Beitrag vom 26.03.2025 - 19:58 Uhr
Danke für diesen Beitrag mit einer inhaltlichen Antwort.
Die Corona Fetischisten haben immer noch keine Argumente, dafür aber viele Plattitüden (Schwurbel, Covid leugner, Putin irgendwas).
Man muss sich halt nur etwas informieren, es ist vieles bekannt geworden.
Schon 2020 wussten die Verantwortlichen der BRD das dieses Virus aus dem Labor kam,
und man wusste auch ungefähr über dessen Gefährlichkeit bescheid.
Aber gut, Fehler einzugestehen fällt dem Durchschnitt scheinbar schwer.
Das ist übrigens beim Thema Nato - Russland auch so. Die russische Perspektive mit dem Start 1989/90 über die Jugoslawien Kriege und die Osterweiterung von EU + Nato mit der Revolution in der Ukraine ergibt halt auch eine Runde Geschichte.
Ich höre hieraus ein Mitschwingen grundsätzlicher Ablehnung der in den letzten Jahrzehnten regierenden Parteien (egal welches es waren) und hinter jeglichen Entscheidungen perfide Interessen und abgekartete Strategien stecken.
Was bei den regierenden Parteien nicht mehr oder weniger der Fall ist als bei den Oppositionsparteien auch die am linken und rechten Rand. Und es gibt neben eigenen krummen Gestalten auch definitiv einige Politiker, die wirklich etwas Gutes bewegen und nicht nur aus Machtinteressen Schmuh machen wollen. Man muss sich halt einfach mal in die Rolle hineinversetzen eines Kanzlers und Ministers, der zentrale Verantwortung trägt.
Da kommt ein neues Corona-Virus, von dem die Kenntnissen und Zahlen sagen, dass es hoch ansteckend ist, aber die möglichen Schäden auf die Gesundheit noch unbekannt sind - man hatte also die Situation, das das Verhalten eines Jeden ganz leicht Schaden an der Gesundheit anderer bewirken kann. Wenn man Verantwortung für eine Bevölkerung von 82 Mio. trägt, was soll man dann entscheiden? Jeder der diese Verantwortung wahrnimmt, bleibt doch kaum was anderes übrig, als _den gesundheitlichen Schutz über die persönlichen Freiheiten und wirtschaftliche Einbußen zu priorisieren_. Die andere Option wäre gewesen, die persönliche Interessen höher zu priorisieren und damit möglicherweise viel mehr Tote hinzunehmen? Aus welchem Grund macht die Regierung diese "Drangsalierung" von damals denn heute nicht mehr? Weil die sich ausgetobt haben oder was ? Nein, man macht man diese Priorisierung nicht mehr, einfach weil man heute mehr Wissen hat.
Und genauso ist es auch beim Thema Wiederaufrüstung: meinen sie wirklich, dass man nach 30 Jahren der Abrüstung jetzt auf einmal einfällt, dass man die Rüstungsindustrie stützen muss und deswegen gibt man 100erte von Mrd. aus? Nein, es gibt begründete Sorgen um unsere Sicherheit.
> Ich halte eine weitere russ. Aggression für sehr unwahrscheinlich, und für Ausserhalb der Ukraine auch ausgeschlossen.
Einem Aggression gegen Georgien und Moldau ist sehr wahrscheinlich - hier macht Putin ja schon länger die gleichen Spielchen wie ab 2014 in der Ukraine.
Zudem hat Russland komplett auf Kriegswirtschaft umgestellt, was denn Einbruch der zivilen Wirtschaft durch die Sanktionen kompensiert hat. Einen dauerhaften Stopp der militärischen Aktivitäten kann gar nicht anders als zu einem Zusammenbruch der russischen Wirtschaft führen, weil die zivilwirtschaftlichen Strukturen also solche wie vor dem Krieg heute dort nicht mehr gibt - Putin muss Krieg führen, um seine Wirtschaft am Leben zu erhalten.
�berdies will er auch Krieg führen, nicht wegen der angeblichen Nato-Zusage der Nichtausbreitung, die es niemals geben hat: es gibt kein Dokument dazu, nicht einmal eine bestätigte Aussage der Beteiligten - Putin war nicht beteiligt, Jelzin und Gorbatschow aber. Jelzin hat das nicht bestätigt, und Gorbatschow hat sogar zugegeben, dass es diese Zusicherung niemals gegeben hatte.
Der Grund ist doch bekannt und ein anderer: Putin akzeptiert die geänderten Machtverhältnisse nach 1990 nicht. Und genau das hat er 2007 auf der Münchener Sicherheitskonferenz ja selbst gesagt. Das ist der Kern des Hauptgrundes für seinen Krieg und kein anderer.
Und wie geht man jetzt mit so jemandem um, der nicht nur die UN-Charta bzgl. Souveranität verletzt (die Russland aber unterschrieben hat) als auch den Vertragsbruch über die Sicherheitsgarantie für die Ukraine bzgl. Anerkennung und Unantastbarkeit Ihrer Grenzen für die im Gegenzug �bergabe der Atomwaffen?
