Pilotenstreik
Älter als 7 Tage

British Airways sagt Großteil des Flugplans ab

British Airways Boeing 787 Dreamliner
British Airways Boeing 787 Dreamliner, © British Airways

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LONDON - Die Fluggesellschaft British Airways hat wegen eines Pilotenstreiks nahezu alle Flüge gestrichen. Es habe keine Möglichkeit gegeben vorherzusagen, wie viele Piloten zur Arbeit kommen oder welche Flugzeuge sie fliegen dürfen, teilte die Airline am Montagmorgen in London mit.

Ein Pilotenstreik zwingt British Airways an den Boden: "Wir hatten keine andere Wahl, als unsere Flüge zu fast 100 Prozent abzusagen", informierte die Airline die Passagiere.

Die Piloten wollen für eine bessere Bezahlung streiken. Nach Angaben der Gewerkschaft Balpa sind für diesen Montag, kommenden Dienstag sowie am 27. September Arbeitsniederlegungen bei der britischen Airline geplant. British Airways signalisierte zugleich die Bereitschaft, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Von den Streiks dürften nach Angaben der Nachrichtenagentur PA Zehntausende Passagiere betroffen sein. British Airways biete etwa 850 Flüge pro Tag an. Der Konzern äußerte sich zur Zahl der betroffenen Kunden zunächst nicht. Die Passagiere habe man kontaktiert und ihnen Erstattungen oder Umbuchungen auf andere Daten oder Airlines angeboten.

Flüge mit BA CityFlyer, SUN-AIR und Comair seien nicht betroffen, hieß es weiter. Man verstehe die Frustrationen der Kunden, erklärte British Airways. "Nach Monaten der Versuche, den Streit um Bezahlung zu lösen, tut es uns extrem leid, dass es hierzu gekommen ist."

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt waren zunächst keine Auswirkungen zu spüren. Bis Montagmittag habe es keine Flug-Annullierungen wegen des Streiks gegeben, sagte ein Sprecher.

British Airways hatte den Piloten im Juli eine Gehaltserhöhung von 11,5 Prozent über drei Jahre angeboten. Dies wurde jedoch zurückgewiesen. Die Airline gehört zu den weltgrößten Fluggesellschaften und unterhält zusammen mit Partnern ein dichtes Netz an Verbindungen. So fliegt British Airways nach eigenen Angaben in mehr als 70 Länder, transportiert über 40 Millionen Kunden im Jahr und verfügt über eine Flotte von fast 300 Flugzeugen.

"British Airways muss aufwachen", sagte Balpa-Generalsekretär Brian Strutton. Die Piloten hätten in schwierigen Zeiten erhebliche Gehaltskürzungen hinnehmen müssen. Nun solle die Fluggesellschaft in Zeiten der Profite auch etwas zurückgeben.

Nach Angaben der Pilotengewerkschaft kostet ein Streiktag 40 Millionen britische Pfund (etwa 44 Millionen Euro). Die Forderung der Gewerkschaften sei nur weniger als 5 Millionen Pfund höher, als die Airline zuletzt angeboten habe, so Balpa. Ein jüngstes Angebot der Gewerkschaft zu Gesprächen habe der Konzern dennoch ignoriert.
© dpa-AFX | Abb.: British Airways | 08.09.2019 19:31

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Beitrag vom 09.09.2019 - 18:11 Uhr
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Die Briten streiken weil ihnen das Angebot von 11,5 Prozent über 3 Jahre nicht genug ist. Das ist deutlich mehr als die LH Piloten überhaupt über einen solchen Zeitraum gefordert hatten.

Nur mal so, zur Erinnerung und zur Einschätzung eures damaligen Gebahrens.

Ich wünsche den Briten viel Erfolg.

Modhinweis
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Beitrag bearbeitet.
Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 09.09.2019 18:25 Uhr bearbeitet.


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