Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa kauft sich aus dem Chaos frei

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Beitrag vom 06.08.2022 - 10:42 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (915 Beiträge)
"Personalvorstand Michael Niggemann lobt das Konstrukt aus hohen Sockelbeträgen und späteren prozentualen Erhöhungen. "Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen. Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.""

Wenn die LH doch "ihrer Verantwortung für unsere (ihre - A.d.S.) Beschäftigten gerecht" werden will, warum dann nicht früher oder gleich und von selber (ala Condor)?

Warum mußte die Gewerkschaft erst kurz "die Keule" (Streik) rausholen, um dieses Ergebnis zu erreichen?

Hat man vielleicht gemerkt das man sich völlig verkalkuliert/ verspekuliert hat?
Beitrag vom 06.08.2022 - 11:16 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (816 Beiträge)
Da ist sie also, die Lohn Preis Spirale.

Und die EZB Volkswirte meinen sie haben das noch unter Kontrolle?

Ich denke nicht.
Beitrag vom 06.08.2022 - 11:51 Uhr
Usercontrail55
User (3444 Beiträge)
Da ist sie also, die Lohn Preis Spirale.

Und die EZB Volkswirte meinen sie haben das noch unter Kontrolle?

Ich denke nicht.
Ach was, das Spiel bleibt doch gleich.
Jetzt wo alle mehr verdienen, durch Inflationsausgleich + Reallohnzuwachs, können auch alle die teureren Preise bezahlen. Das balanciert sich wieder aus, da mache ich mir keine Sorgen
"Ironiemodus aus"
Beitrag vom 06.08.2022 - 12:56 Uhr
UserEricM
User (4110 Beiträge)
Da ist sie also, die Lohn Preis Spirale.

Naja, ein arbeitgebernahes Institut "warnt" davor. Das ist glaube ich was anderes.

Und die EZB Volkswirte meinen sie haben das noch unter Kontrolle?

Ich denke nicht.

Ich hab mich eh gewundert wo die ganze von der EZB in den Markt gepumpte Kohle in den letzten Jahren mit null- bis negativ Zinsen geblieben ist. Die hätte sich nach gängigen Theorien schon längst in Inflation niederschlagen müssen. Hat sie aber - bisher - aus schlecht verstandenen Gründen nicht merklich.
Vielleicht kommt die von der EZB ausgelöste Inflation jetzt verzögert, dafür dann mit Schwung.

Mit den aktuellen Tarifabschlüssen hat die Inflation aber aktuell wenig bis nichts zu tun.
Die Ursache Wirkungsbeziehung ist aktuell andersherum.
Energiepreise und Lieferkettenprobleme haben die Preise erhöht, die Infation damit gesteigert.
Die Löhne müssen nun nachziehen, da aktuell mal wirklich realer Arbeitnehmermangel herrscht.
Da ist noch keine "Spirale" zu erkennen.

Und die EZB hat gerade mal mit der ersten minimalen Zinserhöhung seit gefühlt 20 Jahren agiert und schon kamen alle alten Gespenster aus dem Keller gekrochen, man sollte doch bitte die Wirtschaft, den Immobilienmarkt, etc. nicht "abwürgen" ...
Das wird noch spannend.
Beitrag vom 06.08.2022 - 13:15 Uhr
UserChristian159
User (134 Beiträge)
"Personalvorstand Michael Niggemann lobt das Konstrukt aus hohen Sockelbeträgen und späteren prozentualen Erhöhungen. "Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen. Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.""

Wenn die LH doch "ihrer Verantwortung für unsere (ihre - A.d.S.) Beschäftigten gerecht" werden will, warum dann nicht früher oder gleich und von selber (ala Condor)?

Condor hat das ja nicht gemacht, weil Condor so sozial ist, sondern weil es vor ein paar Monaten einen Brandbrief aller Gewerkschaften gab, der die Ops der Condor als unsicher (Mitarbeiter kommen übermüdet zum Dienst etc., Sie erinnern sich?) bezeichnet hat.

