MFAG-Vorstoß
15:06 Uhr

Könnten Firmen neue Verbindungen an Ost-Airports sichern?

DAT ATR 72-600 für Skyhub PAD in München
DAT ATR 72-600 für Skyhub PAD in München, © Flughafen München

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LEIPZIG - Vorbild Paderborn: Neue Flugverbindungen könnten an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden auch mit Hilfe der regionalen Wirtschaft entstehen. Hierzu habe es bereits eine Befragung von Unternehmen sowie eine Prüfung möglicher Finanzierungsmodelle gegeben, teilte die Mitteldeutsche Flughafen AG mit.

Zuvor hatte die Mitteldeutsche Zeitung berichtet. "In Fällen, in denen sich Airlines zurückziehen, könnte die regionale Wirtschaft über eine gemeinsame Organisationsplattform bestimmte Strecken eigenständig tragen, ohne staatliche Beihilfe, aber mit klarem regionalem Nutzen", sagte MFAG-Sprecher Uwe Schuhart.

Dabei handele es sich um die Beschreibung eines möglichen Modells nach dem Vorbild des Flughafens Paderborn, wo Skyhub PAD seit 2025 eine Hubanbindung nach München stellt.

Hintergrund der Überlegungen waren zuletzt angekündigte und diskutierte Streichungen von Flugverbindungen. Die Lufthansa hatte bereits die Strecke Leipzig-München eingestellt und im vergangenen Herbst zudem angekündigt, auch die Verbindung Dresden-München vor dem Hintergrund hoher nationaler Standortkosten zu überprüfen.

Nachdem die Bundesregierung eine Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrsteuer angekündigt hatte, erklärte die Airline später, dass es im Sommerflugplan 2026 keine weiteren Streichungen geben werde. Die Verbindung Dresden-München bleibt damit erhalten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die MFAG nach eigenen Angaben rund 1.100 Unternehmen zum Flugangebot ab Leipzig/Halle befragt. Rund ein Drittel der angeschriebenen Firmen habe sich zurückgemeldet. Zwar habe es einen grundsätzlichen Bedarf an Geschäftsreisen gegeben, dieser verteile sich jedoch auf viele internationale Ziele. "Eine verbindliche Bereitschaft einzelner Unternehmen zur finanziellen Absicherung konkreter "Wunschstrecken" hat sich aus der Umfrage nicht ergeben", teilte Schuhart mit.

Auch Rückzug der Länder zwingt zu neuen Ideen

Die Überlegungen stehen zudem im Zusammenhang mit der Entscheidung der Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt, ihre Finanzhilfen für die Flughafenholding schrittweise zurückzufahren. Ab 2030 soll die MFAG grundsätzlich ohne Landesgelder auskommen. Diese Entscheidung war im Januar verkündet worden.
© dpa, aero.de | Abb.: Flughafen Düsseldorf, Flughafen München | 07.02.2026 15:06


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