Beitrag vom 20.06.2023 - 23:41 Uhr
In besseren Hotels fährt man vor die Tür, gibt den Schlüssel vom Auto ab und bald darauf ist das Gepäck im Zimmer und das Auto irgendwo geparkt.
Das kann man an Flughäfen entsprechend organisieren - falls es eine sichere Kommunikation gibt:
Mitarbeiter des Flughäfen kümmern sich um die letzten Kilometer bis das Flugzeug die Piste sicher erkennt und die Landung und ggf. das Durchstarten automatisch vornehmen kann. Der Mitarbeiter dirigiert nur das Flugzeug. Im Flugzeug wird entschieden, wann und wie Klappen etc. gesetzt werden müssen.
Beitrag vom 21.06.2023 - 01:54 Uhr
Da stimme ich ja zu. Aber die technische Lösung ist weniger weit weg, als die Akzeptanz in den Köpfen. Und da schließe ich mich nicht von aus. Aber im Verlauf der Diskussion wurde halt immer die technische Umsetzung als Hinderungsgrund angeführt. Die Geschwindigkeit von Innovationen wird uns eher einholen. als es manch Einem lieb ist.
Und eben da widerspreche ich.
Es ist nicht mit ein paar genaueren Sensoren oder schnelleren Prozessoren getan.
Es bräuchte einen Durchbruch im Größenmaß des Computers oder Verbrennermotors, damit Flugzeuge autonom landen können. Wenn sowas tatsächlich in den nächsten Jahren kommen sollte, wird davon sicher nicht zuerst die zivile Luftfahrt profitieren, nur um ein paar Kröten Personal zu sparen.
Aber Kriege bringen ja bekanntlich die Innovationen hervor, also schauen wir Mal was in der Zukunft auf uns zukommt.
Dass in 5,10, oder 15 Jahren aber kein ziviles Verkehrsflugzeug autonom oder mit Einmanncockpit fliegen wird, wage ich aber sogar zu garantieren
Beitrag vom 21.06.2023 - 10:04 Uhr
Beitrag vom 21.06.2023 - 10:53 Uhr
Da stimme ich ja zu. Aber die technische Lösung ist weniger weit weg, als die Akzeptanz in den Köpfen. Und da schließe ich mich nicht von aus. Aber im Verlauf der Diskussion wurde halt immer die technische Umsetzung als Hinderungsgrund angeführt. Die Geschwindigkeit von Innovationen wird uns eher einholen. als es manch Einem lieb ist.
Und eben da widerspreche ich.
Es ist nicht mit ein paar genaueren Sensoren oder schnelleren Prozessoren getan.
Es bräuchte einen Durchbruch im Größenmaß des Computers oder Verbrennermotors, damit Flugzeuge autonom landen können. Wenn sowas tatsächlich in den nächsten Jahren kommen sollte, wird davon sicher nicht zuerst die zivile Luftfahrt profitieren, nur um ein paar Kröten Personal zu sparen.
Hä? Sie haben doch heute schon autoland in eingen modellen. Klar sie müssen das einstellen und der Pilot ist damit ordentlich beschäftigt, aber das system landet dann selbst.
Es kriegt den Anflug hin, flare, touch down, kann bremsen (autobreak) und den AUftrieb zerstören mittels spoiler.
Umkehrschub geht nicht oder ist nicht zugelassen, das müsste mal einer erklären der tiefer drin ist,
warum in manchen Situationen z.b. Start der Schub immer nur vom Piloten kommt.
Wenn man sich das anschaut, dann ist ihre Behauptung, das man einen Durchbruch braucht, nicht haltbar.
Es geht schon relativ gut heute.
Und nicht vergessen, in der Luftfahrt ist ja die moderne Tech von heute noch garnicht zugelassen.
Aber Kriege bringen ja bekanntlich die Innovationen hervor, also schauen wir Mal was in der Zukunft auf uns zukommt.
Dass in 5,10, oder 15 Jahren aber kein ziviles Verkehrsflugzeug autonom oder mit Einmanncockpit fliegen wird, wage ich aber sogar zu garantieren
Auch das ist nicht haltbar, auch wenn Crew Ressource Management ein Thema ist, dann kann ein Pilot schon heute alleine fliegen.
Ohne Probleme.
Genau das passiert ja auch, sollte einer der Stickjockeys ausfallen.
Sie weisen damit auch ein Thema von der Hand, das bei Piloten extrem verbreitet ist: boreout.
Ein befreundeter Kollege meinte: Er reduziert die Arbeitszeit weil der AG das erlaubt, das Netto garnicht so schlimm ist, und der Job halt so langweilig ist.
