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Beitrag 31 - 45 von 50
Beitrag vom 02.12.2025 - 08:22 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
CO2 spart man in der breiten Masse ein, nicht bei lediglch symbolträchtigen Kleinkram.

Die breite Masse soll also höhere CO2 Kosten tragen um CO2 zu sparen, während die, die eh schon mehr haben, weitermachen können als wäre nichts, weil "das wäre ja Symbolpolitik"...
Das versuchen Sie bitte mal einer "breiten Masse" von Wählern zu vermitteln ohne geteert und gefedert zu werden ...
Das traut sich nicht mal unser "Mittelstands" Kanzler mit seiner DA62 :)

Zudem: Selbst nur eine Handvoll Milliardäre hat einen ordentlichen CO2 Ausstoß, wenn man es mal genau betrachtet.  https://www1.wdr.de/nachrichten/oxfam-studie-reiche-belastung-klima-100.html

Man kann einer breiten Masse gelegentlich schon erwiesenen Blödsinn vermitteln, ohne sofort und gleich dafür geteert und gefedert zu werden. Ein alter Grüner zum Beispiel hat den breiten Massen vor 20 Jahren mal erzählt, die grüne Energiewende würde pro Haushalt nicht mehr als eine Kugel Eis kosten; die endgültige Teerung und Federung fand dann erst bei der Bundestagswahl 25 statt.
Fritze Merz hat dazugelernt: Anstatt seines (inzwischen verkauften) von zwei Düsentriebwerken!? beschleunigten DA62-Jets!? ist er inzwischen - wie alle Kandesbunzler- auf eine viel sparsamere A350 mit Rotax 912 umgestiegen, oder?

Den Oxfam- Leuten kann man übrigens bedingungslos vertrauen; die verwenden das durch staatliche Zuschüsse und private Spenden generierte Geld (der Anderen) nicht nur für die eigenen Gehälter-nein- sie reichten es zumindest teilweise direkt an die Bedürftigen (Prostituierten) in ihrem Umfeld weiter. Zwischendurch haben sie auch noch herausgefunden, dass dieser (zweifellos manchmal etwas irre auftretende) Mr. Musk (brachte bisher gut 8 Millionen Elektrokutschen in Verkehr; zahlt ca. 100‘000 Löhne und Gehälter im Monat) doch von Austin nach Brandenburg auch sehr viel ökologischer als mit dem Jet reisen könnte: Bis zum Atlantik mit dem Tesla, über‘s Wasser mit dem Segelboot und ab Hamburg mit dem ICE- falls er gerade mal fährt, natürlich, Ja, das wäre mal eine wirklich gute Symbolpolitik….

Also zusammengefasst: Der Diskutant stellt wortreich klar, dass er keine Gegenargumente hat :)
Beitrag vom 02.12.2025 - 08:32 Uhr
Usersuperflieger
User (121 Beiträge)
Wie bitte?? Achso, ja klar: So kann man den Austausch von Argumenten natürlich auch beenden- passt perfekt in die heutige Zeit.
Und ciao...
Beitrag vom 02.12.2025 - 08:58 Uhr
UserDavid_B
User (652 Beiträge)
Wie bitte?? Achso, ja klar: So kann man den Austausch von Argumenten natürlich auch beenden- passt perfekt in die heutige Zeit.
Und ciao...

Beendet hattest du es doch schon längst mit deiner Polemik.
Beitrag vom 02.12.2025 - 13:45 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1560 Beiträge)
Sie wissen schon, dass der gesamte Luftverkehr lediglich für ca. 3% des weltweiten CO2- Ausstoßes verantwortlich ist, oder? Davon meinetwegen 5% Privatjets, das ist doch kaum noch messbar. Insofern ist das mit den Sonderabgaben eine Phantomdiskussion; völlig andere Maßnahmen wären nötig, wenn man das Weltklima tatsächlich beeinflussen wollte…
Und weil dem so ist, tun wir lieber nix? Jeder Sektor, ob Verkehr, Wirtschaft oder Privathaushalte, trägt für sich gesehen wenig zum globalen CO2-Ausstoß bei. Also lassen wir am besten jeden noch so kleinen (oder großen) Versuch, etwas zu ändern! Sagen Sie uns doch, welche Maßnahmen konkret erforderlich sind, um den Klimawandel abzuschwächen. Und kommen Sie uns bitte nicht damit, dass wir erst auf die "Anderen" warten müssen. Man darf gespannt sein.
BTW: Im Süden Thailands, in Malaysia und auf den Philippinnen können wir gerade bestaunen, was der nicht vorhandene Klimawandel anrichtet.