Warum mußte die Gewerkschaft erst kurz "die Keule" (Streik) rausholen, um dieses Ergebnis zu erreichen?

Hätten Sie ja nicht müssen, es gab ja ein Angebot. Das war nicht gut genug, so ist das bei Verhandlungen.

Hat man vielleicht gemerkt das man sich völlig verkalkuliert/ verspekuliert hat?

Wieso, so funktioneren Tarifverhandlungen nun mal.
Beitrag vom 06.08.2022 - 13:36 Uhr
Usercontrail55
User (3444 Beiträge)
Da ist sie also, die Lohn Preis Spirale.

Naja, ein arbeitgebernahes Institut "warnt" davor. Das ist glaube ich was anderes.

Und die EZB Volkswirte meinen sie haben das noch unter Kontrolle?

Ich denke nicht.

Ich hab mich eh gewundert wo die ganze von der EZB in den Markt gepumpte Kohle in den letzten Jahren mit null- bis negativ Zinsen geblieben ist. Die hätte sich nach gängigen Theorien schon längst in Inflation niederschlagen müssen. Hat sie aber - bisher - aus schlecht verstandenen Gründen nicht merklich.
Vielleicht kommt die von der EZB ausgelöste Inflation jetzt verzögert, dafür dann mit Schwung.

Mit den aktuellen Tarifabschlüssen hat die Inflation aber aktuell wenig bis nichts zu tun.
Die Ursache Wirkungsbeziehung ist aktuell andersherum.
Deswegen nennt man es ggfls. auch andersherum. Der Begriff bildet nur das sich gegenseitig Befeuernde ab. Das sieht man jetzt deutlich. Es geht bei den Lohnforderungen nicht mehr um die Partizipation an einer gestiegenen Produktivität, es steht der Forderung kein wirtschaftlicher Erfolg gegenüber, sondern rein um Ausgleich der Inflation und Prinzipien (Die letzte Lohnerhöhung liegt ja schon länger zurück). Die Drehgeschwindigkeit der Spirale muss ja nicht aus sich selbst heraus passieren, es sind ja eine Vielzahl an Komponenten im Spiel, die das aus dem Gleichgewicht bringen können, zB Energie oder Logistik.
Energiepreise und Lieferkettenprobleme haben die Preise erhöht, die Infation damit gesteigert.
Die Löhne müssen nun nachziehen, da aktuell mal wirklich realer Arbeitnehmermangel herrscht.
Wir haben auch keinen Arbeitnehmermangel per se, wir erleben eine Verschiebung der Arbeit. Zwischen 2013 und heute ist in einem Vergleichsmonat (zB Juni) der Spread zwischen 2,3 und 2,8 Mio. Arbeitssuchende. Das hat auch keine Inflation ausgelöst.
Da ist noch keine "Spirale" zu erkennen.
Vielleicht noch nicht, aber die Signale sind da, siehe die Forderungen der GW. Immer wieder Inflationsausgleich als Begründung.
Und die EZB hat gerade mal mit der ersten minimalen Zinserhöhung seit gefühlt 20 Jahren agiert und schon kamen alle alten Gespenster aus dem Keller gekrochen, man sollte doch bitte die Wirtschaft, den Immobilienmarkt, etc. nicht "abwürgen" ...
Das wird noch spannend.
Auf jeden Fall. In welchem Ausmaß werden die heute schon bekannten Variablen wie Virus, Krieg, Rezession, Energiekosten usw. das Käuferverhalten wie beeinflussen und wie soll man sich hierauf möglichst flexibel einstellen?

Dieser Beitrag wurde am 06.08.2022 13:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.08.2022 - 15:07 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (915 Beiträge)
"Personalvorstand Michael Niggemann lobt das Konstrukt aus hohen Sockelbeträgen und späteren prozentualen Erhöhungen. "Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen. Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.""

