Beitrag vom 27.01.2025 - 22:26 Uhr
Wenn man in einem Konflikt zumindest zu einem Vergleich kommen möchte, dann muss als Ausgangsposition zumindest ein Kräftegleichgewicht vorhanden sein, sonst unterliegt man mit Ansage in der Auseinandersetzung.
OK so weit.
Die wirtschaftliche Situation der EU ist aktuell alles andere als gut wenn man sich die Datenlage ansieht.
Welche "Datenlage" wäre das?
Einen Handelskrieg mit den USA kann die EU meiner Einschätzung nach nicht gewinnen. Die Abhängigkeit ist zu groß. Das fängt bei der IT-Hardware an,
Gerade da eher nicht. Die Masse der Hardware kommt mittlerweile mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich aus China, Korea, Singapur, Vietnam, Taiwan oder Mexiko.
Ein paar highend Produkte für HPC Systeme werden noch ausschließlich in den USA selbst gefertigt. Die haben auf dem Massenmarkt aber so gut wie keine Bedeutung.
geht über die Monopolstellung von Microsoft (schalten sie mal alle Rechner in der EU ab auf denen Windows läuft �)
Sicherheitstechnisch wäre das ein Riesen Gewinn.
und hört bei Rohstoffen und Rüstungsgütern auf.
Naja...
Ein Versuch sich unabhängig zu machen würden ich begrüßen, er ist aus meiner Perspektive im Moment leider aussichtslos.
Die USA haben über 100Mrd Handelsdefizit mit der EU. Haben Sie eine Idee, was ein Handelskrig mit der EU mit den Preisen in den USA anstellen würde?
Trump hat seinen Wählern so viele sich gegenseitig ausschließende Goodies versprochen (fallende Preise, höhere Zölle an den Grenzen zum Aufbau von Jobs, weniger Staatsausgaben und mehr Hilfen), hat sich bereits Mexiko und Kanada Zollkriege angedroht.
Das letzte was er jetzt noch braucht, ist ein zeitnaher Handelskrieg mit der EU.
Der Schulhofschläger macht das kleine Kolumbien zur Schnecke um ein Exempel zu statuieren. Ich denke nicht, dass er sich das bei der EU auch traut, da er selbst zu viele Beulen abbekommen würde..
Der Sinn eines Handelskriegs ist ja, dass er für beide Seiten ungemütlich ist und daher vermieden wird.
Beitrag vom 27.01.2025 - 22:57 Uhr
Im Prinzip wollte ich es wie einen Kreislauf beschreiben. Also ja - es ist beides.
Ja, Kreislauf oder Wechselwirkung beschreibt es wohl am Besten.
Und dieser Kreislauf wird jetzt durch Herrn Musk stark beschleunigt und für Manipulation und Propganda zugunsten der Rechtsextremen und zum Schaden Deutschlands genutzt.
Ihn im Deutschen Museum abzuhängen war ja wohl das Mindeste. Eine Sperre von "X" analog zum Vorgehen gegen RT fände ich in der aktuellen Lage auch nicht übertrieben.
Entschuldigen Sie, aber für mich â??riechtâ?? die Forderung nach einer Sperrung von â??Xâ?? sehr nach DDR. Dort wurden unter der Parole â??Wer RIAS hört den Aufbau störtâ?? vielen Bürgern die Fernseh- und Rundfunkantennen, welche in die â??falscheâ?? Richtung ausgerichtet waren, vom Dach geholt um sie vor unerwünschten Inhalten zu â??schützenâ??. So eine staatliche â??Betreuungâ?? ist irgendwo immer eine Maßnahme der Gängelung und Bevormundung.
Ja ist schwierig. Ich fühle mich bei der Forderung selbst nicht wohl. Andererseits hat die Erfahrung (nicht nur) mit RT gezeigt, dass falsche Informationen, die man oft genug präsentiert bekommt, so unsinnig sie sein mögen, in den Köpfen der Konsumenten irgendwann zur akzeptierten Wahrheit werden.
Und Meta (Instagramm, Facebook) X und TikTok liefern genau das.
X unter der Kontrolle des finanzkräftigen AfD Unterstützers zielt aktuell besonders auf deutsche Wähler, im Sinne ihres Eigentümers.
Warum sollten wir unsere wahlberechtigte Bevölkerung weiter freiwillig rechtsradikaler Propganda eines ausländischen Meinungsmachers ausliefern?
Beitrag vom 27.01.2025 - 23:08 Uhr
Im Prinzip wollte ich es wie einen Kreislauf beschreiben. Also ja - es ist beides.
Ja, Kreislauf oder Wechselwirkung beschreibt es wohl am Besten.
Und dieser Kreislauf wird jetzt durch Herrn Musk stark beschleunigt und für Manipulation und Propganda zugunsten der Rechtsextremen und zum Schaden Deutschlands genutzt.
Ihn im Deutschen Museum abzuhängen war ja wohl das Mindeste. Eine Sperre von "X" analog zum Vorgehen gegen RT fände ich in der aktuellen Lage auch nicht übertrieben.
Entschuldigen Sie, aber für mich â??riechtâ?? die Forderung nach einer Sperrung von â??Xâ?? sehr nach DDR. Dort wurden unter der Parole â??Wer RIAS hört den Aufbau störtâ?? vielen Bürgern die Fernseh- und Rundfunkantennen, welche in die â??falscheâ?? Richtung ausgerichtet waren, vom Dach geholt um sie vor unerwünschten Inhalten zu â??schützenâ??. So eine staatliche â??Betreuungâ?? ist irgendwo immer eine Maßnahme der Gängelung und Bevormundung.
