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Beitrag vom 30.11.2019 - 11:56 Uhr
UserDME
User (49 Beiträge)
Aaamen.
Beitrag vom 09.12.2019 - 08:13 Uhr
Usernessie
User (644 Beiträge)
Das passt schon wenn man diesen Regelkreis verstanden hat.
CO2 führt zu höheren Temperaturen UND höhere Temperaturen führen zu mehr CO2.

Nur ist halt in der Vergangenheit die „Ursache“ mehrfach erst ca. 1000 Jahre nach der „Wirkung“ eingetreten. Unter der Annahme der Richtigkeit des von Ihnen vertretenen Regelkreises. (gemäß  https://www.ncdc.noaa.gov/global-warming/temperature-change )

Und warum es auf dem Mars ganz ohne menschengemachtes CO2 in den letzten Jahrzehnten wärmer geworden ist, lässt sich durch den von Ihnen vertretenen Regelkreis auch nicht schlüssig erklären. (  https://www.deutschlandfunk.de/ein-fall-globaler-erwaermung.732.de.html?dram:article_id=105926 ; bei diesem Link ist es interessant, dass hier noch von „es deutet darauf hin, dass ein Teil der Erwärmung menschengemacht ist“ gesprochen wird; das mit dem „Teil“ und dem „deutet darauf hin“ wird derzeit fast gar nicht mehr thematisiert)

Also langsamer ist schneller, ja?
Diese alternative Physik müssen Sie bitte nochmal etwas näher erläutern :-)

Flybe 2111 fliegt EDI – LHR planmäßig in 1:25 h mit einer de Havailland Dash 8-400.
EasyJet 814 fliegt EDI – LGW mit einem A319 ebenfalls in 1:25 h.
Gibt vermutlich noch bessere „Parallelflüge“.

+50% Verbrauch? Für ein Toilette? Klar.

Für Toilette, Küche und größeren Sitzabstand. Hatte ich aufgeführt.

Madrid-Moskau würde sich so auf etwa 9h Flugzeit erhöhen :-)
Zudem sind die heutigen Maschinen auf eine andere Reisegeschwindigkeit optimiert. Ob die wirklich nur 25% des Sprits bei 450 km/h verbrauchen sei daher mal dahingestellt.

Madrid – Moskau ist eine Ecke weiter als 500 km. Die Busreisezeit? – nun ja. Und das mit der Optimierung auf eine andere Reisegeschwindigkeit ist ja genau mein Punkt, dass ich da durchaus einiges an ungenutztem Potential sehe. Machen Sie gerne eine neue Beispielrechnung mit realistischen Zahlen und vergleichbarem Komfort auf. Da können wir dann gerne weiterdiskutieren.

Also die globalen Temperaturmessungen um 1800 werden jetzt - im Gegensatz zu denen heute - nicht in Frage gestellt?

So nicht richtig! Ich stelle die globale Mittelung ganz allgemein in Frage. Nicht die Messungen an einzelnen Stationen (auch wenn es Personen gibt, die öffentlich vertreten, dass sich NASA-GISS Daten seit etwa 2010 zu verändern begonnen haben). Die ältesten Meßstationen gingen so gegen 1660 in Betrieb. Damals sicher noch mit größeren Meßfehlern als heute. Es ist jedoch durchaus gerechtfertigt, sich die Temperaturgänge an einzelnen Meßstationen/Orten über die Zeiten hinweg anzuschauen. Ebenso wie es gerechtfertigt ist, Eiskerne aus Grönland oder der Antarkis zu untersuchen, die ebenfalls die Entwicklung an einem gewissen Ort widergeben (wenn auch mit entsprechenden Meßfehlern behaftet).

Aber von ein „paar“ Stationen, deren Zahl sich darüber hinaus massiv geändert hat, und die auf eine vergleichsweise kleine Fläche verteilt sind, auf eine nicht näher spezifizierte Weltdurchschnittstemperatur zu schließen – das ist es, wo fundamentale methodische Probleme auftauchen.


