Beitrag vom 30.09.2025 - 21:46 Uhr
Das Problem vieler Kollegen bei der Mainline ist, dass sie nie etwas anderes gesehen haben. Weder einen gewöhnlichen Job in der freien wirtschaft, noch eine andere Airline. Nach dem Abi nach Bremen, Ausbildung und dann nach Frankfurt oder München. Meckern ist zwar im Cockpit generell eine verbreitete Berufskrankheit, aber bei LHA ist dies dadurch noch extremer als anderswo.
Als Beispiel British Airways: Die suchen gerade wie verrückt Leute. Geht da einer von der LH hin? Natürlich nicht, weil das Einstiegsgehalt in etwa auf dem Niveau der Eurowings liegt. Dafür darf man dann aber in London wohnen und EASA maximum fliegen, viel Spaß. KLM sucht auch, Cargolux genau so. Auch Condor, wenn man das Land nicht verlassen möchte oder die Swiss. Der Grund warum man nicht wechselt ist natürlich keine Seniorität oder anderer Schwachsinn (bei British kann man momentan innerhalb von 3-4 Jahren Kapitän werden), sondern weil man zu Bedingungen fliegt, die in Europa unübertroffen sind. Für 75 Blockstunden ca. 100000€ Einsteigsgehalt als FO (mit 16% steuerfreiem Anteil) und 42 Urlaubstagen.
Dass man dann gegen eine Altersvorsorge, die jetzt schon konzernweit spitze ist, in einen Streik treten möchte, ist ein gutes Recht. Verständnis der Kollegen oder gar Passagieren braucht man aber bestimmt nicht erwarten.
Das Geschwätz von Solidarität ist auch Quatsch. Man war selbst nie solidarisch. Weder gegenüber dem Boden, der Kabine und noch nicht einmal gegegenüber den Cockpit Kollegen aus dem Konzern oder dem eigenen Nachwuchs. Ein Grund für die langen Wartezeiten war, dass sich LH Kapitäne das Recht erstritten haben, bis 65 fliegen zu dürfen. Das hat alle anderen auf der Sen-Liste 5 Jahre gekostet, bis herunter zu den Flugschülern in Bremen. Die Flugschule in Bremen wurde in den ewigen Streiterein auch zerrieben. Heute gibt es nur noch eine Hülle, die EFA heißt und bei der die Flugschüler alle finanziellen Risiken selsbt tragen und ohnehin keine Aussicht mehr auf eine Anstellung bei der Mainline haben. Ist dem LHA Cockpit aber egal. Die Leute, die dort heute verhandeln, haben 20000 DM für ihre Ausbildung gezahlt und entspannt in drei Jahren zurückgezahlt. Trotzdem droht ihnen nun scheinbar die Altersarmut.
Bei der Cargo hat man als durchschnittlicher FO nur durch Gewinnbeteiligungen in den letzen fünf Jahren mehr Geld bekommen, als die betriebliche Altersvorsorge eines Eurowingspiloten nach 30 Dienstjahren ausschüttet. Es ist vielleicht Mal Zeit für einen kleinen Realitätscheck.
Beitrag vom 30.09.2025 - 22:02 Uhr
Wie sehen denn die konkreten Zahlen hinter den Forderungen aus? Also weiß hier jemand wie der Status Quo ist und was hier noch - seitens der VC - an Steigerung hinzukommen soll? Damit man sich mal eine Vorstellung davon machen kann, worüber wir hier reden.
So wie ich es verstanden habe, ist der Mechanismus im Status Quo wie folgt:
Die Lufthansa zahlt 5,2% des Grundgehalts bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Bei einem Eigenbeitrag von 1% durch den Piloten kommt ein Zuschlag von 0,5% hinzu. Für Gehaltsanteile oberhalb der Grenze wird der vierfache Beitragssatz angewendet.
Beispiel: Ein First Officer im ersten Jahr (Grundgehalt ca. 6.670€) verursacht für Lufthansa rund 4.560€ Jahresbeitrag. Im sechsten Jahr (ca. 9.400€ Gehalt) ergibt sich durch die Kombination von Regel- und Mehrfachbeiträgen ein Gesamtbeitrag von etwa 9.200€.