Wenn die LH doch "ihrer Verantwortung für unsere (ihre - A.d.S.) Beschäftigten gerecht" werden will, warum dann nicht früher oder gleich und von selber (ala Condor)?

Condor hat das ja nicht gemacht, weil Condor so sozial ist, sondern weil es vor ein paar Monaten einen Brandbrief aller Gewerkschaften gab, der die Ops der Condor als unsicher (Mitarbeiter kommen übermüdet zum Dienst etc., Sie erinnern sich?) bezeichnet hat.
>
Natürlich erinnere ich mich. Ich erinnere mich aber auch daran das seitens des Managements auf diesen Brief entsprechend, für die AN, positiv reagiert wurde (ohne großer PR Getöse nach aussen).
Dieses Problem ist schon lange gelöst.

Und, die jetzige Aktion zeigt das m.E., das Condor Management hat offensichtlich daraus gelernt: die wissen scheinbar zu schätzen, was gute und motivierte AN wert sind und das das honoriert werden sollte/muss.

Warum mußte die Gewerkschaft erst kurz "die Keule" (Streik) rausholen, um dieses Ergebnis zu erreichen?

Hätten Sie ja nicht müssen, es gab ja ein Angebot. Das war nicht gut genug, so ist das bei Verhandlungen.

siehe hier:
 https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/lufthansa-streik-so-kommen-sie-bei-flugausfaellen-zu-ihrem-recht-und-geld-a-2a77d863-af0a-4eb2-889d-22d05eb97073

Daraus folgender Ausschnitt:
"Aber die Tarifverhandlungen liefen bereits seit Ende Juni, und nach zwei gescheiterten Verhandlungsrunden sind Warnstreiks normal. Nach dem 35 Millionen Euro teuren Streik hat sich die Lufthansa an diesem Donnerstag nun mit Ver.di geeinigt."
Hat man vielleicht gemerkt das man sich völlig verkalkuliert/ verspekuliert hat?

Wieso, so funktioneren Tarifverhandlungen nun mal.

Ja, genauso - s.o. das Zitat von Herrn Tenhagen.

Bin gespannt wie das mit der VC gelöst wird.
Beitrag vom 06.08.2022 - 15:30 Uhr
Usercontrail55
User (3444 Beiträge)
"Personalvorstand Michael Niggemann lobt das Konstrukt aus hohen Sockelbeträgen und späteren prozentualen Erhöhungen. "Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen. Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.""

Wenn die LH doch "ihrer Verantwortung für unsere (ihre - A.d.S.) Beschäftigten gerecht" werden will, warum dann nicht früher oder gleich und von selber (ala Condor)?

Condor hat das ja nicht gemacht, weil Condor so sozial ist, sondern weil es vor ein paar Monaten einen Brandbrief aller Gewerkschaften gab, der die Ops der Condor als unsicher (Mitarbeiter kommen übermüdet zum Dienst etc., Sie erinnern sich?) bezeichnet hat.

Warum mußte die Gewerkschaft erst kurz "die Keule" (Streik) rausholen, um dieses Ergebnis zu erreichen?

Hätten Sie ja nicht müssen, es gab ja ein Angebot. Das war nicht gut genug, so ist das bei Verhandlungen.
Die Frage ist, warum war es nicht gut genug? Warum hat man bei der Condor vor Vertragsende und ohne Streikdrohungen einen TV abgeschlossen, der a. eine doppelt so lange Laufzeit hat wie die der Verdi Forderung und b. viel niedrigere Erhöhungen beinhaltet? Wäre als Condortmitarbeiter meine Frage an die GW. Welche Gründe gibt es dafür, wissen die GWs etwa mehr, wie es um die Condor bestellt ist?


Dieser Beitrag wurde am 06.08.2022 15:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.08.2022 - 15:39 Uhr
UserRobR
User (765 Beiträge)
Da ist sie also, die Lohn Preis Spirale.


