Community / / Lufthansa-Flug mit zu wenig Kerosin ...

Beitrag 31 - 45 von 52
Beitrag vom 10.10.2023 - 18:42 Uhr
UserChristian159
User (1817 Beiträge)

Nein, das war eigentlich nicht meine Intension :)
Als Beispiel: Ein Airlinemanagment beschließt in einer großen Krise sich von einem bestimmten Flugzeugtyp zu trennen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Fehler war und man revidiert diese Entscheidung.
Ist das jetzt "große Professionalität" oder sollte man sich von solchen Versagern besser trennen? :)


Böse... :)

Finden Sie?

Eine andere Kultur. Siehe Politik oder Krankenhaus.

Ja, ist aber auch kein Wunder.
Gerade hier im Forum machen sich viele für Fehlerkultur in ihrem ureigensten Bereich stark, um dann in anderen Bereichen schnell nach personellen Konsequenzen zu rufen.

Wie ist denn Ihre Meinung dazu!?

Meiner Meinung nach sollte man das, was man einer Berufsgruppe zugesteht, allen Berufsgruppen zugestehen.

Und wie ist Ihre Meinung dazu!?
Beitrag vom 10.10.2023 - 18:44 Uhr
Userrasch
😊
User (437 Beiträge)

Aus sicherer Entfernung, mit Halbwissen aus â??manchen Medienâ?? ist ein Urteil perfekt möglich, wenn es der eigenen Vordisposition entspricht: Alle doof außer Muttiâ?¦

Ich bin froh das sie hier im Forum ihre Theorien verbreiten und nicht im Cockpit ihre Kollegen â??rasierenâ??.





Beitrag vom 10.10.2023 - 20:20 Uhr
UserAfterburner
User (555 Beiträge)
Es gab gerade ein offizielles Statement der Lufthansa zu dem Vorfall, demzufolge eine Anzeige an Bord des Flugzeugs defekt war, die dann erst während des Fluges den korrekten Treibstoffstand angezeigt habe.

Ist ja auch nicht gerade ermutigend. Wenn die Anzeige nicht zufällig beschlossen hätte doch zu funktionieren ... wäre das dann etwa nicht aufgefallen und der Flieger irgendwo abgestürzt?
Beitrag vom 10.10.2023 - 20:30 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)
Liebe große Krügerklappe,

halten Sie diese mal, denn daraus spricht indirekt: Könnte mir nicht passieren. Diese Ã?berzeugung macht Sie gefährlich.


Zeit für die Forumsrente, Pensionär.

War das an mich adressiert? Ich hab das zwar nicht geschrieben, würde mich aber anschließen.

Ich bin gefährlich.
Ausgebildet im Kampf mit Langwaffe, Kurzwaffe, Messerkampf, Einzelkämpferlehrgang und bare hands.

Schreckt mich nicht wirklich. Bin (war) ausgebildeter Fallschirmjäger bei der NVA - ein bisschen ist davon noch übrig (auch wenn einige Knochen nicht mehr so wollen wie früher ð?¤£)

Dementsprechend..... vlt. nicht gleich anderen sagen das man die Klappe halten soll, könnte der falsch auffassen.....

Scheint aber angekommen zu seinð???.
Beitrag vom 10.10.2023 - 20:43 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)

Nein, das war eigentlich nicht meine Intension :)
Als Beispiel: Ein Airlinemanagment beschließt in einer großen Krise sich von einem bestimmten Flugzeugtyp zu trennen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Fehler war und man revidiert diese Entscheidung.
Ist das jetzt "große Professionalität" oder sollte man sich von solchen Versagern besser trennen? :)


Böse... :)

Finden Sie?

Eine andere Kultur. Siehe Politik oder Krankenhaus.

Ja, ist aber auch kein Wunder.
Gerade hier im Forum machen sich viele für Fehlerkultur in ihrem ureigensten Bereich stark, um dann in anderen Bereichen schnell nach personellen Konsequenzen zu rufen.

Wie ist denn Ihre Meinung dazu!?

Meiner Meinung nach sollte man das, was man einer Berufsgruppe zugesteht, allen Berufsgruppen zugestehen.

Und wie ist Ihre Meinung dazu!?

Kommt auf den Schaden an den man anrichtet. Und ob der vorhersehbar/ vermeidmar gewesen wäre.