Ja ist schwierig. Ich fühle mich bei der Forderung selbst nicht wohl. Andererseits hat die Erfahrung (nicht nur) mit RT gezeigt, dass falsche Informationen, die man oft genug präsentiert bekommt, so unsinnig sie sein mögen, in den Köpfen der Konsumenten irgendwann zur akzeptierten Wahrheit werden.
Und Meta (Instagramm, Facebook) X und TikTok liefern genau das.
X unter der Kontrolle des finanzkräftigen AfD Unterstützers zielt aktuell besonders auf deutsche Wähler, im Sinne ihres Eigentümers.
Warum sollten wir unsere wahlberechtigte Bevölkerung weiter freiwillig rechtsradikaler Propganda eines ausländischen Meinungsmachers ausliefern?
Warum halten Sie die Wähler für unfähig sich eine eigene Meinung zu bilden? Und sie durch Abschneiden von Medienzugängen auf dem â??Pfad der Tugendâ?? zu führen, ist aus meiner Sicht im Ansatz totalitär. Entschuldigen Sie, wenn ich dies so hart formuliere.
Beitrag vom 27.01.2025 - 23:31 Uhr
Wenn man in einem Konflikt zumindest zu einem Vergleich kommen möchte, dann muss als Ausgangsposition zumindest ein Kräftegleichgewicht vorhanden sein, sonst unterliegt man mit Ansage in der Auseinandersetzung.
OK so weit.
Die wirtschaftliche Situation der EU ist aktuell alles andere als gut wenn man sich die Datenlage ansieht.
Welche "Datenlage" wäre das?
Als Beispiel, wo Sie mal stöbern könnten hätte ich diese Quelle hier:
https://www.goldseiten.de/profil/152--Folker-Hellmeyer/Artikel?page=1
Lachen Sie mich nicht aus wegen der Webseite, auf welcher der Report veröffentlicht wird. Das ist eben so. Die Datenbasis seiner Analysen war bis jetzt recht zuverlässig. Das Desaster hat Herr Hellmeyer schon seit Jahren anhand von Fakten vorhergesagt. Sie können die regelmäßigen Analysen sehr weit zurückverfolgen. Wie gesagt, stöbern Sie mal darin und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu.
Einen Handelskrieg mit den USA kann die EU meiner Einschätzung nach nicht gewinnen. Die Abhängigkeit ist zu groß. Das fängt bei der IT-Hardware an,
Gerade da eher nicht. Die Masse der Hardware kommt mittlerweile mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich aus China, Korea, Singapur, Vietnam, Taiwan oder Mexiko.
Ein paar highend Produkte für HPC Systeme werden noch ausschließlich in den USA selbst gefertigt. Die haben auf dem Massenmarkt aber so gut wie keine Bedeutung.
Ich meine nicht handelsübliche PCs. Es sind die Netzwerkkomponenten und superschnelle Großrechner, auf welche wir für eine leistungsfähige Industrie und Forschung dringend angewiesen sind. Oder wollen Sie diese durch Chinesische Produkte ersetzen?
geht über die Monopolstellung von Microsoft (schalten sie mal alle Rechner in der EU ab auf denen Windows läuft �)
Sicherheitstechnisch wäre das ein Riesen Gewinn.
Es ist aber nicht praktikabel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dann der überwiegende Teil unserer Wirtschaft zum Erliegen käme. Es könnte von unserer Verwaltung vermutlich nicht mal ein Protestschreiben an die USA versandt werden, weil Word nicht mehr läuft �.
und hört bei Rohstoffen und Rüstungsgütern auf.
Naja...
Unser Gas kommt doch jetzt mit Tankern über den Atlantik wie ich gelernt habe - oder?
Ein Versuch sich unabhängig zu machen würden ich begrüßen, er ist aus meiner Perspektive im Moment leider aussichtslos.
Die USA haben über 100Mrd Handelsdefizit mit der EU. Haben Sie eine Idee, was ein Handelskrig mit der EU mit den Preisen in den USA anstellen würde?
Trump hat seinen Wählern so viele sich gegenseitig ausschließende Goodies versprochen (fallende Preise, höhere Zölle an den Grenzen zum Aufbau von Jobs, weniger Staatsausgaben und mehr Hilfen), hat sich bereits Mexiko und Kanada Zollkriege angedroht.
Das letzte was er jetzt noch braucht, ist ein zeitnaher Handelskrieg mit der EU.
Der Schulhofschläger macht das kleine Kolumbien zur Schnecke um ein Exempel zu statuieren. Ich denke nicht, dass er sich das bei der EU auch traut, da er selbst zu viele Beulen abbekommen würde..
Der Sinn eines Handelskriegs ist ja, dass er für beide Seiten ungemütlich ist und daher vermieden wird.
Sie müssen berücksichtigen, dass die USA mit dem Dollar nach wie vor über die Weltreservewährung verfügen. Das macht einiges leichter ð???. Es erodiert bereits etwas, aber noch ist es so.
Beitrag vom 27.01.2025 - 23:45 Uhr
Warum halten Sie die Wähler für unfähig sich eine eigene Meinung zu bilden?
