Flug TK1940
Älter als 7 Tage

A321neo-Zwischenfall bei Turkish Airlines

BRÜSSEL - Ein Airbus A321neo von Turkish Airlines hat einen Flug von Brüssel nach Istanbul wenige Minuten nach dem Start wegen eines schweren Triebwerksdefekts abgebrochen.

Sechs Tage nach dem Zwischenfall parkt der im Juni 2018 neu an Turkish Airlines ausgelieferte Airbus A321neo TC-LSA noch immer in Brüssel. Minuten nach dem Start hatten die Piloten am 23. November ein Triebwerk abgeschaltet - Flug TK1940 kehrte mit einem Triebwerk nach Zaventem um.

Riss in der Accessory Gearbox eines Airbus A321neo von Turkish Airlines, © TSL

Bei einer Inspektion fanden Techniker einen tiefen Riss und Ölaustrittaustritt im Anbaugetriebe des betroffenen PW1100G Getriebefans vor.

Eine mangelhafte Accessory Gearbox - sie gehört nicht zum Fan-Getriebesystem, dem Herzstück des Triebwerks - hatte einen Mitsubishi MRJ-Prototypen im August 2017 in den Vereinigten Staaten zu einer Notlandung gezwungen.

Nach unbestätigen Medieninformationen könnte ein Versagen der Komponente auch für einen jüngeren Zwischenfall bei IndiGo verantwortlich sein - die Crew eines A320neo hatte im Oktober einen Flug von Bagalore nach Ahmedabad wegen einer Öldruckwarnung aus einem Triebwerk abgebrochen.
© aero.de | 29.11.2018 12:50

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 30.11.2018 - 12:39 Uhr
Man fragt sich wirklich was noch passieren muß bevor, Prat erkennt, dass das Triebwerk nicht ausgereift ist.
Wo lässt man den Ihrer Meinung nach Triebwerke reifen?

Man kann nicht ewig optimieren. Man muss es auch an Kunden ausliefern und dann treten Fehler auf, die vorher gar nicht absehbar waren. Wichtig ist dann, wie der Hersteller reagiert: siehe Superjet vs. A320/737MAX.

Es scheint, die ganze Industrie ist zu schnell vorgeprescht im Kampf um Marktanteile und Qualität und Sicherheit bleiben auf der Strecke. Sehr bedenklich.

Der Flug wurde nicht abgebrochen, weil eine defekte "Lichtmaschine" dieses Flugzeugs eine Gefahr darstellt, sondern um größere Schäden zu vermeiden.

Mit die größte Lichtmaschine/Generator hat die 787, wo ziemlich viel von Zapfluft auf Elektrik, mechanisch mit Generator erzeugt, umgestellt wurde.

Das Triebwerk der 787 Trent 1000 arbeitet mit weniger Zapfluft und mehr Generatorleistung gegenüber dem Nachfolger-Modell Trent 7000 für den A330neo. Das Trent 1000 ist nicht zapfluftfrei; die Klimatisierung ist frei von Zapfluft.
Beitrag vom 30.11.2018 - 09:41 Uhr
Man fragt sich wirklich was noch passieren muß bevor, Prat erkennt, dass das Triebwerk nicht ausgereift ist. Auch die Kunden stecken zu tief drinnen, um einen Rückzieher zu machen. Nicht zu sprechen von Airbus, für die das ein langsam ein Public Relations Desaster ist, wenn nicht sogar mehr.

Es scheint, die ganze Industrie ist zu schnell vorgeprescht im Kampf um Marktanteile und Qualität und Sicherheit bleiben auf der Strecke. Sehr bedenklich.

Tut mir leid, aber bedenklich ist in dem Fall nur ihr Vorprechen obwohl der Grund sogar im Aero Artikel beschrieben ist, denn diese Triebwerk wurde abgeschaltet, weil die Assecessory Gearbox gebrochen war und damit ein Ölverlust einherging. Das wiederum hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Basistriebwerk von PW zu tun. Diese Gearbox wird weder von PW gebaut noch ist das ein neues unbekanntes oder gar innovatives Teil an diesem Triebwerk. Das passiert (leider) quer durch die Bank an allen Triebwerkstypen und bei allen Herstellern mehrfach im Jahr. Normalerweise ist das nicht mal eine Meldung in den medien Wert.

Mit dem Finger auf PW zu zeigen ist, in diesem Fall, vollkommen verkehrt. Denn das ist ein Zulieferteil, das bisher erst einmal in dieser Auswirkung versagt hatte.
Beitrag vom 29.11.2018 - 19:31 Uhr
Man fragt sich wirklich was noch passieren muß bevor, Prat erkennt, dass das Triebwerk nicht ausgereift ist. Auch die Kunden stecken zu tief drinnen, um einen Rückzieher zu machen. Nicht zu sprechen von Airbus, für die das ein langsam ein Public Relations Desaster ist, wenn nicht sogar mehr.

Es scheint, die ganze Industrie ist zu schnell vorgeprescht im Kampf um Marktanteile und Qualität und Sicherheit bleiben auf der Strecke. Sehr bedenklich.

Starke Worte!!
Soll jetzt jeder Vorfall zum Desaster hochstilisiert werden? Grounden wir jetzt jeden Flugzeugtyp bei dem es mal einen Triebwerksproblem gab?


Stellenmarkt

Schlagzeilen

PaxEx.de Passenger Experience

Meistgelesene Artikel

Community

FLUGREVUE 11/2018

Take-off TV Video-Blog

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden