Beitrag vom 01.10.2025 - 09:25 Uhr
Der FO von heute wird vielleicht gar nicht mehr Cpt bei LH und dann sind die dollsten Hochrechnungen von 2017 Makulatur. Der wird niemals die Gehaltsstufen erreichen, die 2017 "vorhergesagt" wurden und damit auch niemals die entsprechenden Einzahlungen in das Betriebsrentensystem und damit auch nicht annähernd die damals prognostizierten Betriebsrente.
Zumindest das Problem wird ja mit dem Mechanismus "Gehaltskapitän" sehr komfortabel mitigiert.
Aber gut, wenn der Anspruch eine lineare Entwicklung ist, dann wird jede Verhandlung schwierig. Das Ergebnis ist dann eine wachsende LHX und 4Y.
Beitrag vom 01.10.2025 - 09:29 Uhr
Schon mal irgendwo den Begriff Senioritätsliste gehört?
Ist die Seniorität jetzt ein Problem oder der heilige Gral? Das wirkt leider immer so, als machte man es sich wie es gerade passt. Will man das etwas Aufweichen, Stichwort Germanwings Kapitäne, dann gibt es einen riesigen Aufschrei.
Geht es um Chancen in anderen Flugbetrieben, heißt es dann immer "sorry, wir können ja nicht wegen der Seniorität".
So ganz sauber ist das nicht.
Beitrag vom 01.10.2025 - 10:21 Uhr
Schon mal irgendwo den Begriff Senioritätsliste gehört?
Ist die Seniorität jetzt ein Problem oder der heilige Gral? Das wirkt leider immer so, als machte man es sich wie es gerade passt. Will man das etwas Aufweichen, Stichwort Germanwings Kapitäne, dann gibt es einen riesigen Aufschrei.
Geht es um Chancen in anderen Flugbetrieben, heißt es dann immer "sorry, wir können ja nicht wegen der Seniorität".
So ganz sauber ist das nicht.
Heißt "Seniorität" eigentlich, dass man lediglich aufgrund des Alters und nicht etwa aufgrund von Leistung, Können, Qualifikation befördert wird?
Beitrag vom 01.10.2025 - 10:28 Uhr
Finde es sehr bezeichnend wie immer "argumentiert" wird, alle die nicht LH Piloten sind haben keine Ahnung und gar kein Recht mitzudiskutieren oder eine Meinung zu haben, aber klare Zahlen werden hier auch nie offengelegt. Die Zahlen, die öffentlich sind, werden als Schwachsinn abgetan, aber selber konkret wird man nicht.
Und vor allem: man gibt nicht zu, dass der Streit um die Altersversorgung zum großen Teil nur vorgeschoben ist. Denn im Hintergrund geht es eher um den Konzernumbau, gegen den man aber nicht streiken kann und darf. Nun, sei es wie es mag: letztlich werden immer mehr Flugzeuge aus der Kernmarke abgezogen werden und in die profitableren Flugbetriebe verlegt werden. Aber gut: LH-Piloten sind sicher Spezialisten, was das Fliegen angeht, von betriebswirtschaftlichen Erfordernissen in einem globalen Markt scheinen sie weniger zu verstehen. Oder gehört Betriebswirtschaft zur Ausbildung?
Dieser Beitrag wurde am 01.10.2025 10:28 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.10.2025 - 10:57 Uhr
Schon mal irgendwo den Begriff Senioritätsliste gehört?
Ist die Seniorität jetzt ein Problem oder der heilige Gral? Das wirkt leider immer so, als machte man es sich wie es gerade passt. Will man das etwas Aufweichen, Stichwort Germanwings Kapitäne, dann gibt es einen riesigen Aufschrei.
Geht es um Chancen in anderen Flugbetrieben, heißt es dann immer "sorry, wir können ja nicht wegen der Seniorität".
So ganz sauber ist das nicht.
Heißt "Seniorität" eigentlich, dass man lediglich aufgrund des Alters und nicht etwa aufgrund von Leistung, Können, Qualifikation befördert wird?