Ich halte Wähler für durchaus fähig, sich eine Meinung zu bilden - auf der Basis mehrheitlich wahrer Informationen.
Menschen die als Input aber mehrheitlich zumindest halbwegs konsistenten Lügen ausgesetzt sind, sind einfach manipulierbar.
Jedes totalitäre Regime, nicht zuletzt das III Reich, hat bewiesen, dass man zur Kontolle über die Bevölkerung nur die Kontrolle über die Medien benötigt.
�R-Medien (also das, was die AfD als "Systemmedien" schmäht) sind per Gesetz zu einer gewissen Neutralität verpflichtet, was ja auch schon nicht immer zu 100% klappt.
Der "News"-Stream aus einem X-, Facebook oder Instagram Account ist aber deratig massiv mit rechtsradikalen, islamistischen und schlich spinnerten Esoterik-Fehlinformationen verseucht, dass eine Person, die mehrheitlich diese Art News konsumiert eigentlich unweigerlich kirre werden muss.
Nicht nur die Posts von zB @Boeing757767 oder Airbus333 sprechen da Bände ...
Und sie durch Abschneiden von Medienzugängen auf dem "Pfad der Tugend" zu führen, ist aus meiner Sicht im Ansatz totalitär. Entschuldigen Sie, wenn ich dies so hart formuliere.
Nein, ist OK, Sie haben da schon recht. Zensur ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit.
Andererseits nutzen gerade ausländische, totalitäre Kräfte genau diesen inhaltlich unkontrollierten, über soziale Medien verbreiteten Informationsmüll zur gezielten Manipulation deutscher Wähler.
Wie außer über eine Einschränkung des Einflusses politisch gesteuerter Sozialer Medien könnte man diese Manipulation begrenzen?
Dieser Beitrag wurde am 28.01.2025 07:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.01.2025 - 20:49 Uhr
Wenn man in einem Konflikt zumindest zu einem Vergleich kommen möchte, dann muss als Ausgangsposition zumindest ein Kräftegleichgewicht vorhanden sein, sonst unterliegt man mit Ansage in der Auseinandersetzung.
OK so weit.
Die wirtschaftliche Situation der EU ist aktuell alles andere als gut wenn man sich die Datenlage ansieht.
Welche "Datenlage" wäre das?
Als Beispiel, wo Sie mal stöbern könnten hätte ich diese Quelle hier:
https://www.goldseiten.de/profil/152--Folker-Hellmeyer/Artikel?page=1
Lachen Sie mich nicht aus wegen der Webseite, auf welcher der Report veröffentlicht wird. Das ist eben so. Die Datenbasis seiner Analysen war bis jetzt recht zuverlässig. Das Desaster hat Herr Hellmeyer schon seit Jahren anhand von Fakten vorhergesagt. Sie können die regelmäßigen Analysen sehr weit zurückverfolgen. Wie gesagt, stöbern Sie mal darin und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu.
Ja, ok, hab mal reingelesen, für eine Bewertung seiner Analysen über mehrere Jahre fehlt mir aber jetzt etwas die Zeit.
Meine �berlegung ging jetzt weniger von einer guten oder schlechten Wirtschaftslage in Europa aus, sondern schlicht von der Tatsache, dass im Fall der Fälle die EU einen Wirtschaftskrieg an der Backe hat, die USA aber 3-4 gleichzeitig ( Kanada, Mexiko, China, EU, ...weitere?).
Das kombiniert mit den Tatsachen, dass a) die USA in der EU deutlich mehr kaufen als die EU in den USA und b) dass Kanada, Mexiko und China in diesem Fall freie Kapazitäten und höheren Bedarf haben, gibt der EU für einen Zollauseinandersetzung schon einen gewissen Hebel.
Da muss die EU nicht bereits jetzt in verauseilendem Gehorsam einknicken.
Einen Handelskrieg mit den USA kann die EU meiner Einschätzung nach nicht gewinnen. Die Abhängigkeit ist zu groß. Das fängt bei der IT-Hardware an,
Gerade da eher nicht. Die Masse der Hardware kommt mittlerweile mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich aus China, Korea, Singapur, Vietnam, Taiwan oder Mexiko.
Ein paar highend Produkte für HPC Systeme werden noch ausschließlich in den USA selbst gefertigt. Die haben auf dem Massenmarkt aber so gut wie keine Bedeutung.
Ich meine nicht handelsübliche PCs. Es sind die Netzwerkkomponenten
Juniper, Cisco, Broadcom und so? Die sollte man eh eher meiden.
Die Preise gehen auch ohne Zusatz-Zölle durch die Decke, die Qualität gegen Null.
und superschnelle Großrechner, auf welche wir für eine leistungsfähige Industrie und Forschung dringend angewiesen sind.
HPC ist derartig punktuell im Einsatz und wird mit derartig langem Vorlauf geplant und gebaut ... nein, in einem Handelskrieg über mehrere Monate hätte das Null Einfluss.
Oder wollen Sie diese durch Chinesische Produkte ersetzen?
Das wäre unnötig. Wir haben genug Chipfertigung in Europa und außerhalb Chinas.
geht über die Monopolstellung von Microsoft (schalten sie mal alle Rechner in der EU ab auf denen Windows läuft �)
Sicherheitstechnisch wäre das ein Riesen Gewinn.
