Beitrag vom 16.12.2025 - 22:50 Uhr
Dass manche Foristen und offensichtliche Lufthanseaten die Schuld an der Ausflaggung bei den Mitarbeitern der Töchter sehen und Ihnen ein Scheitern wünschen ist an Unreflektiertheit und Mangel an Fach- und Sachkenntnis wirklich kaum noch zu überbieten.
Aber es zeigt schön, warum man bei LH die Entwicklung der letzten Jahre nicht mehr stoppen konnte, dafür hätte es nämlich in erster Linie einmal kritische Selbstreflexion und Einsicht erfordert. Die fehlt einigen offensichtlich nach wie vor.
Beitrag vom 17.12.2025 - 20:36 Uhr
Nachdem Verdi dann aber weitergezogen ist, bleiben die Flieger*innen in den Flugbetrieben mit Fragezeichen zurück, der Betriebsrat besteht mehrheitlich aus Kolleg*innen der UFO. Eventuell doch ein Zeichen? Betriebliche Themen löst Verdi nicht. Da werden die Flieger*innen allein gelassen. Und werden von UFO-Kolleg*innen vertreten, von Flieger*innen für Flieger*innen. Von Menschen, die die Fliegerwelt und die Branche verstehen. Einer richtigen Fachgewerkschaft. Nicht überall sind Spartengewerkschaften schlecht, besonders, wenn es Kompetenz braucht.
Kompetenz? Wieso verdienen dann Betriebe mit starken Spartengewerkschaften wie die Bahn, Krankenhäuser oder DLH kein Geld?
Vermutlich wegen horrender Gehälter von Lokführern, Piloten und Chefärzten?! Was ein Quatsch...
Mir tut es für die Kolleg*innen der Lufthansa City Airlines leid. Genau so, wie auch 2024 für die Kolleg*innn der Discover Airlines.
Bei mir würden alle Alarmglocken angehen, wenn mein Betrieb sich die für ihn bequemere Gewerkschaft aussucht, und mir das quasi vorgibt. ;) Für mich ist das übergriffig. Aber klar: Mit Verdi ist Kuschelkurs angesagt. Reschinsky zeichnet und zieht weiter. UFO und VC bleiben, und können auch unbequem sein.
Beitrag vom 19.12.2025 - 09:21 Uhr
Dass manche Foristen und offensichtliche Lufthanseaten die Schuld an der Ausflaggung bei den Mitarbeitern der Töchter sehen und Ihnen ein Scheitern wünschen ist an Unreflektiertheit und Mangel an Fach- und Sachkenntnis wirklich kaum noch zu überbieten.
Aber es zeigt schön, warum man bei LH die Entwicklung der letzten Jahre nicht mehr stoppen konnte, dafür hätte es nämlich in erster Linie einmal kritische Selbstreflexion und Einsicht erfordert. Die fehlt einigen offensichtlich nach wie vor.
Das haben Sie schön auf den Punkt gebracht. Danke!
Beitrag vom 19.12.2025 - 09:50 Uhr
Nachdem Verdi dann aber weitergezogen ist, bleiben die Flieger*innen in den Flugbetrieben mit Fragezeichen zurück, der Betriebsrat besteht mehrheitlich aus Kolleg*innen der UFO. Eventuell doch ein Zeichen? Betriebliche Themen löst Verdi nicht. Da werden die Flieger*innen allein gelassen. Und werden von UFO-Kolleg*innen vertreten, von Flieger*innen für Flieger*innen. Von Menschen, die die Fliegerwelt und die Branche verstehen. Einer richtigen Fachgewerkschaft. Nicht überall sind Spartengewerkschaften schlecht, besonders, wenn es Kompetenz braucht.
Kompetenz? Wieso verdienen dann Betriebe mit starken Spartengewerkschaften wie die Bahn, Krankenhäuser oder DLH kein Geld?
Vermutlich wegen horrender Gehälter von Lokführern, Piloten und Chefärzten?! Was ein Quatsch...
Die Gehälter sind das offensichtliche, aber natürlich werden die Sonderbehandlungen mit Neid und Argwohn aus den anderen Belegschaften betrachtet. Dies führt zu einem vermehrten gegeneinander als miteinander und schon leidet die Gesamtproduktivität. Die Folge schlechte Betriebsergebnisse.
Das was das fliegende Personal in den letzten Jahren erlebt, haben andere Konzernbereiche schon viel früher zu spüren bekommen. Erst hat die Technik die Logistik noch selbst erledigt, dann würde die LTLS gegründet, und dann große Teile an Dienstleister untervergeben. So hatte ich Kollegen, die innerhalb von vier Jahren zwar immer noch die gleiche Arbeit getätigt haben, aber dann schon beim 3. Arbeitgeber waren und nur noch die Hälfte verdient haben. Ich würde mal sagen, dass die LH rund 20 Jahre lang versucht hat bei anderen Berufsgruppen, anderen Konzernbereichen und den Kunden zu sparen, bevor es dann irgendwann auch bei den fliegenden Kollegen einfach sein müsste. Nur das die glaubten, sie seien unantastbar... Naiv und überbezahlt.