Beitrag vom 30.09.2025 - 16:37 Uhr
Wenn die Rendite so schlecht ist, muss man halt anders investieren. Das kann man ja vereinbaren. Hat natürlich auch Risiken dann.
8.000 € Rente plus als in der Regel früh gestartete Volleinzahler sicherlich nochmal 3.000 € gesetzliche Rente. Wie soll man denn mit 11.000 € im Monat über die Runden kommen als Rentner?
Und privat vorsorgen kann man mit den Pilotengehältern ja auch kaum...
Also mir fehlt da jedes Verständnis.
8.000€ Rente von der LH? Ist das tatsächlich realistisch? Wie ist der Durchschnitt? Ist ja Wahnsinn
Ich hab es dem dieser Diskussion zu Grunde liegenden Artikel von Aero.de entnommen: "Allerdings haben sich die gemeinsam ausgewählten Kapitalanlagen schlechter entwickelt als von vielen erwartet worden war, wie die Gewerkschaft einräumt. Gleichwohl können Lufthansa-Piloten dem Vernehmen nach im Ruhestand auf monatliche Betriebsrenten oberhalb von 8.000 Euro bauen - zusätzlich zur gesetzlichen Rente."
Beitrag vom 30.09.2025 - 16:52 Uhr
Säge nie den Ast an auf dem du selber sitzt.
Beitrag vom 30.09.2025 - 17:03 Uhr
...und ein paar Jahre später werden ihnen 50% der Jobs (hier bezogen auf die Kurzstrecke) genommen...
Ist das denn auch mit 50% Kündigungen verbunden oder werden die Arbeitsplätze nur susessive weniger über die normale Fluktuation abgebaut, also _ohne_ Kündigungen?
Dann hätte ja der Bestandspiot nix zu befürchten und das "Mitnehmen was geht" _wäre_ tatsächlich unkollegial ...
Beitrag vom 30.09.2025 - 17:11 Uhr
Hui, jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern, die ewigen Pilotenhasser und schreiben ihren Frust über einen Berufsstand, dem sie meist nicht einmal angehören, über den sie angeblich aber bestens Bescheid wissen. Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit.
Leute, ihr habt eben keine Ahnung!
Es braucht auch keine Vergleiche zur eigenen Situation der hier Schreibenden. Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik.
Die VC vertritt ihre Piloten und hält sich an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Dinge so eskalieren.
Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn sie nicht seit Jahrzehnten gegen ihr eigenes Personal handeln würde. Schlechtes Management ist nicht die Schuld der Belegschaft.
Ich wünsche viel Erfolg beim Erreichen berechtigter Forderungen.
Beitrag vom 30.09.2025 - 17:16 Uhr
War ja zu erwarten, dass es so kommt.
Leider wieder ein weiteres Zeichen von kompletter Realitaetsverweigerung..... ich streike jetzt auch mal, weil die mir 2000 versprochene Betriebsrente nun weniger wird, weil der Arbeitgeber 2010 beschlossen hat, dass er (kapitalmarktbedingt) keine x-Prozent Rendite mehr garantieren kann.....
das ist das normalste auf der Welt, dass sich solche langfristigen Rentenzudagen an die Realitaet ANPASSEN muessen, keiner hat eine Glaskugel und weiss was in x Jahren passiert. Ohne Anpassung gibt es kein Morgen. Klar, happy bin ich damit auch nicht, aber ich muss ja da nicht arbeiten, bzw. kann meine eigene Vorsorge woanders machen, wo ich glaube woanders mehr zubekommen... Stichwort Rentenluecke.
Vor allem ist ja nicht so, als hätte die VC die Bedingungen nicht so akzeptiert.
Vor allem ist ja nicht so, als wären die Bedingungen jetzt so, dass sie den Annahmen von damals entsprechen.
Klar hat die VC die Umstellung des Systems damals 2016/17 mitgetragen.
Da wurden aber Annahmen/Szenarien entworfen, die man heute in die Tonne treten kann!