Es ist aber nicht praktikabel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dann der überwiegende Teil unserer Wirtschaft zum Erliegen käme. Es könnte von unserer Verwaltung vermutlich nicht mal ein Protestschreiben an die USA versandt werden, weil Word nicht mehr läuft �.
Das wäre vielleicht mal ein ganz heilsamer Schock für unser Politik und Verwaltung, wenn dieser ganze Office365 Müll ihnen mal so richtig unter dem Hintern zusammenbrechen würde - aber wir reden ja "nur" von einem Handelskrieg, in dem Zölle auf Waren zusätzlich erhoben werden, oder?
In diesem Fall würden ja Windows Rechner genauso weiterlaufen wie bisher.
und hört bei Rohstoffen und Rüstungsgütern auf.
Naja...
Unser Gas kommt doch jetzt mit Tankern über den Atlantik wie ich gelernt habe - oder?
Nö, leider nicht...
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschland-ermoeglicht-grosse-lng-importe-von-russland-nach-europa-a-072ef6f0-6526-48ec-9772-37abbff70c1e
Ein Versuch sich unabhängig zu machen würden ich begrüßen, er ist aus meiner Perspektive im Moment leider aussichtslos.
Die USA haben über 100Mrd Handelsdefizit mit der EU. Haben Sie eine Idee, was ein Handelskrig mit der EU mit den Preisen in den USA anstellen würde?
Trump hat seinen Wählern so viele sich gegenseitig ausschließende Goodies versprochen (fallende Preise, höhere Zölle an den Grenzen zum Aufbau von Jobs, weniger Staatsausgaben und mehr Hilfen), hat sich bereits Mexiko und Kanada Zollkriege angedroht.
Das letzte was er jetzt noch braucht, ist ein zeitnaher Handelskrieg mit der EU.
Der Schulhofschläger macht das kleine Kolumbien zur Schnecke um ein Exempel zu statuieren. Ich denke nicht, dass er sich das bei der EU auch traut, da er selbst zu viele Beulen abbekommen würde..
Der Sinn eines Handelskriegs ist ja, dass er für beide Seiten ungemütlich ist und daher vermieden wird.
Sie müssen berücksichtigen, dass die USA mit dem Dollar nach wie vor über die Weltreservewährung verfügen. Das macht einiges leichter ð???. Es erodiert bereits etwas, aber noch ist es so.
Im Kontext eines Handelskriegs steigen mal primär die Verbraucherpreise direkt durch die Zölle, die der Importeur selbst zahlen muss.
Da hilft den Kunden im Land recht wenig, mit einer Weltreservewährung zahlen zu können.
Das könnte sich mittelfristig sogar eher negativ auswirken, wenn die USA sich in einen Vielfronten-Handelskrieg verzetteln, die bisherigen Reserven aufgrund von Kursverlusten in andere Währungen abwandern und damit den Dollar zusätzlich drücken.
Dieser Beitrag wurde am 28.01.2025 21:19 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 28.01.2025 - 22:12 Uhr
P.S. Wo ist die Zielperson dieses Threads eigentlich abgeblieben?
Ich habe jetzt seit diesen unsäglichen AfD-Auftritt 3 Tage nichts von ihm gehört, was - weil wieder völlig daneben - Schlagzeilen gemacht hätte.
Was vermutlich heißt, dass ihm 3 Tage kein Mikrofon hingehalten wurde und man ihn nicht an seinen X-Account gelassen hat...
Haben sie ihm endlich einen Erwachsenen zur Seite gestellt?
Beitrag vom 28.01.2025 - 23:09 Uhr
"Haben sie ihm endlich einen Erwachsenen zur Seite gestellt?"
Ein Dame wird wohl auf Regierungsseite das "Sparprogramm" leiten.
Beitrag vom 28.01.2025 - 23:58 Uhr
Warum halten Sie die Wähler für unfähig sich eine eigene Meinung zu bilden?
Ich halte Wähler für durchaus fähig, sich eine Meinung zu bilden - auf der Basis mehrheitlich wahrer Informationen.
Menschen die als Input aber mehrheitlich zumindest halbwegs konsistenten Lügen ausgesetzt sind, sind einfach manipulierbar.
Schwierig ð?¤?, da kommt dann ganz schnell das Ministerium für Wahrheit ins Spiel.
>
Jedes totalitäre Regime, nicht zuletzt das III Reich, hat bewiesen, dass man zur Kontolle über die Bevölkerung nur die Kontrolle über die Medien benötigt.
Richtig.
�R-Medien (also das, was die AfD als "Systemmedien" schmäht) sind per Gesetz zu einer gewissen Neutralität verpflichtet, was ja auch schon nicht immer zu 100% klappt.
Auch richtig.
Der "News"-Stream aus einem X-, Facebook oder Instagram Account ist aber deratig massiv mit rechtsradikalen, islamistischen und schlich spinnerten Esoterik-Fehlinformationen verseucht, dass eine Person, die mehrheitlich diese Art News konsumiert eigentlich unweigerlich kirre werden muss.
Fehlt das Gegengewicht dort komplett, oder ist es schon auch vorhanden und der Nutzer kann auswählen? Ich frage, weil ich da nicht unterwegs bin, und die Präsenz meinerseits für Zeitverschwendung halte.
Nicht nur die Posts von zB @Boeing757767 oder Airbus333 sprechen da Bände ...