Dieser Beitrag wurde am 02.12.2025 13:47 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.12.2025 - 17:12 Uhr
Usersuperflieger
User (121 Beiträge)
Sie wissen schon, dass der gesamte Luftverkehr lediglich für ca. 3% des weltweiten CO2- Ausstoßes verantwortlich ist, oder? Davon meinetwegen 5% Privatjets, das ist doch kaum noch messbar. Insofern ist das mit den Sonderabgaben eine Phantomdiskussion; völlig andere Maßnahmen wären nötig, wenn man das Weltklima tatsächlich beeinflussen wollte…
Und weil dem so ist, tun wir lieber nix? Jeder Sektor, ob Verkehr, Wirtschaft oder Privathaushalte, trägt für sich gesehen wenig zum globalen CO2-Ausstoß bei. Also lassen wir am besten jeden noch so kleinen (oder großen) Versuch, etwas zu ändern! Sagen Sie uns doch, welche Maßnahmen konkret erforderlich sind, um den Klimawandel abzuschwächen. Und kommen Sie uns bitte nicht damit, dass wir erst auf die "Anderen" warten müssen. Man darf gespannt sein.
BTW: Im Süden Thailands, in Malaysia und auf den Philippinnen können wir gerade bestaunen, was der nicht vorhandene Klimawandel anrichtet.
Ich bin nicht so überheblich, dass ich mir einbilden würde zu wissen, welche Maßnahmen konkret erforderlich sind, um den Klimawandel abzuschwächen. Zumal ich mir nicht sicher bin, ob wir Menschen überhaupt dafür verantwortlich sind und in der Lage wären, etwas daran zu ändern. Vielleicht gab es ja sehr große Schwankungen schon immer? Was ich lediglich sagen kann: Ich selber habe vor ein paar Jahren freiwillig und völlig ohne Fördermittel ein Niedrigenergiehaus gebaut, ich habe freiwillig eine Fußbodenheizung mit Wärmepumpe eingebaut, freiwillig eine PV- Anlage samt Akku montieren lassen und gebe natürlich "freiwillig" im Sommer ein paar tausend kWh zum Spottpreis von 8 ct ins Netz, während ich im Winter "freiwillig" für 28 ct zukaufe. Ich bin noch nie nach Malle oder so in den Urlaub geflogen; will das auch nicht tun. Ich fahre freiwillig nicht mehr schneller als zweihundert auf der Autobahn, esse freiwillig kein Fleisch etc. Wenn das alle auch so machen würden, würden alle zumindest nichts schlechtes für´s Klima tun. Was ich aber wirklich ablehne: Scheinbar allwissende Schlauköpfe, die mir sagen wollen, was richtig oder falsch ist. Denken kann ich selber…


Dieser Beitrag wurde am 02.12.2025 17:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.12.2025 - 17:29 Uhr
UserDavid_B
User (652 Beiträge)

Ich bin nicht so überheblich, dass ich mir einbilden würde zu wissen, welche Maßnahmen konkret erforderlich sind, um den Klimawandel abzuschwächen. Zumal ich mir nicht sicher bin, ob wir Menschen überhaupt dafür verantwortlich sind und in der Lage wären, etwas daran zu ändern. Vielleicht gab es ja sehr große Schwankungen schon immer? Was ich lediglich sagen kann: Ich selber habe vor ein paar Jahren freiwillig und völlig ohne Fördermittel ein Niedrigenergiehaus gebaut, ich habe freiwillig eine Fußbodenheizung mit Wärmepumpe eingebaut, freiwillig eine PV- Anlage samt Akku montieren lassen und gebe natürlich "freiwillig" im Sommer ein paar tausend kWh zum Spottpreis von 8 ct ins Netz, während ich im Winter "freiwillig" für 28 ct zukaufe. Ich bin noch nie nach Malle oder so in den Urlaub geflogen; will das auch nicht tun. Ich fahre freiwillig nicht mehr schneller als zweihundert auf der Autobahn, esse freiwillig kein Fleisch etc. Wenn das alle auch so machen würden, würden alle zumindest nichts schlechtes für?s Klima tun. Was ich aber wirklich ablehne: Scheinbar allwissende Schlauköpfe, die mir sagen wollen, was richtig oder falsch ist. Denken kann ich selber…



Es ist nicht die Frage, ob es solche Schwankungen der Temperatur schon mal gegeben hat. Hat ist, ja.

