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Verpasste Norwegian-Übernahme ärgert Walsh

Norwegian Boeing 787-9
Norwegian Boeing 787-9, © Norwegian

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BRÜSSEL - IAG ist bei Norwegian raus - der Konzern hat sein Aktienpaket am norwegischen Flugdiscounter vollständig abgestoßen. Der Anteil von 4,6 Prozent sollte IAG für eine Komplettübernahme in Stellung bringen. Unternimmt der Konzern doch noch einen neuen Anlauf auf Norwegian?

"Das ist ziemlich unwahrscheinlich", sagte IAG-Chef Willie Walsh in dieser Woche auf der Konferenz des europäischen Airlineverbands A4E in Brüssel. "Wir sind jetzt komplett (bei Norwegian, Red.) ausgestiegen."

IAG hatte 2018 zwei erfolglose Anläufe auf Norwegian unternommen und laut Insidern bis zu 1,5 Milliarden Euro geboten. Nach 264 Millionen Euro operativem Verlusten 2018 und einer Kapitalerhöhung wird Norwegian an der Börse derzeit nur noch mit rund 300 Millionen Euro bewertet.

Tiefrote Zahlen und rauer Wettbewerb im Atlantikverkehr setzen dem Tatendrang von Norwegian-Chef Björn Kjos 2019 enge Grenzen: Norwegian hat ihren Flugplan von mehreren Defizitstrecken befreit und Flugzeuge verkauft. Kjos will den Turnaround aus eigener Kraft stemmen.

Das könnte klappen - zumindest vermutet Walsh in preiswerten Langstrecken eine "sehr rentable Nische". Daher werde er auch "niemals nie sagen", wenn es um Norwegian geht. Für den Moment werde sich IAG aber auf den Ausbau der eigenen Günstigplattform Level konzentrieren.

Norwegian: Brexit hat Übernahme blockiert

IAG hatte den Rückzug aus den Norwegian-Verhandlungen gegenüber ihren Aktionären im Januar mit Zweifeln an einer nachhaltig geringen Kostenbasis des Übernahmeziels begründet. "Es ist wirklich ärgerlich (...), dass es am Ende nicht geklappt hat", blickte Walsh in Brüssel auf die verpasste Übernahme zurück.

Norwegian hatte nach eigenen Angaben noch im November Gespräche mit einem Interessenten geführt. "Das Angebot erschien uns gut genug, um weiter zu verhandeln und es hatte die Unterstützung des Vorstands", sagte Kjos-Vize Björn Kise. Letztlich sei ein Deal auch an der unklaren Brexit-Situation gescheitert.
© dpa-AFX, Bloomberg News, aero.de | Abb.: Norwegian | 09.03.2019 09:03


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