In vielen Berufen ist es wie im Luftverkehr: seit vielen Jahren kämpfen die KollegInnen gegen eine Preis-Lohn Spirale. Die Preise steigen, die Gehälter nicht. Tätigkeiten im Luftverkehr, auch am Boden, waren auch vom Gehalt her attraktiv. Diese Fehlentwicklung wurde jetzt etwas korrigiert. Interessanterweise scheint die Lohn-Preisspirale aber nie ein Thema zu sein, wenn es um Managervergütungen geht.
Beitrag vom 06.08.2022 - 15:59 Uhr
UserChristian159
User (134 Beiträge)
"Personalvorstand Michael Niggemann lobt das Konstrukt aus hohen Sockelbeträgen und späteren prozentualen Erhöhungen. "Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen. Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.""

Wenn die LH doch "ihrer Verantwortung für unsere (ihre - A.d.S.) Beschäftigten gerecht" werden will, warum dann nicht früher oder gleich und von selber (ala Condor)?

Condor hat das ja nicht gemacht, weil Condor so sozial ist, sondern weil es vor ein paar Monaten einen Brandbrief aller Gewerkschaften gab, der die Ops der Condor als unsicher (Mitarbeiter kommen übermüdet zum Dienst etc., Sie erinnern sich?) bezeichnet hat.
>
Natürlich erinnere ich mich. Ich erinnere mich aber auch daran das seitens des Managements auf diesen Brief entsprechend, für die AN, positiv reagiert wurde (ohne großer PR Getöse nach aussen).

Woher wollen Sie das wissen, wenn es kein "PR Getöse" (oder sagt man "Durchstechen"?) gab?

Dieses Problem ist schon lange gelöst.

Nein, das hier IST die Lösung!
Beitrag vom 06.08.2022 - 16:19 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (420 Beiträge)

Wenn die LH doch "ihrer Verantwortung für unsere (ihre - A.d.S.) Beschäftigten gerecht" werden will, warum dann nicht früher oder gleich und von selber (ala Condor)?
Condor: 7 bis 9 % ab 01.01.2023 mit ab dann 24 Monaten Laufzeit.
Warum mußte die Gewerkschaft erst kurz "die Keule" (Streik) rausholen, um dieses Ergebnis zu erreichen?
Weil der Abschluss mit Condor noch unterhalb des letzten Angebotes der LH liegt?!?!
Hat man vielleicht gemerkt das man sich völlig verkalkuliert/ verspekuliert hat?
Ja, offensichtlich hat man zuviel gegeben. (hier könnte Ironie enthalten sein)





Beitrag vom 06.08.2022 - 16:57 Uhr
Usercontrail55
User (3444 Beiträge)
Da ist sie also, die Lohn Preis Spirale.


In vielen Berufen ist es wie im Luftverkehr: seit vielen Jahren kämpfen die KollegInnen gegen eine Preis-Lohn Spirale. Die Preise steigen, die Gehälter nicht. Tätigkeiten im Luftverkehr, auch am Boden, waren auch vom Gehalt her attraktiv. Diese Fehlentwicklung wurde jetzt etwas korrigiert. Interessanterweise scheint die Lohn-Preisspirale aber nie ein Thema zu sein, wenn es um Managervergütungen geht.
Vielleicht, weil die Managergehälter viel zu wenig Personen betreffen und weil die Erhöhung der Brotpreise usw. keinen Einfluß auf die Gehaltsforderungen der Manager haben.
Beitrag vom 06.08.2022 - 17:29 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (915 Beiträge)
"Personalvorstand Michael Niggemann lobt das Konstrukt aus hohen Sockelbeträgen und späteren prozentualen Erhöhungen. "Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen. Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.""

Wenn die LH doch "ihrer Verantwortung für unsere (ihre - A.d.S.) Beschäftigten gerecht" werden will, warum dann nicht früher oder gleich und von selber (ala Condor)?

