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Beitrag 31 - 45 von 62
Beitrag vom 06.11.2024 - 18:18 Uhr
UserF11
einfach nur Pax... kein Pilot
User (1205 Beiträge)
Und wie relevant der innerdeutsche Flugverkehr für die LHG ist: die neue Verbindung NUE - HAM zeigt es! Und das ist sicher kein Feeder, oder?
Wie relevant ist er denn? Ob die Strecke innerdeutsch ist oder sonstwohin geht spielt doch keine Rolle. Es ist einfach Cherrypicking. Hier gibt es die Chance Geld zu verdienen, denn die Bahnstrecke HH - N wird über mehrere Jahre renoviert und das verlängert die Reisezeit beträchtlich. Wenn das wieder läuft wird man sehen, innerdeutsch hin oder her.
Naja: die nächsten Sanierungsarbeiten auf Strecke N-HH stehen frühesten ab 2026 (unter Finanzierunsgvorbehalt) an, zur Zeit ist sie durchgängig schnell befahrbar.. Ganz einsichtig ist das Argument so nicht. Auch nicht, weil EW mit Verweis auf die Kosten ja HAM - DUS einstellt. Sind die Kosten NUE - HAM anders?

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2024 18:20 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.11.2024 - 18:32 Uhr
Usercontrail55
User (5869 Beiträge)
Naja: die nächsten Sanierungsarbeiten auf Strecke N-HH stehen frühesten ab 2026 (unter Finanzierunsgvorbehalt) an, zur Zeit ist sie durchgängig schnell befahrbar..
Das weiß ich nicht, aber es steht so in der PM des Flughafens NUE. Sie wollen doch nicht etwa sagen, die Bahn und der Flugverkehr stünden im Wettbewerbâ?¦

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2024 18:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.11.2024 - 18:48 Uhr
UserChristian159
User (1561 Beiträge)

Das sollten Sie, als Luftfahrtexperte, eigentlich wissen.

Nein, tut mir leid, ich habe keine Ahnung. Ich bin nie mit solchen Wackelkandidaten geflogen, deren �berleben vom Sponsoring des Konkurrenten abhängt.

Ohha, ein 'Wackelkandidat' der seit 1955 (69 Jahre) erfolgreich am Markt besteht��.

Btw. Das gilt für 'Ihre geliebten LHG' genauso.

Ich würde das Thema aber trotzdem direkt mit der Airline klären und mich nicht darauf verlassen, das irgendjemand irgendwann auf mich zukommt.
Aber das kann ja jeder halten, wie er willð???

Eben, und keine falschen 'Ratschläge' befolgen, die nur aus verletzter Eitelkeit erteilt wurden.

Der Ratschlag das Thema direkt mit der Airline zu klären war sicherlich nicht falsch, sondern mit Sicherheit zielführender als Ihr Rat, einfach abzuwarten, das was passiert, weil das gesetzlich so geregelt ist. Nicht das man dann zwei Wochen vor Abflug irgendein Problem bekommt.

Wenn man 'zwei Wochen vor Abflug' über eine Stornierung informiert wird hat man genügend Zeit, wenn es denn die Airline nicht bereits selber macht, eine Ersatzflug einzufordern.
Man kann diesen, wenn das die Airline nicht macht, auch selber buchen und das Geld später (mit Zinsen) zurückfordern- im diesem Fall von AUA (da diese ja offensichtlich das/die Tickets storniert hat).

Btw. Zusätzlich erhält man in diesem Fall sogar noch bis zu � 600,00 p.P. Entschädigung (je nach Entfernung) und weitere Leistungen laut EU Verordnung 261/2004, Art. 7,8 und 9.