Klingt jetzt erstmal nach einer substantiellen Summe, aber wie sich dieses Kapital dann am Markt entwickelt, ist offen und in der Rückschau wohl deutlich schlechter als beim letzten Tarifabschluß erwartet.
Vielleicht kann ja ein Betroffener (FOLH320?) die Forderungslage ergänzen?
Beitrag vom 30.09.2025 - 22:20 Uhr
Hui, jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern, die ewigen Pilotenhasser und schreiben ihren Frust über einen Berufsstand, dem sie meist nicht einmal angehören, über den sie angeblich aber bestens Bescheid wissen. Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit.
Leute, ihr habt eben keine Ahnung!
Es braucht auch keine Vergleiche zur eigenen Situation der hier Schreibenden. Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik.
Die VC vertritt ihre Piloten und hält sich an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Dinge so eskalieren.
Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn sie nicht seit Jahrzehnten gegen ihr eigenes Personal handeln würde. Schlechtes Management ist nicht die Schuld der Belegschaft.
Ich wünsche viel Erfolg beim Erreichen berechtigter Forderungen.
Bla bla bla.
"Die Lufthansa hält sich auch an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Piloten die Dinge so eskalieren. Die Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn die Piloten ncht seit Jahrzehnten gegen ihren Arbeitgeber handeln würden." Die Aussage ergibt genauso viel Sinn. Aber es geht hier ja kaum darum was rechtlich legal ist, das ist noch lange nicht legitim.
"Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit." - Erhellen Sie uns mit der Wahrheit.
"Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik."
Dann können die Piloten ja kündigen und einen anderen Beruf wählen, wo es eine üppigere Altersversorgung gibt. Und die Kollegen am Boden, deren Stellen reduziert werden sollen, können dann einfach ins Cockpit wechseln. So einfach ist das in der Republik der freien Berufswahl.
"Zum Beispiel ein Karriereverlauf(17 Jahre FO, dann Kapitänswerdung, usw.), der deswegen nicht mehr eintritt, weil LH die Karrieren rasiert hat. Weil munter weiter ausgeflaggt wird."
Das ist natürlich schlimm, dass es keine garantierte Karriere gibt wo am Boden doch jeder vom Tarif in AT dann AT+ und am Ende in den Vorstand aufsteigt...
In den allermeisten Berufen ist es völlig normal, dass nicht jeder die Karriereleiter hoch steigt.
Man kann halt nur so lange zum Brunnen gehen, bis der Krug bricht. Die Pilotenschaft kann ja mal drüber nachdenken, welchen Beitrag sie zum Ausflaggen geleistet hat.
"Mann, €8000,- pro Monat Betriebsrente? Wenn es doch nur so wäre. Aber man glaubt halt, was man glauben will, obwohl das Spiel in den Medien seit jeher von den Arbeitgebern diktiert wird."
Dann her mit den Fakten!
Für mich liest sich das alles so: Ich hab mir meine Karriere mit Anfang / Mitte 20 auf Basis der Vergangenheit ausgemalt und hochgerechnet und die Realität sieht leider so aus, dass ich zwar noch sehr gut aber nicht mehr absurd gut finanziell darstehe im Vergleich. Und diese Veränderung der Realitäten mag ich nicht akzeptieren.
Leute, das geht ganz vielen Berufsgruppen so. Es gibt immer Wandel und Veränderung. Gerade durch die KI in vielen Bereichen oder im Automotive Sektor. Die Leute die mal in der führenden Deutschen PV Industrie von guten Aussichten geträumt haben, hat auch die Realität mit China eingeholt. Man steht nunmal in einem globalen Wettbewerb.
Handelts halt mehr variable Beteiligung aus, wenn ihr meint, die Gelder sprudeln nur so in der LH Group.
Als Gedankenanstoß: Warum kündigt Lufthansa gerade jetzt einen Stellenabbau an? In der Vergangenheit wurde diese Strategie genutzt, um innerhalb der Belegschaft Gegensätze zu schüren und den Zusammenhalt zu schwächen.
Wann haben sich die Piloten denn solidarisch mit dem Boden gezeigt? Wann hat man in den Verhandlungen zuletzt an einem Strang gezogen? Wurde die Streikmacht der Piloten jemals dem Boden zur Unterstützung geboten die letzten Jahrzehnte?