Nein, bei gleicher Qualifikation greift die Seniorität als Reihenfolge-Kriterium. Für Dienstplangestaltung gilt das auch, aber da greift noch ein Gerechtigkeitssystem.
Dieser Beitrag wurde am 01.10.2025 11:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.10.2025 - 11:04 Uhr
Finde es sehr bezeichnend wie immer "argumentiert" wird, alle die nicht LH Piloten sind haben keine Ahnung und gar kein Recht mitzudiskutieren oder eine Meinung zu haben, aber klare Zahlen werden hier auch nie offengelegt. Die Zahlen, die öffentlich sind, werden als Schwachsinn abgetan, aber selber konkret wird man nicht.
Und vor allem: man gibt nicht zu, dass der Streit um die Altersversorgung zum großen Teil nur vorgeschoben ist. Denn im Hintergrund geht es eher um den Konzernumbau, gegen den man aber nicht streiken kann und darf.
Ja, das muss man auch so machen, denn mit der Offenheit hat man sich schon einmal schwer die Finger verbrannt.
Nun, sei es wie es mag: letztlich werden immer mehr Flugzeuge aus der Kernmarke abgezogen werden und in die profitableren Flugbetriebe verlegt werden. Aber gut: LH-Piloten sind sicher Spezialisten, was das Fliegen angeht, von betriebswirtschaftlichen Erfordernissen in einem globalen Markt scheinen sie weniger zu verstehen. Oder gehört Betriebswirtschaft zur Ausbildung?
Selbst wenn, auch mit den entsprechenden Kenntnissen werden riskante Entscheidungen getroffen und machmal hat man sich verzockt, manchmal aber auch nicht.
Beitrag vom 01.10.2025 - 18:05 Uhr
Schon mal irgendwo den Begriff Senioritätsliste gehört?
Ist die Seniorität jetzt ein Problem oder der heilige Gral? Das wirkt leider immer so, als machte man es sich wie es gerade passt. Will man das etwas Aufweichen, Stichwort Germanwings Kapitäne, dann gibt es einen riesigen Aufschrei.
Geht es um Chancen in anderen Flugbetrieben, heißt es dann immer "sorry, wir können ja nicht wegen der Seniorität".
So ganz sauber ist das nicht.
Heißt "Seniorität" eigentlich, dass man lediglich aufgrund des Alters und nicht etwa aufgrund von Leistung, Können, Qualifikation befördert wird?>
So ist das. Meinen Sie Leistung, im Sinne von besonders Sprit sparend fliegen, wie bei Ryanair? Genau das möchte man nicht. Nicht umsonst erklären die in regelmäßigen Abständen fuel emergencies. Und das aus Angst, den nächsten Scheinselbstständigenvertrag nicht mehr zu bekommen. Oder besonders saubere Kurven fliegen, Landungen mit Aufschlag unter 0,1 G, oder wie stellen Sie sich das vor? Die Lufthansa hat sich schon vor Jahrzehnten aus einer Sicherheitskultur heraus dazu entschieden, genau darauf zu verzichten. Jeder ist irgendwann mit einer Beförderung, nach Betriebszugehörigkeit, dran und kann sich dann bewerben, oder nicht.
Beitrag vom 01.10.2025 - 19:13 Uhr
Schon beeindruckend, wieviel sachlich falscher Quatsch hier die Runde macht, und ja, von denen, die die Fakten nicht kennen. Man könnte sich fragen, was da geraucht wird, um sich so etwas aus den Fingern zu saugen. Aber sonst könnte man, faktenbasiert, ja auch nicht so laut rum krakehlen.
Beitrag vom 01.10.2025 - 19:25 Uhr
Finde es sehr bezeichnend wie immer "argumentiert" wird, alle die nicht LH Piloten sind haben keine Ahnung und gar kein Recht mitzudiskutieren oder eine Meinung zu haben, aber klare Zahlen werden hier auch nie offengelegt.>
Wenig Ahnung stimmt, und natürlich kann man auch damit mitdiskutieren. Beratungsresistenz ist dann irgendwann aber schon nervig. Welche Zahlen würden Sie denn glücklich machen? Das würde natürlich bedingen, dass Sie die dann so nehmen, wie sie sind.