Konten Sie sich mit den beiden Forumsteilnehmern schon einmal über ihre Quellen und ggf. Lebenserfahrungen austauschen, welche zu deren Sicht auf die Dinge geführt haben? Bis jetzt ist es doch nur eine Vermutung - oder?
Und sie durch Abschneiden von Medienzugängen auf dem "Pfad der Tugend" zu führen, ist aus meiner Sicht im Ansatz totalitär. Entschuldigen Sie, wenn ich dies so hart formuliere.
Nein, ist OK, Sie haben da schon recht. Zensur ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit.
Andererseits nutzen gerade ausländische, totalitäre Kräfte genau diesen inhaltlich unkontrollierten, über soziale Medien verbreiteten Informationsmüll zur gezielten Manipulation deutscher Wähler.
Wie außer über eine Einschränkung des Einflusses politisch gesteuerter Sozialer Medien könnte man diese Manipulation begrenzen?
Aus meiner Sicht beispielsweise durch gute schulische Allgemeinbildung sowie Ehrlichkeit und Vorbildfunktion in Führungspositionen. So etwas wie z. B. hier berichtet geht überhaupt nicht:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/corona-impfstoffe-auftrag-sms-leyen-pfizer-104.html
Beitrag vom 29.01.2025 - 19:49 Uhr
Wenn man in einem Konflikt zumindest zu einem Vergleich kommen möchte, dann muss als Ausgangsposition zumindest ein Kräftegleichgewicht vorhanden sein, sonst unterliegt man mit Ansage in der Auseinandersetzung.
OK so weit.
Die wirtschaftliche Situation der EU ist aktuell alles andere als gut wenn man sich die Datenlage ansieht.
Welche "Datenlage" wäre das?
Als Beispiel, wo Sie mal stöbern könnten hätte ich diese Quelle hier:
https://www.goldseiten.de/profil/152--Folker-Hellmeyer/Artikel?page=1
Lachen Sie mich nicht aus wegen der Webseite, auf welcher der Report veröffentlicht wird. Das ist eben so. Die Datenbasis seiner Analysen war bis jetzt recht zuverlässig. Das Desaster hat Herr Hellmeyer schon seit Jahren anhand von Fakten vorhergesagt. Sie können die regelmäßigen Analysen sehr weit zurückverfolgen. Wie gesagt, stöbern Sie mal darin und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu.
Ja, ok, hab mal reingelesen, für eine Bewertung seiner Analysen über mehrere Jahre fehlt mir aber jetzt etwas die Zeit.
Meine �berlegung ging jetzt weniger von einer guten oder schlechten Wirtschaftslage in Europa aus, sondern schlicht von der Tatsache, dass im Fall der Fälle die EU einen Wirtschaftskrieg an der Backe hat, die USA aber 3-4 gleichzeitig ( Kanada, Mexiko, China, EU, ...weitere?).
Das kombiniert mit den Tatsachen, dass a) die USA in der EU deutlich mehr kaufen als die EU in den USA und b) dass Kanada, Mexiko und China in diesem Fall freie Kapazitäten und höheren Bedarf haben, gibt der EU für einen Zollauseinandersetzung schon einen gewissen Hebel.
Da muss die EU nicht bereits jetzt in verauseilendem Gehorsam einknicken.
Stimmt, ist tatsächlich ein Punkt, welchen man dabei mit betrachten muss. Das würde aber für die EU auch nicht lustig. Unsere aktuelle Ausgangslage ist eben wirklich nicht gerade rosig. Und da die USA versuchen die Randbedingungen für die Unternemen in der EU mittels Zöllen (Standortdebatte), Steuern und teurer Energie weiter verschlechtern, sehe ich die Wahrscheinlichkeit diesen Konflikt zu gewinnen als nicht sehr hoch. Die Unternehmen fangen u. a. aus Angst vor den Zöllen bereits jetzt an abzuwandern.
Einen Handelskrieg mit den USA kann die EU meiner Einschätzung nach nicht gewinnen. Die Abhängigkeit ist zu groß. Das fängt bei der IT-Hardware an,
Gerade da eher nicht. Die Masse der Hardware kommt mittlerweile mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich aus China, Korea, Singapur, Vietnam, Taiwan oder Mexiko.
Ein paar highend Produkte für HPC Systeme werden noch ausschließlich in den USA selbst gefertigt. Die haben auf dem Massenmarkt aber so gut wie keine Bedeutung.
Ich meine nicht handelsübliche PCs. Es sind die Netzwerkkomponenten
Juniper, Cisco, Broadcom und so? Die sollte man eh eher meiden.
Die Preise gehen auch ohne Zusatz-Zölle durch die Decke, die Qualität gegen Null.
Wo soll der Ersatz dann herkommen? Nach meiner Kenntnis WAR das letzte wirklich bedeutende Unternehmen in Europa in dem Bereich Nokia. Wir haben da nichts auf weiter Flur.
und superschnelle Großrechner, auf welche wir für eine leistungsfähige Industrie und Forschung dringend angewiesen sind.
HPC ist derartig punktuell im Einsatz und wird mit derartig langem Vorlauf geplant und gebaut ... nein, in einem Handelskrieg über mehrere Monate hätte das Null Einfluss.
O. k.
Oder wollen Sie diese durch Chinesische Produkte ersetzen?
Das wäre unnötig. Wir haben genug Chipfertigung in Europa und außerhalb Chinas.
geht über die Monopolstellung von Microsoft (schalten sie mal alle Rechner in der EU ab auf denen Windows läuft �)
Sicherheitstechnisch wäre das ein Riesen Gewinn.