Aber da ich weder im Vorstand einer Airline, noch im Cockpit eines Fliegers gearbeitet habe... ð?¤?.

In meinen Unternehmen habe ich für meine Fehler gerade gestanden, sogar mit eigenem Geld: weniger, oder sogar teilweise kein monatliches Salär. Die MA kamen immer zuerst.

Aber sowas passiert in Führungsetagen von AG's ja eher seltener... .
Beitrag vom 10.10.2023 - 20:49 Uhr
UserChristian159
User (1817 Beiträge)

> Nein, das war eigentlich nicht meine Intension :)
> Als Beispiel: Ein Airlinemanagment beschließt in einer großen Krise sich von einem bestimmten Flugzeugtyp zu trennen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Fehler war und man revidiert diese Entscheidung.
> Ist das jetzt "große Professionalität" oder sollte man sich von solchen Versagern besser trennen? :)


Böse... :)

Finden Sie?

Eine andere Kultur. Siehe Politik oder Krankenhaus.

Ja, ist aber auch kein Wunder.
Gerade hier im Forum machen sich viele für Fehlerkultur in ihrem ureigensten Bereich stark, um dann in anderen Bereichen schnell nach personellen Konsequenzen zu rufen.

Wie ist denn Ihre Meinung dazu!?

Meiner Meinung nach sollte man das, was man einer Berufsgruppe zugesteht, allen Berufsgruppen zugestehen.

Und wie ist Ihre Meinung dazu!?

Kommt auf den Schaden an den man anrichtet. Und ob der vorhersehbar/ vermeidmar gewesen wäre.

Aber da ich weder im Vorstand einer Airline, noch im Cockpit eines Fliegers gearbeitet habe... ð?¤?.

In meinen Unternehmen habe ich für meine Fehler gerade gestanden, sogar mit eigenem Geld: weniger, oder sogar teilweise kein monatliches Salär. Die MA kamen immer zuerst.

Aber sowas passiert in Führungsetagen von AG's ja eher seltener... .

Es geht doch um Fehlerkultur! Und nicht um die Höhe des Schadens.
Beitrag vom 10.10.2023 - 23:15 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)


Es geht doch um Fehlerkultur! Und nicht um die Höhe des Schadens.

Erläutern Sie doch bitte mal den Begriff "Fehlerkultur". Danke.
Beitrag vom 11.10.2023 - 08:24 Uhr
UserChristian159
User (1817 Beiträge)


Es geht doch um Fehlerkultur! Und nicht um die Höhe des Schadens.

Erläutern Sie doch bitte mal den Begriff "Fehlerkultur".

Warum sollte ich?
Lesen Sie doch einfach noch einmal die Kommentare durch, insbesondere die von @freightdagw und @dashsteuermann, und dann beantworten Sie für sich die Frage, ob der hier aufgezeigte Umgang mit Fehlern hoher Professionalität entspricht und - wenn das so ist - ob das dann auch für andere Tätigkeitsbereiche gelten sollte.

Wie Sie mit Fehlern umgehen spielt bei dieser Frage keine Rolle.
Beitrag vom 11.10.2023 - 11:18 Uhr
Usermenschmeier
User (977 Beiträge)
Es ist völlig unerheblich wie es in anderen Bereichen gehandhabt wird.
Das LBA (hier als zuständige Behörde für die LH) stellt ganz klare Anforderungen an den Umgang mit Fehlern.

Und zwar eine freie Form, ohne Repressalien. Nur so fördert man einen offenen Umgang und ein Melden von eigenen Fehlern. Und daraus können alle Lernen. Und das ist in der Luftfahrt bewiesenermaßen ein Sicherheitsgewinn.

Natürlich muss der Fehler untersucht werden, denn auch das gehört zum Lernprozess dazu. Aber wenn, wie hier ein vorübergehender technischer Fehler, das ganze ausgelöst hat, dann kann man evtl. noch einen zusätzlichen Check einbauen, aber dann war es das dann auch schon.

Eine Bestrafung würde doch nur zur Vermeidung des Turnbacks und damit evtl. zu einer Fuel Emergency führen.