Klar, kann der Pilot ja auch! Blöd nur, dass er sich in der "neuen" Airline wieder hinten anstellen kann in der Senioritätsliste!
Also, sind Sie bereit nach 20 Jahren irgendwo anders wieder ganz unten als Lehrling anzufangen? Im erlernten und ausgeübten Beruf!
Ist der Bedarf an Piloten weltweit wirklich derart gering? Muss ein LH SFO dann bei Discover oder City wirklich wieder als Flugschüler (Lehrling) anfangen? Ein LH CPT muss bei VietJet oder Emirates wieder als FO starten?
Hui, mitdiskutieren bei völliger Ahnungslosigkeit !
Fahren Sie weiter als Kapitän zur See und lassen Sie diejenigen, die betroffen sind entscheiden, was legal oder legitim ist. Das Urabstimmungsergebnis ist eine deutliches Votum.
Die Fakten entnehmen Sie bitte den zahlreichen Beiträgen anderer Kollegen aus der Branche, aber unwissenden, neidischen Mitlesern gegenüber gibt es hier garnichts zu rechtfertigen.
Beste Grüße
Beitrag vom 30.09.2025 - 22:24 Uhr
Das Problem vieler Kollegen bei der Mainline ist, dass sie nie etwas anderes gesehen haben. Weder einen gewöhnlichen Job in der freien wirtschaft, noch eine andere Airline. Nach dem Abi nach Bremen, Ausbildung und dann nach Frankfurt oder München. Meckern ist zwar im Cockpit generell eine verbreitete Berufskrankheit, aber bei LHA ist dies dadurch noch extremer als anderswo.
der Mainline Pilot mag wenig von der Arbietswelt da draußen gesehen haben, aber Sie sicherlich auch nicht viele Cockpits. Wir meckern immer, egal wo wir arbeiten, denn im Gegensatz zu Ihnen fehlt uns die realistische Option "mal was ganz anderes" machen zu können oder den Arbeitgeber zu wechseln.
Als Beispiel British Airways: Die suchen gerade wie verrückt Leute. Geht da einer von der LH hin? Natürlich nicht, weil das Einstiegsgehalt in etwa auf dem Niveau der Eurowings liegt. Dafür darf man dann aber in London wohnen und EASA maximum fliegen, viel Spaß. KLM sucht auch, Cargolux genau so. Auch Condor, wenn man das Land nicht verlassen möchte oder die Swiss. Der Grund warum man nicht wechselt ist natürlich keine Seniorität oder anderer Schwachsinn (bei British kann man momentan innerhalb von 3-4 Jahren Kapitän werden), sondern weil man zu Bedingungen fliegt, die in Europa unübertroffen sind. Für 75 Blockstunden ca. 100000€ Einsteigsgehalt als FO (mit 16% steuerfreiem Anteil) und 42 Urlaubstagen.
Cargolux, KLM und Swiss zahlen durchaus Gehälter die oberhalb dessen liegen, was man im LH Cockpit verdient. Das Einstiegsgehalt beim LH FO liegt btw, aktuell bei genau 93.000€ incl. Flugzulage (und es sind 74,5 Blockstunden).
Dass man dann gegen eine Altersvorsorge, die jetzt schon konzernweit spitze ist, in einen Streik treten möchte, ist ein gutes Recht. Verständnis der Kollegen oder gar Passagieren braucht man aber bestimmt nicht erwarten.
Das Geschwätz von Solidarität ist auch Quatsch. Man war selbst nie solidarisch. Weder gegenüber dem Boden, der Kabine und noch nicht einmal gegegenüber den Cockpit Kollegen aus dem Konzern oder dem eigenen Nachwuchs. Ein Grund für die langen Wartezeiten war, dass sich LH Kapitäne das Recht erstritten haben, bis 65 fliegen zu dürfen. Das hat alle anderen auf der Sen-Liste 5 Jahre gekostet, bis herunter zu den Flugschülern in Bremen. Die Flugschule in Bremen wurde in den ewigen Streiterein auch zerrieben. Heute gibt es nur noch eine Hülle, die EFA heißt und bei der die Flugschüler alle finanziellen Risiken selsbt tragen und ohnehin keine Aussicht mehr auf eine Anstellung bei der Mainline haben. Ist dem LHA Cockpit aber egal. Die Leute, die dort heute verhandeln, haben 20000 DM für ihre Ausbildung gezahlt und entspannt in drei Jahren zurückgezahlt. Trotzdem droht ihnen nun scheinbar die Altersarmut.