Es ist aber nicht praktikabel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dann der überwiegende Teil unserer Wirtschaft zum Erliegen käme. Es könnte von unserer Verwaltung vermutlich nicht mal ein Protestschreiben an die USA versandt werden, weil Word nicht mehr läuft �.
Das wäre vielleicht mal ein ganz heilsamer Schock für unser Politik und Verwaltung, wenn dieser ganze Office365 Müll ihnen mal so richtig unter dem Hintern zusammenbrechen würde - aber wir reden ja "nur" von einem Handelskrieg, in dem Zölle auf Waren zusätzlich erhoben werden, oder?
Stimme Ihnen zu, wäre da aber vorsichtig, zu welchen Mitteln im Falle des Falles gegriffen würde. Im Moment ist in dieser Welt scheinbar alles möglich.
In diesem Fall würden ja Windows Rechner genauso weiterlaufen wie bisher.
und hört bei Rohstoffen und Rüstungsgütern auf.
Naja...
Unser Gas kommt doch jetzt mit Tankern über den Atlantik wie ich gelernt habe - oder?
Nö, leider nicht...
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschland-ermoeglicht-grosse-lng-importe-von-russland-nach-europa-a-072ef6f0-6526-48ec-9772-37abbff70c1e
Ein Versuch sich unabhängig zu machen würden ich begrüßen, er ist aus meiner Perspektive im Moment leider aussichtslos.
Die USA haben über 100Mrd Handelsdefizit mit der EU. Haben Sie eine Idee, was ein Handelskrig mit der EU mit den Preisen in den USA anstellen würde?
Trump hat seinen Wählern so viele sich gegenseitig ausschließende Goodies versprochen (fallende Preise, höhere Zölle an den Grenzen zum Aufbau von Jobs, weniger Staatsausgaben und mehr Hilfen), hat sich bereits Mexiko und Kanada Zollkriege angedroht.
Das letzte was er jetzt noch braucht, ist ein zeitnaher Handelskrieg mit der EU.
Der Schulhofschläger macht das kleine Kolumbien zur Schnecke um ein Exempel zu statuieren. Ich denke nicht, dass er sich das bei der EU auch traut, da er selbst zu viele Beulen abbekommen würde..
Der Sinn eines Handelskriegs ist ja, dass er für beide Seiten ungemütlich ist und daher vermieden wird.
Sie müssen berücksichtigen, dass die USA mit dem Dollar nach wie vor über die Weltreservewährung verfügen. Das macht einiges leichter ð???. Es erodiert bereits etwas, aber noch ist es so.
Im Kontext eines Handelskriegs steigen mal primär die Verbraucherpreise direkt durch die Zölle, die der Importeur selbst zahlen muss.
Da hilft den Kunden im Land recht wenig, mit einer Weltreservewährung zahlen zu können.
Richtig. Würde aber vermutlich erst mal in Kauf genommen.
Das könnte sich mittelfristig sogar eher negativ auswirken, wenn die USA sich in einen Vielfronten-Handelskrieg verzetteln, die bisherigen Reserven aufgrund von Kursverlusten in andere Währungen abwandern und damit den Dollar zusätzlich drücken.
Zumindest die Staatsschulden werden über den Hebel der Weltreservewährung seit Jahrzehnten â??erfolgreichâ?? finanziert. Man kauft für Papierdoller im Ausland Waren ein und die ausländischen Gläubiger reinvestieren diese in amerikanische Staatsanleihen. Das dies nicht ewig gut gehen kann, ist eigentlich klar. Bis jetzt hat es aber immer noch funktioniert. Es ist so eine Art Schneeballsystem. Schulden werden mit neuen Schulden finanziert. Die jährliche Zinsbelastung wird ohne Gegenmaßnahmen in kürze die Höhe der jährlichen Ausgaben für das Militär überschreiten â?¦
Beitrag vom 30.01.2025 - 19:36 Uhr
Warum halten Sie die Wähler für unfähig sich eine eigene Meinung zu bilden?
Ich halte Wähler für durchaus fähig, sich eine Meinung zu bilden - auf der Basis mehrheitlich wahrer Informationen.
Menschen die als Input aber mehrheitlich zumindest halbwegs konsistenten Lügen ausgesetzt sind, sind einfach manipulierbar.
Schwierig ð?¤?, da kommt dann ganz schnell das Ministerium für Wahrheit ins Spiel.
>
Es ist in der Tat eine schwierige Sache, in einem Land mit Freiheit und Demokratie Medien nicht nur zu regulieren, sondern Zugänge dazu zu sperren - riecht gewaltig nach Totalitarismus.
Gleiches gilt analog für Parteienverbote. Es gibt eine verbreitete Argumentationslinie, dass eine Demokratie radikale Parteien und (deren) Medien aushalten muss. Mittlerweile denke ich anders: vorstehendes Prinzip muss natürlich für das gesamte demokratische Spektrum gelten, nicht aber darüberhinaus.Spricht: Parteien und Medien, die die Fundamente der freiheitlichen demokratischen Grundordnung angreifen, sind von der Demokratie auszuschließen.