Aber dass die ersten paar tausend Dampfmaschinen in England noch keine globale Klimwirkung hatten, dürfte auch einleuchten, oder?

Das gleiche könnte man zu den paar Dampfloks, die – sagen wir mal 1880 - in der Gegend herumfauchten, auch sagen. Wobei ja auch schon vor Watt ein paar weniger erfolgreiche Newcomen-Dampfmaschinen herumstanden. Watt hat den Boom der Brennkraftmaschinen ausgelöst.

Welches geschichtliche Ereignis wäre also passender? Vielleicht der Ford-T (Baubeginn 1908) als Beginn der Massenmotorisierung? Warum dann nicht die Kurven mit 1900 anfangen lassen? Der Wirtschaftsboom ab dem zweiten Welkrieg? Läge einen Beginn der Kurven ab 1940 nahe. Ich habe bislang noch keinen geschichtlich-wissenschaftlich-plausiblen Grund gehört, warum alle IPPC-Kurven immer im Jahre 1850 anfangen. Da in diesem Jahr jedoch die Temperaturen bei diversen Messstationen besonders niedrig waren, kann man schon ins Grübeln kommen.

Und um es klar zu machen: Ich behaupte nicht, dass die Daten eindeutig eine Eiszeit vorhersagen. Ich sage nur, dass die Daten nicht taugen, um eine Erderwärmung halbwegs klar zu zeigen.

Da wirken sich kurzfristige Ereignisse wie Weltkriege, Rezessionen oder der Zerfall der Sowjetunion nicht wirklich aus.
Der (weitgehend deutsche) Wirtschaftsboom 45-70 war a) ein lokales Ereignis und b) setzte der auf einem deutlich niedrigeren Niveau als 1939 an.

Und was wirkt sich bitte aus? Wenn ich mir  https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re#/media/Datei:Global_Carbon_Emissions.svg anschaue, dann ist Ihre Aussage jedenfalls klar unzutreffend.

Die - im Gegensatz zur heutigen, globalen, Erwärmung nur ein lokales Ereignis im Bereich des Humbold-Stroms war ...

Habe Sie nen Link, der zeigt, dass das mittelalterliche Klimaoptimum ein lokales Phänomen war?

Ein gutes Beispiel ist die Berichterstattung über die aktuell laufenenden Impeachment-Anhörungen.

Nun ja – seit Trump ins Amt gewählt wurde, las ich in den Mainstreammedien alle zwei Wochen, dass übermorgen der garantiert erfolgreiche Impeachment-Antrag eingereicht werden wird. Insofern teile ich Ihre Meinung, dass hier von allen möglichen Seiten doch objektiv stark unterschiedliche Auffassungen publiziert werden.


Beitrag vom 09.12.2019 - 15:57 Uhr
UserFW 190
User (1283 Beiträge)

Und warum es auf dem Mars ganz ohne menschengemachtes CO2 in den letzten Jahrzehnten wärmer geworden ist, lässt sich durch den von Ihnen vertretenen Regelkreis auch nicht schlüssig erklären. (  https://www.deutschlandfunk.de/ein-fall-globaler-erwaermung.732.de.html?dram:article_id=105926 ; bei diesem Link ist es interessant, dass hier noch von „es deutet darauf hin, dass ein Teil der Erwärmung menschengemacht ist“ gesprochen wird; das mit dem „Teil“ und dem „deutet darauf hin“ wird derzeit fast gar nicht mehr thematisiert)

Kann es sein, dass es seit dem Erscheinen des Artikels vor 12 Jahren die Erkenntnis zugenommen hat, das nicht nur ein Teil sondern der größte Teil Menschen gemacht ist?

Im Übrigen empfehle ich die dazu vorhandenen diversen Videos von Harald Lesch zu googeln. Aufgrund seiner Ausbildung ist er für mich glaubwürdiger als alle Foristen zusammen hier. Auch der Prof. von Storch, der als Papst der Klimaforschung gilt, hat letzte Woche keinen Zweifel an einen Haupteinfluss des Menschen gelassen, war am Montag im 1, hart aber fair.