Unterschied ist jedoch, dass es nie derart schnell geschehen ist wie jetzt. Die Geschwindigkeit der Temperaturänderung ist höher als die der Anpassungsfähigkeit von Natur und Mensch.
Die Erwärmung hat kurz nach Beginn der industriellen Revolution begonnen. Also vor gut 190 Jahren.
Beitrag vom 02.12.2025 - 17:39 Uhr
UserA320Fam
User (2268 Beiträge)
... Die Erwärmung hat kurz nach Beginn der industriellen Revolution begonnen. Also vor gut 190 Jahren.

Was sollen mir diese 2 Sätze sagen? Zurück zu vor 190 Jahren? Oder besser noch weiter, weil da hat es ja begonnen, ergo um es wieder zu verringern müssen wir dann viel weiter Zurück? 500 Jahre, 1000 Jahre? Lass uns doch sämtliche Gebühren weiter erhöhen, besonders die fürs Privatjetfliegen ... und dann diese munter nicht zweckgebunden weiter im Staatssäckel verschwinden lassen ...
Solange der Kampf gegen den Klimawandel so unkoordiniert und stümperhaft weiterläuft ist das nichtmal Ergebnisoffen, im Gegenteil das Ergebnis ist nix. Und das ist traurig ...
Beitrag vom 02.12.2025 - 17:54 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
Vielleicht gab es ja sehr große Schwankungen schon immer?

Und wieder mal eine gute Möglichkeit, einfach gestaltete wissenschaftliche Erkenntnisse zu posten. Hier der globale Temperaturverlauf der letzten 20.000 Jahre als langes Bild, maßstabsgetreu, basierend auf Eisbohrkernen, fossilen C12/C14 Untersuchungen, Meeresablagerungen, etc.

 https://m.xkcd.com/1732/

Kurze Antwort: Nein, nicht in dem Ausmaß und vor allem nicht in der Geschwindigkeit der letzten 150 Jahre

Zumal ich mir nicht sicher bin, ob wir Menschen überhaupt dafür verantwortlich sind

Dann erläutern Sie doch mal,

A ) worauf dieser enge zeitliche Zusammenhang zwischen dem Start der großindustriellen Verbrennung von Öl und Gas, dem dadurch ausgelösten Anstieg des CO2 Gehalts und der abrupt steigenden Durchschnittstemperatur der Erde sonst gründen könnte.

und

B) Welche Fragen der uns bekannte und hervorragend erforschte Zusammenhang von
- Nutzung fossiler Energie führt zu mehr CO2 in der Atmosphäre und
- Mehr CO2 in der Atmosphäre führt zu erhöhter Reflexion von Infrarotstrahlung
- Erhöhte Reflexion von Infrarotstrahlung führt zu erhöhter Temperatur
für Sie offenlässt

Dieser Beitrag wurde am 02.12.2025 20:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.12.2025 - 17:59 Uhr
UserEricM
User (7195 Beiträge)
Solange der Kampf gegen den Klimawandel so unkoordiniert und stümperhaft weiterläuft ist das nichtmal Ergebnisoffen, im Gegenteil das Ergebnis ist nix. Und das ist traurig ...

Nicht zuletzt Ihr eigener Arbeitgeber Lufthansa gibt viel Geld dafür aus, dass dieser Kampf stümperhaft und unkoordiniert bleibt.
In dieser Situation kommt Ihre "Beschwerde" so ein ganz klein wenig scheinheilig rüber, genauso wie Ihre "Trauer"

Dieser Beitrag wurde am 02.12.2025 18:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.12.2025 - 18:03 Uhr
UserDavid_B
User (652 Beiträge)
... Die Erwärmung hat kurz nach Beginn der industriellen Revolution begonnen. Also vor gut 190 Jahren.

Was sollen mir diese 2 Sätze sagen? Zurück zu vor 190 Jahren? Oder besser noch weiter, weil da hat es ja begonnen, ergo um es wieder zu verringern müssen wir dann viel weiter Zurück? 500 Jahre, 1000 Jahre? Lass uns doch sämtliche Gebühren weiter erhöhen, besonders die fürs Privatjetfliegen ... und dann diese munter nicht zweckgebunden weiter im Staatssäckel verschwinden lassen ...
Solange der Kampf gegen den Klimawandel so unkoordiniert und stümperhaft weiterläuft ist das nichtmal Ergebnisoffen, im Gegenteil das Ergebnis ist nix. Und das ist traurig ...

