Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Klage gegen Ausbau des Flughafens Le...

Beitrag 1 - 15 von 40
1 | 2 | 3 | « zurück | weiter »
Beitrag vom 04.12.2024 - 23:20 Uhr
UserGB
User (953 Beiträge)
"Gegen einen solchen Beschluss bleibt der Zivilgesellschaft letztlich nur der Rechtsweg".

Nur sollte man den, wie alle anderen Resourcen auch, nicht mißbrauchen.
Beitrag vom 05.12.2024 - 00:59 Uhr
UserOggy
User (85 Beiträge)
Wenn noch mehr Unternehmen in Deutschland Insolvenz anmelden oder ins Ausland gehen, besinnt der ein oder andere sich vielleicht wieder. Meines Wissens nach gibt es ja doch den ein oder anderen Automobilhersteller im Leipziger Umland. Sollten dort die Standorte ebenfalls geschlossen werden ist man für DHL in der strukturschwachen Region dankbar. Umweltschutz ist nicht mehr so wichtig wenn man seine Existenzgrundlage verliert�
Beitrag vom 05.12.2024 - 09:25 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4092 Beiträge)
Wenn das denn so ist:

"Der Ausbau sei trotz zahlreicher Einwände von Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Trägern öffentlicher Belange genehmigt worden, hieß es."

das die Genehmigung erteilt wurde ohne diese Einwände ausreichend zu prüfen, dann ist es völlig legitim den Sachverhalt von einem Gericht prüfen zu lassen.

Das hat dann absolut nichts mit:

"Nur sollte man den (Rechtsweg), wie alle anderen Resourcen auch, nicht mißbrauchen."

zu tun.
Beitrag vom 05.12.2024 - 10:22 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1408 Beiträge)
Wenn noch mehr Unternehmen in Deutschland Insolvenz anmelden oder ins Ausland gehen, besinnt der ein oder andere sich vielleicht wieder. Meines Wissens nach gibt es ja doch den ein oder anderen Automobilhersteller im Leipziger Umland. Sollten dort die Standorte ebenfalls geschlossen werden ist man für DHL in der strukturschwachen Region dankbar. Umweltschutz ist nicht mehr so wichtig wenn man seine Existenzgrundlage verliert�
Und dass wir (und da meine ich so ziemlich alle Menschen) ohne Umweltschutz unsere Lebensgrundlage verlieren, übersehen Sie dabei. Das ist inzwischen sogar vielen Wirtschaftswissenschaftlern aufgefallen.
Beitrag vom 05.12.2024 - 10:47 Uhr
UserGB
User (953 Beiträge)
@JordanPensionär
Wenn das denn so ist:

"Der Ausbau sei trotz zahlreicher Einwände von Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Trägern öffentlicher Belange genehmigt worden, hieß es."

das die Genehmigung erteilt wurde ohne diese Einwände ausreichend zu prüfen, dann ist es völlig legitim den Sachverhalt von einem Gericht prüfen zu lassen.

Das hat dann absolut nichts mit:

"Nur sollte man den (Rechtsweg), wie alle anderen Resourcen auch, nicht mißbrauchen."

Meines Erachtens doch.

Es steht nirgends, daß die Einwände nicht überprüft worden wären.Es wird noch nicht einmal behauptet, daß die Prüfung unzureichend gewesen sei. Es wird darüberhinaus verschwiegen, daß die große Mehrheit der betroffenen Bevölkerung durchaus bereit ist, die mit dem Flugbetrieb zweifellos einhergehenden Belastungen zu tragen.

Es sieht aber arg danach aus, als würde man vor Gericht ziehen, nur weil es formaljuristisch möglich ist. Das ist zulässig, aber deshalb noch lange nicht angemessen.

