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Beitrag 16 - 30 von 34
Beitrag vom 10.06.2026 - 17:01 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1561 Beiträge)
Kurz gesagt: Man kann die Forderung nach mehr Fairness im Wettbewerb kritisieren oder unterstützen – aber so zu tun, als ging9e es nur um eine einfache, widerspruchsfreie "Öffnung für alle", greift zu kurz.

Übernehmen Sie jetzt die Rolle von @Christian159;).

'Fairness im Wettbewerb'!?
Auf welchem Wunschplaneten leben Sie denn?
Das ist doch arg naiv!

Denken Sie das mal konsequent zu Ende, z.B. Richtung China, USA, ja auch immer noch Russland - da gibt es viele, auch deutsche Unternehmen, die auf Fairness pfeifen.
Oder unsere Ausräuberung von Drittstaatenländern (dazu hatten Sie sich m.E. hier auch schon geäußert) und, und und.
Ach ja, das alte Argument: Weil sich manche nicht an Regeln halten, sollen wir Fairness gleich komplett beerdigen. Eine bemerkenswerte Logik. Nach derselben Denkschule müsste man Diebstahl legalisieren, weil irgendwo gestohlen wird, und Gerichte abschaffen, weil irgendwo Recht gebrochen wird.
Dass China, die USA, Russland oder irgendwelche Konzerne nicht immer fair handeln, ist nun wirklich keine bahnbrechende Erkenntnis. Die Frage ist nur: Folgt daraus, dass Fairness als Ziel wertlos ist? Oder beweist es nicht vielmehr, wie notwendig Regeln und deren Durchsetzung sind?

Ihr Einwand verwechselt Beschreibung und Norm. Sie beschreiben, dass es unfairen Wettbewerb gibt. Herzlichen Glückwunsch – das weiß jeder. Daraus abzuleiten, dass man deshalb auf das Prinzip fairen Wettbewerbs verzichten sollte, ist ungefähr so schlüssig wie zu behaupten, weil es Korruption gibt, seien Antikorruptionsgesetze naiv.

Besonders bemerkenswert ist die Haltung, mit der jede Forderung nach Fairness reflexhaft als "Wunschplanet" verspottet wird. Das ist die bequeme Pose des abgeklärten Zynikers: Man erklärt jeden Anspruch auf bessere Regeln für naiv und hält sich dann für besonders realistisch. Tatsächlich ist das kein Realismus, sondern intellektuelle Kapitulation.
Wer die Ausbeutung von Drittstaaten beklagt, sollte erst recht für faire Wettbewerbsbedingungen eintreten – statt sie als Hirngespinst abzutun. Denn Ausbeutung entsteht nicht durch zu viel Fairness, sondern durch zu wenig davon.

Kurz gesagt: Die Existenz von Regelbrechern ist kein Argument gegen Regeln. Sie ist das stärkste Argument für ihre konsequente Durchsetzung. Wer das nicht auseinanderhalten kann, verwechselt Zynismus mit Klugheit.

Dieser Beitrag wurde am 10.06.2026 17:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.06.2026 - 17:12 Uhr
Userjared1966
Consultant
User (35 Beiträge)
Die Lufthansa soll sich mal entscheiden. Entweder sie bieten in Berlin endlich ein paar Fernflüge an, oder sie gehen aus dem Weg.

Welchen Fernflüge steht die Lufthansa denn im Weg? Ich lese immer wieder nur Emirates und da bietet doch Lufthansa und Condor genau das an, was Sie fordern. Um wen geht es also noch, der gerne nach Berlin fliegen will, aber nicht darf?

Um all die Passagiere, die erstens lieber mit Emirates als Lufthansa fliegen - das sind schon mal sehr viele Berliner - , zweitens, um all Jene die Emirates mit diesen A380 fliegen wird, und drittens all Diejenigen, die sich über die Flughäfen, Frankfurt und München ständig ärgern müssen.

Beitrag vom 10.06.2026 - 17:40 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2185 Beiträge)
Die Lufthansa soll sich mal entscheiden. Entweder sie bieten in Berlin endlich ein paar Fernflüge an, oder sie gehen aus dem Weg.

Welchen Fernflüge steht die Lufthansa denn im Weg? Ich lese immer wieder nur Emirates und da bietet doch Lufthansa und Condor genau das an, was Sie fordern. Um wen geht es also noch, der gerne nach Berlin fliegen will, aber nicht darf?

Um all die Passagiere, die erstens lieber mit Emirates als Lufthansa fliegen - das sind schon mal sehr viele Berliner - , zweitens, um all Jene die Emirates mit diesen A380 fliegen wird, und drittens all Diejenigen, die sich über die Flughäfen, Frankfurt und München ständig ärgern müssen.