Klar, man kann dann bestimmt auch klagen, wenn es Spaß macht. Ich kläre Dinge halt lieber frühzeitig, aber das geht natürlich auch anders. @Skyfreak wir den für ihn sinnvolleren Weg schon finden, da bin ich sicherð???
Beitrag vom 06.11.2024 - 19:33 Uhr
UserF11
einfach nur Pax... kein Pilot
User (1205 Beiträge)
Naja: die nächsten Sanierungsarbeiten auf Strecke N-HH stehen frühesten ab 2026 (unter Finanzierunsgvorbehalt) an, zur Zeit ist sie durchgängig schnell befahrbar..
Das weiß ich nicht, aber es steht so in der PM des Flughafens NUE. Sie wollen doch nicht etwa sagen, die Bahn und der Flugverkehr stünden im Wettbewerbâ?¦
Wenn man über den Wettbewerb aller Verkehrsmittel redet sicher, aber hier ging es um den Wettbewerb in der Luft. Und die PM widerspricht den Ankündigungen der DB, warum auch immer. Und da ich häufig die Strecke benutze, um nach Cuxhaven bzw. Osnabrück zu gelangen, kenne ich den Baustellenplan der DB und die aktuellen Fahrzeiten, die seit zwei Wochen wieder im Plan sind, relativ genau.
Und nach wie vor, ist mir unklar, warum HAM -DUS wegen der Flughafenkosten in HAM eingestellt wird, NUE - HAM aber neu aufgelegt wird.

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2024 19:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.11.2024 - 22:40 Uhr
UserChristian159
User (1561 Beiträge)
Ich weiß nicht, ob Lufthansa kostendeckend geflogen ist (Sie übrigens auch nicht!), sicher ist aber, dass Air Berlin nicht kostendeckend geflogen ist, sonst wären sie ja nicht pleite gegangen! Nachdem sie jahrelang mit staatlicher Unterstützung einen Preiskampf geführt hat.

Könnten Sie bitte genauer ausführen welche 'staatlichen Unterstützungen' AB 'jahrelang erfahren hat'. Bitte mit Quellenangabe. Danke!


Zum Beispiel hier:

 https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/luftfahrt-air-berlin-erhaelt-finanzspritze-1.2650519

oder hier

 https://www.airliners.de/air-berlin-aufstieg-44-etihad-mehdorn-pleite/65858

oder einfach selbst googeln, da werden Sie schon fündig.
Beitrag vom 06.11.2024 - 22:51 Uhr
UserChristian159
User (1561 Beiträge)
Nein, tut mir leid, ich habe keine Ahnung. Ich bin nie mit solchen Wackelkandidaten geflogen, deren �berleben vom Sponsoring des Konkurrenten abhängt.

Ohha, ein 'Wackelkandidat' der seit 1955 (69 Jahre) erfolgreich am Markt besteht��.

So wie es aussieht, basiert dieser â??Erfolgâ??(wenn man das unbedingt so nennen will) auf dem Sponsoring des Wettbewerbers. Zumindest behauptet die Condor selbst, dass â??bei Wegfall der SPAs die Fortführung des Geschäftsbetriebs insgesamt erheblich gefährdet wäreâ??.

 https://www.aerotelegraph.com/was-ita-mit-dem-rechtsstreit-zwischen-condor-und-lufthansa-zu-tun-hat
Beitrag vom 07.11.2024 - 04:53 Uhr
UserKosmopolit
User (585 Beiträge)
@Kosmopolit - In dieser Betrachtung darf man aber die selbsterrichtete Marktmacht vom Lufthansakonzern nicht unter den Tisch kehren. Beispielsweise schon als dem man Air Berlin vom Markt gewischt hat und sich inzwischen zunehmend in Europa einkauft.

Sowohl auf der Langstrecke als auch innerdeutsch sollte doch das Abkommen noch die gefühlt entspannteste Lösung für LH (gewesen) sein, nicht fundamental Ã"rger mit dem Kartellbehörden zu bekommen.

ich weiss nicht wo sie das sehen, für mich herrscht extremer Wettbewerb im Luftfahrtmarkt.
Innerdeutsch?
LH hat doch alle aus dem Markt gedrängt.

Wer sind den alle?