Zum Beispiel ein Karriereverlauf(17 Jahre FO, dann Kapitänswerdung, usw.), der deswegen nicht mehr eintritt, weil LH die Karrieren rasiert hat. Weil munter weiter ausgeflaggt wird.
Der FO von heute wird vielleicht gar nicht mehr Cpt bei LH und dann sind die dollsten Hochrechnungen von 2017 Makulatur. Der wird niemals die Gehaltsstufen erreichen, die 2017 "vorhergesagt" wurden und damit auch niemals die entsprechenden Einzahlungen in das Betriebsrentensystem und damit auch nicht annähernd die damals prognostizierten Betriebsrente.
Ist jetzt nicht unbedingt Raketenwissenschaft, diese Schlussfolgerung!
Aber egal, auf die Piloten einprügeln benötigt ja kein Faktenwissen, sondern nur eine Tastatur!
Beitrag vom 30.09.2025 - 17:23 Uhr
Mann, €8000,- pro Monat Betriebsrente? Wenn es doch nur so wäre. Aber man glaubt halt, was man glauben will, obwohl das Spiel in den Medien seit jeher von den Arbeitgebern diktiert wird.
Wer an Zufälle glauben will, soll auch das tun. Schließlich ist ein jeder seines Glückes Schmied, nicht wahr?
Beitrag vom 30.09.2025 - 17:25 Uhr
Für mich ist die wiederholte Aussage einer _automatischen_ Beförderung zum Captain schwer nachvollziehbar. Zumindestens ein Einforderbarer Automatismus einer Beförderung/Höherstufung ist mir aus meinem Bereich unbekannt.
Beitrag vom 30.09.2025 - 17:40 Uhr
Was als Erstes ins Auge springt, ist die Behauptung, Lufthansa-Piloten könnten im aktuellen System Betriebsrenten von bis zu 8.000 Euro erhalten. Diese Zahl ist für das derzeitige System mehr als unrealistisch und schaden jeder sachlichen Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation.
Tatsächlich erreichen solche Rentenbeträge ausschließlich Kapitäne, die den idealen Karriereverlauf hatten und aktuell in Rente gehen - somit den Großteil ihres Berufslebens Rentenansprüche entsprechend des alten Systems aufgebaut haben.
Diese Summe ergibt sich aber, aus im weiteren ausgeführten Gründen und wie bereits von Vorrednern erwähnt, im aktuellen System unter keinen Umständen.
Für die bspw. "neuen" Kollegen der Einstellungswelle 2023 – die die einzige seit 2019 war (in dem Jahr gab es nur wenige Einstellungen) – sind die Bedingungen ganz anders: Das Durchschnittsalter der eingestellten Piloten liegt zwischen Ende 20 und Anfang 30, teils mit einer, politisch nicht wirtschaftlich begründeten, unbezahlten Wartezeit nach Ausbildungsende von bis zu sieben Jahren. In dieser Wartezeit fand keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Lufthansa stattfand. Zwischen 2019 und 2023 gab es keine weiteren Einstellungen, da Lufthansa bevorzugt Arbeitsplätze auf Low-Cost-Airlines auslagerte. Corona war dabei nicht der Hauptgrund, sondern eher eine strategische Entscheidung – beispielsweise wurde mitten in der Pandemie die Marke Discover (ehemals Ocean) gerade massiv mit Personal aufgestockt und vorangetrieben.
Diese Faktoren wirken sich massiv negativ auf die Rentenansprüche aus, denn die Zeit bis zur gesetzlichen Rente ist dadurch kürzer, und die Einzahlungen in die betriebliche Altersversorgung sind geringer. Mit der steigenden Altersgrenze für den Renteneintritt bei 67 und einer maximalen Flugeinsatzfähigkeit von 65 Jahren (viele scheiden aus medizinischen Gründen bereits deutlich vorher aus) entsteht zudem eine Versorgungslücke, die von Lufthansa nur kompensiert wird, sofern man mindestens 35 Jahre Betriebszugehörigkeit hatte – was angesichts des höheren Einstellungalters ebenfalls unrealistisch ist.
Darüber hinaus wird der aktuellen Belegschaft der ideale Karriereverlauf praktisch verwehrt. Viele Piloten schaffen es nicht mehr, vor ihrem Renteneintritt Kapitän zu werden, weil die Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt sind und die Senioritätspositionen stark besetzt bleiben. Das führt nicht nur zu erheblichen Gehaltseinbußen über das gesamte Berufsleben gerechnet, sondern auch dazu, dass ein großer Teil der so oft positiv dargestellten Rentenbeiträge und -leistungen wegfällt. Ohne Kapitänsstatus sind sowohl die Lohn- als auch die Rentenansprüche deutlich niedriger, was die Altersvorsorge zusätzlich belastet.
Außerdem wurde der Gewerkschaft und der Belegschaft versprochen, dass die Performance der neuen Betriebsrentensysteme mindestens auf dem Niveau des alten Systems liegen und regelmäßig angepasst werden sollte. Diese Anpassungen haben bisher nicht stattgefunden, obwohl Lufthansa Millionen aus den Alterungsrückstellungen wirtschaftlich nutzen konnte. Der Konzern profitiert dabei, während die Belegschaft keine angemessene Rentenanpassung erhalten.
Im Gegenteil, Lufthansa verweigert sich darüber hinaus überhaupt ein Angebot zur Verbesserung der aktuellen Situation vorzulegen!! Das war der einzige Grund der die aktuelle Abstimmung notwendig gemacht hat. Nicht, dass Piloten den "Hals nicht voll bekommen können und immer mehr wollen".
Insofern sind die Beschreibungen im Artikel nicht nur überhöht, sondern verzerren die Realität des Großteils der Piloten ganz erheblich. Zudem verschweigt der Artikel wichtige Aspekte wie die verzögerte Übernahme neuer Piloten nach der Ausbildung und die Folgen des höheren Einstellungsalters auf die Rentenentwicklung.
Abschließend halte ich diesen Artikel für eine unzureichende und zu reißerische Darstellung der komplexen Tarif- und Rentenlage bei Lufthansa-Piloten. Eine sorgsamere und differenziertere Recherche wäre dringend geboten Herr Ebner.
Als Gedankenanstoß: Warum kündigt Lufthansa gerade jetzt einen Stellenabbau an? In der Vergangenheit wurde diese Strategie genutzt, um innerhalb der Belegschaft Gegensätze zu schüren und den Zusammenhalt zu schwächen. Die beiden Vorgänge – Stellenabbau und VC-Verhandlungen – stehen in Wirklichkeit in keinem Zusammenhang. Der angekündigte Stellenabbau wird unabhängig von den Pilotenverhandlungen umgesetzt. Lufthansa nutzt also unterschiedliche Hebel strategisch, um ihre Ziele durchzusetzen.
Beitrag vom 30.09.2025 - 17:49 Uhr
War ja zu erwarten, dass es so kommt.
Leider wieder ein weiteres Zeichen von kompletter Realitaetsverweigerung..... ich streike jetzt auch mal, weil die mir 2000 versprochene Betriebsrente nun weniger wird, weil der Arbeitgeber 2010 beschlossen hat, dass er (kapitalmarktbedingt) keine x-Prozent Rendite mehr garantieren kann.....
das ist das normalste auf der Welt, dass sich solche langfristigen Rentenzudagen an die Realitaet ANPASSEN muessen, keiner hat eine Glaskugel und weiss was in x Jahren passiert. Ohne Anpassung gibt es kein Morgen. Klar, happy bin ich damit auch nicht, aber ich muss ja da nicht arbeiten, bzw. kann meine eigene Vorsorge woanders machen, wo ich glaube woanders mehr zubekommen... Stichwort Rentenluecke.
Sie haben gar nicht so richtig verstanden, um was es eigentlich geht.
Wenn Sie vor ein paar Jahren einen Deal eingegangen sind und der Arbeitgeber Ihnen Karriere und Perspektiven verspricht und jetzt absichtlich Ihre Arbeitsplätze und damit Perspektiven wegnimmt, dann würden Sie sich auch beschweren. Jetzt schafft die Lufthansa es nicht innerhalb eines Jahres auch nur 1 Angebot vorzulegen. Wie lange soll das denn noch so weitergehen
Beitrag vom 30.09.2025 - 17:57 Uhr
Für mich ist die wiederholte Aussage einer _automatischen_ Beförderung zum Captain schwer nachvollziehbar. Zumindestens ein Einforderbarer Automatismus einer Beförderung/Höherstufung ist mir aus meinem Bereich unbekannt.
Ihnen ist anscheinend noch eine ganze Menge mehr unbekannt...
Schon mal irgendwo den Begriff Senioritätsliste gehört?
Wenn Sie in Ihrer Firma nach sagen wir mal 20 Jahren, keinen Karriereschritt mehr machen können, zum Beispiel als Angestellter im IT-Bereich, was machen Sie denn dann? Oder versuchen es zumindest?
Na? Wahrscheinlich schauen Sie sich mal auf dem Arbeitsmarkt um und wechseln, wenn möglich.
Klar, kann der Pilot ja auch! Blöd nur, dass er sich in der "neuen" Airline wieder hinten anstellen kann in der Senioritätsliste!
Also, sind Sie bereit nach 20 Jahren irgendwo anders wieder ganz unten als Lehrling anzufangen? Im erlernten und ausgeübten Beruf!
Wie schön, dass Sie "Ihren Bereich" kennen - von dem Rest, um den es hier geht aber eher im Tal der Unwissenden wandern.
Beitrag vom 30.09.2025 - 18:05 Uhr
Auch hier höre ich immer Captain, als wäre das ein logisches automatisches MUSS für Jeden LHA-Piloten. Ist das so festgelegt?
Oder sollte man viel mehr auf aktuellem Lebensstandart planen und nicht die eventuelle Zukunft vorweg nehmen?
Ich verstehe, dass es ein paar Spitzfindigkeiten beim Übergang in die Rente für Piloten gibt. Aber irgendwie klingt das alles für mich als Forderung nach einer goldenen Hängematte mit kompletter Risikoübernahme durch den AG. Aber vielleicht verstehe ich es ja nur nicht ...
Beitrag vom 30.09.2025 - 18:21 Uhr
Hui, jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern, die ewigen Pilotenhasser und schreiben ihren Frust über einen Berufsstand, dem sie meist nicht einmal angehören, über den sie angeblich aber bestens Bescheid wissen. Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit.
Leute, ihr habt eben keine Ahnung!
Es braucht auch keine Vergleiche zur eigenen Situation der hier Schreibenden. Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik.
Die VC vertritt ihre Piloten und hält sich an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Dinge so eskalieren.
Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn sie nicht seit Jahrzehnten gegen ihr eigenes Personal handeln würde. Schlechtes Management ist nicht die Schuld der Belegschaft.
Ich wünsche viel Erfolg beim Erreichen berechtigter Forderungen.
Bla bla bla.
"Die Lufthansa hält sich auch an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Piloten die Dinge so eskalieren. Die Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn die Piloten ncht seit Jahrzehnten gegen ihren Arbeitgeber handeln würden." Die Aussage ergibt genauso viel Sinn. Aber es geht hier ja kaum darum was rechtlich legal ist, das ist noch lange nicht legitim.
"Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit." - Erhellen Sie uns mit der Wahrheit.
"Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik."
Dann können die Piloten ja kündigen und einen anderen Beruf wählen, wo es eine üppigere Altersversorgung gibt. Und die Kollegen am Boden, deren Stellen reduziert werden sollen, können dann einfach ins Cockpit wechseln. So einfach ist das in der Republik der freien Berufswahl.