Danke, also keine.
Beitrag vom 10.06.2026 - 20:18 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1561 Beiträge)
Die Lufthansa soll sich mal entscheiden. Entweder sie bieten in Berlin endlich ein paar Fernflüge an, oder sie gehen aus dem Weg.

Welchen Fernflüge steht die Lufthansa denn im Weg? Ich lese immer wieder nur Emirates und da bietet doch Lufthansa und Condor genau das an, was Sie fordern. Um wen geht es also noch, der gerne nach Berlin fliegen will, aber nicht darf?

Um all die Passagiere, die erstens lieber mit Emirates als Lufthansa fliegen - das sind schon mal sehr viele Berliner - , zweitens, um all Jene die Emirates mit diesen A380 fliegen wird, und drittens all Diejenigen, die sich über die Flughäfen, Frankfurt und München ständig ärgern müssen.

Im Ernst? Wie viele? Wirtschaftlich für die Airlines interessant? Und woher wissen Sie, dass Emirates den A380 einsetzen würde? Für so wenige Paxe? Aktuell stellt EK fast alle Deutschlandverbindungen auf B777 um. Aber Sie dürfen es sich ja weiterhin gerne wünschen....und davon träumen.

Dieser Beitrag wurde am 10.06.2026 21:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.06.2026 - 21:54 Uhr
Userrambazamba123
User (837 Beiträge)
Erklär mir doch mal einer wo der großartige Mehrgewinn für BER wäre?

Käm doch einfach nur eine weitere Umsteigeverbindung hinzu, aber keine einzige Nonstoppverbindung (außer DXB selbst).

Der Rest der Welt ist bereits über FRA, MUC, IST, AMS, CDG, LHR usw. usw. angebunden.

Alles Augenwischerei.

Wenn EK BER anfliegen will gerne. Einfach FRA, HAM, MUC opfern. Nichts einfacher als das.

Noch so einen korrupten Blödsinn wie CATA mit Qatar Airways braucht nein Mensch
Beitrag vom 11.06.2026 - 00:27 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4336 Beiträge)
Kurz gesagt: Man kann die Forderung nach mehr Fairness im Wettbewerb kritisieren oder unterstützen – aber so zu tun, als ging9e es nur um eine einfache, widerspruchsfreie "Öffnung für alle", greift zu kurz.

Übernehmen Sie jetzt die Rolle von @Christian159;).

'Fairness im Wettbewerb'!?
Auf welchem Wunschplaneten leben Sie denn?
Das ist doch arg naiv!

Denken Sie das mal konsequent zu Ende, z.B. Richtung China, USA, ja auch immer noch Russland - da gibt es viele, auch deutsche Unternehmen, die auf Fairness pfeifen.
Oder unsere Ausräuberung von Drittstaatenländern (dazu hatten Sie sich m.E. hier auch schon geäußert) und, und und.
Ach ja, das alte Argument: Weil sich manche nicht an Regeln halten, sollen wir Fairness gleich komplett beerdigen. Eine bemerkenswerte Logik. Nach derselben Denkschule müsste man Diebstahl legalisieren, weil irgendwo gestohlen wird, und Gerichte abschaffen, weil irgendwo Recht gebrochen wird.
Dass China, die USA, Russland oder irgendwelche Konzerne nicht immer fair handeln, ist nun wirklich keine bahnbrechende Erkenntnis. Die Frage ist nur: Folgt daraus, dass Fairness als Ziel wertlos ist? Oder beweist es nicht vielmehr, wie notwendig Regeln und deren Durchsetzung sind?

Ihr Einwand verwechselt Beschreibung und Norm. Sie beschreiben, dass es unfairen Wettbewerb gibt. Herzlichen Glückwunsch – das weiß jeder. Daraus abzuleiten, dass man deshalb auf das Prinzip fairen Wettbewerbs verzichten sollte, ist ungefähr so schlüssig wie zu behaupten, weil es Korruption gibt, seien Antikorruptionsgesetze naiv.

Besonders bemerkenswert ist die Haltung, mit der jede Forderung nach Fairness reflexhaft als "Wunschplanet" verspottet wird. Das ist die bequeme Pose des abgeklärten Zynikers: Man erklärt jeden Anspruch auf bessere Regeln für naiv und hält sich dann für besonders realistisch. Tatsächlich ist das kein Realismus, sondern intellektuelle Kapitulation.
Wer die Ausbeutung von Drittstaaten beklagt, sollte erst recht für faire Wettbewerbsbedingungen eintreten – statt sie als Hirngespinst abzutun. Denn Ausbeutung entsteht nicht durch zu viel Fairness, sondern durch zu wenig davon.

Kurz gesagt: Die Existenz von Regelbrechern ist kein Argument gegen Regeln. Sie ist das stärkste Argument für ihre konsequente Durchsetzung. Wer das nicht auseinanderhalten kann, verwechselt Zynismus mit Klugheit.