�ber die Sinnhaftigkeit des Unterfangens, den Luftverkehr durch Reduzierung der Konzentration an einem Standort in die Fläche sprich an andere Standorte zu verteilen, wird erst gar nicht diskutiert. Das ist niedrigschwellende Lokalpolitik nach dem System heiliger St. Floriab, verschon mein Haus, zünd andre an.
Beitrag vom 05.12.2024 - 10:59 Uhr
Usersuperflieger
User (106 Beiträge)
Ihr müsst unbedingt immer so weitermachen, liebe Mitglieder vom BUND. Es gibt nämlich immer noch viel zu viele Menschen in Lohn und Brot- gerade auch in Sachsen/ Sachsen- Anhalt. Die fahren ja alle jeden Tag zum Arbeitsplatz und belasten damit die Natur; unerhört! Erst wenn die alle wegen geschlossener Firmen und Flughäfen arbeitslos sind, vom Bürgergeld leben (wer erarbeitet das dann eigentlich?) - und somit schön brav den ganzen Tag zu Hause sitzen oder mit dem Fahrrad (wer baut das dann eigentlich?) durch die dann wieder unberührte Natur fahren, wird alles gut in Deutschland...
Beitrag vom 05.12.2024 - 11:04 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4092 Beiträge)
Ihr müsst unbedingt immer so weitermachen, liebe Mitglieder vom BUND. Es gibt nämlich immer noch viel zu viele Menschen in Lohn und Brot- gerade auch in Sachsen/ Sachsen- Anhalt. Die fahren ja alle jeden Tag zum Arbeitsplatz und belasten damit die Natur; unerhört! Erst wenn die alle wegen geschlossener Firmen und Flughäfen arbeitslos sind, vom Bürgergeld leben (wer erarbeitet das dann eigentlich?) - und somit schön brav den ganzen Tag zu Hause sitzen oder mit dem Fahrrad (wer baut das dann eigentlich?) durch die dann wieder unberührte Natur fahren, wird alles gut in Deutschland...

Sie sollten bei Ihrem 'Frust- Rundumschlag' nicht unberücksichtigt lassen das Deutschland immer noch und glücklicherweise ein Rechtsstaat ist.

Somit ist eine gerichtlich Prüfung, ich wiederhole mich gerne, so es denn so ist wie dargestellt, völlig legitim.
Beitrag vom 05.12.2024 - 11:17 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4092 Beiträge)
@JordanPensionär
Wenn das denn so ist:

"Der Ausbau sei trotz zahlreicher Einwände von Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Trägern öffentlicher Belange genehmigt worden, hieß es."

das die Genehmigung erteilt wurde ohne diese Einwände ausreichend zu prüfen, dann ist es völlig legitim den Sachverhalt von einem Gericht prüfen zu lassen.

Das hat dann absolut nichts mit:

"Nur sollte man den (Rechtsweg), wie alle anderen Resourcen auch, nicht mißbrauchen."

Meines Erachtens doch.

Es steht nirgends, daß die Einwände nicht überprüft worden wären.Es wird noch nicht einmal behauptet, daß die Prüfung unzureichend gewesen sei. Es wird darüberhinaus verschwiegen, daß die große Mehrheit der betroffenen Bevölkerung durchaus bereit ist, die mit dem Flugbetrieb zweifellos einhergehenden Belastungen zu tragen.

Es sieht aber arg danach aus, als würde man vor Gericht ziehen, nur weil es formaljuristisch möglich ist. Das ist zulässig, aber deshalb noch lange nicht angemessen.

Ich denke das weder ich noch Sie das wirklich beurteilen können. Und genau für solche Fälle ist ja eben der Rechtsweg vorgesehen.

�ber die Sinnhaftigkeit des Unterfangens, den Luftverkehr durch Reduzierung der Konzentration an einem Standort in die Fläche sprich an andere Standorte zu verteilen, wird erst gar nicht diskutiert. Das ist niedrigschwellende Lokalpolitik nach dem System heiliger St. Floriab, verschon mein Haus, zünd andre an.

Wenn dies Konzentration aber die Rechte und Interessen von zig tausenden Menschen beschneidet, ist das zumindest zu prüfen.

Btw.
Meine Mutter (und früher auch ich) wohnt seit 1962 in der, nach dem Ausbau des ehemaligen Messeflughafen Leipzig- Schkeuditz (der ständige Airport war Leipzig- Mockau, gibt es nicht mehr) zum internationalen Passagier- und Frachtdrehkreuz Leipzig-Halle, jetzigen Ein- und Abflugschneise. Ich war das letzte Wochenende dort wieder einmal zu Besuch: es ist schon erstaunlich, wie viel Lärm dort - in einem früher fast völlig von Fluglärm unbelasteten Gebiet - jetzt, gerade Nachts, dort anfällt. Wenn das noch verdoppelt wird, dann ist das wahrlich kaum noch auszuhalten.
Beitrag vom 05.12.2024 - 17:42 Uhr
UserAir_Rene
User (17 Beiträge)
Naja, wenn Leipzig nicht ausbauen darf, dann reduziert DHL und verlagert die Kapazität an andere Flughäfen.
Dann bedanken sich aber hunderte Arbeitnehmer beim BUND.