Flugvorbereitung - Start - rumsitzen - Landen.
Er meinte er fliegt ja auch nicht, sondern er bedient einen Flugregelautomaten.
Das führt ja auch zum bekannten Paradoxon, das den Leuten langweilig ist, weil sie nur überwachen,
wenn aber dann ein Problem auftritt, sie eine enorme Arbeitsbelastung haben.
Technisch ist das Ein Mann Cockpit in jedem Fall möglich, und dafür braucht es keinen bahnbrechenden Durchbruch.
Beitrag vom 21.06.2023 - 11:53 Uhr
Hä? Sie haben doch heute schon autoland in eingen modellen. Klar sie müssen das einstellen und der Pilot ist damit ordentlich beschäftigt, aber das system landet dann selbst.
Es kriegt den Anflug hin, flare, touch down, kann bremsen (autobreak) und den AUftrieb zerstören mittels spoiler.
Umkehrschub geht nicht oder ist nicht zugelassen, das müsste mal einer erklären der tiefer drin ist,
warum in manchen Situationen z.b. Start der Schub immer nur vom Piloten kommt.
Wenn man sich das anschaut, dann ist ihre Behauptung, das man einen Durchbruch braucht, nicht haltbar.
Es geht schon relativ gut heute.
Und nicht vergessen, in der Luftfahrt ist ja die moderne Tech von heute noch garnicht zugelassen.
Eben nicht! Autoland funktioniert gerade so. Die Kiste kann selber flaren, und schafft dann gerade so beim Rollout halbwegs auf der Centerline zu bleiben, aber auch nur wenn nicht Grade wieder ein Notam die Rollout Strecke reduziert oder eine Air china ohne Clearance die Piste kreuzt.
Der Flieger ist nach wie vor nicht in der Lage alleine zu taxien, ganz zu schweigen von allen sonstigen procedures
Die Technik ist bei weitem nicht da wo Sie es vermuten
Auch das ist nicht haltbar, auch wenn Crew Ressource Management ein Thema ist, dann kann ein Pilot schon heute alleine fliegen.
Ohne Probleme.
Genau das passiert ja auch, sollte einer der Stickjockeys ausfallen.
Sie weisen damit auch ein Thema von der Hand, das bei Piloten extrem verbreitet ist: boreout.
Ein befreundeter Kollege meinte: Er reduziert die Arbeitszeit weil der AG das erlaubt, das Netto garnicht so schlimm ist, und der Job halt so langweilig ist.
Flugvorbereitung - Start - rumsitzen - Landen.
Er meinte er fliegt ja auch nicht, sondern er bedient einen Flugregelautomaten.
Das führt ja auch zum bekannten Paradoxon, das den Leuten langweilig ist, weil sie nur überwachen,
wenn aber dann ein Problem auftritt, sie eine enorme Arbeitsbelastung haben.
Technisch ist das Ein Mann Cockpit in jedem Fall möglich, und dafür braucht es keinen bahnbrechenden Durchbruch.
Klar kann ein Pilot alleine fliegen. In ganz normalen Standard procedures und wenn der Flieger funktioniert.
Von Notfallsituationen, in denen die Arbeitsbelastung immens ansteigt, fange ich gar nicht erst an. Die kann man nämlich nicht alleine abarbeiten, wenn man das Qrh lesen soll und parallel den Flieger Manual irgendwie in Richtung Bahn bewegen soll.
Sondern mir geht es einzig und allein darum, was passiert, wenn dieser einzige Pilot ausfällt.
Dann muss das Flugzeug in der Lage sein, komplett autonom zu fliegen. Und davon sind wir meilenweit entfernt. Die Dinger bekommen das nicht mal im Emergencyfall weitab von jeder ATC clearance hin. Wie soll es dann im Regelbetrieb gehen. Nichtmal automatisch landen geht.
Der Schritt von Zweimann zu Einmanncockpit ist deutlich höher, als dann von Einmann zu Zweimanncockpit
Beitrag vom 21.06.2023 - 13:22 Uhr
Es braucht nirgends irgendeinen technischen Durchbruch.
Die Technik ist seit ca. 2000 da und wenn die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen gestimmt hätten würde der A220 bereits heute autonom fliegen.
Es braucht auch kein ILS um sicher zu landen.
Dafür braucht es nur GPS um ungefähr zu wissen wo man ist und ein Radar mit einem ground mapping Modus auf dem Niveau der Militärradare der 1980er Jahre.
Das Radar der aktuellen Eurofighter-Generation wäre auch locker in der Lage den Flughafen im Landeanflug zumindest so weit zu vermessen dass man sicher sagen kann um welchen Flughafen es sich handelt und sich dieser dann auch Dinge wie Rollwegweiser sparen kann.