Ganz großes Kino!
Und noch naiver als das vorherige.

Beantworten Sie mir doch dazu bitte einfach die Frage:
Was ist fair, bzw. moralisch zweifelsfrei daran, dass deutsche Airlines wie LH und DE auf Wetlease von Billig Airlines aus Osteuropa zurück greifen (Zitat "Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten..." ahja!) um ihre AN hier unter Druck zu setzen bzw. entlassen zu können oder ganze Firmensitze und AOC in steuerlich günstigeren Ländern wie Malta etc. zu haben?

Bin auf Ihre Antwort echt gespannt.

Sorry das ich Sie als Staffelstabhalter eines anderen Users vermutet habe; der hat ja mittlerweile wieder glänzend gezeigt, was er alles nicht versteht.

Beitrag vom 11.06.2026 - 10:16 Uhr
UserChristian159
User (1729 Beiträge)
Sorry das ich Sie als Staffelstabhalter eines anderen Users vermutet habe; der hat ja mittlerweile wieder glänzend gezeigt, was er alles nicht versteht.

Naja, zumindest hat er Ihre Doppelmoral erkannt und benannt :)
Beitrag vom 11.06.2026 - 10:18 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1561 Beiträge)
Kurz gesagt: Man kann die Forderung nach mehr Fairness im Wettbewerb kritisieren oder unterstützen – aber so zu tun, als ging9e es nur um eine einfache, widerspruchsfreie "Öffnung für alle", greift zu kurz.

Übernehmen Sie jetzt die Rolle von @Christian159;).

'Fairness im Wettbewerb'!?
Auf welchem Wunschplaneten leben Sie denn?
Das ist doch arg naiv!

Denken Sie das mal konsequent zu Ende, z.B. Richtung China, USA, ja auch immer noch Russland - da gibt es viele, auch deutsche Unternehmen, die auf Fairness pfeifen.
Oder unsere Ausräuberung von Drittstaatenländern (dazu hatten Sie sich m.E. hier auch schon geäußert) und, und und.
Ach ja, das alte Argument: Weil sich manche nicht an Regeln halten, sollen wir Fairness gleich komplett beerdigen. Eine bemerkenswerte Logik. Nach derselben Denkschule müsste man Diebstahl legalisieren, weil irgendwo gestohlen wird, und Gerichte abschaffen, weil irgendwo Recht gebrochen wird.
Dass China, die USA, Russland oder irgendwelche Konzerne nicht immer fair handeln, ist nun wirklich keine bahnbrechende Erkenntnis. Die Frage ist nur: Folgt daraus, dass Fairness als Ziel wertlos ist? Oder beweist es nicht vielmehr, wie notwendig Regeln und deren Durchsetzung sind?

Ihr Einwand verwechselt Beschreibung und Norm. Sie beschreiben, dass es unfairen Wettbewerb gibt. Herzlichen Glückwunsch – das weiß jeder. Daraus abzuleiten, dass man deshalb auf das Prinzip fairen Wettbewerbs verzichten sollte, ist ungefähr so schlüssig wie zu behaupten, weil es Korruption gibt, seien Antikorruptionsgesetze naiv.

Besonders bemerkenswert ist die Haltung, mit der jede Forderung nach Fairness reflexhaft als "Wunschplanet" verspottet wird. Das ist die bequeme Pose des abgeklärten Zynikers: Man erklärt jeden Anspruch auf bessere Regeln für naiv und hält sich dann für besonders realistisch. Tatsächlich ist das kein Realismus, sondern intellektuelle Kapitulation.
Wer die Ausbeutung von Drittstaaten beklagt, sollte erst recht für faire Wettbewerbsbedingungen eintreten – statt sie als Hirngespinst abzutun. Denn Ausbeutung entsteht nicht durch zu viel Fairness, sondern durch zu wenig davon.

Kurz gesagt: Die Existenz von Regelbrechern ist kein Argument gegen Regeln. Sie ist das stärkste Argument für ihre konsequente Durchsetzung. Wer das nicht auseinanderhalten kann, verwechselt Zynismus mit Klugheit.

Ganz großes Kino!
Und noch naiver als das vorherige.

Beantworten Sie mir doch dazu bitte einfach die Frage:
Was ist fair, bzw. moralisch zweifelsfrei daran, dass deutsche Airlines wie LH und DE auf Wetlease von Billig Airlines aus Osteuropa zurück greifen (Zitat "Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten..." ahja!) um ihre AN hier unter Druck zu setzen bzw. entlassen zu können oder ganze Firmensitze und AOC in steuerlich günstigeren Ländern wie Malta etc. zu haben?

Bin auf Ihre Antwort echt gespannt.

Sorry das ich Sie als Staffelstabhalter eines anderen Users vermutet habe; der hat ja mittlerweile wieder glänzend gezeigt, was er alles nicht versteht.