Es mag durchaus sein, das die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Aggression nach der Ukraine unmittelbar nicht gegeben ist, nachdem das russische Militär enorm geschwächt worden ist. Aber wenn Putin grundsätzlich "seine Lust" mehr auf Krieg hätte, dann hätte er schon längst einem Frieden zugestimmt. Ein verantwortungsvoller Kanzler für die Sicherheit 82 Mio trägt darf seine Entscheidungen nicht auf Unwahrscheinlichkeiten stützen, welbst wenn diese nur gering ist. Das die Bundeswehr extrem unterbesetzt und mindergerüstet ist, ist schon lange vor dem Ukraine Krieg ein Thema gewesen. Und deswegen ist eine Nachrüstung jetzt nur folgerichtig.
Es hilft halt auch nichts, alle 15-20 Jahre die BW umzuwerfen.
Von 1990 bis 2011 noch irgendwie eine Bündnisarmee im Umbau.
von 2011 bis 2024 eine Armee im Einsatz, mit dem Hochstapelnden Baron als Sparminister.
Und jetzt ein Ad Hoc Umbau in eine Verteidigungsarmee.
Man kann die Dagten anders legen, z.b. 1994- 2014, aber das Grundproblem bleibt.
Alle 20 Jahre was anderes.
Bei der Dauer von Beschaffung und Umbau natürlich fatal.
Absolut richtig. In der Nachschau kann man kein anderes Urteil fällen. Zu den Zeitpunkten, als die Entscheidungen fielen, wollte aber niemand ernsthaft darüber Diskutieren, dass es auch mal wieder andere Zeiten geben kann. So sind die Entscheidungen alle im jeweiligen Zeitgeist mehr oder weniger richtig gewesen.
Ich sehe das anders. Man sollte Politik am Resultat messen. Nicht an dem, was versprochen wird.
Und da sieht man, das die Reformen einfach fatal waren.
Alle 20 Jahre das ganze Umzuwerfen, das kann es halt nicht sein.
Das sehe ich genauso: weitreichende Entscheidungen müssen über einen langen Zeitraum Bestand haben und sich auch nach Jahrzehnten als richtig erweisen. In der Vergangenheit gab es dazu viele Beispiele. Deswegen lehne ich Merkels aktuelle Verteidigung Ihrer früheren Entscheidungen mittels dieser Begründung ("damals haben wir nach besten Wissen entschieden" ab.
Beitrag vom 26.03.2025 - 20:59 Uhr
...
Das sehe ich genauso: weitreichende Entscheidungen müssen über einen langen Zeitraum Bestand haben und sich auch nach Jahrzehnten als richtig erweisen. In der Vergangenheit gab es dazu viele Beispiele. Deswegen lehne ich Merkels aktuelle Verteidigung Ihrer früheren Entscheidungen mittels dieser Begründung ("damals haben wir nach besten Wissen entschieden" ab.
Das Sparen an der Verteidigungsfähigkeit fing doch aber schon viel früher an. Die Abwicklung der NVA will ich mal nicht mitrechnen. Aber spätestens unter Schröder hat man doch angefangen alle kaputtzusparen. Scharping hat versucht alles zu privatisieren, was keine Uniform anhatte. Schon dafür wurden neue Strukturen geschaffen um zivile Verwaltung besser vom Militär zu trennen mit dem Ziel zivile Anteile zu privatisieren. Spätestens ab Struck waren die Einsätze ausschlaggebend für neue Ausrüstungen. "Wozu brauchen wir eine Bundeswehr, wenn wir doch nur von Freunden umgeben sind?" dagegen mussten auch die beiden schon argumentieren. Die Finanzkriese hat in ganz Europa auch des Verständnis für Militärausgaben geschwächt (außer bei den Griechen). Da hat auch Putins Ã"ußerung in München nichts geändert. Die Wehrpflicht war irgendwann auch nicht mehr haltbar, sowohl rechtlich als auch gesellschaftlich. Das war keine spontane Entscheidung, die Bw klein zu sparen, sondern ein langer Prozess.
Ab 2014 hätte man aber diesen Prozess aber deutlicher rückgängig machen müssen, als man es getan hat. Von der Leyens Prioritäten waren das "Soft-Produkt": wohnlichere Möbel und schickere Ausgehuniformen. Und ab da stimme ich auch zu, dass die Entscheidungen auch zu dem Zeitpunkt wo sie getroffen wurden nicht mehr die besten waren. An die Annexion der Krim hatten sich auch schon alle schnell gewöhnt.
Unter Kramp-Karrenbauer wurden klammheimlich einige Sachen neu priorisiert (die Uniformen sind erst jetzt wieder aufgetaucht), aber sie konnte ihrer Parteifreundin natürlich kein Versagen nachsagen. Dann kam die Corona-Kriese. Niemand, in keiner Partei, wollte Geld in die Verteidigung stecken. Bis 2022.
Von daher glaube ich, auch unter jeder anderen Partei währen die Entscheidungen so oder so ähnlich gelaufen. Ob nun richtig oder falsch.
Beitrag vom 27.03.2025 - 13:57 Uhr
Das Sparen an der Verteidigungsfähigkeit fing doch aber schon viel früher an. Die Abwicklung der NVA will ich mal nicht mitrechnen. Aber spätestens unter Schröder hat man doch angefangen alle kaputtzusparen. Scharping hat versucht alles zu privatisieren, was keine Uniform anhatte. Schon dafür wurden neue Strukturen geschaffen um zivile Verwaltung besser vom Militär zu trennen mit dem Ziel zivile Anteile zu privatisieren. Spätestens ab Struck waren die Einsätze ausschlaggebend für neue Ausrüstungen. "Wozu brauchen wir eine Bundeswehr, wenn wir doch nur von Freunden umgeben sind?" dagegen mussten auch die beiden schon argumentieren. Die Finanzkriese hat in ganz Europa auch des Verständnis für Militärausgaben geschwächt (außer bei den Griechen). Da hat auch Putins Ã"ußerung in München nichts geändert. Die Wehrpflicht war irgendwann auch nicht mehr haltbar, sowohl rechtlich als auch gesellschaftlich. Das war keine spontane Entscheidung, die Bw klein zu sparen, sondern ein langer Prozess.