Condor hat das ja nicht gemacht, weil Condor so sozial ist, sondern weil es vor ein paar Monaten einen Brandbrief aller Gewerkschaften gab, der die Ops der Condor als unsicher (Mitarbeiter kommen übermüdet zum Dienst etc., Sie erinnern sich?) bezeichnet hat.
>
Natürlich erinnere ich mich. Ich erinnere mich aber auch daran das seitens des Managements auf diesen Brief entsprechend, für die AN, positiv reagiert wurde (ohne großer PR Getöse nach aussen).

Woher wollen Sie das wissen, wenn es kein "PR Getöse" (oder sagt man "Durchstechen"?) gab?

Weil es definitiv nach dem Schreiben vom 24.05.2022, kaum irgendwelche Berichte in den Medien zu diesem brisanten Thema (auf Aero.de m.E. nur einen einzigen) gab.

Dieses Problem ist schon lange gelöst.

Nein, das hier IST die Lösung!

Okay, akzeptiert.
Auf jeden Fall scheint die GF von Condor, gemeinsam mit den die AN vertretenden Gewerkschaften, ein 'geräuscharmen' und offensichtlich alle zufriedenstellenden Lösungsweg gefunden zu haben.

Es gab keine Flugstreichungen, keinen Streik, keine 'Drohungen und gegenseitigen Schuldzuweisungen' etc..

Und auch wenn hier jetzt versucht wird das Ergebnis 'schlecht zu schreiben' - solange alle Beteiligten damit zufrieden sind (und das scheint der Fall zu sein), ist doch alles in Ordnung.

Btw.
Besonders bemerkenswert finde ich im übrigen die zusätzlichen (also über die normale Zusatzschichtenvergütung hinausgehenden) Sonderzahlungen für AN, die zusätzliche Sonderschichten leisten und die Schutzklausel für eventuell eintretenden gesundheitliche Probleme durch die überdurchschnittlichen Belastungen zur Zeit.
Beitrag vom 06.08.2022 - 17:41 Uhr
UserChristian159
User (134 Beiträge)
"Personalvorstand Michael Niggemann lobt das Konstrukt aus hohen Sockelbeträgen und späteren prozentualen Erhöhungen. "Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen. Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.""

Wenn die LH doch "ihrer Verantwortung für unsere (ihre - A.d.S.) Beschäftigten gerecht" werden will, warum dann nicht früher oder gleich und von selber (ala Condor)?

Condor hat das ja nicht gemacht, weil Condor so sozial ist, sondern weil es vor ein paar Monaten einen Brandbrief aller Gewerkschaften gab, der die Ops der Condor als unsicher (Mitarbeiter kommen übermüdet zum Dienst etc., Sie erinnern sich?) bezeichnet hat.
>
Natürlich erinnere ich mich. Ich erinnere mich aber auch daran das seitens des Managements auf diesen Brief entsprechend, für die AN, positiv reagiert wurde (ohne großer PR Getöse nach aussen).

Woher wollen Sie das wissen, wenn es kein "PR Getöse" (oder sagt man "Durchstechen"?) gab?

Weil es definitiv nach dem Schreiben vom 24.05.2022, kaum irgendwelche Berichte in den Medien zu diesem brisanten Thema (auf Aero.de m.E. nur einen einzigen) gab.

Dieses Problem ist schon lange gelöst.

Nein, das hier IST die Lösung!

Okay, akzeptiert.
Auf jeden Fall scheint die GF von Condor, gemeinsam mit den die AN vertretenden Gewerkschaften, ein 'geräuscharmen' und offensichtlich alle zufriedenstellenden Lösungsweg gefunden zu haben.

Es gab keine Flugstreichungen, keinen Streik, keine 'Drohungen und gegenseitigen Schuldzuweisungen' etc..

Wie auch, während der Vertragslaufzeit?