Sie wollen es nicht begreifen: die Forderung nach Fairness hat nichts mit Naivität zu tun, denn sie ignoriert keinesfalls die Realität. Lesen Sie einfach noch mal genau, was ich dazu geschrieben habe...
Beitrag vom 11.06.2026 - 16:52 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4336 Beiträge)
Kurz gesagt: Man kann die Forderung nach mehr Fairness im Wettbewerb kritisieren oder unterstützen – aber so zu tun, als ging9e es nur um eine einfache, widerspruchsfreie "Öffnung für alle", greift zu kurz.

Übernehmen Sie jetzt die Rolle von @Christian159;).

'Fairness im Wettbewerb'!?
Auf welchem Wunschplaneten leben Sie denn?
Das ist doch arg naiv!

Denken Sie das mal konsequent zu Ende, z.B. Richtung China, USA, ja auch immer noch Russland - da gibt es viele, auch deutsche Unternehmen, die auf Fairness pfeifen.
Oder unsere Ausräuberung von Drittstaatenländern (dazu hatten Sie sich m.E. hier auch schon geäußert) und, und und.
Ach ja, das alte Argument: Weil sich manche nicht an Regeln halten, sollen wir Fairness gleich komplett beerdigen. Eine bemerkenswerte Logik. Nach derselben Denkschule müsste man Diebstahl legalisieren, weil irgendwo gestohlen wird, und Gerichte abschaffen, weil irgendwo Recht gebrochen wird.
Dass China, die USA, Russland oder irgendwelche Konzerne nicht immer fair handeln, ist nun wirklich keine bahnbrechende Erkenntnis. Die Frage ist nur: Folgt daraus, dass Fairness als Ziel wertlos ist? Oder beweist es nicht vielmehr, wie notwendig Regeln und deren Durchsetzung sind?

Ihr Einwand verwechselt Beschreibung und Norm. Sie beschreiben, dass es unfairen Wettbewerb gibt. Herzlichen Glückwunsch – das weiß jeder. Daraus abzuleiten, dass man deshalb auf das Prinzip fairen Wettbewerbs verzichten sollte, ist ungefähr so schlüssig wie zu behaupten, weil es Korruption gibt, seien Antikorruptionsgesetze naiv.

Besonders bemerkenswert ist die Haltung, mit der jede Forderung nach Fairness reflexhaft als "Wunschplanet" verspottet wird. Das ist die bequeme Pose des abgeklärten Zynikers: Man erklärt jeden Anspruch auf bessere Regeln für naiv und hält sich dann für besonders realistisch. Tatsächlich ist das kein Realismus, sondern intellektuelle Kapitulation.
Wer die Ausbeutung von Drittstaaten beklagt, sollte erst recht für faire Wettbewerbsbedingungen eintreten – statt sie als Hirngespinst abzutun. Denn Ausbeutung entsteht nicht durch zu viel Fairness, sondern durch zu wenig davon.

Kurz gesagt: Die Existenz von Regelbrechern ist kein Argument gegen Regeln. Sie ist das stärkste Argument für ihre konsequente Durchsetzung. Wer das nicht auseinanderhalten kann, verwechselt Zynismus mit Klugheit.

Ganz großes Kino!
Und noch naiver als das vorherige.

Beantworten Sie mir doch dazu bitte einfach die Frage:
Was ist fair, bzw. moralisch zweifelsfrei daran, dass deutsche Airlines wie LH und DE auf Wetlease von Billig Airlines aus Osteuropa zurück greifen (Zitat "Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten..." ahja!) um ihre AN hier unter Druck zu setzen bzw. entlassen zu können oder ganze Firmensitze und AOC in steuerlich günstigeren Ländern wie Malta etc. zu haben?

Bin auf Ihre Antwort echt gespannt.

Sorry das ich Sie als Staffelstabhalter eines anderen Users vermutet habe; der hat ja mittlerweile wieder glänzend gezeigt, was er alles nicht versteht.

Sie wollen es nicht begreifen: die Forderung nach Fairness hat nichts mit Naivität zu tun, denn sie ignoriert keinesfalls die Realität. Lesen Sie einfach noch mal genau, was ich dazu geschrieben habe...

Dann darf ich Ihnen noch ein zweites Zitat von Ihnen hier präsentieren:

"Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten ...".

Und daher noch mal fragen:
was haben die von mir benannten, nachweislichen Fakten zu Geschäftspraktiken von LH und DE (noch) mit Fairness und Moral zu tun?
Ist die Schließung von Germanwings, CityLine, um diese durch AOCs mit billigerem Personal zu ersetzen, moralisch einwandfrei oder wie ist der Einsatz von AirBaltic und Marabu, statt mit eigenen Fliegern mit 'teueren Arbeitskosten' vereinbar?