Wie gesagt, dieser Umgang ist eine Behördenvorgabe. Jeder Verstoß dagegen ist zu melden und wird auch geahndet. Und das die Crew vorsätzlich nicht getankt hat, halte ich für unwahrscheinlich. Die werden eine Menge X bestellt haben, und das fehlerhafte System hat diese Menge X oder mehr angezeigt, daher wurde nicht nachgetankt.
Beitrag vom 11.10.2023 - 11:46 Uhr
UserChristian159
User (1817 Beiträge)
Es ist völlig unerheblich wie es in anderen Bereichen gehandhabt wird.
Das LBA (hier als zuständige Behörde für die LH) stellt ganz klare Anforderungen an den Umgang mit Fehlern.

Und zwar eine freie Form, ohne Repressalien. Nur so fördert man einen offenen Umgang und ein Melden von eigenen Fehlern. Und daraus können alle Lernen. Und das ist in der Luftfahrt bewiesenermaßen ein Sicherheitsgewinn.

Natürlich muss der Fehler untersucht werden, denn auch das gehört zum Lernprozess dazu. Aber wenn, wie hier ein vorübergehender technischer Fehler, das ganze ausgelöst hat, dann kann man evtl. noch einen zusätzlichen Check einbauen, aber dann war es das dann auch schon.

Eine Bestrafung würde doch nur zur Vermeidung des Turnbacks und damit evtl. zu einer Fuel Emergency führen.

Wie gesagt, dieser Umgang ist eine Behördenvorgabe. Jeder Verstoß dagegen ist zu melden und wird auch geahndet. Und das die Crew vorsätzlich nicht getankt hat, halte ich für unwahrscheinlich. Die werden eine Menge X bestellt haben, und das fehlerhafte System hat diese Menge X oder mehr angezeigt, daher wurde nicht nachgetankt.


Klingt gut. Könnte Vorbild auch für andere Bereiche sein. Ganz ohne Behördenvorgabe.
Beitrag vom 11.10.2023 - 13:26 Uhr
UserGroße Krüg..
User (1383 Beiträge)
Liebe große Krügerklappe,

halten Sie diese mal, denn daraus spricht indirekt: Könnte mir nicht passieren. Diese Ã?berzeugung macht Sie gefährlich.


Zeit für die Forumsrente, Pensionär.

War das an mich adressiert? Ich hab das zwar nicht geschrieben, würde mich aber anschließen.

Fühlen sie sich angesprochen?

Ich bin gefährlich.
Ausgebildet im Kampf mit Langwaffe, Kurzwaffe, Messerkampf, Einzelkämpferlehrgang und bare hands.

Schreckt mich nicht wirklich. Bin (war) ausgebildeter Fallschirmjäger bei der NVA - ein bisschen ist davon noch übrig (auch wenn einige Knochen nicht mehr so wollen wie früher ð?¤£)

Sie haben sich auch (ausnahmsweise?) nicht provokant geäußert.

Dementsprechend..... vlt. nicht gleich anderen sagen das man die Klappe halten soll, könnte der falsch auffassen.....

Scheint aber angekommen zu seinð???.

Vlt. doch....
Beitrag vom 11.10.2023 - 13:29 Uhr
UserGroße Krüg..
User (1383 Beiträge)
und noch einen druff:
manche Medien berichten, das Tanken sei komplett vergessen oder zwischendurch abgebrochen worden. Kann ja sein, dass die Betankungsankage des Flugzeuges (wie beim A320) die Ventile dicht macht, wenn man von GND PWR auf die APU umschaltet, aber auch das merkt man, wenn man sorgfältig arbeitet.
An alle Hoheprediger der Arbeitskultur. da haben dier Jungs (oder Mädels) gepooft, und dafür gehören sie rasiert und nicht gepudert.

Und mit ziemlich leeren Tanks zum "next available airport" zu fliegen, ist keine Meisterleistung, sondern überlebenswichtig. Jemanden dafür auch noch zu loben....ich weiß ja nicht.

Erschreckht mich ehrlich gesagt, da hier ja auch viele Kollegen sind.

SOPs und Checklisten sollten abfliegen mit zu wenig Sprit eigentlich vermeiden, und dann zu landen wenn einem der Sprit ausgeht ist jetzt auch nicht so eine Meisterleistung sondern ausdruck eines gesunden Selbsterhaltungstriebs.
Die Jungs die den A320 in Russland ins Feld gesetzt haben würde man in Dtl. sicher auch nicht feiern sondern degradieren. Zu recht.