Ab 2014 hätte man aber diesen Prozess aber deutlicher rückgängig machen müssen, als man es getan hat. Von der Leyens Prioritäten waren das "Soft-Produkt": wohnlichere Möbel und schickere Ausgehuniformen. Und ab da stimme ich auch zu, dass die Entscheidungen auch zu dem Zeitpunkt wo sie getroffen wurden nicht mehr die besten waren. An die Annexion der Krim hatten sich auch schon alle schnell gewöhnt.
Unter Kramp-Karrenbauer wurden klammheimlich einige Sachen neu priorisiert (die Uniformen sind erst jetzt wieder aufgetaucht), aber sie konnte ihrer Parteifreundin natürlich kein Versagen nachsagen. Dann kam die Corona-Kriese. Niemand, in keiner Partei, wollte Geld in die Verteidigung stecken. Bis 2022.
Von daher glaube ich, auch unter jeder anderen Partei währen die Entscheidungen so oder so ähnlich gelaufen. Ob nun richtig oder falsch.
Das ist sicher richtig, dass diese Entwicklung parteiunabhgängig verlief.
Mir ging es vor allem um den Satz, dass man Politik am Ergebnis messen muss und nicht an den Ankündigungen - und zwar an Ergebnissen auf lange Sicht.
Nur hat Merkel in Ihrem Buch Ihre Entscheidungen ja neulich noch verteigt mit dem Hinweis, dass damals das nicht anders zu entscheiden war. Natürlich hat die SPD die Fehlentwicklung in der Bundeswehr genauos mit zu verantworten. Nur vertreigen Sie das jetzt nicht, sondern halten richtigerweise die Klappe.
Es ist mir unerklärlich, dass manche nach Putins Weigerung 2002 den Truppenabzugsbeschluss aus Transnistrien 1999 umzusetzen, seine MSC-Rede 2007 über den Untergang der UdSSR, seinem Krieg in Georgien 2008, Annektion der Krim 2014, Besetzung von Donetzk und Luhansk 2014 durch "Separatisten"=Putrins grüne Männchen, Bruch von Minsk II, Bruch des Vertrags Ukraine-Russland von 1994, Bruch der UN-Charta, 2022 Invasion Russlands, allen ernstes immer noch vertreten, man müsste sich mit Putin nur an einen Tisch setzen und dann hätten man leicht einen Frieden. Wer sich mal ernsthaft mit Putin und seiner Biographgie auseinandergestezt hat, der versteht, das Putin nur eine Sprache kennt: die der Stärke, und zwar der militärischen Stärke. Auch wenn man das partou nicht will, ist das leider die nakte Realität. Und diese Realität muss jeden halbwegs verantwortungsvollen Politiker dazu bringen, einen Kurswechsel bzgl. Bundeswehr einzuleiten.
Verschiedene Meinungen zu diesem Thema entstehen, wenn man bewusst diese Realität ausblendet und ignoriert, weil es der eigenen Grundüberzeugung (z.B. Pazifismus, etc..) und/oder eigenen politischen Interessen zuwiderläuft. Aber Politik hat die Aufgabe, Entscheidungungen anhand der Realität auszurichten, udn wenn es nötig ist auch gegen die Ausrichtung der eigenen Partei. Schmidt hat das gekommt, siehe Nato-Doppelbeschluss, leider ist das aber eine Seltenheit unter Politikern. Und dieses Konfliktfeld Realität vs. politische �berzeugung haben wir auch bei Corona gesehen - und auch das Phänomen, dass man die eigene politsche �berzugung höher als die Realität priorisiert und deswegen letzrere auch hier genauso von vielen ausgeblendet und ignoriert worden ist.
Dieser Beitrag wurde am 27.03.2025 13:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.03.2025 - 14:34 Uhr
Es ist mir unerklärlich, dass manche nach Putins Weigerung 2002 den Truppenabzugsbeschluss aus Transnistrien 1999 umzusetzen, seine MSC-Rede 2007 über den Untergang der UdSSR, seinem Krieg in Georgien 2008, Annektion der Krim 2014, Besetzung von Donetzk und Luhansk 2014 durch "Separatisten"=Putrins grüne Männchen, Bruch von Minsk II, Bruch des Vertrags Ukraine-Russland von 1994, Bruch der UN-Charta, 2022 Invasion Russlands, allen ernstes immer noch vertreten, man müsste sich mit Putin nur an einen Tisch setzen und dann hätten man leicht einen Frieden. Wer sich mal ernsthaft mit Putin und seiner Biographgie auseinandergestezt hat, der versteht, das Putin nur eine Sprache kennt: die der Stärke, und zwar der militärischen Stärke. Auch wenn man das partou nicht will, ist das leider die nakte Realität. Und diese Realität muss jeden halbwegs verantwortungsvollen Politiker dazu bringen, einen Kurswechsel bzgl. Bundeswehr einzuleiten.
Stimme zu.