Das ist weder moralisch noch fair, weil der Sinn unseres Wirtschaftssystem darin besteht, Gewinne zu erzielen, auch wenn das nur mit solchen (billige Arbeitskräfte, Steuerflucht, Umweltbelastungen etc.) geht.

Das zu ignorieren ist, so sorry, naiv!
Beitrag vom 11.06.2026 - 19:17 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1561 Beiträge)

Dann darf ich Ihnen noch ein zweites Zitat von Ihnen hier präsentieren:

"Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten ...".

Und daher noch mal fragen:
was haben die von mir benannten, nachweislichen Fakten zu Geschäftspraktiken von LH und DE (noch) mit Fairness und Moral zu tun?
Ist die Schließung von Germanwings, CityLine, um diese durch AOCs mit billigerem Personal zu ersetzen, moralisch einwandfrei oder wie ist der Einsatz von AirBaltic und Marabu, statt mit eigenen Fliegern mit 'teueren Arbeitskosten' vereinbar?

Das ist weder moralisch noch fair, weil der Sinn unseres Wirtschaftssystem darin besteht, Gewinne zu erzielen, auch wenn das nur mit solchen (billige Arbeitskräfte, Steuerflucht, Umweltbelastungen etc.) geht.

Das zu ignorieren ist, so sorry, naiv!
Und daher soll alle Überlegungen zum fairen Wettbewerb einstellen und sich weiter für Wildwestmethoden einsetzen und diese legitimieren? Sorry, das ist einfach dumm. Und wenn sich die LHG zu solchem Handeln entschieden hat, dann muss und darf man das kritisieren, aber muss man deshalb unfairen Wettbewerb dann verteidigen? Irgendwie ist Ihre Verhältnis zur LHG inzwischen pathologisch.
Beitrag vom 11.06.2026 - 19:37 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4336 Beiträge)

Dann darf ich Ihnen noch ein zweites Zitat von Ihnen hier präsentieren:

"Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten ...".

Und daher noch mal fragen:
was haben die von mir benannten, nachweislichen Fakten zu Geschäftspraktiken von LH und DE (noch) mit Fairness und Moral zu tun?
Ist die Schließung von Germanwings, CityLine, um diese durch AOCs mit billigerem Personal zu ersetzen, moralisch einwandfrei oder wie ist der Einsatz von AirBaltic und Marabu, statt mit eigenen Fliegern mit 'teueren Arbeitskosten' vereinbar?

Das ist weder moralisch noch fair, weil der Sinn unseres Wirtschaftssystem darin besteht, Gewinne zu erzielen, auch wenn das nur mit solchen (billige Arbeitskräfte, Steuerflucht, Umweltbelastungen etc.) geht.

Das zu ignorieren ist, so sorry, naiv!
Und daher soll alle Überlegungen zum fairen Wettbewerb einstellen und sich weiter für Wildwestmethoden einsetzen und diese legitimieren? Sorry, das ist einfach dumm. Und wenn sich die LHG zu solchem Handeln entschieden hat, dann muss und darf man das kritisieren, aber muss man deshalb unfairen Wettbewerb dann verteidigen? Irgendwie ist Ihre Verhältnis zur LHG inzwischen pathologisch.

a. Wie Sie möglicherweise lesen könn(t)en: ich führe hier nicht nur LH (Marabu fliegt für DE) an.

b. Ich verteidige nicht, ich stelle fest wie die Realität aussieht.

Ihr Plädoyer für Moral und Fairness ist zu verstehen, hat aber leider nullkommanix mit der Realität zu tun. Weder bei LHG, noch bei anderen Airlines und auch nicht in anderen Wirtschaftsbereichen. Weil es den Grundregeln/ dem Wesen der kapitalistischen Wirtschaft widerspricht. Und nein: das ist keine Agitation für irgendeine Art weiterer sozialistischer Experimente.

Beitrag vom 12.06.2026 - 08:10 Uhr
UserAirbusinsider
User (42 Beiträge)
> Kurz gesagt: Man kann die Forderung nach mehr Fairness im Wettbewerb kritisieren oder unterstützen – aber so zu tun, als ging9e es nur um eine einfache, widerspruchsfreie "Öffnung für alle", greift zu kurz.

Übernehmen Sie jetzt die Rolle von @Christian159;).

'Fairness im Wettbewerb'!?
Auf welchem Wunschplaneten leben Sie denn?
Das ist doch arg naiv!