Dieser Beitrag wurde am 09.12.2019 15:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.12.2019 - 14:16 Uhr
Usernessie
User (644 Beiträge)
@FW 190

Das mit der zunehmenden Erkenntnis ist so eine Sache...

Erinnern Sie sich noch an den Klimagate? (z.B.  https://www.focus.de/wissen/klima/klimapolitik/tid-16566/klimagate-skandal-um-manipulierte-daten_aid_462308.html ). In Deutschland weitestgehend vergessen.

Erinnern Sie sich noch an die Schlagzeilen, dass aufgrund des Klimawandels der Meeresspiegel bereits jetzt steigt und Indonesien zunehmend überflutet wird?

(  https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-12/folgen-klimawandel-sahelzone-russland-indonesien-auswirkungen-erderwaermung/seite-4 beschreibt schreibt das klipp und klar monokausal).


Interessant ist, dass in Deutschland kaum jemand erwähnt hat, dass das Problem zuvörderst in der Grundwasserentname liegt, die zu einem Absinken des Lands führt.  https://www.nzz.ch/klimaexperiment_mit_teilchenbeschleuniger_traegt_fruechte-1.12247431

Selbst wenn man die Klimamodelle als korrekt ansieht, ist den Wenigsten klar, wie massiv sich fortschreitende Fehler auf das Endergebnis auswirken können.  https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/feart.2019.00223/full
Das Problem ist übrigens in der Physik altbekannt.

Herrn Prof. von Storch schätze ich übrigens durchaus und ich halte ihn für integer. "Interessanterweise" er ist für den wissenschaftlichen Diskurs offen, lässt Gegenargumente gelten und warnt vor übertriebener Panik.

Herr Lesch ist Astrophysiker. Das ist in der Tat achtbar - ein Experte in Sachen Klimamodelle wird er dardurch nicht zwangsläufig.

Die deutschen Mainstreammedien haben - das gebe ich gerne zu - aufgrund der einseitigen Bereichterstattung bei mir durchaus an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Änderung: Umformatiert, weil ein Absatz nicht angezeigt wurde

Dieser Beitrag wurde am 13.12.2019 15:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.12.2019 - 18:35 Uhr
UserFW 190
User (1283 Beiträge)

Herr Lesch ist Astrophysiker. Das ist in der Tat achtbar - ein Experte in Sachen Klimamodelle wird er dardurch nicht zwangsläufig.

Die deutschen Mainstreammedien haben - das gebe ich gerne zu - aufgrund der einseitigen Bereichterstattung bei mir durchaus an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Der NZZ link geht nicht und in dem Artikel der Zeit wird ganz klar vom Klimawandel durch CO2 gesprochen- der zudem noch verstärkt wird durch weitere Menschliche Fehler wie, u.a., die zu große Grundwasserentnahme.

Zum Lesch nur soviel, der kann als Astrophysiker alle Argumente das es Sonnenzyklen sind die eine Temperaturerhöhung bewirken infolgedessen sich die CO2 Quantität erhöht entkräften und auch den Wärmehaushalt der Erde berechnen. Bei den Klimamodellen ist er m.W. nach nicht tätig. Da stützt er sich z.B. auf Rahmstorf, der sollte es können. Letztlich hat auch v. Storch CO2 als Ursache benannt.

Es gibt Kritiker der CO2 These die in naher Zukunft, also ab 20/22 eine deutliche Temperatur Abnahme prophezeien. Das ist nicht mehr lange und vorher setzten wird doch auch politisch fast nichts um. Aber wir sehen dann wer Recht behält. Ich befürchte die anderen. In 10 Jahren wissen wir deutlich mehr, aber es kann dann zu spät sein um die Entwicklung abzumildern, aufhalten geht eh schon nicht mehr.



Dieser Beitrag wurde am 13.12.2019 18:37 Uhr bearbeitet.
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