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Alitalia-Rettung an der Schwelle zum Kuhhandel

Alitalia Airbus A330
Alitalia Airbus A330, © Alitalia

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ROM - Flugzombie Alitalia kann mit neuen Staatshilfen rechnen. Die Regierung in Rom ist nach Medieninformationen bereit, einen Notkredit mit Aktien zu tilgen und weitere 145 Millionen Euro in die Airline umzuleiten. Als Auffanglösung für Alitalia könnte sich Rom sogar auf einen Kuhhandel einlassen.

Easyjet ist raus, Delta rechnet nochmal scharf nach und Lufthansa wartet ab: Investoren mit Branchenkenntnis stehen bei Alitalia nicht gerade Schlange. Das Geld wird der Airline, die sich im Mai 2017 insolvent gemeldet hatte, dennoch so schnell nicht ausgehen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Reuters" und italienischer Medien will die rechtspopulistische Regierung in Rom auf die im Juni fällige Rückzahlung eines 900-Millionen-Euro-Notkredits verzichten und die Forderung in Aktien umtauschen.

Die Politik ist zudem bereit, 145 Millionen Euro aus Fördertöpfen abzuzweigen und in eine neue Trägergesellschaft für Alitalia zu investieren.

Unter der italienischen Staatsbahn soll Alitalia neu aufgestellt werden - weil private Investoren zögern, könnte bei der Rettung von Alitalia nun sogar der Brückeneinsturz von Genua im August 2018 zur Verhandlungsmasse werden. Laut "Reuters" wartet der Betreiberkonzern der Unglücksbrücke Atlantia auf ein Signal aus Rom.

43 Tote bei Einsturz

Bei dem Einsturz der maroden Morandi-Brücke waren 43 Menschen ums Leben gekommen. Atlantia droht deswegen der Entzug von Autobahnkonzessionen im Milliardenwert. Sofern der Konzern bei Alitalia in die Bresche springt, könnte die Sache schnell vom Tisch sein, sagte ein Insider der Agentur.

Atlantia hat einen Einstieg bei Alitalia bislang ausgeschlossen. Zum aktuellen Bericht lehnte der Infrastrukturkonzern aus der Benetton-Gruppe eine Stellungnahme ab.
© aero.de | Abb.: Alitalia | 25.04.2019 11:34

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Beitrag vom 26.04.2019 - 13:37 Uhr
Und nun soll auch noch der Herr Toto mit einsteigen, der, der AirOne und Livingston gegen die Wand gefahren hat! Was sagt ein altes Sprichwort: viele Köche verderben den Brei! Hier sind aber schon die Ingrediente verdorben….kann kein guter Brei werden!!!!!!!!

Dieser Beitrag wurde am 26.04.2019 13:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.04.2019 - 08:17 Uhr
@ hinterfrager2
Ich wollte hiermit nur den "modus operandi " aufzeigen und den subtilen Unterschied zu knacken war anscheinend
zu schwer. :-))

Nö, war gar nicht schwer. Auch beim "Modus operandi" gibt es gewaltige Unterschiede. Bei BER wurden seeeeehr viele Fehler gemacht (Beginnt schon bei der Standortwahl, dann Planung, Ausführung, Personal etc.). Wurden jetzt erkannt und werden (bis auf die Standortwahl) jetzt korrigiert. Das hat sehr viel Geld und Zeit gekostet, soweit richtig (und Übereinstimmung mit Modus operandi) - ABER: das Ende ist in Sicht, es wird jetzt an den richtigen Stellen das Geld eingesetzt (Widerspruch aus Bayern ist jetzt zu erwarten :)) und dann wird Geld verdient.

warten SIE mal ab ,nach solchem Debakel würde wohl niemand die Hand ins Feuer legen , bis er fertig ist gehen sowieso wieder paar Kunden Pleite.

Sicher werden noch einige Airlines Pleite gehen , aber welchen (bedeutendem) Airport haben die Pleiten der vergangenen Jahre geschadet. Anmerkung: ja Berlin (TXL/SXF zusammen - wird dann BER) hat das 3größte PAX Aufkommen in D und ist damit bedeutend.
Beitrag vom 25.04.2019 - 20:54 Uhr
2 Beiträge gelöscht wg. „Thema verfehlt“.


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