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Lufthansa strafft ihre Flottenstruktur

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Standardisierte Airbus A320 für Europa und nur noch acht Muster im Interkontverkehr: Lufthansa vereinfacht ihre Flottenstruktur und wird sich bis 2025 von sieben Langstreckentypen trennen. Der übersichtlichere Modellbestand ist Teil laufender Anstrengungen zur Senkung von Betriebskosten.

In Österreich wird der Wildwuchs besonders deutlich. Trotz bereits erfolgter Flottenbereinigung ist auch der aktuelle Flugzeugmix von Austrian Airlines "noch nicht optimal", sagte Austrian-Chef Alexis von Hoensbroech 2018 im Gespräch mit aero.de. Austrian fliegt fünf unterschiedliche Typen.

Als Teil laufender Kostenprogramme will Lufthansa ihre Flottenstruktur im gesamten Konzernverbund deutlich vereinfachen.

Leistete sich der Kranich in der Vergangenheit allein 28 unterschiedlich ausgelegte A320-Teilflotten, wird Airbus ab 2020 82 A320neo und 46 A321neo "in einheitlicher Spezifikation" an Lufthansa, Swiss, Austrian und Eurowings liefern, teilte Lufthansa am Montag auf dem Kapitalmarkttag in Frankfurt mit.

Langstrecke: Lufthansa sortiert Flugzeuge aus

Die Langstreckenflotte will Lufthansa ab 2025 von 14 auf nur noch acht Muster verdichten. Alle Boeing 767-300, 777-200 und 747-400, die Airbus-Teilflotten A330-200, A340-300 und A340-600 sowie die übrigen MD-11F von Lufthansa Cargo werden bis dahin schrittweise aussortiert. Wie genau, lässt Lufthansa noch offen.

Lufthansa vereinfacht Flottenmix für die Langstrecke
Lufthansa vereinfacht Flottenmix für die Langstrecke, © Lufthansa

Danach wird Lufthansa ihr Interkontsystem mit Airbus A330-300, A350-900 und A380, mit Boeing 777-300ER, 777F und 747-8 sowie den Neuzugängen 777-9 und 787-9 abbilden. Die auf diese acht Muster gestraffte Langstreckenflotte wird laut Lufthansa Kosten "bei Crew-Training, Wartung und im laufenden Betrieb" einsparen.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 26.06.2019 11:00

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Beitrag vom 27.06.2019 - 07:49 Uhr

Der A350 war zum gewünschten Zeitpunkt schlicht nicht verfügbar, erst recht kein A35K. Darüberhinaus können niedrigere Kaufpreise bei der Beschaffung, Boeing muss immerhin die 777-Linie bis zur Indienststellung der 777X auslasten, ein weiteres Argument gewesen sein. Mit LH Cargo und AeroLogic setzt man innerhalb der Gruppe darüberhinaus schon länger auf die ähnliche 777F.

Der A35k war bestellbar und da es entscheidungen für 20 jahre sind, ist man vlt. besser daran beraten dss langfristig zu sehen.

Nein, damals war der A350-1000 noch nicht bestellbar. Dieser kann erst seit Juni 2016 bestellt werden. Swiss bestellte ihre 77W allerdings bereits im März 2013 und erhielt die erste Maschine im Januar 2016. LX begründete den Entscheid damals auch mit der Verfügbarkeit, weil der A350-1000 damals nur ein „Papierflieger“ und der 359 zu klein war. Der dritte Kandidat, die 748, unterlag wegen der schlechten Wirtschaftlichkeit (vier Triebwerke mit nur marginal mehr Sitzplätzen als die zweistrahlige 77W).
Beitrag vom 27.06.2019 - 07:12 Uhr
Hat sie nicht gerade erst A332 gebraucht dazu gekauft für EW?
Die A332 bei EW sind nicht gekauft. Es handelt sich um geleaste Flugzeuge von GECAS.

Warum ist die Swiss der einizge B77W betreiber der Group, wenn man doch A350 hat und eigentlich dort perfekt A35K einflotten hätte können?
Der A350 war zum gewünschten Zeitpunkt schlicht nicht verfügbar, erst recht kein A35K. Darüberhinaus können niedrigere Kaufpreise bei der Beschaffung, Boeing muss immerhin die 777-Linie bis zur Indienststellung der 777X auslasten, ein weiteres Argument gewesen sein. Mit LH Cargo und AeroLogic setzt man innerhalb der Gruppe darüberhinaus schon länger auf die ähnliche 777F.

Der A35k war bestellbar und da es entscheidungen für 20 jahre sind, ist man vlt. besser daran beraten dss langfristig zu sehen.

Bisher ist die Flottenplanung der LH ein schöner Kontra Indikator.
Sowohl die B777 als auch die 87 hat LH lange verschmäht, am schluss dann doch - aber dann halt nur bei einer Marke, die Skaleneffekte in Planung, Wartung und Einkauf fallen damit weg.

Klar hat man die B77W zum Spottpreis bekommen, mit 60% discount.
Nur was bringt es?
Operative komplexität, kleine Teilflotten bei den einzelnen Marken.

Und das gegenteil von dem was man will, nämlich sparen und komplexität rausnehmen.
Würde man die LH heute neu Aufstellen, man würde wohl einizg auf
B789 und A359 sowie A35K setzen.
Beitrag vom 26.06.2019 - 14:46 Uhr
Hat sie nicht gerade erst A332 gebraucht dazu gekauft für EW?
Die A332 bei EW sind nicht gekauft. Es handelt sich um geleaste Flugzeuge von GECAS.

Warum ist die Swiss der einizge B77W betreiber der Group, wenn man doch A350 hat und eigentlich dort perfekt A35K einflotten hätte können?
Der A350 war zum gewünschten Zeitpunkt schlicht nicht verfügbar, erst recht kein A35K. Darüberhinaus können niedrigere Kaufpreise bei der Beschaffung, Boeing muss immerhin die 777-Linie bis zur Indienststellung der 777X auslasten, ein weiteres Argument gewesen sein. Mit LH Cargo und AeroLogic setzt man innerhalb der Gruppe darüberhinaus schon länger auf die ähnliche 777F.


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