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Flughafen Wien AG. zieht Bilanz über 25 Börsenjahre

WIEN - Am 15. Juni 1992 ging der Flughafen Wien an die Börse. Inzwischen zählt die FWAG-Aktie zu den erfolgreichsten Flughafenpapieren der Welt. Seit Erstausgabe hat sich der Wert der Anteilsscheine verfünffacht, der Gewinn des Unternehmens sogar verzehnfacht.

Die Entwicklung kann sich sehen lassen. Zwar gab es 2012 kurzzeitig einen Einbruch unter den Ausgabepreis von 6,90 Euro, seither legte die Aktie aber ununterbrochen zu, bis zu einem Höchstkurs von 35,32 Euro.

Die Umwandlung der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H in die Flughafen Wien AG (FWAG) erfolgte am 29. April 1992, fast zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Münchner Flughafens. Gleichzeitig zog sich die Republik Österreich aus dem Unternehmen zurück.

VIE Terminal 3 (Skylink)
VIE Terminal 3 (Skylink), © Flughafen Wien - Roman Boenisch

In den letzten 25 Jahren stieg das Aufkommen am größten Airport der Zentral-Osteuropa-Region von 6,8 auf 23,4 Millionen Reisende. Mit Höhen und Tiefen erhöhte sich der Wert des Unternehmens von 580 Millionen auf aktuell 2,82 Milliarden Euro.

Rund vervierfacht hat sich die Dividende, der Gewinn sogar verzehnfacht. So schloss die FWAG das letzte Betriebsjahr mit einem Nettoergebnis von 112,6 Millionen Euro ab, bei einem auf 742 Millionen Euro gestiegenen Umsatz.

Kräftig gestrafft hat sich auch die Eigentümerstruktur: machte der Anteil an Streuaktien anfangs noch bis 50 Prozent aus, so sank er inzwischen auf 10,2 Prozent.

Die wichtigsten Eigner der Flughafen Wien AG bilden heute ein Syndikat aus der Stadt Wien und dem Land Niederösterreich mit zusammen 40 Prozent, sowie mit 39,8 Prozent diverse australische Pensionsfonds. Zehn Prozent halten die Mitarbeiter in einer Stiftung.

Ihrerseits hält die Flughafen Wien AG (FWAG) 48 Prozent der konsolodierten Anteile am Flughafen Malta (MLT), sowie 66 Prozent am ostslowakischen Regionalflughafen Kosice (KSC), gemeinsam mit der Raiffeisen Bank.

Highlights seit Gründung der Flughafen Wien AG waren die Terminalausbauten, darunter das 2012 in Betrieb genommene Skylink-Terminal (heute Check-In 3), die Errichtung eines aufwändigen Rollsystems inklusive Zertifizierung für den Betrieb von Großraumflugzeugen der Kategorie F (A380/B748), der Ausbau des Frachtbereichs, der Bau der Airport-City und des neuen VIE-Tower der Austro Control sowie eines eigenen Terminalbereichs für die allgemeine Luftfahrt und des unterirdischen Fernbahnhofs.

Landseitig verfügt der Flughafen heute über zwei Terminals mit einer Jahreskapazität von rund 30 Millionen Passagieren, luftseitig über ein Pistensystem mit zwei Bahnen von 3.500 und 3.600 Meter Länge und einer Verkehrskapazität von (rechnerisch) 72 Flugbewegungen pro Stunde.

Aktuell verbinden den Flughafen im Linienverkehr 66 Airlines mit 186 Zielen auf vier Kontinenten. Wichtigster Carrier ist seit fast 60 Jahren Austrian Airlines mit über 130 Zielen und einem Passagieranteil von rund 46 Prozent. Nummer #2 am Platz sind Niki und die Air Berlin Gruppe. Mit einem Anteil von knapp 70 Prozent dominieren Marken der Lufthansa.

Mit knapp 30 Prozent Transitpassagieren entwickelte sich VIE zu einer wichtigen Drehscheibe zwischen Ost- und Westeuropa. Angeflogen werden in Westeuropa 109 Ziele, in Osteuropa 37, sowie 40 Ziele im Fernverkehr mit Nordamerika, dem Nahen Osten, Asien und Afrika.

Landseitig will der Flughafen in den nächsten zehn Jahren bis zu 1,6 Milliarden Euro investieren. Noch nicht budgetiert ist der luftseitige Ausbau. Geplant ist der Bau einer leistungsfähigen Parallelpiste im Süden des Geländes.

In die Schlagzeilen geriet der Flughafen im Februar durch die Entscheidung des österreichischen Verwaltungsgerichts, eine zusätzliche Piste würde neues Wachstum generieren und damit die CO2-Emissionen unzulässig erhöhen. Das Gericht hob einen bereits bestehenden Baubescheid auf. Der Flughafen ging höchstgerichtlich in Berufung.

Inzwischen zertifizierte der internationale ACI-Verband den Flughafen mit der zweithöchsten Stufe einer vierteiligen Skala für Maßnahmen in Richtung eines CO2-neutralen Betriebs.
© Bob Gedat, aero.at | Abb.: Flughafen Wien | 23.06.2017 08:22


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