Hier hilft wieder die Geschichte: wenn man den Feinden der Demokratie innerhalb der Demokratie alles erlaubt und damit auch für alle wichtigen Funktionen des demokratischen Systems wählbar lässt, beerdigt sich die Demokratie mittelfristig selbst. Eine Appeasement-Strategie, also eine Einhegung des radikalen Partners mit einem weniger radikalen, funktioniert aus Erfahrung nicht: Hindenburg wollte Hitler mit DNVP und weiteren rechten Politikern â??einrahmenâ?? - das ging genauso nach hinten los wie Richard Chamberlainâ??s Appeasement-Versuch der Kriegsvermeidung mit dem Münchener Abkommen 1938. und deswegen ist es völlig daneben zu denken, wenn man mit der AfD koaliert, wird man sie gut kontrollieren können. Dieses Risiko einzugehen, wäre grob fahrlässig.
Beitrag vom 30.01.2025 - 21:58 Uhr
Eine Appeasement-Strategie, also eine Einhegung des radikalen Partners mit einem weniger radikalen, funktioniert aus Erfahrung nicht: Hindenburg wollte Hitler mit DNVP und weiteren rechten Politikern â??einrahmenâ?? - das ging genauso nach hinten los wie Richard Chamberlainâ??s Appeasement-Versuch der Kriegsvermeidung mit dem Münchener Abkommen 1938. und deswegen ist es völlig daneben zu denken, wenn man mit der AfD koaliert, wird man sie gut kontrollieren können. Dieses Risiko einzugehen, wäre grob fahrlässig.
Stimme vollkommen zu.
Jetzt muss das nur noch jemand der CDU/CSU und Herrn Merz beibingen - gerade vor dem Hintergrund dass es 1933 ebenfalls die Zentrumspartei, also der Vorläufer der CDU/CSU, war, die durch breite Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz die Machtübernahme Hitlers auf den Weg gebracht hat.
Bei Herrn Merz hat der Ratschlag von Herrn Musk, auf dem AfD Parteitag von der Großleinwand herunter, "die Schuld hinter sich zu lassen" offenbar vollunfänglich Wirkung gezeigt.
Dieser Beitrag wurde am 30.01.2025 22:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 31.01.2025 - 22:34 Uhr
Wenn man in einem Konflikt zumindest zu einem Vergleich kommen möchte, dann muss als Ausgangsposition zumindest ein Kräftegleichgewicht vorhanden sein, sonst unterliegt man mit Ansage in der Auseinandersetzung.
OK so weit.
Die wirtschaftliche Situation der EU ist aktuell alles andere als gut wenn man sich die Datenlage ansieht.
Welche "Datenlage" wäre das?
Als Beispiel, wo Sie mal stöbern könnten hätte ich diese Quelle hier:
https://www.goldseiten.de/profil/152--Folker-Hellmeyer/Artikel?page=1
Lachen Sie mich nicht aus wegen der Webseite, auf welcher der Report veröffentlicht wird. Das ist eben so. Die Datenbasis seiner Analysen war bis jetzt recht zuverlässig. Das Desaster hat Herr Hellmeyer schon seit Jahren anhand von Fakten vorhergesagt. Sie können die regelmäßigen Analysen sehr weit zurückverfolgen. Wie gesagt, stöbern Sie mal darin und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu.
Ja, ok, hab mal reingelesen, für eine Bewertung seiner Analysen über mehrere Jahre fehlt mir aber jetzt etwas die Zeit.
Schauen Sie mal - aus meiner Sicht wieder recht interessant:
https://www.goldseiten.de/artikel/645500--Bundesbank-warnt-Geldhaeuser-vor-steigenden-Kreditrisiken.html
Meine �berlegung ging jetzt weniger von einer guten oder schlechten Wirtschaftslage in Europa aus, sondern schlicht von der Tatsache, dass im Fall der Fälle die EU einen Wirtschaftskrieg an der Backe hat, die USA aber 3-4 gleichzeitig ( Kanada, Mexiko, China, EU, ...weitere?).
Das kombiniert mit den Tatsachen, dass a) die USA in der EU deutlich mehr kaufen als die EU in den USA und b) dass Kanada, Mexiko und China in diesem Fall freie Kapazitäten und höheren Bedarf haben, gibt der EU für einen Zollauseinandersetzung schon einen gewissen Hebel.
Da muss die EU nicht bereits jetzt in verauseilendem Gehorsam einknicken.
Einen Handelskrieg mit den USA kann die EU meiner Einschätzung nach nicht gewinnen. Die Abhängigkeit ist zu groß. Das fängt bei der IT-Hardware an,
Gerade da eher nicht. Die Masse der Hardware kommt mittlerweile mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich aus China, Korea, Singapur, Vietnam, Taiwan oder Mexiko.
Ein paar highend Produkte für HPC Systeme werden noch ausschließlich in den USA selbst gefertigt. Die haben auf dem Massenmarkt aber so gut wie keine Bedeutung.
Ich meine nicht handelsübliche PCs. Es sind die Netzwerkkomponenten
Juniper, Cisco, Broadcom und so? Die sollte man eh eher meiden.
Die Preise gehen auch ohne Zusatz-Zölle durch die Decke, die Qualität gegen Null.
und superschnelle Großrechner, auf welche wir für eine leistungsfähige Industrie und Forschung dringend angewiesen sind.
HPC ist derartig punktuell im Einsatz und wird mit derartig langem Vorlauf geplant und gebaut ... nein, in einem Handelskrieg über mehrere Monate hätte das Null Einfluss.