Und es ist vielleicht tatsächlich Trumps Verdienst (ja, tut weh das so zu schreiben) dass Viele in Europa jetzt merken, dass der amerikanische Schutzschirm, unter dem wir so gemütlich saßen, offenbar schon länger löchrig war und wir aufhören müssen, unsere Streitkräfte auf Brauchtumspflege zu konzentrieren und ohne Plan wechselweise Industriehilfe oder blinde Sparwut zu betreiben.
Europa wird aus dieser Geschichte entweder gestärkt und geeint oder gar nicht mehr hervorgehen.
Beitrag vom 27.03.2025 - 15:43 Uhr
Natürlich ist Merkel nicht einfach nur dem Zeitgeist/ der Mehrheitsmeinung gefolgt auch wenn sie selber und ihre Treugebliebenen in den Medien das gerne so darstellen.
Bei der sogenannten "Flüchtlingskrise" hat sie ganz klar gegen die Mehrheitsmeinung agiert wie auch bei der vermeintlichen "Eurorettung" und manch anderem.
Im Fall der Bundeswehr gab es ja auch zumindest ein Interesse daran sie gegen den Terror einsetzen zu können aber trotzdem hatten die Spezialkräfte so krassen Munitionsmangel dass sie nicht üben konnten.
Das ist jetzt zwar hart an der Grenze zur Verschwörungstheorie aber ich hatte immer schon das Gefühl dass Merkel ihre selbstzerstörerische Politik vielleicht nicht nur aus irgendwelchen unbestimmten Rachegelüsten gegenüber der BRD sondern mit einem konkreten Ziel verfolgt denn wenn es nur emotionale Gründe gewesen wären hätte man von ihr auch signifikante Lobbyarbeit/ Subventionierung für Ostdeutschland erwartet aber die fand ja nicht statt.
Aus Russischer Sicht ist bzw. war es schon immer so gewesen dass Deutschland von Osten her kommend der erste und der größte Machtblock ist welcher die finanziellen und militärischen Mittel hat(te) es mit Russland direkt oder über einen Proxy aufzunehmen.
Die Deutsche Bevölkerung würde unabhängig von dem was in den Medien berichtet werden würde aufgrund ihrers eigenen kollektiven Gedächtnis große Sympathien empfinden und die Ausrüstung der Bundeswehr aus dem kalten Krieg ist ohnehin auf einen Krieg gegen Russland im (norddeutschen) Flachland ausgelegt.
Das geht jetzt wieder etwas in Richtung Verschwörungstheorie aber es scheint auch durchaus möglich dass Corona und dieser Krieg insofern zusammenhängen dass dem paranoiden Putin in seinen strikten Lockdowns aufgrund der extremen sozialen Isolierung auf gut Deutsch die Sicherung durchgebrannt ist und er quasi als Folge davon all-in gegangen ist.
Diese Theorie stammt von der großartigen Julia Ioffe welche vor dem Krieg im Kreml gut vernetzt war und der diese Verschlechterung von Putins Gemüt anscheinend von etlichen Kremlmitarbeitern unabhängig voneinander berichtet wurde.
Die zeitliche Nähe zu Corona ist zumindest auffällig. Es gibt natürlich auch einen zeitlichen Zusammenhang mit Afghanistan.
Vielleicht gab es außer dem rein politisch motivierten Rückzug aus Afghanistan und Putins schlechter Laune aber ja durchaus gute Gründe für die Machtbesoffenheit im Kreml.
Zur 'Realität bei Corona' ist folgendes sehr lesenswert:
https://www.telepolis.de/features/Covid-Schwere-Vorwuerfe-wegen-massenhafter-kuenstlicher-Beatmung-9048800.html?seite=all
Wobei man den Ã"rzten natürlich keine Vorwürfe machen kann, die standen schon vor Corona mit einem Fuß im Gefängnis und haben sich in der Folge zum Selbstschutz oft an die Leitlinien gehalten.
Jetzt stehen die vor dem Problem das den Leuten erklären zu müssen ohne dabei das Vertrauen in die Medizin zu zerstören denn die Politik wird natürlich nichts erklären nachdem sie ja nur fordern und befehlen kann und sowieso nur die §�$ Sprache versteht.
Die Ukrainer können insofern froh sein dass Selensky am 24.2.22 nicht den Lauterbach gemacht und im Fernsehn verkündet hat: "Die Russen kommen! Wir werden alle sterben!" denn dann wären die Soldaten davongelaufen und alles wäre so gekommen wie Putin es sich ausgedacht hat.
Beitrag vom 27.03.2025 - 17:08 Uhr
Diese Theorie stammt von der großartigen Julia Ioffe welche vor dem Krieg im Kreml gut vernetzt war und der diese Verschlechterung von Putins Gemüt anscheinend von etlichen Kremlmitarbeitern unabhängig voneinander berichtet wurde.
Einen immer stärker sichtbaren Empathiemangel etc. kann man anstelle spekulativer Ursachenforschung auch ganz einfach auf die medizinischen Auswirkungen von Schönheits-Behandlungen zurückführen. Einfach 'Putin Botox' und 'Botox Psyche' googeln und zwei und zwei zusammenzählen. Und nein, das ist keine Verschwörungsthese, sondern Allgemeinwissen jeder damit befaßten Pflegeperson.
Beitrag vom 27.03.2025 - 17:17 Uhr
@Weideblitz
Volle Zustimmung. Aber Politiker wie z.B. den von Ihnen angesprochenen Schmidt gibt es leider nicht mehr.