Ist die LH für die Air Berlin Pleite verantwortlich?

Wie relevant ist der innnerdeutsche Flugverkehr für die LH selbst?

Schauen sie, das regt mich in diesem Forum auf.
Sie wissen es besser, trollen rum und stellen sich dumm, obwohl jeder weiss das der Luftfahrtmarkt in Europa ein Ã?berangebot hat und enormen Wettbewerbsdruck.
Darum verdient ja auch kaum einer Geld und die LH Aktie dümpelt bei 5� herum.
Und natürlich stellen sie sich dumm, nur um irgendwo wieder einen Wiederspruch zu konstruieren.
Erbärmlich.
Klar: wenn man anderer Meinung ist als Sie "trollt" man oder ist "erbärmlich". In den Zeiten, als es in Deutschland noch mehrere Fluggesellschaften gab, die innerdeutsche Verbindungen angeboten haben, hat LH immer wieder Preiskämpfe geführt. Und ich spreche ja auch nicht von europäischen Verbindungen, sondern von innerdeutschen Strecken, auf denen die Konkurrenz jetzt fehlt. Und Sie erzählen allen Ernstes, dass LH nicht vieles dazu beigetragen hat und damals zum Teil nicht mal mehr kostendeckend geflogen ist, um sich der Konkurrenz zu entledigen. Und klar, es waren alle selbst schuld, ob AB, dba oder Germania oder wie sie alle hießen.
Und wie relevant der innerdeutsche Flugverkehr für die LHG ist: die neue Verbindung NUE - HAM zeigt es! Und das ist sicher kein Feeder, oder?

Sie dürfen gerne anderer Meinung sein als ich, sehr gerne sogar. Davon lebt ja ein Forum, und davon lernt man ja auch.

Aber dann begründen sie das und stellen das halt nicht so halbsuggestiv auf Söder Stammtisch Bierzelt Niveau rein.

Wenn sie der Meinung sind, das die LH ein Monopol oder eine Marktbeherschende Stellung hat, gerne, mir steht das nicht zu darüber zu urteilen.
Aber sie müssen damit leben das wir beide wissen, das es anders ist, und das dann "trolling" ist.

Die LH hat enormen Wettbewerbsdruck.
Auf der Mittelstrecke hat sie weiterhin keine Antwort auf die LCC, FR, Easy und Wizz machen ihr das leben schwer mit den SA. Sie untergraben die Margen des Feeds und quasi alle FSC tun sich schwer.

Auf den Nordamerika Strecken herscht Wettbewerb zw. den 6 grossen Airlines (AA, United, Delta, AFKLM, IAG und LHG) wobei man hier natürlich über die 3 Allianzen diskutieren kann.

Auf den Routen nach Osten hat man brutalen Wettbewerb mit den 3 Golf Airlines, TK und den ganzen Asiaten - SIA, den Chinesen, etc.

Ich kann das nicht erkennen, wo es eine Marktbeherschende Stellung der LH gibt.
Wenn man natürlich den Wahnsinn der EU Kommsion betreibt, die ja im Zuge der Klimapolitik die Luftfahrt teilweise ganz verbieten würde, wenn sie könnte, ok.
Natürlich gibt es auf einzelnen Strecken keine Alternative zur LH.
Aber MUC - BER können sie auch einfach den Sprinter ICE der DB nehmen, der funktioniert relativ gut.
Alternativ, ihr Auto fährt sie auch.
Und wenn ganz günstig sein soll, der Flixbus kostet fast nix.
Es ist wirklich nicht so, das jemand nicht reisen kann, weil die Böse LH das Fliegen innerdeutsch so teuer macht.
Und der Witz an der Sache ist ja, das global gesehen bei der LH (ich weiss man kann über die Zurechnung der Erlöse streiten!) der SA Verkehr kein Geld verdient.
Gerade der Feed ist wohl deutlich defizitär.