>Die Zahlen, die öffentlich sind, werden als Schwachsinn abgetan, aber selber konkret wird man nicht.>
Vielleicht verstehen Sie, dass die von der Lufthansain den Raum geworfenen Zahlen sicher so wie sie verstanden werden, falsch sind. Da versucht man über die Öffentlichkeit in gezielt gestreuten Interviews mit Journalisten Druck auszuüben. Da wird nicht von der journallie gefragt, da wird gestreut. Die VC reagiert häufig lediglich auf Anfragen. Das kennt man seit 20 Jahren. Z.B. wird "die kosten" mit "die verdienen ersetzt", was ein riesengroßer Unterschied ist. Nur ein solches Beispiel.
Und vor allem: man gibt nicht zu, dass der Streit um die Altersversorgung zum großen Teil nur vorgeschoben ist. Denn im Hintergrund geht es eher um den Konzernumbau, gegen den man aber nicht streiken kann und darf. Nun, sei es wie es mag: letztlich werden immer mehr Flugzeuge aus der Kernmarke abgezogen werden und in die profitableren Flugbetriebe verlegt werden.">
Die VC ist nicht so blöd, dass denen nicht klar ist, dass sie die Ausflaggung nicht mehr stoppen wird.
>Aber gut: LH-Piloten sind sicher Spezialisten, was das Fliegen angeht, von betriebswirtschaftlichen Erfordernissen in einem globalen Markt scheinen sie weniger zu verstehen. Oder gehört Betriebswirtschaft zur Ausbildung?>
Tut es nicht, Sie würden sich aber wundern, wieviele Akademiker aller Fachrichtungen in den Cockpits sitzen und bei nicht wenigen ist da einiges auch mit betriebswirtschaftlichem Kontext dabei gewesen. Aber das mal nur so am Rande. Die wissen, was sie tun, nur Sie verstehen es nicht, oder hätten es in der Situation anders gemacht.
Beitrag vom 01.10.2025 - 19:33 Uhr
Schon mal irgendwo den Begriff Senioritätsliste gehört?
Ist die Seniorität jetzt ein Problem oder der heilige Gral? Das wirkt leider immer so, als machte man es sich wie es gerade passt. Will man das etwas Aufweichen, Stichwort Germanwings Kapitäne, dann gibt es einen riesigen Aufschrei.>
Das war nun eine ganz andere Situation und falls Sie zu den EW Kaptitänen gehören, wissen Sie auch warum. Da haben viele angeheuert, um schneller Kapitän zu werden. Im Vertrag stand klipp und klar, wenn während der Zeit der Arbeitsvertrag mit der Geranwings endet, endet auch der mit der LH. Damit gab es keine Rückkehroption. Und plötzlich wollte man gerne zurück, um nicht auf der Strasse zu stehen, aber bitte als Kapitänund mitbentsprechenden Bezügen. Da hatten halt die ein Problem mit, die vor den potentiellen EW Rückkehraspiranten in der Sen Liste standen und schon 18+ Jahre auf die Cpt Werdung warteten und sich gegen dieses Risiko eines EW Vertragesentschieden hatten. Ganz einfach.
Geht es um Chancen in anderen Flugbetrieben, heißt es dann immer "sorry, wir können ja nicht wegen der Seniorität".
So ganz sauber ist das nicht.
Beitrag vom 01.10.2025 - 19:52 Uhr
Hui, jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern, die ewigen Pilotenhasser und schreiben ihren Frust über einen Berufsstand, dem sie meist nicht einmal angehören, über den sie angeblich aber bestens Bescheid wissen. Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit.
Leute, ihr habt eben keine Ahnung!
Es braucht auch keine Vergleiche zur eigenen Situation der hier Schreibenden. Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik.
Die VC vertritt ihre Piloten und hält sich an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Dinge so eskalieren.
Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn sie nicht seit Jahrzehnten gegen ihr eigenes Personal handeln würde. Schlechtes Management ist nicht die Schuld der Belegschaft.
Ich wünsche viel Erfolg beim Erreichen berechtigter Forderungen.
Also 8000 Rente kann ja wohl nur die unterste grenze sein, das wären gerade 30 % vom Kapitäns-letztverdienst bevor man auf Langstrecke in die Remte geht.....>
Das ist absolut daneben. Diese 8000€ (Betriebsrente) sind eher die Spitze des Eisbergs und da stehen heute die, die 1985 mit 20 Jahren begonnen haben und dieses Jahr mit 65 in die Rente gegangen sind, nach 45 Berufsjahren. zusätzlich haben diese, nach Auslaufen der alten Versorgung und Einstieg in die neue und später reformierte Versorgung, zusätzlich die möglichen Höchstbeiträge plus der Förderbeiträge der LH in die Betriebsrente eingezahlt. Da reden wir von weit unter zehn Prozent der Ausscheider. das durchschnittliche Auststiegsalter liegt übrigens bei etwa 60 Jahren und viele haben nicht mit 20 angefangen.
Die durchnittliche Rente plus Betriebsrente dürfte mit 65 etwa bei 7500€ brutto liegen. Wer keine 35 jahre bei LH war, hat dann vielleicht 6500€ und wer die 35 Jahre gemacht hat und zusätzlich in die Betriebsrente investiert hat, vielleicht 8500€. Ja, auch das wäre gutes Geld, liegt aber auch unter 30% des letzten Bruttogehalts. Bedauern braucht das übrigens keiner und vergleichen mit der Bürokraft am Boden auch nicht, weil es total egal ist
Bei der AUA gibts 80 % des letzt verdienstes als Rente PLUS noch eine fette Abfertigung, (die es bei der LH in D nicht gibt).
Insoferne kann man schon verstehen, dass die Piloten der LH jetzt auf die Barrikaden gehen
Beitrag vom 01.10.2025 - 20:03 Uhr
Der erste Satz scheint Ihr Leitspruch zu sein.
Dreist ist, keine Ahnung von der Materie zu haben, aber trotzdem irgendeinen Quatsch zu schreiben.
Und, ich schreib es schon einmal, Ihre, so sorry Grosskotzigkeit und widerliche Arroganz, lässt mich nur hoffen, daß Sie nicht, oder nicht mehr lange, in Reihe 0 sitzen.
Der Anlageausschuss, in dem Vertreter aller 3 GW sitzen, dort aber keine Mehrheit haben, also auch nichts alleine beschließen können hat nur sehr begrenzte Befugnisse. Er entscheidet, Achtung, jetzt aufgepasst. NICHT über irgendwelche Anlagen, oder in welche Aktien, Anleihen etc. investiert wird.
Dazu gibt es die federführende Bank und deren Anlagespezialisten.
Der Ausschuss hat mehr oder weniger eher die Funktion eines Aufsichtsrats über das ganze Anlagesystem.
Mit abgesegnet hat man 2016/17 die Umstellung des gesamten Systems von DB auf DC. Unter allerdings ganz anderen Prämissen, als sie jetzt existieren. Und diese hat nicht eine VC geändert, sondern LH mit dem Rasieren und Ausflaggen.
Gegenfrage:
hätten Sie und Ihre KollegInnen, wenn es sich das Ergebnis viel besser als bei alten Modell dargestellt hätte (in diesem Kontext: ich und sicher viele andere würden gerne mal erfahren um viel schlechter konkret es sich darstellt) auch den erzielten 'Überschuss' an die AG angetreten?
Da hätte es keinen Überschuss gegeben, denn die Bedingung war, nicht weniger als unter den alten Renditen. Warum hätte man das sonst auch akzeptieren sollen. Und wie er schon schrieb, hatte sich die LH dem cruden Konzept der HSBC verschrieben. Eines übrigens, dass nur einmal im Jahr, an einem Stichtag im Frühjahr, eine Umschichtung der Anlagen zulässt. Somit kann man keinerlei Chancen am Geldmarkt spontan wahrnehmen, oder unterjährig Risikcluster minimieren. Auch der Wunsch, diese Strategie der Anlage zu ändern, um bessere Renditen zu erwirtschaften, wurde meiner Info nach, von LH in den Verhandlungen verweigert. Insofern kann ich nachvollziehen, dass man sich dies nicht länger anschauen möchte und dabei geht es mitnichten um zusätzliche Kosten für die LH, oder höhere, durch LH finanzierte Betriebsrenten.
