Beitrag vom 12.06.2025 - 17:33 Uhr
Bei aviation herald wird berichtet, dass die Crew Schubafall gemeldet hat: "No thrust, not taking lift". Das in der Situation ist das denkbar ungünstigste Szenario, was einem passieren kann.
Beitrag vom 12.06.2025 - 17:33 Uhr
Ein weiteres Video von einer Ã?berwachungskamera zeigt den kompletten kurzen Flug aus einer anderen Perspektive.
https://x.com/aviationbrk/status/1933169063456325790?s=61
Danke für diesen Link, der den rein äußeren Ablauf des Geschehens wesentlich deutlicher darstellt als das bisher viral gegangene Handy-Video. Offenbar hatte die Maschine sofort nach dem Start massive Performance-Probleme, warum auch immer. Der Flug dauerte offenbar nur wenige Sekunden.
Allerdings wirft das momentan auch nur weitere Fragen auf, ohne dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt Antworten möglich sind. Hoffentlich werden FDR und CVR geborgen und sind auslesbar.
Dieser Beitrag wurde am 12.06.2025 17:34 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 12.06.2025 - 17:37 Uhr
Ein weiteres Video von einer Ã?berwachungskamera zeigt den kompletten kurzen Flug aus einer anderen Perspektive.
Das Video zeigt, dass flightradar Daten interpoliert hat. Die Maschine war nie mehr als eine Flügelspannweite über dem Boden. Daher war die Position des Fahrwerks OK. Also keine 600 Fuß. Die Maschine hat von der Position der Kamera aus, die gesamte Bahn genutzt. So viel Staub wie am Ende aufgewirbelt wurde, sogar noch etwas mehr als die komplette Bahn. D.h., ca. 3.500 m haben nicht gereicht, um ausreichend Fahrt aufzunehmen.
Beitrag vom 12.06.2025 - 18:05 Uhr
Danke, das ist ein guter Hinweis, der zeigt, dass selbst aus dem Tatbestand der ausgefahrenen Gears derzeit überhaupt kein Rückschluss auf die Absturzursache/n zu ziehen ist.
Genau. Anderes, aber ausdrücklich nicht für diesen Unfall angenommenes Szenario: Wenn z.B. eine Schaufel abreißt und nach hinten durch das Triebwerk rauscht bewirkt das u.U. einen engine stall und vielleicht ein hörbares Geräusch. Das Triebwerk spult einfach runter. In der Phase des Fluges könnte man dann auch noch annehmen, dass es sich um ein Reifen/Fahrwerksproblem handelt und bewußt das Fahrwerk erst einmal draußen lassen. Ein Engine stall wird aber vielleicht noch nicht detected, da die Welle sich im Triebwerk noch dreht, daher keine Engine fail Warnung anzeigt. Allerdings fehlt Schub. Wenn man das dann in einer hoch dynamischen Situation registriert, bemerkt man auch dass der Flieger kaum noch steigt. Jetzt aber das Fahrwerk einfahren macht es auch nicht besser, denn dafür bräuchte man Höhe, um den Auftriebsverlust und damit weiteres sinken aufzufangen. Es wird ja sicher gute 10 sec dauern bis das Fahrwerk drin ist. Vertrackte Situation, die kaum zu lösen wäre.
Das Heck des Fliegers sieht ja noch ganz intakt aus und die Chancen, die Recorder brauchbar zu bergen, ist ja vielleicht gegeben. Auch sollte sich ja über den Tower schnell beatätigen lassen, von wo der Flieger den T/O Run begonnen hat.Alles andere ist unendliche und meist falsche Spekulation.
Beitrag vom 12.06.2025 - 18:31 Uhr
Ein weiteres Video von einer Ã?berwachungskamera zeigt den kompletten kurzen Flug aus einer anderen Perspektive.
Das Video zeigt, dass flightradar Daten interpoliert hat. Die Maschine war nie mehr als eine Flügelspannweite über dem Boden. Daher war die Position des Fahrwerks OK. Also keine 600 Fuß. Die Maschine hat von der Position der Kamera aus, die gesamte Bahn genutzt. So viel Staub wie am Ende aufgewirbelt wurde, sogar noch etwas mehr als die komplette Bahn. D.h., ca. 3.500 m haben nicht gereicht, um ausreichend Fahrt aufzunehmen.
Gut beobachtet. Das würde bedeuten, dass das Schubproblem vermutlich schon vor dem Abheben (und noch vor V1?) existent gewesen sein könnte und es sich in der Luft dann manifestiert hat. An der Stelle kommt Mandan wohl nur mit den Daten von FDR und CVR weiter.
Beitrag vom 12.06.2025 - 18:32 Uhr
Auf dem Video sind es ca. 10 sec vom Abheben bis zum wieder sinken und in Summe ca. 26 sec bis zum Touch down. Es ist auch kein Vogel zu sehen.
Beitrag vom 12.06.2025 - 19:36 Uhr
Ein weiteres Video von einer Ã?berwachungskamera zeigt den kompletten kurzen Flug aus einer anderen Perspektive.
Das Video zeigt, dass flightradar Daten interpoliert hat. Die Maschine war nie mehr als eine Flügelspannweite über dem Boden. Daher war die Position des Fahrwerks OK. Also keine 600 Fuß. Die Maschine hat von der Position der Kamera aus, die gesamte Bahn genutzt. So viel Staub wie am Ende aufgewirbelt wurde, sogar noch etwas mehr als die komplette Bahn. D.h., ca. 3.500 m haben nicht gereicht, um ausreichend Fahrt aufzunehmen.
Das mit der Flügelspannweite möchte ich mal bezweifeln, über 300 ft war man mit Sicherheit! Da täuscht dann die Perspektive von hinten. Wie lautet das Kommando: â?? Positive climb, Gear upâ??
Die von CPT Manfred geäußerte Vermutung ist durchaus möglich, wenn man sich die Videos ansieht!
Beitrag vom 12.06.2025 - 19:50 Uhr
Die von CPT Manfred geäußerte Vermutung ist durchaus möglich, wenn man sich die Videos ansieht!
Nein, weil bei einer abrupten Ã"nderung der Aerodynamik an den Flügeln wäre unmittelbar ein Kontrollverlust eingetreten. Die Piloten hatten aber fast bis zum Aufschlag die Kontrolle, siehe Video.
Es wurde ja auch schon bestätigt, dass die Piloten bei Ihrem Mayday über Schubverlust geklagt hatten. Von daher ist ein versehentliches Einziehen der Flaps fast auszuschließen. Zudem wurde auf AVHerald von Fotos von Wrackteilen mit Flügeln berichtet, die angeblich klar ausgefahrene Flaps gezeigt haben soll. Das Foto habe ich noch nicht gesehen, womit es einen Nachweis derzeit dafür noch nicht gibt, aber die Indizien sprechen als Auslöser für den Auftriebsverlust am Flugzeug eher für einen Antriebsverlust als ein Aerodynamikproblem (= eingefahrene Flaps).
Beitrag vom 12.06.2025 - 19:58 Uhr
Mittlerweile wurden bereits 265 Tote gefunden, wie die Hindustan Times schreibt.
Viele wurden völlig verkohlt gefunden, Furchtbar!
Auch eine Blackbox wurde bereits gefunden, die Aufklärung dieses grausamen Unfalles wird wohl recht schnell kommen
Beitrag vom 12.06.2025 - 20:04 Uhr
Ich kann mir nicht helfen und das soll auch keine Spekulation anheizen, aber sieht man nicht auf dem Film der AVHerald quasi ab dem Abheben eine beidseitige Flamme aus den Triebwerken kommen? Für mich sieht es aus, als wenn es mit dem Take-Off eine Art Verpuffung/Verbrennung/Flamme gibt, die zudem den Qualm zumindest erklären würde.