@EricM
Auch volle Zustimmung. Schon die erste Amtszeit hat gezeigt, dass der Schutzschirm nicht ewig hält. Jetzt wird es noch deutlicher.
Beitrag vom 27.03.2025 - 17:19 Uhr
Diese Theorie stammt von der großartigen Julia Ioffe welche vor dem Krieg im Kreml gut vernetzt war und der diese Verschlechterung von Putins Gemüt anscheinend von etlichen Kremlmitarbeitern unabhängig voneinander berichtet wurde.
Einen immer stärker sichtbaren Empathiemangel etc. kann man anstelle spekulativer Ursachenforschung auch ganz einfach auf die medizinischen Auswirkungen von Schönheits-Behandlungen zurückführen. Einfach 'Putin Botox' und 'Botox Psyche' googeln und zwei und zwei zusammenzählen. Und nein, das ist keine Verschwörungsthese, sondern Allgemeinwissen jeder damit befaßten Pflegeperson.
Wo ist der zeitliche Zusammenhang?
Diese Behandlungen laufen wenn dann schon seit über zehn Jahren. Von der �ffentlichkeit unmbemerkt möglicherweise noch länger.
Es kann natürlich sein dass er sie im Kontext von Corona abgesetzt hat um seine Gesundheit zu verbessern aber das müsste sein Gemüt ja eher verbessert haben.
Beitrag vom 27.03.2025 - 22:06 Uhr
Diese Behandlungen laufen wenn dann schon seit über zehn Jahren.
Und wenn nicht?
Beitrag vom 27.03.2025 - 22:47 Uhr
@Weideblitz
Volle Zustimmung. Aber Politiker wie z.B. den von Ihnen angesprochenen Schmidt gibt es leider nicht mehr.
Doch, Pistorius. Der hat das Thema Wiederaufrüstung als Thema gesetzt und auf allen Ebenen gepusht, und zwar wesentlich konsequenter als Scholz. Und vor allem gegen den Willen der eigenen Partei. Als er vor Monaten sagte, die Bundeswehr müsste â??kriegstüchtigâ?? werden, da hat fast die gesamte SPD zusammengezuckt. Ich glaube schon, dass Pistorius die â??Eierâ?? hat, aus der Realität abgeleiteten Ã?berzeugung sich gegen die Parteimeinung zu stellen.
Vermutlich einer der Gründe, warum er momentan der beliebteste Deutschlands ist. Er ist aber nicht der beliebteste Politiker innerhalb der SPD.
Beitrag vom 27.03.2025 - 23:50 Uhr
Einen immer stärker sichtbaren Empathiemangel etc. kann man anstelle spekulativer Ursachenforschung auch ganz einfach auf die medizinischen Auswirkungen von Schönheits-Behandlungen zurückführen. Einfach 'Putin Botox' und 'Botox Psyche' googeln und zwei und zwei zusammenzählen. Und nein, das ist keine Verschwörungsthese, sondern Allgemeinwissen jeder damit befaßten Pflegeperson.
Wo ist der zeitliche Zusammenhang?
Ja, der fehlt bei Ihrem Corona-Vorschlag aber auch. Zudem haben weltbewegende politische Ereignisse, anders als in der typischen Verschwörungserzählung idR keine simple und singuläre Ursache.
Bereits 2014 hat die RF mit hybriden und verdeckten Operationen auf der Krim begonnen.
Und auch die sind niemandem "über Nacht" eingefallen.
Schon 1999 bis 2009 führte Russland 10 Jahre Krieg in Tschetschenien, Inguschetien, Dagestan und Südossetien.
Das kann jetzt weder Botox noch Corona entschuldigen noch werden sie zur "Erklärung" benötigt.
Putin versucht schlicht, seit seinem Amtsantritt die russische Einflussphäre der ehemaligen Sowjetunion unter russischer Führung mit Gewalt neu zu errichten.
Sowohl die Krim als auch der offene �berfall auf die restliche Ukraine fügen sich in dieses Gesamtbild nahtlos ein.
Und genau wie Trump ist Putin kein 1-Mann Problem.
In der 2. und 3. Reihe stehen Personen die diese Ziele unterstützen, die von einer Wiedergeburt eines russischen Reichs träumen, die die Autokratie mit Leben füllen, die Wahlergebnisse fälschen, di die Zivilgesellschaft schwächen, die die Propagandapparate betreiben, die die Kontrolle der Bevölkerung über eine pervertierte Justiz und wenn nötig mit Gewalt sicherstellen.
Dieser Beitrag wurde am 28.03.2025 06:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.03.2025 - 13:33 Uhr
@Weideblitz
Volle Zustimmung. Aber Politiker wie z.B. den von Ihnen angesprochenen Schmidt gibt es leider nicht mehr.
Doch, Pistorius. Der hat das Thema Wiederaufrüstung als Thema gesetzt und auf allen Ebenen gepusht, und zwar wesentlich konsequenter als Scholz. Und vor allem gegen den Willen der eigenen Partei. Als er vor Monaten sagte, die Bundeswehr müsste â??kriegstüchtigâ?? werden, da hat fast die gesamte SPD zusammengezuckt. Ich glaube schon, dass Pistorius die â??Eierâ?? hat, aus der Realität abgeleiteten Ã?berzeugung sich gegen die Parteimeinung zu stellen.