Mit 55 in die ÜV zu gehen ist nicht recht, dass andere bis 65 fliegen wollen auch nicht...kein Pilot kann es Ihnen recht machen, oder?
Bereits um die Jahrtausendwende wollte die LH 120.000 DM für die Ausbildung in Bremen haben. Jetzt kenne ich die Werdegänge der LH-Kollegen in der KTK nicht, aber die wenigsten dürften damals bereits angefangen haben und noch weniger zu 20.000 DM-Zeiten.
Bei der Cargo hat man als durchschnittlicher FO nur durch Gewinnbeteiligungen in den letzen fünf Jahren mehr Geld bekommen, als die betriebliche Altersvorsorge eines Eurowingspiloten nach 30 Dienstjahren ausschüttet. Es ist vielleicht Mal Zeit für einen kleinen Realitätscheck.
Naja, der Realitycheck für den LH-Piloten ist die LH-Altersversorgung vor der der Systemumstellung und nicht die katastrophale Altersversorgung bei der EW. Man orientiert sich nach oben.
Beitrag vom 30.09.2025 - 22:36 Uhr
Hui, jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern, die ewigen Pilotenhasser und schreiben ihren Frust über einen Berufsstand, dem sie meist nicht einmal angehören, über den sie angeblich aber bestens Bescheid wissen. Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit.
Leute, ihr habt eben keine Ahnung!
Es braucht auch keine Vergleiche zur eigenen Situation der hier Schreibenden. Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik.
Die VC vertritt ihre Piloten und hält sich an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Dinge so eskalieren.
Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn sie nicht seit Jahrzehnten gegen ihr eigenes Personal handeln würde. Schlechtes Management ist nicht die Schuld der Belegschaft.
Ich wünsche viel Erfolg beim Erreichen berechtigter Forderungen.
Also 8000 Rente kann ja wohl nur die unterste grenze sein, das wären gerade 30 % vom Kapitäns-letztverdienst bevor man auf Langstrecke in die Remte geht.....
Bei der AUA gibts 80 % des letzt verdienstes als Rente PLUS noch eine fette Abfertigung, (die es bei der LH in D nicht gibt).
Insoferne kann man schon verstehen, dass die Piloten der LH jetzt auf die Barrikaden gehen
Beitrag vom 30.09.2025 - 23:40 Uhr
Das Problem vieler Kollegen bei der Mainline ist, dass sie nie etwas anderes gesehen haben. Weder einen gewöhnlichen Job in der freien wirtschaft, noch eine andere Airline. Nach dem Abi nach Bremen, Ausbildung und dann nach Frankfurt oder München. Meckern ist zwar im Cockpit generell eine verbreitete Berufskrankheit, aber bei LHA ist dies dadurch noch extremer als anderswo.
der Mainline Pilot mag wenig von der Arbietswelt da draußen gesehen haben, aber Sie sicherlich auch nicht viele Cockpits. Wir meckern immer, egal wo wir arbeiten, denn im Gegensatz zu Ihnen fehlt uns die realistische Option "mal was ganz anderes" machen zu können oder den Arbeitgeber zu wechseln.
Ich würde mich hier sicherlich nicht so äußern, wenn ich nicht schon verschiedene Flugbetriebe im Cockpit, sowie die "normale" Arbeitswelt erlebt hätte.
Als Beispiel British Airways: Die suchen gerade wie verrückt Leute. Geht da einer von der LH hin? Natürlich nicht, weil das Einstiegsgehalt in etwa auf dem Niveau der Eurowings liegt. Dafür darf man dann aber in London wohnen und EASA maximum fliegen, viel Spaß. KLM sucht auch, Cargolux genau so. Auch Condor, wenn man das Land nicht verlassen möchte oder die Swiss. Der Grund warum man nicht wechselt ist natürlich keine Seniorität oder anderer Schwachsinn (bei British kann man momentan innerhalb von 3-4 Jahren Kapitän werden), sondern weil man zu Bedingungen fliegt, die in Europa unübertroffen sind. Für 75 Blockstunden ca. 100000€ Einsteigsgehalt als FO (mit 16% steuerfreiem Anteil) und 42 Urlaubstagen.
