Flug JT-610
Älter als 7 Tage

WSJ: Wartungsfehler ging Lion-Air-Absturz voraus

Thai Lion Air Boeing 737 MAX 9
Thai Lion Air Boeing 737 MAX 9, © Boeing

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JAKARTA - Unfallermittler haben laut einem Medienbericht ein wichtiges Glied in der Kette ausgemacht, die zum Absturz einer erst zwei Monate alten Boeing 737 MAX 8 von Lion Air führte.

Elf Minuten nach dem Start von Flug 610 waren alle 189 Insassen tot. Doch warum zerschellte die 737 MAX in den Morgenstunden des 29. Oktober 2018 in der Javasee?

Das Verhängnis nahm offenbar bereits zwei Tage vor dem Absturz seinen Lauf - laut einem Bericht des "Wallstreet Journal" haben Flugunfallermittler festgestellt, dass Lion Air beim Tausch eines Anströmwinkelsensors Fehler unterlaufen sind. Der hochgradig sicherheitsrelevante Sensor wurde demnach "nicht korrekt kalibriert".

Tatsächlich war die PK-LQP - so hält es bereits der Ende November von den Ermittlern vorgelegte Eröffnungsbericht  fest - schon am Tag vor dem Unglücksflug "nicht lufttüchtig". Auf dem vorausgegangenen Flug wurde eine Crew ebenfalls mit fehlerhaften Sensordaten konfrontiert, konnte die Lage aber mit Hilfe von Checklisten entschärfen.

In einer ungewöhnlich detaillierten Einlassung hatte Boeing den Eröffnungsbericht als lückenhaft kritisiert. Insbesondere habe der Bericht "Protokolle über die Kalibrierung des getauschten Sensors" außen vor gelassen.

Boeing musste sich nach dem Absturz vorhalten lassen, Airlines und Betreiber nicht hinreichend über den mit der 737 MAX 8 eingeführten Fluglagekorrektor "MCAS" ins Bild gesetzt zu haben. Das System wertet unter anderem Daten der Anströmwinkelsensoren aus. Errechnet der Computer einen drohenden Strömungsabriss, greift das MCAS aktiv in die Trimmung ein.
© aero.de | 27.12.2018 10:09


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