Dieser Beitrag wurde am 01.10.2025 20:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.10.2025 - 21:57 Uhr
Wird hier ernsthaft als Argument gebracht "die 8000€ BR pro Monat stimmen nicht, die bekommt man nur wenn man bis 65 Jahre arbeitet"?
Das man weniger BR bekommt, wenn man früher mit dem Arbeiten aufhört, sollte ja wohl klar sein, und ist sicher kein Argument das die BR erhöht werden muss.
Beitrag vom 02.10.2025 - 00:57 Uhr
Wird hier ernsthaft als Argument gebracht "die 8000€ BR pro Monat stimmen nicht, die bekommt man nur wenn man bis 65 Jahre arbeitet"?
Das Argument ist, dass diese Zahl vielleicht für eine ganz kleine Gruppe von ein paar Leuten stimmen könnte, die alte Verträge hatten und heute nach 45 Jahren ausscheiden. Es wird aber mit der Aussage der Eindruck erweckt, dass jeder Ausscheidende diese Summe erreicht und das ist komplett falsch.
Das man weniger BR bekommt, wenn man früher mit dem Arbeiten aufhört, sollte ja wohl klar sein, und ist sicher kein Argument das die BR erhöht werden muss.>
Das Argument ist nach meinem Verständnis, dass man sich 2017 auf eine Vereinbarung eingelassen hat, die nach Umstellung der AV eine gleiche Höhe der BR zugesichert hat und was man nun einfordert. Das ist ein kleiner Unterschied. Und ob sich welche Situation, wie auch immer geändert hat, spielt dabei keine Rolle. Was wären sonst Vereinbarungen wert, die im Nachhinein immer mit irgendwelchen Argumenten einseitig geändert werden können?
Beitrag vom 02.10.2025 - 07:31 Uhr
Schon mal irgendwo den Begriff Senioritätsliste gehört?
Ist die Seniorität jetzt ein Problem oder der heilige Gral? Das wirkt leider immer so, als machte man es sich wie es gerade passt. Will man das etwas Aufweichen, Stichwort Germanwings Kapitäne, dann gibt es einen riesigen Aufschrei.
Geht es um Chancen in anderen Flugbetrieben, heißt es dann immer "sorry, wir können ja nicht wegen der Seniorität".
So ganz sauber ist das nicht.
Heißt "Seniorität" eigentlich, dass man lediglich aufgrund des Alters und nicht etwa aufgrund von Leistung, Können, Qualifikation befördert wird?>
So ist das. Meinen Sie Leistung, im Sinne von besonders Sprit sparend fliegen, wie bei Ryanair? Genau das möchte man nicht. Nicht umsonst erklären die in regelmäßigen Abständen fuel emergencies. Und das aus Angst, den nächsten Scheinselbstständigenvertrag nicht mehr zu bekommen. Oder besonders saubere Kurven fliegen, Landungen mit Aufschlag unter 0,1 G, oder wie stellen Sie sich das vor? Die Lufthansa hat sich schon vor Jahrzehnten aus einer Sicherheitskultur heraus dazu entschieden, genau darauf zu verzichten. Jeder ist irgendwann mit einer Beförderung, nach Betriebszugehörigkeit, dran und kann sich dann bewerben, oder nicht.
Das suggeriert, man braucht sich nur bewerben und wenn die Seniorität passt, wird man es. Es gibt doch einen Auswahlprozess und Assessment, das über die fliegerische Kompetenz hinausgeht. Zur Leistung gehört ja auch die Fähigkeit die Sicherheitskultur durch Leadership und Entscheidungskompetentzen zu stützen.