Vogelschlag in Moskau
Älter als 7 Tage

Ural Airlines traf es bereits in der Vorwoche

Ural Airlines Airbus A321 VQ-BOZ
Ural Airlines Airbus A321 VQ-BOZ, © Martin Rogosz

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MOSKAU - Eine Kollision mit Möwen zwang Piloten einer A321 von Ural Airlines zur Notlandung im Mais. Im Moskauer Luftraum steigen Fallzahlen von Vogelschlag rasant - das liegt nicht nur am zunehmenden Luftverkehr. Für Ural Airlines ist Flug U6178 bereits der zweite Schadensfall mit Vögeln binnen einer Woche.

Flughafen Moskau Schukowski, 15. August 2019: Flug U6178 wird direkt nach dem Start von Vögeln getroffen. Die Möwen geraten in beide Triebwerke, den Piloten gelingt eine Notlandung des Airbus A321 VQ-BOZ in einem Maisfeld.

Wie die russische Verkehrsluftfahrtbehörde Rosaviatsia und die Flugunfallagentur IAC berichten, war das für Ural Airlines bereits der zweite Vogelschlag am Airport in nur einer Woche. Bereits am 08. August war die Crew der A321 VQ-BOB im Anflug auf Schukowski mit Vögeln kollidiert, konnte aber sicher landen.

Wilde Müllkippen rund um den Flughafen - und am gesamten Moskauer Stadtrand - stehen in Verdacht, das Vogelschlagrisiko in Einflugschneisen zu erhöhen.

Flug U6178, © TSL

"Das Problem mit Vögeln ist enorm", sagte der Flugsicherheitsexperte Alexander Romanov "RIA Novosti". "Es kommt unter anderem von Deponien, die unter Verletzung aller Vorschriften verstreut sind."

Steigende Fallzahlen

Rosaviatsia hat 2019 in Russland bereits 873 Vogelschlag-Fälle aufgenommen, 50 davon stufte die Behörde laut "Flightglobal" als "schwerwiegend" ein. Bei 190 Vorfällen seien Vögel in ein Triebwerke, bei sieben Fällen sogar in beide Triebwerke geraten. Die gemeldeten Fallzahlen liegen 27,5 Prozent über dem Vorjahreswert.
© aero.de | Abb.: TSL, Passagierfoto | 20.08.2019 16:36


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