Es muss ja einen Grund geben, warum die Mainline selbst kein Geld verdient.
Beitrag vom 07.11.2024 - 09:24 Uhr
UserF11
einfach nur Pax... kein Pilot
User (1205 Beiträge)


Sie dürfen gerne anderer Meinung sein als ich, sehr gerne sogar. Davon lebt ja ein Forum, und davon lernt man ja auch.

Aber dann begründen sie das und stellen das halt nicht so halbsuggestiv auf Söder Stammtisch Bierzelt Niveau rein.

Wenn sie der Meinung sind, das die LH ein Monopol oder eine Marktbeherschende Stellung hat, gerne, mir steht das nicht zu darüber zu urteilen.
Aber sie müssen damit leben das wir beide wissen, das es anders ist, und das dann "trolling" ist.
Die marktbeherrschende Stellung hat LH im innerdeutschen Verkehr, von keinem anderen sprach ich.
Was ist daran "trolling"?

Die LH hat enormen Wettbewerbsdruck.
Auf der Mittelstrecke hat sie weiterhin keine Antwort auf die LCC, FR, Easy und Wizz machen ihr das leben schwer mit den SA. Sie untergraben die Margen des Feeds und quasi alle FSC tun sich schwer.
Da stimme ich Ihnen zu: und lange hat dieser Wettbewerb dazu geführt, dass der Kunde (zu) billig fliegen konnte. Marktwirtschaft halt, kann man gut finden oder nicht.

Auf den Nordamerika Strecken herscht Wettbewerb zw. den 6 grossen Airlines (AA, United, Delta, AFKLM, IAG und LHG) wobei man hier natürlich über die 3 Allianzen diskutieren kann.

Auf den Routen nach Osten hat man brutalen Wettbewerb mit den 3 Golf Airlines, TK und den ganzen Asiaten - SIA, den Chinesen, etc.
Wie gesagt, habe ich nie behauptet, dass die LHG im Mittel- und Langstreckenverkehr eine auch nur annähernd marktbeherrschende Stellung hat. Das konstruieren Sie!

Es muss ja einen Grund geben, warum die Mainline selbst kein Geld verdient.
Wettbewerb und Managementfehler? Könnte doch sein.
Beitrag vom 07.11.2024 - 09:51 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3863 Beiträge)
Ich weiß nicht, ob Lufthansa kostendeckend geflogen ist (Sie übrigens auch nicht!), sicher ist aber, dass Air Berlin nicht kostendeckend geflogen ist, sonst wären sie ja nicht pleite gegangen! Nachdem sie jahrelang mit staatlicher Unterstützung einen Preiskampf geführt hat.

Könnten Sie bitte genauer ausführen welche 'staatlichen Unterstützungen' AB 'jahrelang erfahren hat'. Bitte mit Quellenangabe. Danke!


Zum Beispiel hier:

 https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/luftfahrt-air-berlin-erhaelt-finanzspritze-1.2650519


Leider hinter einer Paywall.

oder hier

 https://www.airliners.de/air-berlin-aufstieg-44-etihad-mehdorn-pleite/65858

Ich kann, ausser einer 100 Mio. Bürgschaft der BRD, die vollständig zurückgezahlt wurde, nichts über "jahrelang mit staatlicher Unterstützung" finden.

Aber vielleicht haben Sie diesen Abschnitt im Artikel 'überlesen':

""Unsere Partnerschaft mit Etihad ist am Protektionismus des deutschen Staates für Lufthansa gescheitert", sagt Joachim Hunold heute. "Es gab ja großen Ã"rger mit den Code-Sharing-Genehmigungen, die zuvor über sechs Buchungsperioden hinweg immer genehmigt wurden â?" bis ein Lufthansa-Jurist meinte, man könnte einen Satz im Luftverkehrsabkommen mit den Emiraten auch anders interpretieren.