Cargolux, KLM und Swiss zahlen durchaus Gehälter die oberhalb dessen liegen, was man im LH Cockpit verdient. Das Einstiegsgehalt beim LH FO liegt btw, aktuell bei genau 93.000€ incl. Flugzulage (und es sind 74,5 Blockstunden).
Ok, wenn wir in die ganz genauen Zahlen einsteigen, wollen wir die knapp 10000€ Spesen nicht unterschlagen, die noch dazu kommen. Und dann sind wir bei über 100k ohne eine Überstunde. Aber natürlich fliegt man auch Überstunden und die werden faktorisiert. Wenn man die Gehälter von Swiss/Cargolux oder KLM in Relation zu den Lebenshaltungskosten der jeweiligen Basen setzt, ist Lufthansa eine andere Liga. Wie gesagt, die Tatsache, dass dort niemand geht, ist bezeichnend.
Dass man dann gegen eine Altersvorsorge, die jetzt schon konzernweit spitze ist, in einen Streik treten möchte, ist ein gutes Recht. Verständnis der Kollegen oder gar Passagieren braucht man aber bestimmt nicht erwarten.
Das Geschwätz von Solidarität ist auch Quatsch. Man war selbst nie solidarisch. Weder gegenüber dem Boden, der Kabine und noch nicht einmal gegegenüber den Cockpit Kollegen aus dem Konzern oder dem eigenen Nachwuchs. Ein Grund für die langen Wartezeiten war, dass sich LH Kapitäne das Recht erstritten haben, bis 65 fliegen zu dürfen. Das hat alle anderen auf der Sen-Liste 5 Jahre gekostet, bis herunter zu den Flugschülern in Bremen. Die Flugschule in Bremen wurde in den ewigen Streiterein auch zerrieben. Heute gibt es nur noch eine Hülle, die EFA heißt und bei der die Flugschüler alle finanziellen Risiken selsbt tragen und ohnehin keine Aussicht mehr auf eine Anstellung bei der Mainline haben. Ist dem LHA Cockpit aber egal. Die Leute, die dort heute verhandeln, haben 20000 DM für ihre Ausbildung gezahlt und entspannt in drei Jahren zurückgezahlt. Trotzdem droht ihnen nun scheinbar die Altersarmut.
Mit 55 in die ÜV zu gehen ist nicht recht, dass andere bis 65 fliegen wollen auch nicht...kein Pilot kann es Ihnen recht machen, oder?
Bereits um die Jahrtausendwende wollte die LH 120.000 DM für die Ausbildung in Bremen haben. Jetzt kenne ich die Werdegänge der LH-Kollegen in der KTK nicht, aber die wenigsten dürften damals bereits angefangen haben und noch weniger zu 20.000 DM-Zeiten.
Mir persönlich ist das weder recht noch unrecht. Es war ein Beispiel dafür, dass es nicht weit her ist mit kollegialer Solidarität, wenn es um die eigene Kohle geht.
Bei der Cargo hat man als durchschnittlicher FO nur durch Gewinnbeteiligungen in den letzen fünf Jahren mehr Geld bekommen, als die betriebliche Altersvorsorge eines Eurowingspiloten nach 30 Dienstjahren ausschüttet. Es ist vielleicht Mal Zeit für einen kleinen Realitätscheck.
Naja, der Realitycheck für den LH-Piloten ist die LH-Altersversorgung vor der der Systemumstellung und nicht die katastrophale Altersversorgung bei der EW. Man orientiert sich nach oben.
Völlig in Ordnung. Es darf sich nur niemand wundern, wenn es irgendwann knallt, wenn man sich ständig nach oben orientiert, obwohl man schon längst alle unter sich gelassen hat. Der Coffin Corner ist erreicht und das ist auch vielen Kollegen klar. Dass man versucht, das letzte herauszuholen, gegenüber einem Management, dass die Marke und das Verhältnis zum fliegenden Personal über Jahre mit zerstört hat, ist verständlich. Trotzdem finde ich man muss das ganze ins Verhältnis zu anderen Flugbetrieben setzen.