Nein, nicht zurück. Das ist nicht realistisch. Dieses "stümperhafte" Handeln liegt daran, dass es ein Interesse an kurzfristigem Geldverdienen von Marktteilnehmern gibt.
Beitrag vom 02.12.2025 - 18:43 Uhr
UserA320Fam
User (2268 Beiträge)
Naja, vor allem liegt es wohl auch daran, das all die vielen anderen auch dahin wollen wo wir schon sind. Das ist auch berechtigt, nur eben schlecht für den Kampf gegen den Klimawandel. Solange sich nicht alle koordinieren wird das nix. Nur wir bomben uns isoliert zurück ins Mittelalter ...
Beitrag vom 03.12.2025 - 07:17 Uhr
UserDavid_B
User (652 Beiträge)
Naja, vor allem liegt es wohl auch daran, das all die vielen anderen auch dahin wollen wo wir schon sind. Das ist auch berechtigt, nur eben schlecht für den Kampf gegen den Klimawandel. Solange sich nicht alle koordinieren wird das nix. Nur wir bomben uns isoliert zurück ins Mittelalter ...


Wir haben die Chance, rund um das Thema Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu exportieren.
Einige Länder überspringen das Zeitalter der Verbrenner auch mehr oder weniger, wiederholen also nicht unser Verhalten.
Zusätzlich sind wir gar nicht so alleine oder gar führend wie manche behaupten.
Beitrag vom 03.12.2025 - 08:54 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1560 Beiträge)
Naja, vor allem liegt es wohl auch daran, das all die vielen anderen auch dahin wollen wo wir schon sind. Das ist auch berechtigt, nur eben schlecht für den Kampf gegen den Klimawandel. Solange sich nicht alle koordinieren wird das nix. Nur wir bomben uns isoliert zurück ins Mittelalter ...
Dann schauen wir mal genau hin, was auf den Kontinenten und in den Ländern, die Sie wahrscheinlich meinen, so alles getan wird (meine Quelle: Perplexity):
Beispiel Afrika:
"Politische Strategien und Abkommen
Fast alle afrikanischen Staaten haben das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und eigene Klimapläne (NDCs) mit Anpassungs- und Minderungszielen vorgelegt.

Die Afrikanische Union arbeitet mit einer gemeinsamen "Africa Climate Change Strategy 2020–2030", die u.a. institutionelle Kapazitäten stärken, Verwundbarkeit verringern und Zugang zu Klimafinanzierung verbessern soll.

Anpassung an Folgen (Dürre, Fluten, Landwirtschaft)
Über Programme wie das Africa Adaptation Programme und das Africa Adaptation Acceleration Program unterstützen afrikanische Länder klimafeste Landwirtschaft, Frühwarnsysteme und widerstandsfähige Infrastrukturen, z.B. für Bauern im Horn von Afrika.

In vielen Ländern werden wassersparende Bewässerung, Regenwassernutzung und klimaresistente Sorten gefördert, um Ernteausfälle durch Dürre zu verringern.

Erneuerbare Energien und Energiewende
Zahlreiche Staaten bauen Solar-, Wind- und Wasserkraft massiv aus; etwa Niger, Mosambik, DR Kongo und Tunesien planen oder realisieren Projekte zur deutlichen Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und zur Elektrifizierung ländlicher Gebiete.

In mehreren Ländern entstehen mit internationaler Unterstützung große Solarkraftwerke, die Hunderttausende Menschen versorgen und jährlich zigtausende Tonnen CO2 einsparen."

Beispiel Asien:
"Asiatische Länder setzen eine breite Palette von Maßnahmen gegen den Klimawandel um, darunter ambitionierte Netto-Null-Ziele, regionale Strategien und Investitionen in erneuerbare Energien sowie Anpassungspläne. China strebt CO2-Neutralität bis 2060 an und fördert zivilgesellschaftliche Initiativen zur Sensibilisierung und Resilienz in Küstenregionen. ASEAN-Staaten haben mit dem ASEAN Climate Change Strategic Action Plan (ACCSAP) 2025-2030 einen Fahrplan für Mitigation, Adaptation und Finanzierung bis 2030 beschlossen.