Denken Sie das mal konsequent zu Ende, z.B. Richtung China, USA, ja auch immer noch Russland - da gibt es viele, auch deutsche Unternehmen, die auf Fairness pfeifen.
Oder unsere Ausräuberung von Drittstaatenländern (dazu hatten Sie sich m.E. hier auch schon geäußert) und, und und.
Ach ja, das alte Argument: Weil sich manche nicht an Regeln halten, sollen wir Fairness gleich komplett beerdigen. Eine bemerkenswerte Logik. Nach derselben Denkschule müsste man Diebstahl legalisieren, weil irgendwo gestohlen wird, und Gerichte abschaffen, weil irgendwo Recht gebrochen wird.
Dass China, die USA, Russland oder irgendwelche Konzerne nicht immer fair handeln, ist nun wirklich keine bahnbrechende Erkenntnis. Die Frage ist nur: Folgt daraus, dass Fairness als Ziel wertlos ist? Oder beweist es nicht vielmehr, wie notwendig Regeln und deren Durchsetzung sind?

Ihr Einwand verwechselt Beschreibung und Norm. Sie beschreiben, dass es unfairen Wettbewerb gibt. Herzlichen Glückwunsch – das weiß jeder. Daraus abzuleiten, dass man deshalb auf das Prinzip fairen Wettbewerbs verzichten sollte, ist ungefähr so schlüssig wie zu behaupten, weil es Korruption gibt, seien Antikorruptionsgesetze naiv.

Besonders bemerkenswert ist die Haltung, mit der jede Forderung nach Fairness reflexhaft als "Wunschplanet" verspottet wird. Das ist die bequeme Pose des abgeklärten Zynikers: Man erklärt jeden Anspruch auf bessere Regeln für naiv und hält sich dann für besonders realistisch. Tatsächlich ist das kein Realismus, sondern intellektuelle Kapitulation.
Wer die Ausbeutung von Drittstaaten beklagt, sollte erst recht für faire Wettbewerbsbedingungen eintreten – statt sie als Hirngespinst abzutun. Denn Ausbeutung entsteht nicht durch zu viel Fairness, sondern durch zu wenig davon.

Kurz gesagt: Die Existenz von Regelbrechern ist kein Argument gegen Regeln. Sie ist das stärkste Argument für ihre konsequente Durchsetzung. Wer das nicht auseinanderhalten kann, verwechselt Zynismus mit Klugheit.

Ganz großes Kino!
Und noch naiver als das vorherige.

Beantworten Sie mir doch dazu bitte einfach die Frage:
Was ist fair, bzw. moralisch zweifelsfrei daran, dass deutsche Airlines wie LH und DE auf Wetlease von Billig Airlines aus Osteuropa zurück greifen (Zitat "Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten..." ahja!) um ihre AN hier unter Druck zu setzen bzw. entlassen zu können oder ganze Firmensitze und AOC in steuerlich günstigeren Ländern wie Malta etc. zu haben?

Bin auf Ihre Antwort echt gespannt.

Sorry das ich Sie als Staffelstabhalter eines anderen Users vermutet habe; der hat ja mittlerweile wieder glänzend gezeigt, was er alles nicht versteht.

Sie wollen es nicht begreifen: die Forderung nach Fairness hat nichts mit Naivität zu tun, denn sie ignoriert keinesfalls die Realität. Lesen Sie einfach noch mal genau, was ich dazu geschrieben habe...

Dann darf ich Ihnen noch ein zweites Zitat von Ihnen hier präsentieren:

"Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten ...".

Und daher noch mal fragen:
was haben die von mir benannten, nachweislichen Fakten zu Geschäftspraktiken von LH und DE (noch) mit Fairness und Moral zu tun?
Ist die Schließung von Germanwings, CityLine, um diese durch AOCs mit billigerem Personal zu ersetzen, moralisch einwandfrei oder wie ist der Einsatz von AirBaltic und Marabu, statt mit eigenen Fliegern mit 'teueren Arbeitskosten' vereinbar?

Das ist weder moralisch noch fair, weil der Sinn unseres Wirtschaftssystem darin besteht, Gewinne zu erzielen, auch wenn das nur mit solchen (billige Arbeitskräfte, Steuerflucht, Umweltbelastungen etc.) geht.

Das zu ignorieren ist, so sorry, naiv!

Vielleicht mal die grauen Zellen anstrengen und darüber nachdenken warum diese Airlines auf solche Methoden zurückgreifen.
Beitrag vom 12.06.2026 - 08:46 Uhr
UserVB
User (495 Beiträge)
Die Diskussionen hier sind innerhalb der deutschen Airlineszene nachvollziehbar und auch die ungleichen Verhältnisse von den ME3 (genauso wie eigentlich alle chinesischen Airlines) gegenüber den europäischen Airlines.

Aus Sicht der übrigen deutschen Wirtschaft inkl. Airbus im Übrigen stellt sich das aber immer noch anders dar, denn mehr Emirates-Verbindungen wären für die Regionen Stuttgart, gerade aber Berlin, in der Konnektivität sinnvoll.