Beitrag vom 01.10.2025 - 02:20 Uhr
Hui, jetzt kommen sie wieder aus ihren Löchern, die ewigen Pilotenhasser und schreiben ihren Frust über einen Berufsstand, dem sie meist nicht einmal angehören, über den sie angeblich aber bestens Bescheid wissen. Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit.
Leute, ihr habt eben keine Ahnung!
Es braucht auch keine Vergleiche zur eigenen Situation der hier Schreibenden. Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik.
Die VC vertritt ihre Piloten und hält sich an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Dinge so eskalieren.
Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn sie nicht seit Jahrzehnten gegen ihr eigenes Personal handeln würde. Schlechtes Management ist nicht die Schuld der Belegschaft.
Ich wünsche viel Erfolg beim Erreichen berechtigter Forderungen.
Bla bla bla.
"Die Lufthansa hält sich auch an geltendes Recht. Es liegt nicht an ihr, wenn die Piloten die Dinge so eskalieren. Die Lufthansa könnte viel Geld sparen, wenn die Piloten ncht seit Jahrzehnten gegen ihren Arbeitgeber handeln würden." Die Aussage ergibt genauso viel Sinn. Aber es geht hier ja kaum darum was rechtlich legal ist, das ist noch lange nicht legitim.
"Sie glauben die Märchen von 8000.- Betriebsrente und ergötzen sich an ihrer Maßlosigkeit." - Erhellen Sie uns mit der Wahrheit.
"Wir haben freie Berufswahl in dieser Republik."
Dann können die Piloten ja kündigen und einen anderen Beruf wählen, wo es eine üppigere Altersversorgung gibt. Und die Kollegen am Boden, deren Stellen reduziert werden sollen, können dann einfach ins Cockpit wechseln. So einfach ist das in der Republik der freien Berufswahl.
"Zum Beispiel ein Karriereverlauf(17 Jahre FO, dann Kapitänswerdung, usw.), der deswegen nicht mehr eintritt, weil LH die Karrieren rasiert hat. Weil munter weiter ausgeflaggt wird."
Das ist natürlich schlimm, dass es keine garantierte Karriere gibt wo am Boden doch jeder vom Tarif in AT dann AT+ und am Ende in den Vorstand aufsteigt...
In den allermeisten Berufen ist es völlig normal, dass nicht jeder die Karriereleiter hoch steigt.
Man kann halt nur so lange zum Brunnen gehen, bis der Krug bricht. Die Pilotenschaft kann ja mal drüber nachdenken, welchen Beitrag sie zum Ausflaggen geleistet hat.
"Mann, €8000,- pro Monat Betriebsrente? Wenn es doch nur so wäre. Aber man glaubt halt, was man glauben will, obwohl das Spiel in den Medien seit jeher von den Arbeitgebern diktiert wird."
Dann her mit den Fakten!
Für mich liest sich das alles so: Ich hab mir meine Karriere mit Anfang / Mitte 20 auf Basis der Vergangenheit ausgemalt und hochgerechnet und die Realität sieht leider so aus, dass ich zwar noch sehr gut aber nicht mehr absurd gut finanziell darstehe im Vergleich. Und diese Veränderung der Realitäten mag ich nicht akzeptieren.
Leute, das geht ganz vielen Berufsgruppen so. Es gibt immer Wandel und Veränderung. Gerade durch die KI in vielen Bereichen oder im Automotive Sektor. Die Leute die mal in der führenden Deutschen PV Industrie von guten Aussichten geträumt haben, hat auch die Realität mit China eingeholt. Man steht nunmal in einem globalen Wettbewerb.
Handelts halt mehr variable Beteiligung aus, wenn ihr meint, die Gelder sprudeln nur so in der LH Group.
Als Gedankenanstoß: Warum kündigt Lufthansa gerade jetzt einen Stellenabbau an? In der Vergangenheit wurde diese Strategie genutzt, um innerhalb der Belegschaft Gegensätze zu schüren und den Zusammenhalt zu schwächen.