"Zum Beispiel ein Karriereverlauf(17 Jahre FO, dann Kapitänswerdung, usw.), der deswegen nicht mehr eintritt, weil LH die Karrieren rasiert hat. Weil munter weiter ausgeflaggt wird."
Das ist natürlich schlimm, dass es keine garantierte Karriere gibt wo am Boden doch jeder vom Tarif in AT dann AT+ und am Ende in den Vorstand aufsteigt...
In den allermeisten Berufen ist es völlig normal, dass nicht jeder die Karriereleiter hoch steigt.
Man kann halt nur so lange zum Brunnen gehen, bis der Krug bricht. Die Pilotenschaft kann ja mal drüber nachdenken, welchen Beitrag sie zum Ausflaggen geleistet hat.
"Mann, €8000,- pro Monat Betriebsrente? Wenn es doch nur so wäre. Aber man glaubt halt, was man glauben will, obwohl das Spiel in den Medien seit jeher von den Arbeitgebern diktiert wird."
Dann her mit den Fakten!
Für mich liest sich das alles so: Ich hab mir meine Karriere mit Anfang / Mitte 20 auf Basis der Vergangenheit ausgemalt und hochgerechnet und die Realität sieht leider so aus, dass ich zwar noch sehr gut aber nicht mehr absurd gut finanziell darstehe im Vergleich. Und diese Veränderung der Realitäten mag ich nicht akzeptieren.
Leute, das geht ganz vielen Berufsgruppen so. Es gibt immer Wandel und Veränderung. Gerade durch die KI in vielen Bereichen oder im Automotive Sektor. Die Leute die mal in der führenden Deutschen PV Industrie von guten Aussichten geträumt haben, hat auch die Realität mit China eingeholt. Man steht nunmal in einem globalen Wettbewerb.
Handelts halt mehr variable Beteiligung aus, wenn ihr meint, die Gelder sprudeln nur so in der LH Group.
Als Gedankenanstoß: Warum kündigt Lufthansa gerade jetzt einen Stellenabbau an? In der Vergangenheit wurde diese Strategie genutzt, um innerhalb der Belegschaft Gegensätze zu schüren und den Zusammenhalt zu schwächen.
Wann haben sich die Piloten denn solidarisch mit dem Boden gezeigt? Wann hat man in den Verhandlungen zuletzt an einem Strang gezogen? Wurde die Streikmacht der Piloten jemals dem Boden zur Unterstützung geboten die letzten Jahrzehnte?
Klar, kann der Pilot ja auch! Blöd nur, dass er sich in der "neuen" Airline wieder hinten anstellen kann in der Senioritätsliste!
Also, sind Sie bereit nach 20 Jahren irgendwo anders wieder ganz unten als Lehrling anzufangen? Im erlernten und ausgeübten Beruf!
Ist der Bedarf an Piloten weltweit wirklich derart gering? Muss ein LH SFO dann bei Discover oder City wirklich wieder als Flugschüler (Lehrling) anfangen? Ein LH CPT muss bei VietJet oder Emirates wieder als FO starten?
Beitrag vom 30.09.2025 - 18:43 Uhr
Auch hier höre ich immer Captain, als wäre das ein logisches automatisches MUSS für Jeden LHA-Piloten. Ist das so festgelegt?
Oder sollte man viel mehr auf aktuellem Lebensstandart planen und nicht die eventuelle Zukunft vorweg nehmen?
Ich verstehe, dass es ein paar Spitzfindigkeiten beim Übergang in die Rente für Piloten gibt. Aber irgendwie klingt das alles für mich als Forderung nach einer goldenen Hängematte mit kompletter Risikoübernahme durch den AG. Aber vielleicht verstehe ich es ja nur nicht ...