Es ist richtig, dass die Anzahl der nur mit einem Umstieg erreichbaren Ziele nicht unbedingt steigen würde und man das alles auch mit Lufthansa&Co. erreichen kann. Das ist aber eine recht deutsche Sichtweise, denn Emirates ist in der von uns aus östlichen und südlichen Langstreckenwelt das Maß der Dinge und die nach Deutschland reisenden Personen haben da einen anderen Blickwinkel darauf als "man kann ja auch alles mit der Lufthansa erreichen - wofür braucht man Emirates am BER". Insbesondere wenn man dabei betrachtet, dass Lufthansa dank der ganzen Streiks jetzt nicht unbedingt zu den zuverlässigsten Airlines der Welt zählt und eine langfristige Ticketbuchung eher eine Risiko ist.

Das ist ein wenig so wie die Diskussion zum Markteinstieg von Italo und Auswirkungen auf DB Fernverkehr. Argument ist gegen Italo ist ja, dass die DB Fernverkehr dann kein Flächennetz mehr anbieten könne. Frage ist: was für ein Flächennetz.

Genauso Lufthansa: es ist völlig OK, wenn man wirtschaftlich entscheidet, Flughäfen wie BER und STR nur über die Konzerndrehkreuze zu verbinden. Dann muss man aber zulassen, dass abgelegene Regionen wie Berlin (das ist in Deutschland geographisch ja eher ein Metropole im Nirgendwo) sich Alternativen suchen. Und Aktionen wie Einstellung der Hub-Anbindung von kleineren Flughäfen wie Bremen und Paderborn sind jetzt nicht unbedingt ein Argument dafür, dass man die Lufthansa weiter schützen müsste.
Beitrag vom 12.06.2026 - 09:14 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1561 Beiträge)
> > Kurz gesagt: Man kann die Forderung nach mehr Fairness im Wettbewerb kritisieren oder unterstützen – aber so zu tun, als ging9e es nur um eine einfache, widerspruchsfreie "Öffnung für alle", greift zu kurz.
>
> Übernehmen Sie jetzt die Rolle von @Christian159;).
>
> 'Fairness im Wettbewerb'!?
> Auf welchem Wunschplaneten leben Sie denn?
> Das ist doch arg naiv!
>
> Denken Sie das mal konsequent zu Ende, z.B. Richtung China, USA, ja auch immer noch Russland - da gibt es viele, auch deutsche Unternehmen, die auf Fairness pfeifen.
> Oder unsere Ausräuberung von Drittstaatenländern (dazu hatten Sie sich m.E. hier auch schon geäußert) und, und und.
Ach ja, das alte Argument: Weil sich manche nicht an Regeln halten, sollen wir Fairness gleich komplett beerdigen. Eine bemerkenswerte Logik. Nach derselben Denkschule müsste man Diebstahl legalisieren, weil irgendwo gestohlen wird, und Gerichte abschaffen, weil irgendwo Recht gebrochen wird.
Dass China, die USA, Russland oder irgendwelche Konzerne nicht immer fair handeln, ist nun wirklich keine bahnbrechende Erkenntnis. Die Frage ist nur: Folgt daraus, dass Fairness als Ziel wertlos ist? Oder beweist es nicht vielmehr, wie notwendig Regeln und deren Durchsetzung sind?

Ihr Einwand verwechselt Beschreibung und Norm. Sie beschreiben, dass es unfairen Wettbewerb gibt. Herzlichen Glückwunsch – das weiß jeder. Daraus abzuleiten, dass man deshalb auf das Prinzip fairen Wettbewerbs verzichten sollte, ist ungefähr so schlüssig wie zu behaupten, weil es Korruption gibt, seien Antikorruptionsgesetze naiv.

Besonders bemerkenswert ist die Haltung, mit der jede Forderung nach Fairness reflexhaft als "Wunschplanet" verspottet wird. Das ist die bequeme Pose des abgeklärten Zynikers: Man erklärt jeden Anspruch auf bessere Regeln für naiv und hält sich dann für besonders realistisch. Tatsächlich ist das kein Realismus, sondern intellektuelle Kapitulation.
Wer die Ausbeutung von Drittstaaten beklagt, sollte erst recht für faire Wettbewerbsbedingungen eintreten – statt sie als Hirngespinst abzutun. Denn Ausbeutung entsteht nicht durch zu viel Fairness, sondern durch zu wenig davon.

Kurz gesagt: Die Existenz von Regelbrechern ist kein Argument gegen Regeln. Sie ist das stärkste Argument für ihre konsequente Durchsetzung. Wer das nicht auseinanderhalten kann, verwechselt Zynismus mit Klugheit.

Ganz großes Kino!
Und noch naiver als das vorherige.

Beantworten Sie mir doch dazu bitte einfach die Frage:
Was ist fair, bzw. moralisch zweifelsfrei daran, dass deutsche Airlines wie LH und DE auf Wetlease von Billig Airlines aus Osteuropa zurück greifen (Zitat "Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten..." ahja!) um ihre AN hier unter Druck zu setzen bzw. entlassen zu können oder ganze Firmensitze und AOC in steuerlich günstigeren Ländern wie Malta etc. zu haben?

