Community / / Air Berlin passt Business Class an E...

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Beitrag vom 05.01.2013 - 11:31 Uhr
UserBoeing757767
User (528 Beiträge)
Schön für den Kunden, keinen Zweifel.
Aber wie damals hier im Forum heiss diskutiert, der Beweis:

Arabische Airline kommt, gibt Geld und nimmt immer mehr Einfluss, bis zur Selbstidentitätsaufgabe der übernommenen Airline.

Erst gab EY Kredite, dann wurde das Prämienmeilenprogramm "aufgekauft " ( zu einem Preis, der einem neuen einflussreichen Sponsoring gleicht, weil es aber dann auch bei EY für deren Kunden zugeschnitten werden kann ), dann wurde an Hr Mehdorns Stuhl gesägt ( der zugegegben auch nicht fähig ist ) und aber es wird ein eigener CEO nach Geschmack der EY gepusht (wieso sollte EY bestimmen, wer bei AB am Hebel sitzt? : weil es dann noch mehr Einfluss gibt ), und nun wird die neue teuere Bestuhlung ausgebaut, weil es EY nicht passt.
EY zahlt, AB hüpft.

Hier ist es eindeutig, dass EY die nicht bekommenen Slots in BRD nun via AB abwickelt, und unverblümt AB zur EY Deutschland macht.
Die armen Kollegen der AB , die nach und nach dann auch gegen billigerere Arbeitskräfte oder schlechterere Verträge ausgespielt werden, wenn der Einfluss EY eine kritische Masse genommen hat.

Genau deshalb ist der Rückzug der Cargolux von Qatar, und der Vorgang des SAS lieber auf Geld zu verzichten, statt sich vom Golf kaufen zu lassen der richtige Weg.
Kooperationen ja, ein notwendiges Übel, aber eine finanzielle Beteiligung besser nicht.

Alle,die immer noch meinen, dass diese Art des Wettbewerbes der Airlines vom Golf gut ist, und durch dieses frenetische Loben dieser Golfcarriervorgehensweise nicht gedanklich überreissen können, wo es mit deutschen Firmen und Arbeitsplätzen hinführt, denen ist nicht mehr zu helfen.

Die europäischen Airlines mögen halt nicht so supi sein im Service ( obwohl sich nun viele Gäste einig sind, dass es bei EK und Konsorten eher der Service, Essen und das ganze Drumherum von Oben herab an den Durchschnitt angleicht ) und auch etwas teurer ( Standortnachteil ), aber dafür profitieren wir alle davon, weil hier das Geld verdient und auch ausgegeben wird, statt es aus der Firma zu ziehen.

Wenn Jeder nur noch woanders einkaufen würde, dann wäre es in Deutschland bald dunkel, weil es geht immer billiger woanders. Aber wer will dann noch Eure Arbeit in Deutschland bezahlen ?

Dieser Beitrag wurde am 05.01.2013 11:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.01.2013 - 12:12 Uhr
Userairborn
User (219 Beiträge)
@Boeing757767
Bin absolut Deiner Meinung. Treffender hätte man die Situation nicht ausdrücken können.
Der Scherbenhaufen den die "Geiz ist Geil -Mentalität " hinterläßt (Vernichtung von Arbeitsplätzen, Lohndumping etc.)
ist doch schon heute ersichtlich. Wird auf anderem Gebiet aber noch mit einer Schnelligkeit fortgesetzt, dass einem die Luft wegbleibt. (Weg vom Einzelhandel, hin zum Interneteinkauf) mit den gleichen Folgen, wie oben beschrieben.
Beitrag vom 05.01.2013 - 12:51 Uhr
UserNexus
User (477 Beiträge)
Und am nächsten Tag kaufen alle wieder bei Amazon, Ebay etc. ein.
Blöd ist doch nur, dass ausgerechnet AB den Kopf aus der Schlinge gezogen hat. Die Arbeitsplatzsicherung durch den Deal wird konsequent ausgeblendet. Selbst wenn man noch mal an der Personalstruktur feilen muss, die Entscheidung in Richtung Etihad war genau richtig. Da reicht ein Blick auf die Marktlage und die eher trüben europäischen Marktaussichten.
Beitrag vom 05.01.2013 - 13:31 Uhr
Usersaftfrucht
User (1024 Beiträge)
Das kann man durchaus sehr kritisch sehen, aber Fakt ist leider auch, wenn Etihad nicht wäre, wäre Air Berlin längst abgewickelt. Pest und Cholera, was soll man da schon wählen?
Beitrag vom 05.01.2013 - 15:53 Uhr
Usera-330
User (183 Beiträge)
Ganz abgesehen davon, dass es wohl kein außergewöhnliches Phänomen ist, dass eine Firma die sich an einer anderen beteiligt, auch entsprechend Einfluss ausüben möchte.

