinen mag, kann Passagiere in die totale Panik versetzen, weil Die nicht wissen, was los ist. Und in so einem Falle, wenn der an die �ffentlichkeit dringt, tun die Medien dann den Rest und machen einen riesen Hype draus, aus folgendem Grund: Unwissenheit!!!
Also, kannst gerne nach Meinungen von den Wissenden hier fragen, aber dramatisier das bitte nicht (mein Verständnis für n!ca), das bringt der Airline u.U. nur unberechtigten Ã"rger.

@ oli : wirst du später im TR merken: Landungen sind technischer Natur, nur bei speziellen Situationen wie Wetter usw spielt die Erfahrung eine Rolle. Junge Copis landen in der Regel sogar sehr gut (damit ist nur die eigentliche Landung gemeint. der Descend, Approach usw ist schon eher eine Erfahrungssache).
aber die Frage nach den bestandenen Checkrides hat sich mir auch schon gestellt :) !!

@ geb wright: das können die passagiere nicht!!! 5 Sinne gut und schön, aber solange die nicht wissen, was los und was normal ist, können sie das nämlich nicht. wenn man mal, dank atc, z.b. einen ils glide zu hoch intercepted und man die speed brakes raushauen muss um mit 2000ft/min runterzugehen (in 6000ft agl höhe), dann ist das normal, aber die passagiere kennen das nicht und bekommen panik. Zumal die 5 sinne auch zum Teil fürn a**** sind, ansonsten bräuchte es für Piloten keine IFR lizenz, wie sollen es da die passagiere wissen, bzw können!!

hoffe das hilft weiter!!
peace


Beitrag vom 20.08.2008 - 16:03 Uhr
Userdont push this b..
User (2 Beiträge)
[quote]Innerhalb von fünf Minuten befand sich unsere Maschine auf 5500 Metern (Reiseflughöhe war FL350).[/quote]

Und???? ~ 3500 ft desc./min, das kann schon mal vorkommen und ist nicht von der crew alleine abhängig.

[quote]Die Daten konnte ich dem Fluginformationssystem entnehmen. [/quote]

alles klar


[quote]Bis auf 2200 Meter Höhe wurden keine Speedbrakes gesetzt.[/quote]

frechheit

[quote]Erst jetzt begann man im Cockpit mit dem Bremsen.[/quote]

aha?!

[quote]Ungefähr 5 Meilen vor der Landung folgte das Fahrwerk.[/quote]

bei uns ist das fast immer so. zumindest bei einem standard ILS app.

[quote]Es folgte eine beinahe "Dreipunktlandung" ungefähr in der Mitte der Landebahn.[/quote]

hmm...ich könnte das als PAX nicht so einfach erkennen. du bist mein neuer held!

[quote]Jeder an Bord wurde nach vorne geschleudert.[/quote]

das kommt mir bekannt vor....ah ja...bild dir deine meinung "schreckensbleich hingen die passagiere in den gurten"

[quote]Die Daten stammen von dem Fluginformationssystem und wurden von mir aufgeschrieben. [/quote]

du bist also flugdatenschreiber?

[quote]Das Flugzeug wurde vermutlich von der Copilotin gesteuert.[/quote]

ich hätte mich bestimmt sicherer gefühlt, wenn du hinterm yoke gesessen wärst. vor allem weil du ja weisst, dass ihr um 42 (!) km/h zu schnell gewesen seit. aber als flugdatenschreiber hast du natürlich alle infos bei der hand: luftdruck, temperatur, act. LDG weight, ....

ich muss dir aber insofern recht geben, dass sich deine datenaufzeichnung für mich auch so liest, als ob der sinkflug zu spät eingeleitet wurde (aus welchen gründen auch immer). aber gleich mal (laut den experten) die fähigkeiten der copilotin in frage stellen finde ich schon sehr merkwürdig.

erst denken, dann schreiben

nix für ungut, aber mir gehen diese selbst ernannten bildexperten so was von auf den s..k