Beitrag vom 12.06.2025 - 21:24 Uhr
Ich kann mir nicht helfen und das soll auch keine Spekulation anheizen, aber sieht man nicht auf dem Film der AVHerald quasi ab dem Abheben eine beidseitige Flamme aus den Triebwerken kommen? Für mich sieht es aus, als wenn es mit dem Take-Off eine Art Verpuffung/Verbrennung/Flamme gibt, die zudem den Qualm zumindest erklären würde.
Sieht eher nach aufgewirbeltem Dreck und Staub am Ender der Bahn aus.
Beitrag vom 12.06.2025 - 21:31 Uhr
Ein schrecklicher Unfall, mein Beileid an alle Hinterbliebenen.
Ich kann aus beiden Videos wegen der Qualität nicht sonderlich viel herauslesen. Ich kann keine Triebwerksprobleme feststellen, keine RAT sehen, und auch die Klappenstellung kann ich nicht eindeutig verifizieren. Offensichtlich gab es kurz nach V1 ein Schubproblem. Das scheint die Crew dermaßen beschäftigt zu haben, dass das Fahrwerk ausgefahren blieb. Da eine 787 auch mit nur einem Triebwerk zuverlässig starten kann wäre also ein Problem mit beiden Triebwerken möglich. Szenarien die dafür in Frage kämen wären entweder Birdstrike in beide Triebwerke oder verunreinigter Treibstoff. Da das Fahrwerk ausgefahren blieb wäre natürlich auch das Szenario mit dem versehentlichen einfahren der Klappen anstatt des Fahrwerkes möglich, aber das kann ich mir nur schwer vorstellen. Wenn man im Cockpit sitzt und das Fahrwerke einfährt erwartet man zeitnah einige Geräusche (Hydraulik, Fahrwerkstüren, Verriegelung...) so dass ich mir kaum vorstellen kann, dass da beide Piloten den Fehler nicht bemerken würden.
Leider ist die Faktenlage derzeit dermaßen dürftig, dass wir uns wohl noch auf etwas gedulden müssen bis entweder weitere Bilder/Videos auftauchen oder der FDR ausgelesen wurde.
Beitrag vom 12.06.2025 - 21:39 Uhr
Mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte über zumindest einen, teilweise über 2 �berlebende. Wenn man sich die Bilder anschaut, eigentlich unglaublich.
Beitrag vom 12.06.2025 - 21:41 Uhr
Da das Fahrwerk ausgefahren blieb wäre natürlich auch das Szenario mit dem versehentlichen einfahren der Klappen anstatt des Fahrwerkes möglich, aber das kann ich mir nur schwer vorstellen. Wenn man im Cockpit sitzt und das Fahrwerke einfährt erwartet man zeitnah einige Geräusche (Hydraulik, Fahrwerkstüren, Verriegelung...) so dass ich mir kaum vorstellen kann, dass da beide Piloten den Fehler nicht bemerken würden.
Das Fahrwerk haben die Piloten rausgelassen, weil die vermutlich schnell nach dem Abheben kein â??climb positiveâ?? hatten, denn nur dann wird das Fahrwerk eingezogen.
Außerdem haben die Piloten dem Tower über Schubverlust berichtet. Siehe Bericht auf AVHerald:
https://avherald.com/h?article=528f27ec&opt=0.
Zudem gibt es eine Aussage eines überlebenden Passagiers, der sinngemÃ¤ß sagte, dass es nach dem Abheben ein lautes Geräusch gegeben hatte vor dem Crash:
https://www.channelnewsasia.com/asia/air-india-plane-crash-ai171-boeing-787-dreamliner-ahmedabad-live-5177241
Damit dürfte das Szenario mit versehentlich zu frühem Einfahren der Flaps als Kernursache vom Tisch sein.
Dieser Beitrag wurde am 12.06.2025 21:51 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 12.06.2025 - 21:52 Uhr
Mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte über zumindest einen, teilweise über 2 �berlebende. Wenn man sich die Bilder anschaut, eigentlich unglaublich.
Und der eine Ã?berlebende ist einfach nur mit paar Kratzern im Gesicht von der Unfallstelle gelaufen. Das muss man sich mal vorstellen.