Ein Penny je Aktie
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Virgin Atlantic und Stobart Air teilen sich Flybe

Flybe Embraer E195
Flybe Embraer E195, © Flybe

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LONDON - Flybe kann aufatmen. Virgin Atlantic und Stobart Air setzen zur Übernahme der kriselnden britischen Linie an und wollen Flybe mit einer neuen Kapitaldecke ausstatten. Europas größte Regionalairline dürfte nun Teil gemeinsamer Netzplanungen von Virgin Atlantic, Air France-KLM und Delta werden.

Mitinteressent IAG geht leer aus, für die Aktionäre wird es ein Totalverlust: Flybe geht in einem Konsortium auf.

Virgin Atlantic und Stobart Air übernehmen die angeschlagene britische Regionalairline zum Schnäppchenpreis. Das Gebot liegt mit einem Penny pro Aktie deutlich unterhalb des letzten Schlusskurses von 16 Pence - nachdem Flybe in den letzten Wochen schon massiv Börsenwert verloren hatte.

Über flybe.
Typ Linienfluggesellschaft
Basis Exeter
Maschinen 74
Destinationen 76
Routen 196
© Daten bereitgestellt von ch-aviation
Neben dem Übernahmepreis von 2,2 Millionen Pfund (2,4 Millionen Euro) wird das Konsortium "Connect Airways" Flybe mit 50 Millionen Pfund neuem Kapital aufpäppeln. Neben der Virgin Travel Group und Stobart Aviation unterstützt ein Finanzinvestor aus Luxemburg die Refinanzierung der Airline.

Virgin Atlantic und Flybe sind bereits über Codeshares vernetzt. Ungedeckte Verluste hatten Flybe im November 2018 gezwungen, sich selbst zum Verkauf zu stellen und drastische Sparmaßnahmen einzuleiten.

Allianz mit Air France-KLM und Delta

Eine Verkleinerung der Flotte sollte den für 2018 erwarteten Fehlbetrag von 22 auf 12 Millionen Pfund senken. Flybe verfügte zuletzt über 74 Flugzeuge. Sieben verbliebene Embraer E195 sollten die Flotte nach letztem Stand im laufenden Jahr verlassen. Durch Immobilienverkäufe konnte sich Flybe zwischenzeitlich etwas Luft verschaffen.

Die britische Airlineszene wird von einer Konsolidierungswelle durchgerüttelt. Monarch Airlines musste 2017 aufgeben, Primera Air verhob sich an Billigtickets für USA-Flüge vom Flughafen Stansted.

Flybe könnte 2019 ein Puzzleteil in einer Allianz werden, in der Delta Air Lines, Air France-KLM und Virgin Atlantic ihre Transatlantiklinien und Anschlussflüge untereinander abstimmen wollen.

Air France-KLM übernimmt dafür 31 Prozent von Virgin Atlantic, bei der Delta bereits mit 49 Prozent die Strippen zieht. Delta sichert ihre Interessen zudem über eine 10-Prozent-Beteiligung an Air France-KLM ab. Im Gegensatz zu Air France-KLM verfügte Virgin Atlantic bisher nicht über einen hauseigenen Zubringer.
© aero.de | Abb.: Flybe | 11.01.2019 08:32


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