Die Erklärung erschließt sich mir auch nicht, wenn ich ein Problem mit dem Tank vermute dann lass ich nachmessen und schaue mir an was da drin ist.
Beitrag vom 11.10.2023 - 13:32 Uhr
UserGroße Krüg..
User (1383 Beiträge)

Nein, das war eigentlich nicht meine Intension :)
Als Beispiel: Ein Airlinemanagment beschließt in einer großen Krise sich von einem bestimmten Flugzeugtyp zu trennen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Fehler war und man revidiert diese Entscheidung.
Ist das jetzt "große Professionalität" oder sollte man sich von solchen Versagern besser trennen? :)


Böse... :)

Finden Sie?

Eine andere Kultur. Siehe Politik oder Krankenhaus.

Ja, ist aber auch kein Wunder.
Gerade hier im Forum machen sich viele für Fehlerkultur in ihrem ureigensten Bereich stark, um dann in anderen Bereichen schnell nach personellen Konsequenzen zu rufen.

Wie ist denn Ihre Meinung dazu!?

Meiner Meinung nach sollte man das, was man einer Berufsgruppe zugesteht, allen Berufsgruppen zugestehen.

Und wie ist Ihre Meinung dazu!?

Nur das Fehler bei Ã"rzten und Piloten halt Menschenleben kosten.
Darum versucht man die gravierenden zu eliminieren und den Rest zu vermeiden.
Diese Spezialisten werden daher sehr gut bezahlt, schlicht wegen der Verantwortung die sie tragen.

Wenn der Müllmann die Tonne falsch leert liegt halt Müll auf der Strasse, oder die Tonne bleibt eine WOche länger stehen.
Wenn der Pilot das Tanken versemmelt - ich frag mich immer noch wie das passiern kann - und er startet, sterben halt mal eben 100 Menschen wenn es schieft geht.
Beitrag vom 11.10.2023 - 15:58 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4536 Beiträge)
Es geht doch um Fehlerkultur! Und nicht um die Höhe des Schadens.

Erläutern Sie doch bitte mal den Begriff "Fehlerkultur".

Warum sollte ich?
Lesen Sie doch einfach noch einmal die Kommentare durch, insbesondere die von @freightdagw und @dashsteuermann, und dann beantworten Sie für sich die Frage, ob der hier aufgezeigte Umgang mit Fehlern hoher Professionalität entspricht und - wenn das so ist - ob das dann auch für andere Tätigkeitsbereiche gelten sollte.

Ich kann jetzt nicht erkennen das die Diskussion, auch die Beiträge der von Ihnen genannten Foristen, mit Ihrem - vom Thema wegführenden - (neuerlichen) Versuch zu tun haben, verantwortliche Führungskräfte im Managament 'in Schutz zu nehmen' - quasi einen 'Freibrief' für Fehlentscheidungen zu erteilen.

Zum Thema: wie @Menschmeier u.a. schrieben: es wird eine Untersuchung geben und wenn sich herausstellt das die Cockpitter einen Fehler gemacht haben, dann wird das mit Sicherheit Kosequenzen für diese haben.

Was - um auf 'Ihr' Thema zurück zu kommen - im oberen Management kaum (eigentlich nie) der Fall ist. Da wird man dann ggfls. 'weggelobt' oder (gut abgesichert) abgeschoben.
Persönliche, spürbare Haftung ist nahezu ausgeschlossen (m.M. nach zu Unrecht).


Dieser Beitrag wurde am 11.10.2023 16:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.10.2023 - 16:57 Uhr
Usermenschmeier
User (977 Beiträge)

Zum Thema: wie @Menschmeier u.a. schrieben: es wird eine Untersuchung geben und wenn sich herausstellt das die Cockpitter einen Fehler gemacht haben, dann wird das mit Sicherheit Kosequenzen für diese haben.

Nein wird es nicht. Es sei den es war Vorsatz. Diese Crew hat ihren Fehler, so es ihrer und nicht der der Technik war, durch das Turnback gemeldet und im Sinne der Flugsicherheit und Passagiere gehandelt. Und genau das soll bei Fehlern passieren. Den Fehler passieren leider allen Menschen.

Es wird evtl Anpassungen in den Checklisten geben oder in den Verfahren. Eine persönliche Bestrafung gibt es nur bei Vorsatz. Und das ist auch gut so.