Darauf wurde Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt angewiesen, uns das Code-Sharing zu entziehen. Wir haben nachher vor Gericht gewonnen, aber das war ein über zweijähriger Prozess wo nachher die Leute verunsichert waren, ob Air Berlin überlebt. Das war der Sargnagel für Air Berlin, wo die Emirate gesagt haben 'wir lassen uns nicht an der Nase herumführen'", erklärt Hunold."

Oder diesen:

"Die Luftverkehrsabgabe, mit der wiederum die Lufthansa subventioniert wurde, weil die Drehkreuze davon ausgeschlossen wurde, machte bei uns über drei Prozent vom Umsatz aus, bei Lufthansa nur etwa zwei."

Nun, ich will nicht behaupten das AB an diesen 2 Sachen gescheitert ist, die haben schon selber sehr viel Mist gebaut.

Allerdings, wie ich Ihnen ja bereits mehrfach empfohlen habe würde es in der Diskussion sehr helfen, wenn Sie Ihre einseitige 'Pro-LHG-Brille' mal absetzen würden.


oder einfach selbst googeln, da werden Sie schon fündig.
Beitrag vom 07.11.2024 - 10:01 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3863 Beiträge)
Nein, tut mir leid, ich habe keine Ahnung. Ich bin nie mit solchen Wackelkandidaten geflogen, deren �berleben vom Sponsoring des Konkurrenten abhängt.

Ohha, ein 'Wackelkandidat' der seit 1955 (69 Jahre) erfolgreich am Markt besteht��.

So wie es aussieht, basiert dieser â??Erfolgâ??(wenn man das unbedingt so nennen will) auf dem Sponsoring des Wettbewerbers. Zumindest behauptet die Condor selbst, dass â??bei Wegfall der SPAs die Fortführung des Geschäftsbetriebs insgesamt erheblich gefährdet wäreâ??.

 https://www.aerotelegraph.com/was-ita-mit-dem-rechtsstreit-zwischen-condor-und-lufthansa-zu-tun-hat

Nunja, hier wird festgestellt:

"Als Kern dieser Entscheidung fasst der BGH so zusammen: Lufthansa sei Â"die vorläufige Fortsetzung der bestehenden Buchungspraxis bis zur Senatsentscheidung über die Rechtsbeschwerde zumutbarÂ". Zwar habe sie berechtigtes Interesse, ihr Geschäft so auszurichten, wie sie es für wirtschaftlich sinnvoll hält, doch bestehe eine langjährige Geschäftsbeziehung mit Condor und es gehe aktuell nur um eine temporäre Fortsetzung."

Da ist von "Sponsoring durch LH" - was ein Quatsch, Condor zahlt ja für die Zubringer (!), Sie sollten sich mal mit dem Begriff 'Sponsoring', und was er bedeutet, beschäftigen - mit keiner Silbe die Rede.

Diese Geschäftsbeziehung hat eine langjährige Geschichte und erst als LH mit ihrer Tochter eine Konkurrenz zu Condor geschaffen hat wurde das 'plötzlich' von LH in Frage gestellt.

Hat ein Geschmäckle.
Beitrag vom 07.11.2024 - 10:05 Uhr
UserJochen Hansen
User (210 Beiträge)
Moin,

ob die LH (mit-)verantwortlich war für die AB Pleite? Ganz klares: JA!
- das absurde Spiel mit den Code Shares mit der Etihad
- das Rausdrängen an Strecken wie z.B. FRA-HAM, bei der die AB teuer geborgte Slots verloren hat
- das Konzentrieren der (rot-weißen)AB zu "Bad Bank" und der EW-AB zur "Good Bank" mittels Winkelmann, "Wir fliegen nicht mehr innerdeutsch TXL-STR mit der Kern-AB, aber das für mit dem EW-Wetlease. Dafür fliege wir mehr Skandinavien an..." (TXL-STR hatte viel mehr Ertrag, Skandinavien war rot)
-Bei Crew-Mangel wurde der AB Flug abgesagt, Kompensation zahlt ja die AB selbst und die EW-Wetleases wurde beredert (weil der von Winkelmann verhandelte EW Deal noch viel größere Kompensationen bedeutete). Ein win-win für die LH
-Der Gipfel war dann das versuchte Rauslösen des EW-Wetlease-AOC aus der AB Gruppe, mit dem Verbleib der Schulden bei Etihad-AB - dann ist der Etihad endgültig der Kragen geplatzt und sie haben den Stecker gezogen.

u.v.m.