Ob die bessere Business-Class nun zum klassichen AirBerlin-Kunden passt, sei mal dahingestellt. Dass die Aufwertung eines Produkts aber nun als Indiz für den Allmachtsanspruch arabischer Investoren herhalten muss ist geradezu lächerlich.
Beitrag vom 05.01.2013 - 16:14 Uhr
Userflyts
User (102 Beiträge)
Man kann sich über alle Aussagen hier streiten, in jeder ist sicherlich ein Stück Wahrheit enthalten.

Vielleicht sollte man aber auch mal ein Wort über das Produkt selbst verlieren und nicht nur über das "politische" Drumherum.

Den Sitz selbst finde ich persönlich gar nicht schlecht, allerdings gefällt mir die Farbwahl überhaupt nicht. Auf mich wirkt es sehr kühl und meiner Meinung nach billig - zumindest auf dem Foto hier. Andererseits, der direkte Zugang zum Gang von jedem Platz ist auf jeden Fall ein großes Plus. Es ist doch schon ziemlich nervig, wenn man auf langen Flügen einen wildfremden Nebenmann wecken muss, wenn man mal zur Toilette muss - oder aber geweckt wird. Das fällt nun weg. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zur neuen LH Business ist, dass es kein "Füßeln" gibt.

Ich hoffe auf jeden Fall demnächst mehr Bilder zu sehen.
Beitrag vom 05.01.2013 - 17:13 Uhr
UserBoeing757767
User (528 Beiträge)
Ganz abgesehen davon, dass es wohl kein außergewöhnliches Phänomen ist, dass eine Firma die sich an einer anderen beteiligt, auch entsprechend Einfluss ausüben möchte.

Ob die bessere Business-Class nun zum klassichen AirBerlin-Kunden passt, sei mal dahingestellt. Dass die Aufwertung eines Produkts aber nun als Indiz für den Allmachtsanspruch arabischer Investoren herhalten muss ist geradezu lächerlich.

Für sich alleine genommen, gebe ich Ihnen Recht, aber wenn man mal ALLE Berichte anschaut, dann ist nur ein weiterer kleiner Stepstone auf dem Wege.
Beteiligungen sind schon recht, habe aber selten gesehen, dass ein Minderheitenbeteiligter solch CEO Auswahlansprüche abgibt.

Und AB wäre in der finanziellen Misere sicherlich nicht auf die Wahnsinnsidee gekommen fast NEUE Businesssitze einfach mal auf den Müll z werfen, während der Vorstand Arbeitsplatzabbau in Höhe von 500 Leuten in der Presse zum Guten gibt. So blöde kann auch Mehdorn nicht sein. Hier ist offensichtlich, wer das wohl angeleiert hat. Sowas muss man als Vorstand seiner bald arbeitslosen Arbeitsmannschaft auch mal verkaufen.

Sollte ein Minderheitenbeteiligter solch eine verschwenderisch wahnwitzige Entscheidung durchdrücken können, wenn Arbeitsplätze gefährdet sind und die operationelle Marge negativ ist ?
Normalerweise sollte man auch meinen, dass eine Beteiligung einen Gewinnanspruch vorraussetzt. Das Ganze hat sich für EY aber garnicht gerechnet finanziell. Oder halt man verfolgt langfristige Ziele, die werden bei AB aber nicht gut für die Stammfirma ausgehen....


Dieser Beitrag wurde am 05.01.2013 17:22 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.01.2013 - 17:52 Uhr
UserRotas
User (215 Beiträge)
Ein weiterer Vorteil im Vergleich zur neuen LH Business ist, dass es kein "Füßeln" gibt.
Dafür sieht es aus, als ob man ganz gut "Händchenhalten" kann.
Nicht den Nachbar zum Aufstehen stören zu müssen und umgekehrt ist natürlich super.

@Boeing757767:
Sehe das ähnlich.

Dieser Beitrag wurde am 05.01.2013 18:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.01.2013 - 22:54 Uhr
Userbluedanube
User (552 Beiträge)
Oder halt man verfolgt langfristige Ziele, die werden bei AB aber nicht gut für die Stammfirma ausgehen....
@757767: Davon kann man inzwischen wohl ausgehen. My token. Seufz.
Beitrag vom 06.01.2013 - 00:27 Uhr
UserNexus
User (477 Beiträge)
Normalerweise sollte man auch meinen, dass eine Beteiligung einen Gewinnanspruch vorraussetzt. Das Ganze hat sich für EY aber garnicht gerechnet finanziell.
Rechnet sich nicht? Wenn ich mich recht entsinne, dann bekommt Etihad so um die 10% Kreditzinsen. Wo gibt es denn mehr und man hat noch maßgeblichen Einfluß auf den Kreditnehmer? Die Araber haben klar erkannt, dass man bei AB in die Qualität investieren muss. Das machen die bei sich genau so. Dann stimmen auch die Margen und man kann sich Marktanteile holen. Der großzügige Deal mit dem Bonus-Programm dürfte klar als Investitionshilfe zu sehen sein. Darüber kann man sich als Arbeitnehmer wohl kaum beschweren.