Vermutlich einer der Gründe, warum er momentan der beliebteste Deutschlands ist. Er ist aber nicht der beliebteste Politiker innerhalb der SPD.
Für ein solches Urteil finde ich es noch zu früh. Scholz hat ihn doch recht kurz an der Leine gehalten. Nach einigen vorsichtigen Vorstößen hat er immer zurückgezogen und des Kanzlers Meinung verteidigt. Die Gründe können dafür können vielfältig sein. Aber vielleicht bleibt Pistorius uns ja erhalten und er kann sich dann beweisen. Wäre nicht die schlechteste Wahl. Mal schauen.
Beitrag vom 28.03.2025 - 13:57 Uhr
Danke für diesen Beitrag mit einer inhaltlichen Antwort.
Die Corona Fetischisten haben immer noch keine Argumente, dafür aber viele Plattitüden (Schwurbel, Covid leugner, Putin irgendwas).
Man muss sich halt nur etwas informieren, es ist vieles bekannt geworden.
Schon 2020 wussten die Verantwortlichen der BRD das dieses Virus aus dem Labor kam,
und man wusste auch ungefähr über dessen Gefährlichkeit bescheid.
Aber gut, Fehler einzugestehen fällt dem Durchschnitt scheinbar schwer.
Das ist übrigens beim Thema Nato - Russland auch so. Die russische Perspektive mit dem Start 1989/90 über die Jugoslawien Kriege und die Osterweiterung von EU + Nato mit der Revolution in der Ukraine ergibt halt auch eine Runde Geschichte.
Ich höre hieraus ein Mitschwingen grundsätzlicher Ablehnung der in den letzten Jahrzehnten regierenden Parteien (egal welches es waren) und hinter jeglichen Entscheidungen perfide Interessen und abgekartete Strategien stecken.
Wann war den dem nicht so?
Sind z.b. bei Corona die eigentlichen Verschwörungstheorien die vermeintlich wissenschaftliche Begründung der Massnahmen, die Herkunft des Virus vom Viehmarkt in Wuhan, die Impfung gewesen?
Gesunde Menschen haben eine Ablehnung gegen staatliches Handeln, weil es selten gut ist, und quasi nie zu guten, besseren Lösungen führt.
Diese Staatstreue in Deutschland, die macht mir Angst und Bange, das hatten wir 3x Mal. Nach 2 Weltkriegen und der DDR, sind wir jetzt beim 4. Mal alles was der Staat so vorgibt einfach hinzunehmen.
Wie gesagt: Corona war eine Lüge, insgesamt. In besseren Zeite der dt. Demokratie wären alle Verantwortlichen zurückgetreten und hätten sich rechtlich verantworten müssen.
Besser noch, die Massnahmen wären gesellschaftlich und rechtlich diskutiert worden.
Alles das fand nicht statt.
Was Russland angeht, ich sage nicht das ich deren Perspektive teile, aber ich kann sie verstehen.
Den deren Erzählung ergibt halt leider auch eine Runde Story.
Ich halte nicht viel von der russ. Agression, aber die Russen halten sich für eine Großmacht und beanspruchen entsprechend mitsprache in Ländern die sie als ihre INtressensgebiete wahrnehmen.
Die USA tun das genauso wie China.
Für mich ist das dummer Nationalismus, denn ich überwunden dachte, aber das ist wohl die deutsche Perspektive.
Also muss man den Russen da wohl etwas zugestehen, denn sonst ist man halt in einem Krieg, und der schafft keine guten Lösungen.
Was bei den regierenden Parteien nicht mehr oder weniger der Fall ist als bei den Oppositionsparteien auch die am linken und rechten Rand. Und es gibt neben eigenen krummen Gestalten auch definitiv einige Politiker, die wirklich etwas Gutes bewegen und nicht nur aus Machtinteressen Schmuh machen wollen. Man muss sich halt einfach mal in die Rolle hineinversetzen eines Kanzlers und Ministers, der zentrale Verantwortung trägt.
Ja, und daher ist in meinen Augen die Parteindemokratie auch am Ende.
Die Linke und die AFD sind doch dahingehend nicht besser, da gebe ich mir keine Illusionen.
Sobald diese an der Macht wären, wäre es nicht besser, sondern nur anders.
Wenn man natürlich nur links rechts denkt, dann ist es trivial.
Man muss sich halt überlegen ob man das System nicht besser lösen kann, und v.a. in Deutschland (und Europa und im gesamten Westen) ob es soviel Staat braucht.
Da kommt ein neues Corona-Virus, von dem die Kenntnissen und Zahlen sagen, dass es hoch ansteckend ist, aber die möglichen Schäden auf die Gesundheit noch unbekannt sind - man hatte also die Situation, das das Verhalten eines Jeden ganz leicht Schaden an der Gesundheit anderer bewirken kann. Wenn man Verantwortung für eine Bevölkerung von 82 Mio. trägt, was soll man dann entscheiden? Jeder der diese Verantwortung wahrnimmt, bleibt doch kaum was anderes übrig, als _den gesundheitlichen Schutz über die persönlichen Freiheiten und wirtschaftliche Einbußen zu priorisieren_. Die andere Option wäre gewesen, die persönliche Interessen höher zu priorisieren und damit möglicherweise viel mehr Tote hinzunehmen? Aus welchem Grund macht die Regierung diese "Drangsalierung" von damals denn heute nicht mehr? Weil die sich ausgetobt haben oder was ? Nein, man macht man diese Priorisierung nicht mehr, einfach weil man heute mehr Wissen hat.