Aber sicher hatte sich die AB mit dem LTU Deal übernommen und beim Abschluss des TUI-Deals war man nicht bei der Sache ;-)

Gruß,
Jochen
Beitrag vom 07.11.2024 - 10:15 Uhr
UserChristian159
User (1561 Beiträge)
Ich weiß nicht, ob Lufthansa kostendeckend geflogen ist (Sie übrigens auch nicht!), sicher ist aber, dass Air Berlin nicht kostendeckend geflogen ist, sonst wären sie ja nicht pleite gegangen! Nachdem sie jahrelang mit staatlicher Unterstützung einen Preiskampf geführt hat.

Könnten Sie bitte genauer ausführen welche 'staatlichen Unterstützungen' AB 'jahrelang erfahren hat'. Bitte mit Quellenangabe. Danke!


Zum Beispiel hier:

 https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/luftfahrt-air-berlin-erhaelt-finanzspritze-1.2650519


Leider hinter einer Paywall.

oder hier

 https://www.airliners.de/air-berlin-aufstieg-44-etihad-mehdorn-pleite/65858

Ich kann, ausser einer 100 Mio. Bürgschaft der BRD, die vollständig zurückgezahlt wurde, nichts über "jahrelang mit staatlicher Unterstützung" finden.

Aber vielleicht haben Sie diesen Abschnitt im Artikel 'überlesen':

""Unsere Partnerschaft mit Etihad ist am Protektionismus des deutschen Staates für Lufthansa gescheitert", sagt Joachim Hunold heute. "Es gab ja großen Ã"rger mit den Code-Sharing-Genehmigungen, die zuvor über sechs Buchungsperioden hinweg immer genehmigt wurden â?" bis ein Lufthansa-Jurist meinte, man könnte einen Satz im Luftverkehrsabkommen mit den Emiraten auch anders interpretieren.

Darauf wurde Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt angewiesen, uns das Code-Sharing zu entziehen. Wir haben nachher vor Gericht gewonnen, aber das war ein über zweijähriger Prozess wo nachher die Leute verunsichert waren, ob Air Berlin überlebt. Das war der Sargnagel für Air Berlin, wo die Emirate gesagt haben 'wir lassen uns nicht an der Nase herumführen'", erklärt Hunold."

Oder diesen:

"Die Luftverkehrsabgabe, mit der wiederum die Lufthansa subventioniert wurde, weil die Drehkreuze davon ausgeschlossen wurde, machte bei uns über drei Prozent vom Umsatz aus, bei Lufthansa nur etwa zwei."

Okay, ich verstehe. Wenn Herr Hunold das so sieht, dann muss es natürlich stimmen.

Fakt ist aber, dass Air Berlin pleite gegangen ist, nachdem die staatliche Fluglinie von Abu Dhabi die finanzielle Unterstützung eingestellt hat.

Beitrag vom 07.11.2024 - 10:21 Uhr
UserChristian159
User (1561 Beiträge)
Nein, tut mir leid, ich habe keine Ahnung. Ich bin nie mit solchen Wackelkandidaten geflogen, deren �berleben vom Sponsoring des Konkurrenten abhängt.

Ohha, ein 'Wackelkandidat' der seit 1955 (69 Jahre) erfolgreich am Markt besteht��.