Und auch wenn hier jetzt versucht wird das Ergebnis 'schlecht zu schreiben' - solange alle Beteiligten damit zufrieden sind (und das scheint der Fall zu sein), ist doch alles in Ordnung.

Auf jeden Fall!
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass Condor von einem niedrigeren Personalkostengefüge kommt. Natürlich ist es leichter aus solch einer Position Zugeständnisse zu machen.

Btw.
Besonders bemerkenswert finde ich im übrigen die zusätzlichen (also über die normale Zusatzschichtenvergütung hinausgehenden) Sonderzahlungen für AN, die zusätzliche Sonderschichten leisten und die Schutzklausel für eventuell eintretenden gesundheitliche Probleme durch die überdurchschnittlichen Belastungen zur Zeit.

Das ist doch allseits üblich und nichts besonderes. Das wird hier nur so verkauft und Sie fahren darauf ab.
Beitrag vom 06.08.2022 - 18:42 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (420 Beiträge)
Natürlich erinnere ich mich. Ich erinnere mich aber auch daran das seitens des Managements auf diesen Brief entsprechend, für die AN, positiv reagiert wurde (ohne großer PR Getöse nach aussen).

Woher wollen Sie das wissen, wenn es kein "PR Getöse" (oder sagt man "Durchstechen"?) gab?

Weil es definitiv nach dem Schreiben vom 24.05.2022, kaum irgendwelche Berichte in den Medien zu diesem brisanten Thema (auf Aero.de m.E. nur einen einzigen) gab.
Du hast die Frage nicht verstanden. Diese zielte darauf ab, woher du wissen willst, dass das Management positiv auf den Brief reagiert hat, wenn denn darüber nicht berichtet wurde.

Dieses Problem ist schon lange gelöst.

Nein, das hier IST die Lösung!

Okay, akzeptiert.
Auf jeden Fall scheint die GF von Condor, gemeinsam mit den die AN vertretenden Gewerkschaften, ein 'geräuscharmen' und offensichtlich alle zufriedenstellenden Lösungsweg gefunden zu haben.
Mit der man offensichtlich auch auf der AN-Seite gut leben kann, ohne in Armut zu verfallen. Entweder sind die Ansprüche wesentlich niedriger, oder bei Condor hat man vorher schon deutlich mehr verdient als bei der LH.

Es gab keine Flugstreichungen, keinen Streik, keine 'Drohungen und gegenseitigen Schuldzuweisungen' etc..
Es gab auch keine Kündigung von Tarifverträgen.

Und auch wenn hier jetzt versucht wird das Ergebnis 'schlecht zu schreiben' - solange alle Beteiligten damit zufrieden sind (und das scheint der Fall zu sein), ist doch alles in Ordnung.
Ich will den Abschluss nicht schlecht reden. Aber der Hype, der von einigen hier gemacht wird, ist absolut unterirdisch. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Bei der LH hätte man von Ausbeutung und Nagen am Hungertuch gesprochen. Bei Condor ist das vorbildlich.
Btw.
Besonders bemerkenswert finde ich im übrigen die zusätzlichen (also über die normale Zusatzschichtenvergütung hinausgehenden) Sonderzahlungen für AN, die zusätzliche Sonderschichten leisten und die Schutzklausel für eventuell eintretenden gesundheitliche Probleme durch die überdurchschnittlichen Belastungen zur Zeit.
Das sind Schichten, für die man eigentlich zusätzliches Personal hätte einstellen müssen. Hat man aber versäumt.

Wie ich schon woanders geschrieben habe, ich bin froh, dass man sich bei LH mit dem Bodenpersonal einigen konnte, ohne weiteren Arbeitskampf. Und ich gönne den AN auch den Abschluss. Dagegen sieht der Abschluss bei Condor wie Betrug an den AN aus. Wie Contrail55 schon schrieb, da wird die AN-Vertretung wohl auch wissen, wie es um die Condor steht.

Dieser Beitrag wurde am 06.08.2022 18:44 Uhr bearbeitet.
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