Das stimmt nicht, man wusste relativ früh über die Gefährlichkeit und das sie eben nicht so hoch ist.
Wenn ich es nicht weiss, dann muss ich eben Wissen generieren.
COrona hat gezeigt, man darf der Politik die Macht nicht überlassen, sie wird sonst missbraucht.
Und unsere dt. Checks and Balances haben nicht gewirkt.
Niemand hat in der Sache die Frage gestellt.
Und genauso ist es auch beim Thema Wiederaufrüstung: meinen sie wirklich, dass man nach 30 Jahren der Abrüstung jetzt auf einmal einfällt, dass man die Rüstungsindustrie stützen muss und deswegen gibt man 100erte von Mrd. aus? Nein, es gibt begründete Sorgen um unsere Sicherheit.
Ja, die Russen stoßen also durch Litauen und Polen auf Berlin?
Hat Russland jemals von sich aus Deutschland angegriffen?
> Ich halte eine weitere russ. Aggression für sehr unwahrscheinlich, und für Ausserhalb der Ukraine auch ausgeschlossen.
Einem Aggression gegen Georgien und Moldau ist sehr wahrscheinlich - hier macht Putin ja schon länger die gleichen Spielchen wie ab 2014 in der Ukraine.
Was betrifft uns das nochmal?
Zudem hat Russland komplett auf Kriegswirtschaft umgestellt, was denn Einbruch der zivilen Wirtschaft durch die Sanktionen kompensiert hat. Einen dauerhaften Stopp der militärischen Aktivitäten kann gar nicht anders als zu einem Zusammenbruch der russischen Wirtschaft führen, weil die zivilwirtschaftlichen Strukturen also solche wie vor dem Krieg heute dort nicht mehr gibt - Putin muss Krieg führen, um seine Wirtschaft am Leben zu erhalten.
�berdies will er auch Krieg führen, nicht wegen der angeblichen Nato-Zusage der Nichtausbreitung, die es niemals geben hat: es gibt kein Dokument dazu, nicht einmal eine bestätigte Aussage der Beteiligten - Putin war nicht beteiligt, Jelzin und Gorbatschow aber. Jelzin hat das nicht bestätigt, und Gorbatschow hat sogar zugegeben, dass es diese Zusicherung niemals gegeben hatte.
Putin ist über 70, der wird nicht ewig an der Macht bleiben und Krieg ist teuer.
Der Grund ist doch bekannt und ein anderer: Putin akzeptiert die geänderten Machtverhältnisse nach 1990 nicht. Und genau das hat er 2007 auf der Münchener Sicherheitskonferenz ja selbst gesagt. Das ist der Kern des Hauptgrundes für seinen Krieg und kein anderer.
Und wie geht man jetzt mit so jemandem um, der nicht nur die UN-Charta bzgl. Souveranität verletzt (die Russland aber unterschrieben hat) als auch den Vertragsbruch über die Sicherheitsgarantie für die Ukraine bzgl. Anerkennung und Unantastbarkeit Ihrer Grenzen für die im Gegenzug �bergabe der Atomwaffen?
Ja, mag so sein. Aber nicht indem man aufrüstet und auf einen Krieg hinarbeitet.
Es mag durchaus sein, das die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Aggression nach der Ukraine unmittelbar nicht gegeben ist, nachdem das russische Militär enorm geschwächt worden ist. Aber wenn Putin grundsätzlich "seine Lust" mehr auf Krieg hätte, dann hätte er schon längst einem Frieden zugestimmt. Ein verantwortungsvoller Kanzler für die Sicherheit 82 Mio trägt darf seine Entscheidungen nicht auf Unwahrscheinlichkeiten stützen, welbst wenn diese nur gering ist. Das die Bundeswehr extrem unterbesetzt und mindergerüstet ist, ist schon lange vor dem Ukraine Krieg ein Thema gewesen. Und deswegen ist eine Nachrüstung jetzt nur folgerichtig.
Ich halte nichts von einer Aufrüstung auf Schulden, man muss halt erstmal den Haushalt entrümpeln, dann die Probleme lösen, und dann v.a. die eigene Bürokratie fixen.
Die Kann mit dem Geld doch garnicht effzient arbeiten.
Es hilft halt auch nichts, alle 15-20 Jahre die BW umzuwerfen.
Von 1990 bis 2011 noch irgendwie eine Bündnisarmee im Umbau.
von 2011 bis 2024 eine Armee im Einsatz, mit dem Hochstapelnden Baron als Sparminister.
Und jetzt ein Ad Hoc Umbau in eine Verteidigungsarmee.
Man kann die Dagten anders legen, z.b. 1994- 2014, aber das Grundproblem bleibt.
Alle 20 Jahre was anderes.
Bei der Dauer von Beschaffung und Umbau natürlich fatal.
Absolut richtig. In der Nachschau kann man kein anderes Urteil fällen. Zu den Zeitpunkten, als die Entscheidungen fielen, wollte aber niemand ernsthaft darüber Diskutieren, dass es auch mal wieder andere Zeiten geben kann. So sind die Entscheidungen alle im jeweiligen Zeitgeist mehr oder weniger richtig gewesen.
Wäre an der Zeit das mal grundsätzlich zu überdenken, oder?
Ich sehe das anders. Man sollte Politik am Resultat messen. Nicht an dem, was versprochen wird.