So wie es aussieht, basiert dieser â??Erfolgâ??(wenn man das unbedingt so nennen will) auf dem Sponsoring des Wettbewerbers. Zumindest behauptet die Condor selbst, dass â??bei Wegfall der SPAs die Fortführung des Geschäftsbetriebs insgesamt erheblich gefährdet wäreâ??.

 https://www.aerotelegraph.com/was-ita-mit-dem-rechtsstreit-zwischen-condor-und-lufthansa-zu-tun-hat

Nunja, hier wird festgestellt:

"Als Kern dieser Entscheidung fasst der BGH so zusammen: Lufthansa sei Â"die vorläufige Fortsetzung der bestehenden Buchungspraxis bis zur Senatsentscheidung über die Rechtsbeschwerde zumutbarÂ". Zwar habe sie berechtigtes Interesse, ihr Geschäft so auszurichten, wie sie es für wirtschaftlich sinnvoll hält, doch bestehe eine langjährige Geschäftsbeziehung mit Condor und es gehe aktuell nur um eine temporäre Fortsetzung."

Da ist von "Sponsoring durch LH" - was ein Quatsch, Condor zahlt ja für die Zubringer (!), Sie sollten sich mal mit dem Begriff 'Sponsoring', und was er bedeutet, beschäftigen - mit keiner Silbe die Rede.

Dann nennen wir es halt 'Unterstützung', wenn es Ihnen lieber ist.

Diese Geschäftsbeziehung hat eine langjährige Geschichte und erst als LH mit ihrer Tochter eine Konkurrenz zu Condor geschaffen hat wurde das 'plötzlich' von LH in Frage gestellt.

Nein, das ist schon seit vielen Jahren ein Thema, nur hatte noch keiner der A... in der Hose, das Thema mal anzugehen.

Hat ein Geschmäckle.

Was hat Geschmäckle? Das Condor mit normalen Interline-Konditionen (mit denen andere Airlines auch umgehen können) nicht überlebensfähig zu sein scheint? Da könnten Sie recht haben!
Beitrag vom 07.11.2024 - 15:20 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3863 Beiträge)
Ich weiß nicht, ob Lufthansa kostendeckend geflogen ist (Sie übrigens auch nicht!), sicher ist aber, dass Air Berlin nicht kostendeckend geflogen ist, sonst wären sie ja nicht pleite gegangen! Nachdem sie jahrelang mit staatlicher Unterstützung einen Preiskampf geführt hat.

Könnten Sie bitte genauer ausführen welche 'staatlichen Unterstützungen' AB 'jahrelang erfahren hat'. Bitte mit Quellenangabe. Danke!


Zum Beispiel hier:

 https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/luftfahrt-air-berlin-erhaelt-finanzspritze-1.2650519


Leider hinter einer Paywall.

oder hier

 https://www.airliners.de/air-berlin-aufstieg-44-etihad-mehdorn-pleite/65858

Ich kann, ausser einer 100 Mio. Bürgschaft der BRD, die vollständig zurückgezahlt wurde, nichts über "jahrelang mit staatlicher Unterstützung" finden.

Aber vielleicht haben Sie diesen Abschnitt im Artikel 'überlesen':

""Unsere Partnerschaft mit Etihad ist am Protektionismus des deutschen Staates für Lufthansa gescheitert", sagt Joachim Hunold heute. "Es gab ja großen Ã"rger mit den Code-Sharing-Genehmigungen, die zuvor über sechs Buchungsperioden hinweg immer genehmigt wurden â?" bis ein Lufthansa-Jurist meinte, man könnte einen Satz im Luftverkehrsabkommen mit den Emiraten auch anders interpretieren.

Darauf wurde Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt angewiesen, uns das Code-Sharing zu entziehen. Wir haben nachher vor Gericht gewonnen, aber das war ein über zweijähriger Prozess wo nachher die Leute verunsichert waren, ob Air Berlin überlebt. Das war der Sargnagel für Air Berlin, wo die Emirate gesagt haben 'wir lassen uns nicht an der Nase herumführen'", erklärt Hunold."

Oder diesen:

"Die Luftverkehrsabgabe, mit der wiederum die Lufthansa subventioniert wurde, weil die Drehkreuze davon ausgeschlossen wurde, machte bei uns über drei Prozent vom Umsatz aus, bei Lufthansa nur etwa zwei."

Okay, ich verstehe. Wenn Herr Hunold das so sieht, dann muss es natürlich stimmen.

Sie glauben doch auch alles was aus dem Hause LHG so verlautbart wird.

Btw. Die beiden genannten Punkte sind nachweisbare Fakten.

Fakt ist aber, dass Air Berlin pleite gegangen ist, nachdem die staatliche Fluglinie von Abu Dhabi die finanzielle Unterstützung eingestellt hat.


Nun das ist doch etwas völlig anderes als eine von Ihnen behauptete 'jahrelange staatliche Unterstützung'.
Beitrag vom 07.11.2024 - 15:28 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3863 Beiträge)
Nein, tut mir leid, ich habe keine Ahnung. Ich bin nie mit solchen Wackelkandidaten geflogen, deren �berleben vom Sponsoring des Konkurrenten abhängt.

Ohha, ein 'Wackelkandidat' der seit 1955 (69 Jahre) erfolgreich am Markt besteht��.

So wie es aussieht, basiert dieser â??Erfolgâ??(wenn man das unbedingt so nennen will) auf dem Sponsoring des Wettbewerbers. Zumindest behauptet die Condor selbst, dass â??bei Wegfall der SPAs die Fortführung des Geschäftsbetriebs insgesamt erheblich gefährdet wäreâ??.

 https://www.aerotelegraph.com/was-ita-mit-dem-rechtsstreit-zwischen-condor-und-lufthansa-zu-tun-hat

Nunja, hier wird festgestellt:

"Als Kern dieser Entscheidung fasst der BGH so zusammen: Lufthansa sei Â"die vorläufige Fortsetzung der bestehenden Buchungspraxis bis zur Senatsentscheidung über die Rechtsbeschwerde zumutbarÂ". Zwar habe sie berechtigtes Interesse, ihr Geschäft so auszurichten, wie sie es für wirtschaftlich sinnvoll hält, doch bestehe eine langjährige Geschäftsbeziehung mit Condor und es gehe aktuell nur um eine temporäre Fortsetzung."

Da ist von "Sponsoring durch LH" - was ein Quatsch, Condor zahlt ja für die Zubringer (!), Sie sollten sich mal mit dem Begriff 'Sponsoring', und was er bedeutet, beschäftigen - mit keiner Silbe die Rede.

Dann nennen wir es halt 'Unterstützung', wenn es Ihnen lieber ist.

Sorry aber diese Aussage s
ist doch komplett anders den Haaren herbei gezogen. Es gibt weder ein Sponsoring noch eine (finanzielle) Unterstützung. Es gibt Verträge und diese sind von beiden Parteien zu erfüllen. Nichts anders wurde in dem Urteil festgestellt. Zweifeln Sie an unserem Rechtsystem?

Diese Geschäftsbeziehung hat eine langjährige Geschichte und erst als LH mit ihrer Tochter eine Konkurrenz zu Condor geschaffen hat wurde das 'plötzlich' von LH in Frage gestellt.

Nein, das ist schon seit vielen Jahren ein Thema, nur hatte noch keiner der A... in der Hose, das Thema mal anzugehen.

Stellt sich die Frage: Warum? Vielleicht zeigt das Urteil den Grund!?

Hat ein Geschmäckle.

Was hat Geschmäckle? Das Condor mit normalen Interline-Konditionen (mit denen andere Airlines auch umgehen können) nicht überlebensfähig zu sein scheint? Da könnten Sie recht haben!

Das wird man sehen wenn die Vereinbarung nicht mehr besteht. Alles andere ist reine Spekulation.

Zum 'Geschmäckle': damit spiele ich auf die, auch hier von vielen Foristen skeptisch gesehene, Neugründung von EW/Discover mit Hilfe der staatlichen Corana- Unterstützung durch LH an.