Wann haben sich die Piloten denn solidarisch mit dem Boden gezeigt? Wann hat man in den Verhandlungen zuletzt an einem Strang gezogen? Wurde die Streikmacht der Piloten jemals dem Boden zur Unterstützung geboten die letzten Jahrzehnte?
Klar, kann der Pilot ja auch! Blöd nur, dass er sich in der "neuen" Airline wieder hinten anstellen kann in der Senioritätsliste!
Also, sind Sie bereit nach 20 Jahren irgendwo anders wieder ganz unten als Lehrling anzufangen? Im erlernten und ausgeübten Beruf!
Ist der Bedarf an Piloten weltweit wirklich derart gering? Muss ein LH SFO dann bei Discover oder City wirklich wieder als Flugschüler (Lehrling) anfangen? Ein LH CPT muss bei VietJet oder Emirates wieder als FO starten?
Hui, mitdiskutieren bei völliger Ahnungslosigkeit !
Fahren Sie weiter als Kapitän zur See und lassen Sie diejenigen, die betroffen sind entscheiden, was legal oder legitim ist. Das Urabstimmungsergebnis ist eine deutliches Votum.
Die Fakten entnehmen Sie bitte den zahlreichen Beiträgen anderer Kollegen aus der Branche, aber unwissenden, neidischen Mitlesern gegenüber gibt es hier garnichts zu rechtfertigen.
Beste Grüße
Sehr hoch ihr Ross, dafür aber frei von Fakten.
Und noch darf ich in diesem Land auch kritisieren was ich will, auch wenn Ihnen das nicht passt. Das ist völlig legitim von mir. Und das Votum ist mir egal, das ist das schlechteste Argument ever.
Beitrag vom 01.10.2025 - 03:50 Uhr
Wenn ich die Aussagen hier so lese… scheint man sich da einen schönen goldenen Käfig mit seiner Gewerkschaft gebaut zu haben mit Senioritätsprinzip und auskömmlicher Versorgung und Gehalt. Wenn da nun mal eine defekte Stange im Käfig ersetzt werden muss und nur Silber verwendet wird, führt zu einem Aufschrei. Dass man aber schon aus dem Käfig raus kann und was in der Welt um einen herum passiert, scheint man nicht so sehr wahrzunehmen.
Wenn ein normaler Angestellter die Karriereleiter nicht hoch kommt, muss er auch wechseln. Er muss dabei manchmal auch einen Schritt zurück um danach zwei nach vorne zu gehen.
Offenbar gibt es den Kommentaren nach ja bei vielen Airlines im In- und Ausland Alternativen und man muss sich nicht der unmenschlichen Personalpolitik der LH unterwerfen.
Ausgeblendet scheint auch, dass man sich offenbar Karrieremöglichkeiten selbst verbaut hat, weil man so teuer produziert, dass aus ökonomischen Zwängen ausgeflaggt werden muss.
Wäre man da mal etwas zurückhaltender gewesen, wären vielleicht mehr Aufstiegsmöglichkeiten in der LH da und/oder ein Wechsel würde leichter fallen, weil man nicht so sehr über dem Markt liegt, dass man anderswo große Abstriche machen müsste.
Beitrag vom 01.10.2025 - 06:49 Uhr
Sie haben das Hörensagen schön zusammengefasst.
Sie Maßen sich an, als "Fremdling" in der Branche zu wissen, was richtig und was falsch ist.
Sehr vermessen über fremde Branchen zu Urteilen.
Damit sind Die aber nicht alleine. Das Forum ist voll davon.
Beitrag vom 01.10.2025 - 07:23 Uhr
Sie haben das Hörensagen schön zusammengefasst.
Sie Maßen sich an, als "Fremdling" in der Branche zu wissen, was richtig und was falsch ist.
Sehr vermessen über fremde Branchen zu Urteilen.
Damit sind Die aber nicht alleine. Das Forum ist voll davon.
Sehr vermessen zu glauben, nur Menschen mit gelbem Ausweis und Streifen auf den Schultern könnten bei dem Thema mitreden.
