Beitrag vom 10.10.2023 - 13:20 Uhr
Keine Ahnung warum in den "Fachmedien" im Moment jede Nachricht dermaßen aufgebauscht wird.
Emotion wie Empörung oder Angst erzeugt Aufmerksamkeit, und die verkauft Klicks, Anzeigen, Auflage, ...
Das war schon immer so. Man stelle sich mal eine "BILD" ohne Clickbait Ã?berschriften vor ...
Jedes Medium muss dabei entscheiden, wie weit es dem Drang zur Auflagen/Klicksteigerung über diesen Mechanismus nachgibt.
Wobei dieser Artikel jetzt nicht so sehr übertrieben wirkt, wie das vielleicht möglich gewesen wäre.
Dieser Beitrag wurde am 10.10.2023 13:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.10.2023 - 13:50 Uhr
Die Crew hat mit der Zwischenlandung grosse Professionalität bewiesen.
Eine offene und professionelle Fehlerkultur schafft Sicherheit. Nicht der Zwang, keine Fehler zu machen.
Gilt das mit der "großen Professionalität" eigentlich für alle Berufsgruppen oder nur für Piloten?
Dieser Beitrag wurde am 10.10.2023 13:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.10.2023 - 14:16 Uhr
Sh*t happens always and everywhere. Was an diesem Vorfall dann doch sehr beruhigend ist: Es wurde bemerkt bevor "plötzlich" der Treibstoff ausging und man sich zur Landung auf einem Weizenfeld entscheiden musste.
Die beiden Piloten dürften diejenigen sein, denen das Ganze am peinlichsten ist.
Beitrag vom 10.10.2023 - 14:27 Uhr
Die Crew hat mit der Zwischenlandung grosse Professionalität bewiesen.
Eine offene und professionelle Fehlerkultur schafft Sicherheit. Nicht der Zwang, keine Fehler zu machen.
Gilt das mit der "großen Professionalität" eigentlich für alle Berufsgruppen oder nur für Piloten?
Ich weiss durchaus, dass du es anders gemeint hast. Aber lass mich trotzdem versuchen, sachlich zu antworten:
Die Verfahren und Arbeitsanweisungen in der Fliegerei sind nicht selten â??mit Blut geschriebenâ??. Oft musste es erst zu einem schweren Vorfall oder Unfall kommen, um Regeln, Verhalten oder Vorschriften anzupassen. Hier hilft die, in den überwiegenden Teilen der westlichen Welt mittlerweile etablierte Just Culture:
Ich mache einen Fehler. Ich schreibe einen Bericht, â??zeige mich selbst anâ??. Meine Vorgesetzten, die Sicherheitsabteilung führen ein Gespräch mit mir. Falls ich nicht völlig ins Klo gegriffen habe und mit Vorsatz oder unter Einfluss von irgendwelchen Mitteln gehandelt habe, habe ich erst mal keine disziplinarischen Massnahmen zu befürchten.
Und das ist wichtig!
Es gibt durchaus Gesellschaften, die dies nicht praktizieren. Wo das Thema Anschwärzen und Bestrafen zum täglichen Brot gehört.
Du glaubst doch nicht, dass ich in so einem Klima mit meinen Fehlern offen umgehe? Ich versuche, sie unter den Tisch zu kehren oder wenigstens einen Dritten haftbar zu machen,
So (und jetzt zurück zu deiner Frage), wie es leider in vielen Teilen der "professionellen Gesellschaft" oder auch den meisten Geschäftsfeldern (Politik und Krankenhaus kenne ich aus erster Hand) stark verbreitet ist.
Dieser Beitrag wurde am 10.10.2023 14:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.10.2023 - 14:47 Uhr
Die Crew hat mit der Zwischenlandung grosse Professionalität bewiesen.
Eine offene und professionelle Fehlerkultur schafft Sicherheit. Nicht der Zwang, keine Fehler zu machen.
Gilt das mit der "großen Professionalität" eigentlich für alle Berufsgruppen oder nur für Piloten?