So bis zum Gate zu navigieren geht wohl noch nicht da das Echo von Fluggastbrücken usw. im Nahbereich natürlich ziemlich komplex ist aber wie fbwlaie schon schrieb wird die Steuerung des Fliegers am Boden ohnehin besser vom Flughafen übernommen.
Natürlich sind alle diese Fähigkeiten nicht billig aber gewisse Piloten gewisser Airlines werden schon dafür sorgen dass sich so eine Investition lohnt.
Im Fall vom A350 (-neo) welcher an vielen Stellen schon fürs autonome Fliegen vorbereitet ist würde ich unabhängig davon ob dann aus rechtlichen Gründen noch ein Pilot gebraucht wird oder nicht auch nicht grundsätzlich ausschließen dass autonomes Fliegen in den nächsten 10 Jahren nicht kommen wird. Airbus hat mit dem A321XLR gezeigt wie weit sie mit Umbauten bereit sind zu gehen. Bei einem Großraumflieger fallen die Mehrkosten durch entsprechende Technik auch nicht so sehr ins Gewicht.
Wann der A320-Nachfolger kommt kann man heute natürlich noch nicht sagen.
Wenn Airbus aber jetzt sofort ein entsprechendes Projekt starten würde fliegt in 10 Jahren ein vollautonomer Mittelstreckenflieger mit aus dem Stand tausenden Bestellungen.
Ich merke ein Experte ist am Werk.
Viel Spaß mit dem GPS approach bis 0ft
Beitrag vom 21.06.2023 - 14:18 Uhr
Hä? Sie haben doch heute schon autoland in eingen modellen. Klar sie müssen das einstellen und der Pilot ist damit ordentlich beschäftigt, aber das system landet dann selbst.
Es kriegt den Anflug hin, flare, touch down, kann bremsen (autobreak) und den AUftrieb zerstören mittels spoiler.
Umkehrschub geht nicht oder ist nicht zugelassen, das müsste mal einer erklären der tiefer drin ist,
warum in manchen Situationen z.b. Start der Schub immer nur vom Piloten kommt.
Wenn man sich das anschaut, dann ist ihre Behauptung, das man einen Durchbruch braucht, nicht haltbar.
Es geht schon relativ gut heute.
Und nicht vergessen, in der Luftfahrt ist ja die moderne Tech von heute noch garnicht zugelassen.
Eben nicht! Autoland funktioniert gerade so. Die Kiste kann selber flaren, und schafft dann gerade so beim Rollout halbwegs auf der Centerline zu bleiben, aber auch nur wenn nicht Grade wieder ein Notam die Rollout Strecke reduziert oder eine Air china ohne Clearance die Piste kreuzt.
Eben schon. Für gerade so ist das eigentlich ganz gut.
Dafür sitzt ja einer ihrer Zunft auch noch vorne drin.
Der Flieger ist nach wie vor nicht in der Lage alleine zu taxien, ganz zu schweigen von allen sonstigen procedures
Taxi würde auch gehen, schauen sie sich die Tech von autonom fahrenden autos an. Es ist nur teuer.
Dafür braucht es keinen Durchbruch.
Das geht auch so.
Die Technik ist bei weitem nicht da wo Sie es vermuten
Auch das ist nicht haltbar, auch wenn Crew Ressource Management ein Thema ist, dann kann ein Pilot schon heute alleine fliegen.
Ohne Probleme.
Genau das passiert ja auch, sollte einer der Stickjockeys ausfallen.
Sie weisen damit auch ein Thema von der Hand, das bei Piloten extrem verbreitet ist: boreout.
Ein befreundeter Kollege meinte: Er reduziert die Arbeitszeit weil der AG das erlaubt, das Netto garnicht so schlimm ist, und der Job halt so langweilig ist.
Flugvorbereitung - Start - rumsitzen - Landen.
Er meinte er fliegt ja auch nicht, sondern er bedient einen Flugregelautomaten.
Das führt ja auch zum bekannten Paradoxon, das den Leuten langweilig ist, weil sie nur überwachen,
wenn aber dann ein Problem auftritt, sie eine enorme Arbeitsbelastung haben.
Technisch ist das Ein Mann Cockpit in jedem Fall möglich, und dafür braucht es keinen bahnbrechenden Durchbruch.
Klar kann ein Pilot alleine fliegen. In ganz normalen Standard procedures und wenn der Flieger funktioniert.
Von Notfallsituationen, in denen die Arbeitsbelastung immens ansteigt, fange ich gar nicht erst an. Die kann man nämlich nicht alleine abarbeiten, wenn man das Qrh lesen soll und parallel den Flieger Manual irgendwie in Richtung Bahn bewegen soll.