:roll:

ps:
Beitrag vom 20.08.2008 - 16:46 Uhr
User nameless
User (107 Beiträge)
Also, jetzt lässt sich aus meiner Ansicht folgender Fazit ziehen (Kritik ist erwünscht):

1. Der Sinkflug wurde zu spät eingeleitet.

2. Durch die relativ steile Sinkrate von -3500ft (laut dont push this button) nahm die GS zu.

3. Die relativ hohe Geschwindigkeit behinderte das frühere ausfahren der Slats/Flaps.

4. Dadurch wurde der Final ein wenig zu hoch angesteuert.

5. Es erfolgte der touchdown, der in drei Teile (Hüpfer mit einfahren der Speedbrakes) gegliedert war.

6. Das Flugzeug kam durch eine Vollbremsung vor dem Ende der Bahn zum stehen.


Das ist jetzt mein persönlicher Fazit daraus. Es soll an niemandem Kritik ausgeübt werden.


Viele Grüße,
Patrick
Beitrag vom 20.08.2008 - 17:14 Uhr
Userdont push this b..
User (2 Beiträge)
so könnte das szenario gewesen sein.

sorry für die sarkastischen worte vorhin. asche auf mein haupt.

lg, button
Beitrag vom 21.08.2008 - 14:18 Uhr
Userskyes
User (209 Beiträge)
@wright
Ich weiß ja nicht, woher Du Deinen Erfahrungsschatz nimmst, aber wenn Du schon welchen hast, dann bleib doch bitte selber sachlich (den ersten Absatz hättest Dir schenken können, es sei denn Du möchtest wirklich persönlich werden).
Wenn Du IFR Erfahrung hättest, dann wüsstest Du, inwiefern Du dich auf Deine 5 Sinne verlassen kannst. Das hat auch nix mit Trucker oder sonstwas zu tun. Ob ne Landung härter ist oder nicht, kann jeder beurteilen, sicher. Aber ob ne weiche Landung auch gleich ne gute ist, nicht. Wenn es Dir nur um die Landung geht, klar: s.o. Runway hat da schon recht.
Aber wenn Du meinst eine bessere "Ladung" zu sein, bitte. Das ist ein Standpunkt, den überlass ich Dir gerne......
Beitrag vom 31.10.2008 - 07:59 Uhr
UserGast
User (-4 Beiträge)
Nicht schön was du da erlebt hast. Aber 1:28 Minuten Verspätung? Oder 1:28h? Nun das es eine Pilotin war spielt dabei kaum eine entscheidende Rolle. Meine Erfahrungen mit der Tuifly sind auch nicht die Besten. Meine waren im Winter diesen Jahres ähnlich. Von Berlin TXL nach Memmingen. Ein Pilot der gebrochen Deutsch sprach war schon etwas seltsam. Die Landung in Memmingen auch!! Als wir Abends im dunkeln mit einer, meiner Meinung nach, zu steilen Sinkrate Richtung Runway flogen war mir schon ein wenig mulmig im Bauch. Und so sah dann auch die Landung aus. Viel zu spät aufgeschlagen, richtig aufgeschlagen! Mehrere overhead bin`s sprangen auf. Ein Raunen ging durchs Flugzeug. Am Ende der Runway kamen wir zum stehen und mussten auf der Landebahn drehen.

Schließlich sagte dann die Flugbegleiterin wörtlich. "Meine Damen und Herren, wir sind soeben in Memmingen aufgeschlagen" Beim verlassen der Maschine konnte ich keine optische Beeinträchtigung am Fahrwerk etc. feststellen.

In Tunesien/Monastir, ich glaube es war 1995 erlebte ich folgendes. Kurz nach dem Start in etwa 200m Höhe wurden die Triebwerke stark gedrosselt und der Steigflug endete für etwa zwei Minuten. Danach meldete sich der Pilot und sagte wörtlich. Eine uns entgegenkommende Maschine war im Ladeanflug.

Was meinst du Patrick. Man bewertet solche Situationen in der Luft stark über. Im allgemeinen Starßenverkehr geschehen ähnlich Vorfälle tausendfach stündlich.

Das von mir. Bis bald.