Ich weiss durchaus, dass du es anders gemeint hast. Aber lass mich trotzdem versuchen, sachlich zu antworten:
Die Verfahren und Arbeitsanweisungen in der Fliegerei sind nicht selten â??mit Blut geschriebenâ??. Oft musste es erst zu einem schweren Vorfall oder Unfall kommen, um Regeln, Verhalten oder Vorschriften anzupassen. Hier hilft die, in den überwiegenden Teilen der westlichen Welt mittlerweile etablierte Just Culture:
Ich mache einen Fehler. Ich schreibe einen Bericht, â??zeige mich selbst anâ??. Meine Vorgesetzten, die Sicherheitsabteilung führen ein Gespräch mit mir. Falls ich nicht völlig ins Klo gegriffen habe und mit Vorsatz oder unter Einfluss von irgendwelchen Mitteln gehandelt habe, habe ich erst mal keine disziplinarischen Massnahmen zu befürchten.
Und das ist wichtig!
Es gibt durchaus Gesellschaften, die dies nicht praktizieren. Wo das Thema Anschwärzen und Bestrafen zum täglichen Brot gehört.
Du glaubst doch nicht, dass ich in so einem Klima mit meinen Fehlern offen umgehe? Ich versuche, sie unter den Tisch zu kehren oder wenigstens einen Dritten haftbar zu machen,
So (und jetzt zurück zu deiner Frage), wie es leider in vielen Teilen der "professionellen Gesellschaft" oder auch den meisten Geschäftsfeldern (Politik und Krankenhaus kenne ich aus erster Hand) stark verbreitet ist.
Nein, das war eigentlich nicht meine Intension :)
Als Beispiel: Ein Airlinemanagment beschließt in einer großen Krise sich von einem bestimmten Flugzeugtyp zu trennen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Fehler war und man revidiert diese Entscheidung.
Ist das jetzt "große Professionalität" oder sollte man sich von solchen Versagern besser trennen? :)
Beitrag vom 10.10.2023 - 14:49 Uhr
Nein, das war eigentlich nicht meine Intension :)
Als Beispiel: Ein Airlinemanagment beschließt in einer großen Krise sich von einem bestimmten Flugzeugtyp zu trennen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Fehler war und man revidiert diese Entscheidung.
Ist das jetzt "große Professionalität" oder sollte man sich von solchen Versagern besser trennen? :)
Böse... :)
Eine andere Kultur. Siehe Politik oder Krankenhaus.
Beitrag vom 10.10.2023 - 15:29 Uhr
Nein, das war eigentlich nicht meine Intension :)
Als Beispiel: Ein Airlinemanagment beschließt in einer großen Krise sich von einem bestimmten Flugzeugtyp zu trennen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Fehler war und man revidiert diese Entscheidung.
Ist das jetzt "große Professionalität" oder sollte man sich von solchen Versagern besser trennen? :)
Böse... :)
Finden Sie?
Eine andere Kultur. Siehe Politik oder Krankenhaus.
Ja, ist aber auch kein Wunder.
Gerade hier im Forum machen sich viele für Fehlerkultur in ihrem ureigensten Bereich stark, um dann in anderen Bereichen schnell nach personellen Konsequenzen zu rufen.
Beitrag vom 10.10.2023 - 15:40 Uhr
Nein, das war eigentlich nicht meine Intension :)
Als Beispiel: Ein Airlinemanagment beschließt in einer großen Krise sich von einem bestimmten Flugzeugtyp zu trennen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Fehler war und man revidiert diese Entscheidung.
Ist das jetzt "große Professionalität" oder sollte man sich von solchen Versagern besser trennen? :)
Böse... :)
Finden Sie?
Eine andere Kultur. Siehe Politik oder Krankenhaus.
Ja, ist aber auch kein Wunder.
Gerade hier im Forum machen sich viele für Fehlerkultur in ihrem ureigensten Bereich stark, um dann in anderen Bereichen schnell nach personellen Konsequenzen zu rufen.
Wie ist denn Ihre Meinung dazu!?
Beitrag vom 10.10.2023 - 15:47 Uhr
Liebe große Krügerklappe,
halten Sie diese mal, denn daraus spricht indirekt: Könnte mir nicht passieren. Diese Ã?berzeugung macht Sie gefährlich.
Zeit für die Forumsrente, Pensionär.
Ich bin gefährlich.
Ausgebildet im Kampf mit Langwaffe, Kurzwaffe, Messerkampf, Einzelkämpferlehrgang und bare hands.
Dementsprechend..... vlt. nicht gleich anderen sagen das man die Klappe halten soll, könnte der falsch auffassen.....
Dieser Beitrag wurde am 10.10.2023 15:50 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.10.2023 - 15:49 Uhr
Die Crew hat mit der Zwischenlandung grosse Professionalität bewiesen.
Eine offene und professionelle Fehlerkultur schafft Sicherheit. Nicht der Zwang, keine Fehler zu machen.
Genau so sieht es. Fehler gemacht, nachgetankt, fertig. Keine Diskussion, kein Nachspiel.
Keine Ahnung warum in den "Fachmedien" im Moment jede Nachricht dermaßen aufgebauscht wird. Langeweile?!
Natürlich sollte das ein Nachspiel haben.
Irgendwo haben die Jungs ihre Flugplanung massiv verhauen, sich verrechnet, ihre Checklisten nicht benutzt und ihre SOPs nicht eingehalten.
Gut das sie ihren Fehler dann erkannt und korrigiert haben. Aber analysieren muss sein, das ist wichtig.
Supervision ist auch gang und gebe.
Der Fehler an sich sollte eigentlich ausgeschlossen sein, daher ist die Frage, wie das passieren kann?
Das als professionell zu bezeichnen, finde ich shcon ziehmlich hahnebüchern.
Das ist wie Bundesjugendspiele abschaffen weil die Teilnehmerurkunde verletzten wirkt - ja wie niedrig kann man die Standards denn ansetzen?
Dieser Beitrag wurde am 10.10.2023 16:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.10.2023 - 15:57 Uhr
Es gab gerade ein offizielles Statement der Lufthansa zu dem Vorfall, demzufolge eine Anzeige an Bord des Flugzeugs defekt war, die dann erst während des Fluges den korrekten Treibstoffstand angezeigt habe. Das technische Problem sei überprüft und inzwischen behoben worden.
Beitrag vom 10.10.2023 - 16:38 Uhr
dann bleibt immer noch
remaining fuel plus nachgetankte Liter mal 0,8 muss blockfuel ergeben
Beitrag vom 10.10.2023 - 17:54 Uhr
"Es gab gerade ein offizielles Statement der Lufthansa zu dem Vorfall, demzufolge eine Anzeige an Bord des Flugzeugs defekt war, die dann erst während des Fluges den korrekten Treibstoffstand angezeigt habe. Das technische Problem sei überprüft und inzwischen behoben worden."
Das ist kompletter Unfug, denn das hätte nach dem Vergleich der Restmenge, der nachgetankten Menge und dem Tankinhalt auffallen. müssen. Wenn man mit 3.000 kg landet, 2.500 Liter tankt, und die Anzeige dann nicht etwa 5.000 kg ausweist, dann werden die drip sticks gezogen und der Fehler gesucht.
Beitrag vom 10.10.2023 - 18:24 Uhr
und noch einen druff:
manche Medien berichten, das Tanken sei komplett vergessen oder zwischendurch abgebrochen worden. Kann ja sein, dass die Betankungsankage des Flugzeuges (wie beim A320) die Ventile dicht macht, wenn man von GND PWR auf die APU umschaltet, aber auch das merkt man, wenn man sorgfältig arbeitet.
An alle Hoheprediger der Arbeitskultur. da haben dier Jungs (oder Mädels) gepooft, und dafür gehören sie rasiert und nicht gepudert.
Und mit ziemlich leeren Tanks zum "next available airport" zu fliegen, ist keine Meisterleistung, sondern überlebenswichtig. Jemanden dafür auch noch zu loben....ich weiß ja nicht.
Dieser Beitrag wurde am 10.10.2023 18:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.10.2023 - 18:29 Uhr
und noch einen druff:
manche Medien berichten, das Tanken sei komplett vergessen oder zwischendurch abgebrochen worden. Kann ja sein, dass die Betankungsankage des Flugzeuges (wie beim A320) die Ventile dicht macht, wenn man von GND PWR auf die APU umschaltet, aber auch das merkt man, wenn man sorgfältig arbeitet.
An alle Hoheprediger der Arbeitskultur. da haben dier Jungs (oder Mädels) gepooft, und dafür gehören sie rasiert und nicht gepudert.
Dazu kann ich nichts sagen. Was ich geschrieben habe ist das offizielle Statement der Lufthansa zu dem Vorfall, das heute Nachmittag von einem Sprecher der Lufthansa an die Presse übermittelt wurde.