Und was denkt denn der BUND, die verhindern einen Ausbau von Leipzig und die es werden keine Pakete mehr verschickt?
Was für ein Blödsinn, die werden dann auf andere Flughäfen verteilt und dann zig hundert Kilometer mit dem LKW transportiert.
Und immer deren Argumentation, der Ausbau erzeuge neuen Verkehr, ja nee ist klar, wir verschicken einfach so aus Spaß Pakete umher.

Und der CO2 Ausstoß ist dann eben nicht in Leipzig, er ist dann einfach andernorts.

Den Kürzeren zieht Deutschland und die Region Leipzig.

Ja klar, zusätzlich Fliglärm ist für die Anwohner nicht gut, aber da sist eben das notwendige �bel für Wirtschaftsleistung.
Beitrag vom 05.12.2024 - 20:35 Uhr
Userfbwlaie
User (5362 Beiträge)
Als PAX finde ich das Nachtflugverbot recht gut. Welche Flughäfen in D bieten nach 22:00 eine Pax-freundliche Infrastruktur -ins besondere bei der Anreise - an?
Ã"hnlich ist es morgens um 6:00 Uhr nach allen Einreiseprozeduren: Wenige Taxis, kaum Ã?VPN, Bahn und Autovermietung.
Wenn die Cargo-Branche meint, mit lautem - wenn auch profitabelen - Gerät für die Luftfahrt positive Werbung machen zu können, lebt sie in einer anderen Welt.
Beitrag vom 05.12.2024 - 22:56 Uhr
UserNicci72
User (775 Beiträge)
Meine persönliche Meinung zu dieser Meldung: Ich lese solche Klagen vor allem als Politik in eigener Sache, also gewissermaßen frei nach dem Motto: "An uns kommt keiner vorbei". Ich kenne auch kein mittleres bis größeres Bau-Projekt in Deutschland, gegen das der BUND nicht geklagt hätte, neue Energien wie Windräder und Solaranlagen eingeschlossen. Die zukünftigen Generationen sind ja wie das Klima und die Nachhaltigkeit leider zu Standardphrasen mutiert - um nicht zu sagen bedauerlicherweise heruntergekommen, mit denen man jede Interessenpolitik in eigener Sache decouvriert. Inzwischen gibt es dafür ja sogar einen eigenen Begriff: Greenwashing.
Diese in Juristerei übertragene Form von Machtkampf um Entscheidungshoheiten verzögert Infrastrukturprojekte in Deutschland regelmäßig um Jahre und verteuert sie dann entweder erheblich oder führt gar zu ihrem Scheitern, was ein BUND natürlich als Erfolg für sich verbucht - Stichwort: "An uns kommt keiner vorbei". Man hat dann zwar nicht unbedingt etwas für die zukünftigen Generationen getan, aber für die Machtposition des eigenen Verbandes - und zwar nachhaltig.

Offen gesagt: Ich hatte das Verbandsklagerecht von Umweltverbänden ja auch einmal für eine gute Idee gehalten. Aber inzwischen ist es derart im Lobbyismus der Verbandspolitik versackt und versumpft, dass es seine Existenzberechtigung eingebüßt hat, zumal es in der Praxis eine Privilegierung etwa gegenüber Gewerkschaften und ihrem sozialen Engagement bedeutet, die ich für unangemessen halte.

Wie erwähnt: Das ist meine persönliche Meinung zu dem Thema.

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2024 22:57 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.12.2024 - 14:19 Uhr
UserGB
User (953 Beiträge)
@JordanPensionär
Ich denke das weder ich noch Sie das wirklich beurteilen können. Und genau für solche Fälle ist ja eben der Rechtsweg vorgesehen.

Erstens kann Denken fehlen, und zweitens ist der Rechtsweg keineswegs dafür vorgesehen, jegliche Amtshandlung prinzipiell durch ein Gericht überprüfen lassen zu müssen.

Es geht ja nicht um das Verwehren der Beschreitung des Rechtswegs. Interessanterweise scheint der BUND nämlich keine Rechtsverstöße zu kommunizieren, die dem unbefangenen Beobachter wenigstens ein "ja wenn das so ist.." entlocken könnten, sondern nur auf eine ihm genehme negative Bewertung formaler Randereignisse zu spekulieren. Das ist vielleicht noch legitim, aber kontraproduktiv, und im übrigen nicht zuletzt auch die Ursache für eine allseits beklagte wachsende Bürokratie. Durch Verlagerung des Krachs wird derselbe nicht weniger, sondern tendenziell mehr, St. Florian eben.