Oder wollen Sie diese durch Chinesische Produkte ersetzen?
Das wäre unnötig. Wir haben genug Chipfertigung in Europa und außerhalb Chinas.
geht über die Monopolstellung von Microsoft (schalten sie mal alle Rechner in der EU ab auf denen Windows läuft �)
Sicherheitstechnisch wäre das ein Riesen Gewinn.
Es ist aber nicht praktikabel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dann der überwiegende Teil unserer Wirtschaft zum Erliegen käme. Es könnte von unserer Verwaltung vermutlich nicht mal ein Protestschreiben an die USA versandt werden, weil Word nicht mehr läuft �.
Das wäre vielleicht mal ein ganz heilsamer Schock für unser Politik und Verwaltung, wenn dieser ganze Office365 Müll ihnen mal so richtig unter dem Hintern zusammenbrechen würde - aber wir reden ja "nur" von einem Handelskrieg, in dem Zölle auf Waren zusätzlich erhoben werden, oder?
In diesem Fall würden ja Windows Rechner genauso weiterlaufen wie bisher.
und hört bei Rohstoffen und Rüstungsgütern auf.
Naja...
Unser Gas kommt doch jetzt mit Tankern über den Atlantik wie ich gelernt habe - oder?
Nö, leider nicht...
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschland-ermoeglicht-grosse-lng-importe-von-russland-nach-europa-a-072ef6f0-6526-48ec-9772-37abbff70c1e
Ein Versuch sich unabhängig zu machen würden ich begrüßen, er ist aus meiner Perspektive im Moment leider aussichtslos.
Die USA haben über 100Mrd Handelsdefizit mit der EU. Haben Sie eine Idee, was ein Handelskrig mit der EU mit den Preisen in den USA anstellen würde?
Trump hat seinen Wählern so viele sich gegenseitig ausschließende Goodies versprochen (fallende Preise, höhere Zölle an den Grenzen zum Aufbau von Jobs, weniger Staatsausgaben und mehr Hilfen), hat sich bereits Mexiko und Kanada Zollkriege angedroht.
Das letzte was er jetzt noch braucht, ist ein zeitnaher Handelskrieg mit der EU.
Der Schulhofschläger macht das kleine Kolumbien zur Schnecke um ein Exempel zu statuieren. Ich denke nicht, dass er sich das bei der EU auch traut, da er selbst zu viele Beulen abbekommen würde..
Der Sinn eines Handelskriegs ist ja, dass er für beide Seiten ungemütlich ist und daher vermieden wird.
Sie müssen berücksichtigen, dass die USA mit dem Dollar nach wie vor über die Weltreservewährung verfügen. Das macht einiges leichter ð???. Es erodiert bereits etwas, aber noch ist es so.
Im Kontext eines Handelskriegs steigen mal primär die Verbraucherpreise direkt durch die Zölle, die der Importeur selbst zahlen muss.
Da hilft den Kunden im Land recht wenig, mit einer Weltreservewährung zahlen zu können.
Das könnte sich mittelfristig sogar eher negativ auswirken, wenn die USA sich in einen Vielfronten-Handelskrieg verzetteln, die bisherigen Reserven aufgrund von Kursverlusten in andere Währungen abwandern und damit den Dollar zusätzlich drücken.
Beitrag vom 03.02.2025 - 21:09 Uhr
Eine Appeasement-Strategie, also eine Einhegung des radikalen Partners mit einem weniger radikalen, funktioniert aus Erfahrung nicht: Hindenburg wollte Hitler mit DNVP und weiteren rechten Politikern â??einrahmenâ?? - das ging genauso nach hinten los wie Richard Chamberlainâ??s Appeasement-Versuch der Kriegsvermeidung mit dem Münchener Abkommen 1938. und deswegen ist es völlig daneben zu denken, wenn man mit der AfD koaliert, wird man sie gut kontrollieren können. Dieses Risiko einzugehen, wäre grob fahrlässig.
Stimme vollkommen zu.
Jetzt muss das nur noch jemand der CDU/CSU und Herrn Merz beibingen - gerade vor dem Hintergrund dass es 1933 ebenfalls die Zentrumspartei, also der Vorläufer der CDU/CSU, war, die durch breite Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz die Machtübernahme Hitlers auf den Weg gebracht hat.
Bei Herrn Merz hat der Ratschlag von Herrn Musk, auf dem AfD Parteitag von der Großleinwand herunter, "die Schuld hinter sich zu lassen" offenbar vollunfänglich Wirkung gezeigt.
Wie man jetzt in diversen Medien lesen durfte, haben sich Herr Merz und Frau Bearbock am 31.01.2025, also am Vorabend der umstrittenen Abstimmung im Bundestag, in der Wohnung von Herrn Laschet zu einem gemütlichen Beisammensein getroffen. Am nächsten Tag hat man dann öffentlich kein gutes Haar am anderen gelassen. Welche Aufführung läuft hier eigentlich? Und wir reden uns hier die Köpfe heiß â?¦
Beitrag vom 03.02.2025 - 23:22 Uhr
Aus der Sicht von Merz was das Beisammensein wohl am Ende nicht so gemütlich. Aus der Sicht von Laschet und Baerbock sah das wohl ähnlich aus.
Und was hat das mit Musk als Investor in Technikprodukte bzw. zu tun?
Dieser Beitrag wurde am 03.02.2025 23:55 Uhr bearbeitet.