Wichtige Länderziele
China: China verfolgt eine umfassende Klimastrategie mit dem Ziel, CO2-Emissionen vor 2030 zu erreichen, Neutralität bis 2060 zu erzielen und bis 2035 netto Treibhausgasemissionen um 7–10% unter dem Peak-Niveau zu senken – ein Meilenstein als erstmaliger absoluter Reduktionswert für alle Sektoren und Gase. Im 15. Fünfjahresplan (2026–2030) priorisiert das Land grüne Produktion, Lebensstile und die Einhaltung des Carbon-Peak-Ziels. Präsident Xi Jinping hat diese Ziele persönlich angekündigt und betont, dass China "darauf hinarbeitet, besser zu performen.

Indien: Ziel von 50% nicht-fossiler Energie bis 2030 bereits erreicht; Fokus 2025 auf Graswurzelinitiativen und Technologietransfer.

Indonesien: Klimaneutralität bis 2060; Thailand bis 2065.

Regionale Initiativen
Zentralasien verfolgt eine gemeinsame Anpassungsstrategie mit Fokus auf nationale Pläne und Ressourcenmobilisierung. In Südostasien zielen acht ASEAN-Länder auf Kohlenstoffneutralität bis 2050 ab und erhöhen Erneuerbare auf 23% bis 2025. Japan und Südkorea investieren in Wasserstoff und Kreislaufwirtschaft.

Bleibt noch Südamerika:
Südamerikanische Länder verfolgen Klimamaßnahmen mit Netto-Null-Zielen bis 2050, Ausbau erneuerbarer Energien und Schutz von Wäldern, wobei Länder wie Chile und Brasilien führend sind. Die Region setzt auf diverse Politiken wie Energieeffizienzstandards und Kohleausstieg, hat aber noch Defizite bei CO?-Steuern oder Emissionshandelssystemen. Bei COP30 2025 wurde die Latin America Clean Energy Coalition (LACEC) gestartet, um Erneuerbare zu verdreifachen und grüne Jobs zu schaffen.?

Wichtige Länderziele
Chile: Kohleausstieg bis 2035, über 40% Solar- und Windanteil 2024; Speicherziele von 2 GW bis 2030.

Brasilien: 50% GHG-Reduktion bis 2030, Fokus auf Abholzungstopp und Erneuerbare; 45% erneuerbarer Strom bis 2030.

Kolumbien: 51% Emissionsreduktion bis 2030, Moratorium für neue Öl-/Gasexploration, 30% Schutz mariner Gebiete.

Regionale Initiativen
Die LA7-Länder (u. a. Argentinien, Brasilien, Chile) haben Netto-Null-Ziele und nicht-marktbasierte Instrumente wie Energieeffizienzstandards implementiert. Ziele umfassen 80% Erneuerbare in Stromerzeugung bis 2030 in mehreren Ländern sowie Wasserstoff-Hubs in Brasilien. Herausforderungen sind schwache Netze und Abhängigkeit von Wasserkraft

Bleibt die Frage: warum wehren wir uns so sehr gegen alle Maßnahmen, den Klimawandel abzuschwächen mit Argumenten aus der ewig gestrigen Mottenkiste?

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2025 09:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2025 - 09:51 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2185 Beiträge)
Bleibt die Frage: warum wehren wir uns so sehr gegen alle Maßnahmen, den Klimawandel abzuschwächen mit Argumenten aus der ewig gestrigen Mottenliste.

Das ist für mich ein Hauptproblem bei der ganzen Diskussion: Warum wird immer so getan, als ob Deutschland NICHTS für den Klimaschutz tun würde? Mit diesen Extremargumenten und am Ende oft Verdrehung der Tatsachen, kommt man kein bisschen vorwärts und schafft es auch nicht Leute mitzunehmen. Und das ist wichtig, ansonsten ist es zum Scheitern verurteilt.

Das ist aber generell der Tenor, den wir hier, vor allem dank der AfD haben und komischerweise in der Diskussion um Klimaschutzmaßnahmen oft auch von den Klimaschützern/Grünen genutzt wird: Es ist in Deutschland halt alles scheiße! Damit kommen wir aber nicht weiter. Einerseits stimmt es nicht, andererseits zieht es die ganze Stimmung kontinuierlich runter. Und das motiviert die Leute nicht unbedingt. Wir reden in Deutschland nicht mehr über Erfolge, sondern nur noch darüber, wie schlecht alles ist. Insgesamt, aber vor allem auch beim Thema Klimaschutz. Da ist es doch klar, dass man immer mehr Meinungen hört wie "Das bringt eh nichts", "Das schaffen wir eh nicht mehr", "Ist doch eh alles egal".