Bin auf Ihre Antwort echt gespannt.

Sorry das ich Sie als Staffelstabhalter eines anderen Users vermutet habe; der hat ja mittlerweile wieder glänzend gezeigt, was er alles nicht versteht.

Sie wollen es nicht begreifen: die Forderung nach Fairness hat nichts mit Naivität zu tun, denn sie ignoriert keinesfalls die Realität. Lesen Sie einfach noch mal genau, was ich dazu geschrieben habe...

Dann darf ich Ihnen noch ein zweites Zitat von Ihnen hier präsentieren:

"Lufthansa und andere europäische Airlines müssen sich unter deutlich anderen Bedingungen behaupten: höhere Steuern, strengere Regulierung, teure Arbeitskosten ...".

Und daher noch mal fragen:
was haben die von mir benannten, nachweislichen Fakten zu Geschäftspraktiken von LH und DE (noch) mit Fairness und Moral zu tun?
Ist die Schließung von Germanwings, CityLine, um diese durch AOCs mit billigerem Personal zu ersetzen, moralisch einwandfrei oder wie ist der Einsatz von AirBaltic und Marabu, statt mit eigenen Fliegern mit 'teueren Arbeitskosten' vereinbar?

Das ist weder moralisch noch fair, weil der Sinn unseres Wirtschaftssystem darin besteht, Gewinne zu erzielen, auch wenn das nur mit solchen (billige Arbeitskräfte, Steuerflucht, Umweltbelastungen etc.) geht.

Das zu ignorieren ist, so sorry, naiv!

Vielleicht mal die grauen Zellen anstrengen und darüber nachdenken warum diese Airlines auf solche Methoden zurückgreifen.
Weil sie es aufgrund nicht umgesetzt er Regeln entweder können oder sogar müssen. Wie gesagt: nach Ihrer Logik sind Regeln immer dann sinnlos wenn sich der erste nicht daran hält. Also sind auch alle Verkehrsregeln sinnlos, weil sich einige nicht daran halten.
Beitrag vom 12.06.2026 - 09:26 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1561 Beiträge)
Die Diskussionen hier sind innerhalb der deutschen Airlineszene nachvollziehbar und auch die ungleichen Verhältnisse von den ME3 (genauso wie eigentlich alle chinesischen Airlines) gegenüber den europäischen Airlines.

Aus Sicht der übrigen deutschen Wirtschaft inkl. Airbus im Übrigen stellt sich das aber immer noch anders dar, denn mehr Emirates-Verbindungen wären für die Regionen Stuttgart, gerade aber Berlin, in der Konnektivität sinnvoll.

Es ist richtig, dass die Anzahl der nur mit einem Umstieg erreichbaren Ziele nicht unbedingt steigen würde und man das alles auch mit Lufthansa&Co. erreichen kann. Das ist aber eine recht deutsche Sichtweise, denn Emirates ist in der von uns aus östlichen und südlichen Langstreckenwelt das Maß der Dinge und die nach Deutschland reisenden Personen haben da einen anderen Blickwinkel darauf als "man kann ja auch alles mit der Lufthansa erreichen - wofür braucht man Emirates am BER". Insbesondere wenn man dabei betrachtet, dass Lufthansa dank der ganzen Streiks jetzt nicht unbedingt zu den zuverlässigsten Airlines der Welt zählt und eine langfristige Ticketbuchung eher eine Risiko ist.

Das ist ein wenig so wie die Diskussion zum Markteinstieg von Italo und Auswirkungen auf DB Fernverkehr. Argument ist gegen Italo ist ja, dass die DB Fernverkehr dann kein Flächennetz mehr anbieten könne. Frage ist: was für ein Flächennetz.

Genauso Lufthansa: es ist völlig OK, wenn man wirtschaftlich entscheidet, Flughäfen wie BER und STR nur über die Konzerndrehkreuze zu verbinden. Dann muss man aber zulassen, dass abgelegene Regionen wie Berlin (das ist in Deutschland geographisch ja eher ein Metropole im Nirgendwo) sich Alternativen suchen. Und Aktionen wie Einstellung der Hub-Anbindung von kleineren Flughäfen wie Bremen und Paderborn sind jetzt nicht unbedingt ein Argument dafür, dass man die Lufthansa weiter schützen müsste.
Nur eines ist anders: Italo und Train Italia agieren unter fairen Wettbewerbsbedingungen, scheitern nur am der Tatsache, dass das Netz noch immer von der DB kontrolliert wird. Das letztere ist unfair, alles andere sind gleiche Bedingungen. Und kein Provinzflughafen wird daran gehindert, sich eine Regionalfluggesellschaft zu suchen. Nur scheitern die meistens an der Wirtschaftlichkeit.