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2013 00:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2013 - 01:41 Uhr
Userfbwlaie
User (4380 Beiträge)
So muss also air Berlin für Etihad in Europa anschaffen und in Abu Dabi abliefern. Damit kann air Berlin an sich gut leben, solange da noch ein paar eigene Strecken übrig bleiben. Das wäre gut für das Ego und auch gut für die Motivation. Siehe auch LH und AUA...
Falls Etihad air Berlin ganz schluckt, könnte das böse Blut schaffen - die VAR wollen mit ihren Öl-Milliarden die deutsche Luftfahrt ... platt machen! Das dürfte auch nicht im Interesse von EK sein.
Beitrag vom 06.01.2013 - 10:38 Uhr
Usera-330
User (183 Beiträge)
Jetzt lasst doch mal die Kirche im Dorf. Alle Verbindungen gen Westen wird Air Berlin weiterhin selbst fliegen, das selbe gilt für Ziele in Afrika. Alles andere wäre ja schlichtweg unsinnig. Wer fliegt schon über Abu Dhabi nach New York?!

In dem Moment, in dem man es schafft endlich dauerhaft Geld zu verdinenen, wird der Einfluss von Etihad auch wieder auf die knapp 30% schrumpfen. Aber wenn man halt erst Geld durch eine Kapitalerhöhung, anschließend durch einen Notkredit und schließlich durch den Verkauf des Vielfliegerprogramms benötigt, dann muss man halt machen was der Geldgeber will.
Beitrag vom 06.01.2013 - 11:00 Uhr
UserNachdenklich
Denker
User (724 Beiträge)
Afrika kannste vergessen, AB hat bsp Mombasa eingestellt bzw stellt ein, geht nur noch über Abu Dhabi mit Emptyhad.
Beitrag vom 06.01.2013 - 14:26 Uhr
Userbluedanube
User (552 Beiträge)
Falls Etihad air Berlin ganz schluckt, könnte das böse Blut schaffen - die VAR wollen mit ihren Öl-Milliarden die deutsche Luftfahrt ... platt machen! Das dürfte auch nicht im Interesse von EK sein.
@fwblaie:
Platt machen wohl nicht (die sind ja nicht verrückt), aber scheibchenweise aufkaufen. Und in ihrem Sinne steuern.
AB hat für EY einen enormen strategischen Wert. Die Golfairlines werden in der DACH-Region auf absehbare Zeit keine zusätzlichen Verkehrsrechte erhalten. Und da die LHG ihre Rechte nur teilweise nutzen kann (und will), öffnet sich via AB eine ungenutzte Lücke von gut 1.000 Sitzen. Am Tag. Deren Transitpotential, vor allem nach Indien und Afrika, kann sich spürbar auswirken, nicht nur für die LHG, auch für QR und EK. Allein ab Wien wäre m.E. täglich eine AB 330 (Niki) nach Abu Dhabi drinnen, eine Frequenz, die seit Jahren brach liegt. Und von OS mangels Anschlußpotential auch nicht in Anspruch genommen wird. Offenes Potential hat nach dem Rückzug von QR auch Stuttgart.

Was freilich wirklich platt machen kann, ist die Angst der Europäer vor den Arabern. Statt sie bis in die Ministerien zu bekämpfen, muss man deren Synergien NUTZEN, und ganz klar auch deren Kapitalkraft. Das wird sich auch eine LH noch genauer anschauen müssen, Ein Brückenkopf in Istanbul als Konter erscheint mir da nicht gerade als die kreativste Lösung, eher als eine Art Bypass, der kaum geeignet ist, die Entwicklung am Golf künftig maßgeblich mitzugestalten. Und genau das unterscheidet LH von AB. Die LHG könnte da als unabhängige Kraft mitmischen, AB nicht, die ist klar am Weg zu einer Abteilung von EY.
Beitrag vom 06.01.2013 - 15:51 Uhr
Userfbwlaie
User (4380 Beiträge)
@bluedanube,

falls das neue AB-Management den Laden nicht in den Griff bekommt, könnte Etihad mit AB umgehen, wie es damals Swiss(?) mit LTU tat. Das Luftfahrtpersonal könnte dann auch noch von Verleihern kommen..Das könnte allerdings auch nach hinten losgehen, weil es dann doch nur eine Air Etihad wäre. Ein gefügiger oder engagierte, profitabler Feeder wäre m.E. aus Etihadsicht das Ziel.
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