Ganz anders wäre es, wenn der BUND wenigstens halbwegs schlüssig darlegen würde, daß eine andere Lösung für die Allgemeinheit besser wäre als die beklagte. Leider lese ich davon rein gar nichts.

Wenn ein Normalbürger als erfolgloser Dauerkläger auftritt, dann wird dies irgendwann zu Konsequenzen für ihn führen. Warum sollte das bei Verbänden, deren Existenzbegründung erkennbar weniger in der Stärkung des Gemeinwohls als in der Existenzsicherung seiner Hauptamtlichen liegen dürfte, eigentlich anders sein?
Beitrag vom 06.12.2024 - 15:08 Uhr
UserEricM
User (7019 Beiträge)
Es geht ja nicht um das Verwehren der Beschreitung des Rechtswegs. Interessanterweise scheint der BUND nämlich keine Rechtsverstöße zu kommunizieren, die dem unbefangenen Beobachter wenigstens ein "ja wenn das so ist.." entlocken könnten, sondern nur auf eine ihm genehme negative Bewertung formaler Randereignisse zu spekulieren.

Die Begründung:
"Die Verdopplung der Kapazität eines Frachtflughafens in Zeiten der Klimakrise ist nicht nur ein Schritt in die falsche Richtung, sondern eine fatale Missachtung der Lebensgrundlagen künftiger Generationen"
sollte man nicht als formales Randereignis abtun.

Das kann man durchaus als Verstoß gegen das Vorsorgeprinzip interpretieren, die Frage, ob die Behörden hier ihre Vorgaben zum Schutz der Bürger umgesetzt haben, ist damit durchaus legitim.

Nicht nur in Heathrow wurde das schon erkannt.
 https://www.aero.de/news-34261/Gericht-stoppt-Ausbau-von-London-Heathrow.html

Ganz anders wäre es, wenn der BUND wenigstens halbwegs schlüssig darlegen würde, daß eine andere Lösung für die Allgemeinheit besser wäre als die beklagte. Leider lese ich davon rein gar nichts.

Doch, klar.
Selbst wenn Sie einen Seelenverkäufer aus den 70ern mit dem übelsten Schweröl betanken, das sie aus alten Schrottkästen rauskratzen können, oder ungefilterte Diesel-Loks auf der Schiene nutzen, ist die Umweltverschmutzung pro Tonne Fracht um Größenordnungen kleiner als beim Transport durch die Luft.
Fracht kann mit _jedem_ anderen Transportmittel umweltschonender transportiert werden als mit Flugzeugen.

Wenn ein Normalbürger als erfolgloser Dauerkläger auftritt, dann wird dies irgendwann zu Konsequenzen für ihn führen. Warum sollte das bei Verbänden, deren Existenzbegründung erkennbar weniger in der Stärkung des Gemeinwohls als in der Existenzsicherung seiner Hauptamtlichen liegen dürfte, eigentlich anders sein?

Steile These.
Der BUND ist mehr der Stärkung des Gemeinwohls verpflichtet und für das Gemeinwohl tätig als jede Airline und jeder Flughafen dieses Planeten, die letztendlich nur die finanziellen Interessen ihrer jeweiligen Anteilseigner verfolgen.
Dafür tragen die Airlines den Begriff "Gemeinwohl" 1 x die Woche öffentlichkeitswirksam durch die Presse, um sich mit diesem Begriff zu assoziieren.

Versuchen Sie doch mal sachlich zu begründen, warum eine Verdopplung der Kapazität von Leipzig/Halle dem Gemeinwohl dient und wie Sie Umweltauswirkungen und wirtschaftliche Auswirkungen gewichtet haben um zu diesem Ergebnis zu kommen.

Dieser Beitrag wurde am 06.12.2024 15:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.12.2024 - 18:57 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4092 Beiträge)
@EricM: Danke.
Beitrag vom 06.12.2024 - 22:52 Uhr
Userfbwlaie
User (5362 Beiträge)
Muss ich(!) mir "Blumen" aus "Afrika" kaufen?
Jetzt lass ich die Finger von den Blumen. Das war doch letztlich überflüssige Luftfracht. Da gibt es wohl wetere Beispiele.
1 | 2 | 3 | « zurück | weiter »