Scheint so. Ich frag mich auch, auf was für eine Kapitalmarktanlage man sich da geeinigt hat, die so schlecht läuft. Irgendwas absolut risikofreies wie Tagesgeld? Weil der Kapitalmarkt lief ansich ja recht gut seit 2017. Dax fast verdoppelt, S&P500 weit mehr als verdoppelt. Viel besser hätte es doch in der Zeit kaum laufen können.
Da muss sich die Pilotenschaft und VC dann vielleicht auch an die eigene Nase packen, wenn sie sich auf so schlechte Anlageprodukte geeinigt hat. Dann wäre die logische Konsequenz aber nicht viel mehr einzuzahlen, sondern den Anlagemix zu ändern und dann halt aber auch mit dem Risiko zu leben.
Beitrag vom 30.09.2025 - 21:10 Uhr
Ist der Bedarf an Piloten weltweit wirklich derart gering? Muss ein LH SFO dann bei Discover oder City wirklich wieder als Flugschüler (Lehrling) anfangen? Ein LH CPT muss bei VietJet oder Emirates wieder als FO starten?
Bedarf ist tatsächlich da, was ja auch die hohen Gehälter weltweit mit erklärt. Üblicherweise gibt es die Senioritätsliste bei der Neueinstellungen unten drangehängt werden. Irgendwo im mittleren Bereich findet die Kapitänswerdung statt. Gibt es Wachstum oder Altersabgänge, springt man hoch und wird dann irgendwann durch Zeitablauf (was heute aber auch 20 Jahre bei der LH bedeuten kann) zum Kapitän. Wechselt man jetzt zu einem anderen Unternehmen gibt es zwei Möglichkeiten: 1. wieder unten und rechts anfangen (als First officer, nicht als Flugschüler) und nochmal Jahre bis zur Kapitänswerdung warten, oder 2. Ready Entry Kapitän werden. Bei gewerkschaftlich organisierten Airlines geht sowas aber nur unter bestimmten Bedingungen. ich meine vor Jahren hatte die Condor welche eingestellt, aber auch nur befristet und mit VC Segen, denn jeder Ready Entry nimmt natürlich einem FO die Kapitänsstelle erstmal weg. Emirates such immer mal wieder wohl auch welche, aber wenn man sich da beschwert, kann man gleich wieder nach hause fahren.... Ob man jetzt aus dem LH Cockpit zu VietJet wechseln möchte, steht aber auf einem anderen Blatt.
Beitrag vom 30.09.2025 - 21:23 Uhr
Für mich ist die wiederholte Aussage einer _automatischen_ Beförderung zum Captain schwer nachvollziehbar. Zumindestens ein Einforderbarer Automatismus einer Beförderung/Höherstufung ist mir aus meinem Bereich unbekannt.
Ihnen ist anscheinend noch eine ganze Menge mehr unbekannt...
Schon mal irgendwo den Begriff Senioritätsliste gehört?
Wenn Sie in Ihrer Firma nach sagen wir mal 20 Jahren, keinen Karriereschritt mehr machen können, zum Beispiel als Angestellter im IT-Bereich, was machen Sie denn dann? Oder versuchen es zumindest?
Na? Wahrscheinlich schauen Sie sich mal auf dem Arbeitsmarkt um und wechseln, wenn möglich.
Klar, kann der Pilot ja auch! Blöd nur, dass er sich in der "neuen" Airline wieder hinten anstellen kann in der Senioritätsliste!
Also, sind Sie bereit nach 20 Jahren irgendwo anders wieder ganz unten als Lehrling anzufangen? Im erlernten und ausgeübten Beruf!
Ist das so?
Aufwachen! Wie jeder andere Arbeitnehmer steht es einem frei das Unternehmen zu wechseln. Sogar mit gleicher Position oder Aufstieg. Das geht sogar bei Piloten (keinem verraten ;-) )
Noch ein Geheimnis: Lufthansa City sucht sowohl Ready Entry Captains oder als FO kann man da sogar direkt Kapitän werden.
Also nichts da mit "Lehrling anfangen"
Also hört auf alle für dumm zu verkaufen!