Sondern mir geht es einzig und allein darum, was passiert, wenn dieser einzige Pilot ausfällt.
Dann muss das Flugzeug in der Lage sein, komplett autonom zu fliegen. Und davon sind wir meilenweit entfernt. Die Dinger bekommen das nicht mal im Emergencyfall weitab von jeder ATC clearance hin. Wie soll es dann im Regelbetrieb gehen. Nichtmal automatisch landen geht.
Der Schritt von Zweimann zu Einmanncockpit ist deutlich höher, als dann von Einmann zu Zweimanncockpit
Beim letzten Satz stimme ich ihnen zu, beim Rest nicht so ganz.
Technologisch ist das machbar, definitiv.
Beitrag vom 21.06.2023 - 14:22 Uhr
Die Technik ist seit ca. 2000 da und wenn die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen gestimmt hätten würde der A220 bereits heute autonom fliegen.
Da wissen Sie ja mehr als Airbus Canada (Bombardier damals noch) selber.
Aber kommt ja immer mal wieder vor, dass es hier Leute gibt, die mehr Wissen als der Hersteller selber. Chapeau.
Btw. so lang man den Flieger noch nicht mal weltweit durchgängig erreichen und damit überwachen kann, hab ich 0,0 Angst, dass sich am Status Quo sich etwas ändert.
Vor allem nicht kurzfristig.
"Fully automated aircraft would only ever occur if that was clearly and certainly the safe way to go to protect our passengers and crew," says Mr Ridley, Chief Test Pilot of Airbus's commercial aircraft, Paris 20.06.2023.
Beitrag vom 21.06.2023 - 15:03 Uhr
Ich bin auch kein Fan vom autonomen Fliegen, frage mich aber wie sich das in Hinsicht auf eine PilotenKI entwickeln würde. Bisherige Systhem sind da ja nicht wirklich intelligent. Wenn "ChatGPT" und Artverwandte jetzt fliegen lernen würden?
Beitrag vom 21.06.2023 - 15:46 Uhr
Eine wirklich interessante Diskussion.
Aber warum muss diese (wiedermal teilweise) auf 'Sandkastenförmchen - Kinder - Streit' Niveau geführt werden?
Beitrag vom 21.06.2023 - 16:28 Uhr
Die Technik ist seit ca. 2000 da und wenn die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen gestimmt hätten würde der A220 bereits heute autonom fliegen.
Da wissen Sie ja mehr als Airbus Canada (Bombardier damals noch) selber.
Aber kommt ja immer mal wieder vor, dass es hier Leute gibt, die mehr Wissen als der Hersteller selber. Chapeau.
Ich glaube tatsächlich dass Bombardier durchaus wusste dass sich dieses Programm hart am Rand von dem was sie sich leisten können bewegt und deswegen auf unnötige Experimente verzichtet hat.
Oder weißt du es besser?
Hatten die bei Bombardier alle keine Ahnung oder wie?
Jetzt bleiben Sie erstmal Anständig dazu gehören zB. gewisse Umgangsformen.
Eben waren Sie sich noch bei allem sicher, jetzt schreiben Sie schon von glauben und Experimenten.
Wo hab ich was von Bombardier hat keine Ahnung geschrieben. Bombardier hat einen fantastischen Flieger hingestellt, der zwangsläufig mit 2 Piloten geflogen werden muss. So war von Anfang an das Konzept. So wurde es von Bombardier zumindest uns erzählt.
Da kam nie was von Autonom oder 1 Mann Cockpit.
Btw. so lang man den Flieger noch nicht mal weltweit durchgängig erreichen und damit überwachen kann, hab ich 0,0 Angst, dass sich am Status Quo sich etwas ändert.
Vor allem nicht kurzfristig.
Satcom war wohl ein neues Wort für dich aber macht nichts. Jetzt kennst du es ja.
Ahja. Sie fliegen wohl nicht.
Also über der Polar Region gibt es zB. schon mal ein Gebiet ohne Satcom Abdeckung. Fliegen täglich Flieger durch seitdem der russische Luftraum gesperrt ist.
Plus auf jeden Longhaul Flug gibt es mehrfach Unterbrechungen in der Verbindung.
Solang die Flieger keine Konstante und verlässliche Verbindung haben, ist das alles Zukunftsmusik.
Was sagen sie denn zu den Worten des Airbus Chefpilot, die Sie so elegant versucht haben zu ignorieren?
Klingt nicht grad nach: Die Technik war schon 2000 da.
Oder sprechen Sie dem auch die Fachkompetenz ab?