Rückzahlung von Beihilfen
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Frankreich legt Boeing 737-800 von Ryanair an die Kette

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © The Boeing Company

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PARIS - Ryanair sträubt sich in Frankreich gegen eine Rückzahlung zu Unrecht gewährter Beihilfen. Die französische Luftfahrtaufsicht hat am Donnerstag eine Boeing 737-800 der Airline deswegen an die Kette legen lassen.

Es geht um 525.000 Euro. Diesen Wert sollen Incentivierungen haben, die Ryanair 2008 und 2009 vom westfranzösischen Départements Charente für Linienflüge an den Flughafen Angoulême erhielt - zu Unrecht, befand die EU Kommission bereits im Juli 2014.

Nachdem Ryanair auf "mehrere formelle Aufforderungen" keine Rückzahlung der Beihilfen geleistet habe, griff die französische Generaldirektion für Zivilluftfahrt DGAC "zum letzten Mittel": ein Gerichtsvollzieher setzte eine startbereite Boeing 737-800 am Donnerstag um 18:00 Uhr am Flughafen Bordeaux-Mérignac fest!

Ryanair musste für 149 Passagiere kurzfristig ein Ersatzflugzeug organisieren. Die Airline hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert.

Die DGAC verteidigte die Pfändung am Freitag als "Akt der Entschlossenheit, der einen fairen Wettbewerb sowohl zwischen Airlines als auch zwischen Flughäfen sicherstellt".

Update 17:37 Uhr: Ryanair bezahlt

Die Fluglinie zahlte am Freitagmittag nach Angaben der Behörde rund eine halbe Million Euro - das Flugzeug wurde wieder freigegeben. Von Ryanair gab es zunächst keine Bestätigung.
© aero.de | 09.11.2018 13:15

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Beitrag vom 09.11.2018 - 20:13 Uhr
Kann man nur BRAVO zum französischen Staat sagen. Endlich wird MoL an den wahren Wettbewerb den er immer wollte rangenkommen...


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