Und da sieht man, das die Reformen einfach fatal waren.
Alle 20 Jahre das ganze Umzuwerfen, das kann es halt nicht sein.
Das sehe ich genauso: weitreichende Entscheidungen müssen über einen langen Zeitraum Bestand haben und sich auch nach Jahrzehnten als richtig erweisen. In der Vergangenheit gab es dazu viele Beispiele. Deswegen lehne ich Merkels aktuelle Verteidigung Ihrer früheren Entscheidungen mittels dieser Begründung ("damals haben wir nach besten Wissen entschieden" ab.
Eben, daher sollte man jetzt nicht den Fehler wieder machen.
Beitrag vom 28.03.2025 - 14:43 Uhr
@Gargamel
ich fasse mal kurz zusammen
- Corona war eine Lüge
- Sie verstehen Russlands Motivation, also muss man den Russen da wohl etwas zugestehen
- Politik/Demokratie ist doch eh sinnlos, die sind doch alle gleich
- Die Parteindemokratie ist am Ende
- Politiker missbrauchen doch eh nur ihre Macht
- Die Ukraine geht uns doch gar nichts an
- Bloß nicht aufrüsten, nur ein schwaches Europa ist ein gutes Europa
Sie haben das Endstadium des von RT perfekt gehirngewaschenen Schwurblers erreicht und vertreten Russlands Interessen hier hervorragend.
"Glückwunsch" ...
Dieser Beitrag wurde am 28.03.2025 16:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.03.2025 - 09:02 Uhr
....
Ja, die Russen stoßen also durch Litauen und Polen auf Berlin?
Hat Russland jemals von sich aus Deutschland angegriffen?
Spielt in der heutigen Situation keine Rolle. Damals hätten sich andere besser vorbereiten sollen (Betrachtung aus der Nachschau)
Ich halte eine weitere russ. Aggression für sehr unwahrscheinlich, und für Ausserhalb der Ukraine auch ausgeschlossen.
Einem Aggression gegen Georgien und Moldau ist sehr wahrscheinlich - hier macht Putin ja schon länger die gleichen Spielchen wie ab 2014 in der Ukraine.
Was betrifft uns das nochmal?
Die gleiche Einstellung hatten hatten die Westmächte bei der Besetzung der Reingebiete, dem Anschluss �sterreichs, der Besetzung des Sudetenlandes und auch noch nach dem Angriff auf Polen.
Abwarten und den Kopf in den Sand stecken ist keine Option.
...
Putin ist über 70, der wird nicht ewig an der Macht bleiben und Krieg ist teuer.
Sein Gefolge ist gerade nicht viel besser. Aber ja, die Hoffnung ist da, dass sich nach Putin jemand besinnt.
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Und wie geht man jetzt mit so jemandem um, der nicht nur die UN-Charta bzgl. Souveranität verletzt (die Russland aber unterschrieben hat) als auch den Vertragsbruch über die Sicherheitsgarantie für die Ukraine bzgl. Anerkennung und Unantastbarkeit Ihrer Grenzen für die im Gegenzug �bergabe der Atomwaffen?
Ja, mag so sein. Aber nicht indem man aufrüstet und auf einen Krieg hinarbeitet.
Mit der Verteidigungsfähigkeit arbeitet man auf eine Verhinderung hin. Nur so kommt man zu einer ernstzunehmenden Verhandlungsposition.
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Ich halte nichts von einer Aufrüstung auf Schulden, man muss halt erstmal den Haushalt entrümpeln, dann die Probleme lösen, und dann v.a. die eigene Bürokratie fixen.
Die Kann mit dem Geld doch garnicht effzient arbeiten.
Ja, bei der Umsetzung der Finanzierung hätte man auch weniger auf zusätzliche Schulden bauen können. Nix ist perfekt.
Es hilft halt auch nichts, alle 15-20 Jahre die BW umzuwerfen.
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Bei der Dauer von Beschaffung und Umbau natürlich fatal.
Absolut richtig. In der Nachschau kann man kein anderes Urteil fällen. Zu den Zeitpunkten, als die Entscheidungen fielen, wollte aber niemand ernsthaft darüber Diskutieren, dass es auch mal wieder andere Zeiten geben kann. So sind die Entscheidungen alle im jeweiligen Zeitgeist mehr oder weniger richtig gewesen.
Wäre an der Zeit das mal grundsätzlich zu überdenken, oder?
Hat man jetzt doch.
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Alle 20 Jahre das ganze Umzuwerfen, das kann es halt nicht sein.
Es war ja kein völliges Umwerfen, sondern ein aufeinander aufbauender Prozess, die Verteidigungsfähigkeit zu verlieren. Heißt nicht, dass ich das gut finde.
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Das sehe ich genauso: weitreichende Entscheidungen müssen über einen langen Zeitraum Bestand haben und sich auch nach Jahrzehnten als richtig erweisen. In der Vergangenheit gab es dazu viele Beispiele. Deswegen lehne ich Merkels aktuelle Verteidigung Ihrer früheren Entscheidungen mittels dieser Begründung ("damals haben wir nach besten Wissen entschieden" ab.
Eben, daher sollte man jetzt nicht den Fehler wieder machen.
Nein, man führt diesen Fehler jetzt halt nicht weiter fort.
EDIT: Grammatik
Dieser Beitrag wurde am 29.03.2025 09:22 Uhr bearbeitet.