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Airbus will das Fliegen weiter automatisieren

Ein-Piloten-Cockpit
Ein-Piloten-Cockpit, © Airbus

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TOULOUSE - Airbus testet in einem Forschungssimulator Verkehrsflugzeuge mit nur noch einem Piloten im Cockpit. Ob und wann es dieses Konzept einmal in den Linienbetrieb schafft, ist zwar noch offen - einige Flugphasen könnten laut Airbus aber durch "Automatisierung" bald zusätzlich abgesichert werden.

Airbus-Konzern-Technikvorstand (CTO) Grazia Vittadini präsentierte das Konzept am Mittwoch in Toulouse: vorrangiges Ziel sei ein Sicherheitsgewinn gegenüber dem Zweimanncockpit, keine Kosteneinsparung, sagte die leitende Ingenieurin.

Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz sollten beispielsweise zur Unterstützung des Piloten Anweisungen der Flugsicherung unmissverständlich in Text übersetzt werden.

Außerdem werde eine multispektrale Kameraanlage an Bord auch Rollwegschilder und Hindernisse am Boden bei Tag und Nacht besser erkennen können. Dazu erprobt Airbus auch das Lasersystem Lidar.

Autonome Starts und Landungen

Mit dessen Hilfe und mit mehreren Bordkameras, darunter hoch auflösende optische Systeme und Infrarotkameras, lassen sich Präzisions-Anflugverfahren an Flughäfen generieren - auch wenn es dort kein ILS gibt.

Automatische Landungen ohne ILS-Führung
Automatische Landungen ohne ILS-Führung, © Airbus

Airbus-Ingenieurvorstand Jean-Brice Dumont sagte, bei einem Ein-Piloten-Cockpit müssten alle Systeme auch auf jederzeitigen, vollautomatischen Betrieb vorbereitet sein, falls der verbliebene Pilot aus irgendeinem Grund ausfalle. Sicherheit sei das oberste Gebot. Airbus testet das vereinfachte Simulatorcockpit bereits mit eigenen und Kundenpiloten.

Die jetzigen Tests bereiten noch kein tatsächliches Verkehrsflugzeug-Cockpit für den Serienbau vor, sondern dienen vor allem der internen Grundlagenforschung des Herstellers. Laut Vittadini arbeitet Airbus allerdings daran, "Roll-, Start- und Landephasen" schrittweise zu automatisieren.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: Airbus | 25.05.2019 10:47

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Beitrag vom 28.05.2019 - 10:18 Uhr
Die Militärflieger nutzen Windeln bei Langstreckenflügen.

Der Pilot im Einmanncockpit dirigiert nur noch im Notfall das Flugzeug. Zum "Fliegen" würde in D ein AZF genügen. Ein ATPL wird dann nicht benötigt!
Falls man höchstens alle 6 Monate im Sim mal richtig fliegen darf, kann man doch nicht ein Flugzeug wie heute fliegen. Also übt man nur die schnelle Änderung des Flugplanes bzw. die Eingabe ins "Navi" am Boden für das Rollen und natürlich die Kommunikation (Sprache, Daten) mit den Boden-/Luftstationen.
Beitrag vom 28.05.2019 - 07:27 Uhr
Militär (Kampf-)Flugzeuge werden üblicherweise auch von einem Piloten geflogen.
Wenn der Pilot im Einpersonencockpits eines Zivilflugzeuges seinen Platz verläßt, etwa um sich die Beine zu vertreten, kann er durch ein kleines, tragbares Informationssystem auf dem Laufenden gehalten werden.

Die Akzeptanz bei den Passagieren, auch bei dem Gedanken an plötzlich auftretende gesundheitliche Probleme bei dem EINEN Piloten, stellt möglicherweise für längere Zeit die größere Hürde dar.
Hier muß das Vertrauen geschaffen werden, dass das Flugzeug auch ohne Zutun des Piloten sicher gelandet werden kann, vergleichbar mit den Zug, der beim Ausfall des Lokomotivführers sicher zum stehen kommt.
Beitrag vom 27.05.2019 - 22:50 Uhr
Wenn der Kapitän oder der Co sich mal die Beine vertreten, während z. B. nichts anliegt, praktiziert man schon ein Einpersonencockpit. Dann fliegt der Autopilot und der PF passt auf.
Wie hält man einen Piloten eines Einpersonencockpits auf dem Laufenden?
Fehler treten praktisch gar nicht auf. Fliegen muss die Personm auch nie bzw. fast nie?


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