So wird das nichts. Und dieses Forum ist mittlerweile leider ein wunderbarer Spiegel der Gesellschaft. Es geht nur noch um Extrempositionen. 'Bist du nicht für mich, bist du gegen mich.' 'Verstehst du sogar andere Positionen, die ich nicht mag, bist du gegen mich, da frage ich gar nicht mehr welche Position du selbst hast, sondern unterstelle dir einfach eine.'


Der deutschen Politik fehlt der langfristige Plan. Viele Dinge wurden einfach verschlafen, die jetzt ad hoc kommen sollen/sollten. E-Autos wurden gefördert, bevor es überhaupt ansatzweise eine Ladeinfrastruktur gibt. Den Fehler macht man jetzt erneut. Kernkraftwerke wurden abgeschaltet, bevor ausreichend Ersatz durch Erneuerbare aufgebaut war. Erneuerbare wurden gebaut, bevor man überhaupt die Infrastruktur geschaffen hat (Offshore Anlagen nicht angeschlossen, zu viel Strom im Norden ohne Möglichkeit ihn in den Süden zu bringen etc.)
Dann orientiert man sich an anderen Ländern, die teilweise ganz andere Voraussetzungen haben. Natürlich hat Dänemark mehr grüne Energie aus Windkraft. Die Küstenlinie ist da eine ganz andere als bei uns, zudem gibt es deutlich weniger Einwohner zu versorgen. Dann schaut man nach Dänemark und denkt sich: Die machen viel über Fernwärme, das müssen wir jetzt auch schleunigst machen. Ja toll, dass Gesetz dazu in Dänemark kommt aber auch aus den 70er Jahren, natürlich ist das bis heute natürlich gewachsen da. Die Afrikanischen Staaten bauen deutlich mehr Solarenergie. Ja klar, die haben auch viel mehr unnutzbare Fläche und mehr Sonne.

Wir brauchen eine eigene, langfristige Strategie. Da werden wir aber nie ankommen, wenn wir alles was wir selbst machen immer nur schlecht reden und alle 1-2 Jahre eine komplette Wende durchziehen. Und anschließend dann versuchen alles ad hoc durchzudrücken. Damit verliert man dann wieder die Wähler. Dann wird alles wieder anders.
Und auch da haben wir wieder einen der Hauptgründe als Auslöser: Die AfD. In der Politischen und Gesellschaftlichen Diskussion tun wir alles dafür, dass wir uns ja nicht von der AfD bestimmen lassen wollen und haben komplett aus dem Blick verloren, dass das schon seit Jahren der Fall ist. Jedes Thema was die AfD anspricht ist ein automatisches No-Go für andere Parteien, weil sobald auch nur einer der, meistens Unions Politiker, wagt ein Thema aufzugreifen, wird gleich wieder die Brandmauerkeule geschwungen. Glückwunsch, dass blockt uns immer weiter. Man kümmert sich nicht mehr um sich selbst, sondern nur noch darum was der andere nicht darf. Dann wundert man sich, warum die eigenen Wähler davonlaufen und am Ende kommt dann da das raus, was wir die letzten fast 20 Jahre hatten: Koalitionen, die eigentlich gar nicht miteinander können, aber es ist halt nichts anderes mehr möglich. Das führt wieder zu ad hoc Gegenreaktionen etc. etc.


Sorry, ist vielleicht am End eetwas offtopic gelandet, aber so im Schreibfluss wollte ich das gerne einmal loswerden, da es auch viele der Diskussionen hier betrifft
Beitrag vom 03.12.2025 - 11:04 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1560 Beiträge)
Bleibt die Frage: warum wehren wir uns so sehr gegen alle Maßnahmen, den Klimawandel abzuschwächen mit Argumenten aus der ewig gestrigen Mottenliste.

Das ist für mich ein Hauptproblem bei der ganzen Diskussion: Warum wird immer so getan, als ob Deutschland NICHTS für den Klimaschutz tun würde? Mit diesen Extremargumenten und am Ende oft Verdrehung der Tatsachen, kommt man kein bisschen vorwärts und schafft es auch nicht Leute mitzunehmen. Und das ist wichtig, ansonsten ist es zum Scheitern verurteilt.

Das ist aber generell der Tenor, den wir hier, vor allem dank der AfD haben und komischerweise in der Diskussion um Klimaschutzmaßnahmen oft auch von den Klimaschützern/Grünen genutzt wird: Es ist in Deutschland halt alles scheiße! Damit kommen wir aber nicht weiter. Einerseits stimmt es nicht, andererseits zieht es die ganze Stimmung kontinuierlich runter. Und das motiviert die Leute nicht unbedingt. Wir reden in Deutschland nicht mehr über Erfolge, sondern nur noch darüber, wie schlecht alles ist. Insgesamt, aber vor allem auch beim Thema Klimaschutz. Da ist es doch klar, dass man immer mehr Meinungen hört wie "Das bringt eh nichts", "Das schaffen wir eh nicht mehr", "Ist doch eh alles egal".
Da stimme ich ich weiten Bereichen zu! Natürlich hat Deutschland schon viel erreicht, darüber spricht man aber nicht. Und trotzdem kommt immer wieder Widerstand gegen weitere Maßnahmen und Vorschläge mit Argumenten aus der "Mottenkiste", genährt von der Angst, vorübergehend an Wohlstand einzubüßen. Dabei ist es der Klimawandel, der mittel- und langfristig eben diesen Wohlstand bedroht.

Der deutschen Politik fehlt der langfristige Plan. Viele Dinge wurden einfach verschlafen, die jetzt ad hoc kommen sollen/sollten. E-Autos wurden gefördert, bevor es überhaupt ansatzweise eine Ladeinfrastruktur gibt. Den Fehler macht man jetzt erneut. Kernkraftwerke wurden abgeschaltet, bevor ausreichend Ersatz durch Erneuerbare aufgebaut war. Erneuerbare wurden gebaut, bevor man überhaupt die Infrastruktur geschaffen hat (Offshore Anlagen nicht angeschlossen, zu viel Strom im Norden ohne Möglichkeit ihn in den Süden zu bringen etc.)
Viel Zustimmung aus dem Süden!

Wir brauchen eine eigene, langfristige Strategie. Da werden wir aber nie ankommen, wenn wir alles was wir selbst machen immer nur schlecht reden und alle 1-2 Jahre eine komplette Wende durchziehen. Und anschließend dann versuchen alles ad hoc durchzudrücken. Damit verliert man dann wieder die Wähler. Dann wird alles wieder anders.
Auch hier Zustimmung: die Volten häufen sich... Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg, Inkonsequenz mit Schielen auf Wählerstimmen bestimmt das politische Handeln in weiten Bereichen.

Und auch da haben wir wieder einen der Hauptgründe als Auslöser: Die AfD. In der Politischen und Gesellschaftlichen Diskussion tun wir alles dafür, dass wir uns ja nicht von der AfD bestimmen lassen wollen und haben komplett aus dem Blick verloren, dass das schon seit Jahren der Fall ist. Jedes Thema was die AfD anspricht ist ein automatisches No-Go für andere Parteien, weil sobald auch nur einer der, meistens Unions Politiker, wagt ein Thema aufzugreifen, wird gleich wieder die Brandmauerkeule geschwungen. Glückwunsch, dass blockt uns immer weiter. Man kümmert sich nicht mehr um sich selbst, sondern nur noch darum was der andere nicht darf. Dann wundert man sich, warum die eigenen Wähler davonlaufen und am Ende kommt dann da das raus, was wir die letzten fast 20 Jahre hatten: Koalitionen, die eigentlich gar nicht miteinander können, aber es ist halt nichts anderes mehr möglich. Das führt wieder zu ad hoc Gegenreaktionen etc. etc.
Nun ja, das kann man auch ein wenig anders sehen: der Zeitpunkt, eine rechtsradikale und in einigen Bereichen verfassungsfeindliche Partei zu verbieten wurde verpasst. Und ja, richtige Entscheidungen nicht zu treffen aus der Angst heraus die AfD könnte zustimmen, ist eine fatale Konsequenz daraus, Das hat aber mit Brandmauer an sich wenig zu tun.

Sorry, ist vielleicht am End eetwas offtopic gelandet, aber so im Schreibfluss wollte ich das gerne einmal loswerden, da es auch viele der Diskussionen hier betrifft.
Völlig ok!