Und sehr vermessen, zu glauben, zu wissen, wer ein Fremdling ist - ich war lange genug in der Branche und kenne da noch genug Aktive. No worries. Nicht jeder der die exklusiven Sichten der VC und in ihrer Mitglieder nicht teilt ist gleich ahnungslos. Aber da muss man halt mal aus dem goldenen Käfig raus schauen in die Welt…
Beitrag vom 01.10.2025 - 08:26 Uhr
Was ich absolut nicht verstehe:
man hat die Kapitalanlagen selbst mit ausgewählt und abgesegnet. Ist es dann nicht völlig normal, das man das Risiko auch mit trägt?
Jetzt den AG dafür verantwortlich zu machen und diesen gar 'in Haftung' (mehr Geld von ihm für die Altersvorsorge zu fordern) zu nehmen, ist m.E. dreist.
Beitrag vom 01.10.2025 - 08:34 Uhr
Der erste Satz scheint Ihr Leitspruch zu sein.
Dreist ist, keine Ahnung von der Materie zu haben, aber trotzdem irgendeinen Quatsch zu schreiben.
Der Anlageausschuss, in dem Vertreter aller 3 GW sitzen, dort aber keine Mehrheit haben, also auch nichts alleine beschließen können hat nur sehr begrenzte Befugnisse. Er entscheidet, Achtung, jetzt aufgepasst. NICHT über irgendwelche Anlagen, oder in welche Aktien, Anleihen etc. investiert wird.
Dazu gibt es die federführende Bank und deren Anlagespezialisten.
Der Ausschuss hat mehr oder weniger eher die Funktion eines Aufsichtsrats über das ganze Anlagesystem.
Mit abgesegnet hat man 2016/17 die Umstellung des gesamten Systems von DB auf DC. Unter allerdings ganz anderen Prämissen, als sie jetzt existieren. Und diese hat nicht eine VC geändert, sondern LH mit dem Rasieren und Ausflaggen.
Beitrag vom 01.10.2025 - 08:52 Uhr
Und trotzdem ist eine Aktien-/Anleihenanlage eine Wette. Kann gut laufen, muss aber nicht.
Und dem wurde offensichtlich zugestimmt.
Beitrag vom 01.10.2025 - 08:59 Uhr
Der erste Satz scheint Ihr Leitspruch zu sein.
Dreist ist, keine Ahnung von der Materie zu haben, aber trotzdem irgendeinen Quatsch zu schreiben.
Und, ich schreib es schon einmal, Ihre, so sorry Grosskotzigkeit und widerliche Arroganz, lässt mich nur hoffen, daß Sie nicht, oder nicht mehr lange, in Reihe 0 sitzen.
Der Anlageausschuss, in dem Vertreter aller 3 GW sitzen, dort aber keine Mehrheit haben, also auch nichts alleine beschließen können hat nur sehr begrenzte Befugnisse. Er entscheidet, Achtung, jetzt aufgepasst. NICHT über irgendwelche Anlagen, oder in welche Aktien, Anleihen etc. investiert wird.
Dazu gibt es die federführende Bank und deren Anlagespezialisten.
Der Ausschuss hat mehr oder weniger eher die Funktion eines Aufsichtsrats über das ganze Anlagesystem.
Mit abgesegnet hat man 2016/17 die Umstellung des gesamten Systems von DB auf DC. Unter allerdings ganz anderen Prämissen, als sie jetzt existieren. Und diese hat nicht eine VC geändert, sondern LH mit dem Rasieren und Ausflaggen.
Gegenfrage:
hätten Sie und Ihre KollegInnen, wenn es sich das Ergebnis viel besser als bei alten Modell dargestellt hätte (in diesem Kontext: ich und sicher viele andere würden gerne mal erfahren um viel schlechter konkret es sich darstellt) auch den erzielten 'Überschuss' an die AG angetreten?
Beitrag vom 01.10.2025 - 09:16 Uhr
Finde es sehr bezeichnend wie immer "argumentiert" wird, alle die nicht LH Piloten sind haben keine Ahnung und gar kein Recht mitzudiskutieren oder eine Meinung zu haben, aber klare Zahlen werden hier auch nie offengelegt. Die Zahlen, die öffentlich sind, werden als Schwachsinn abgetan, aber selber konkret wird man nicht.