Flug DL89
Älter als 7 Tage

Verletzte nach Kerosinablass aus geringer Höhe

DL89
DL89, © YSL

Verwandte Themen

LOS ANGELES - Eine Boeing 777-200 hat kurz nach dem Start in Los Angeles wegen eines Triebwerkproblems aus geringer Höhe Kerosin unter anderem über mehreren Schulen im Stadtgebiet abgelassen. Dabei wurden am Dienstag nach Feuerwehrangaben 67 Menschen leicht verletzt.

Allein auf dem Spielplatz einer Grundschule seien 20 Kinder und 11 Erwachsene verletzt worden. Im Krankenhaus habe aber niemand behandelt werden müssen.

Keine Angaben machte die Feuerwehr dazu, um welche Art von Verletzungen es sich handelte. Die Beschwerden seien durch den Treibstoff ausgelöst worden, hieß es lediglich. In Medienberichten war von sechs betroffenen Schulen und Dutzenden Verletzten die Rede, die über Atemwegs- und Hautreizungen klagten.

Flug DL89, © YSL

Das Gebiet, in dem die Schulen liegen, befindet sich etwa 20 Kilometer östlich des Flughafens. Ein Sprecher der US-Fluggesellschaft Delta Airlines sagte der "Los Angeles Times", die Boeing 777-200 N860DA sei auf dem Weg nach Shanghai gewesen, habe aber kurz nach dem Start wegen eines Triebwerkproblems umdrehen müssen.

Der Treibstoff von Flug 89 sei abgelassen worden, um das Gewicht bei der Landung zu reduzieren. Die Maschine sei sicher gelandet. Der Langstreckenflug nach Shanghai hätte planmäßig etwa 14 Stunden gedauert, die Maschine war also komplett vollgetankt.

Flug DL89 am 14.01.2020, © Twitter / Airport Webcams / Flightradar24


Nach Angaben des "Aviation Heralds" wurde der Steigflug bei 8.000 Fuß (rund 2.400 Metern) Höhe abgebrochen.

Update 15:11 Uhr: FAA leitet "eingehende Untersuchung" ein

Die US-Luftfahrtbehörde FAA leitete eine "eingehende Untersuchung" des Vorfalls ein. Für das Ablassen von Treibstoff gebe es klare Regeln. Den Vorschriften zufolge müsse der Treibstoff über "unbewohnten Gebieten" abgelassen werden, erklärte die FAA auf Twitter. Zudem müsse dies normalerweise in größerer Höhe geschehen, damit sich der Treibstoff verflüchtige, bevor er am Boden ankomme.

Die "Los Angeles Times" berichtete unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher, zwei Klassen der Grundschule in Cudahy südlich der Stadtgrenze von Los Angeles seien zu dem Zeitpunkt außerhalb des Schulgebäudes gewesen. Die Feuerwehr riet Anwohnern dazu, wegen des stechenden Kerosin-Geruchs Türen und Fenster geschlossen zu halten. Mehr als 70 Feuerwehrleute und Sanitäter waren im Einsatz.

Verletzte nach Kerosinablass über Los Angeles am 14.01.2020, © Twitter / LAX Airport
© dpa, aero.de | Abb.: YSL | 15.01.2020 05:33

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 17.01.2020 - 11:38 Uhr
Abschließend zusammengefasst:
Ich habe kein Geschrei gemacht. Meine Hinweise Richtung Politik sollten korrekt aufgefasst werden, ich forderte ein Verbot jedes vermeidbaren Fuel Dumping, und bei unvermeidbarem entsprechende finanzielle „Strafen“. Das ist in keiner Weise lächerlich, und entstammt nicht einem Spatzenhirn.
Die beleidigenden Äußerungen hier sind nicht akzeptabel.
Der geschriebene Umgangston von 2ndSEG und marbu lässt Rückschlüsse auf die Autoren zu, die ich hier aus Höflichkeit nicht präzisieren werde.
Ich habe den Artikel gemeldet, der Moderator Fly-away weist auf die Möglichkeit von PN hin; sorry, das wäre auch Beleidigungen auf PN umzuleiten, das ist nicht hilfreich.
Ich werde mich aus dieser Diskussion zurückziehen, vllt auch gänzlich . Grund ist nicht nur dieses Thema, ich führe spontan und nur beispielsweise auch die negativen Äußerungen über den LH-CEO Carsten Spohr an. Was er bislang geleistet hat, das lässt man gerne unter den Tisch fallen, im Gegenzug kreidet man ihm gerne an, was nicht ins eigene Bild passt. Die Zukunft wird hier zeigen, was gut und richtig war.
Danke besonders an die Mitglieder FloCo und Cinrella für ihre klaren, hilfreichen Worte.
Schönen Tag noch, und allzeit guten Flug.
Beitrag vom 16.01.2020 - 19:22 Uhr
Wenn es so war wie bei AvHerald beschrieben, gab es einen Compressor Stall in einem der Triebwerke während des Climb-Outs, welcher dann aber wieder recovered wurde. Damit fliegt man natürlich nicht nach Shanghai weiter, aber damit ist die Situation eigentlich erstmal unter Kontrolle. Ich kann das "Immediate Return", wie es auf Flightradar24 zu sehen ist, nicht ganz nachvollziehen. Es kann ein, dass noch mehr vorgefallen ist, wie z.B. Rauch im Cockpit oder Ähnliches, vielleicht bedingt durch den Engine-Stall - dann könnte man es wieder als zeitkritisches Szenario einordnen. Wobei man dann aber trotzdem das Jettison einstellen sollte unterhalb 5000 ft über Grund. Und nach Shanghai dürften die mindestens zu dritt im Cockpit gesessen haben, also sogar ein Augenpaar mehr als üblich.


Dieser Beitrag wurde am 16.01.2020 19:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.01.2020 - 19:15 Uhr
Guckst du hier:

 https://www.lba.de/DE/Treibstoffschnellablass/Treibstoffschnellablass_node.html

Danke für die Liste. Durchaus interessant. Wie kann es dazu kommen, dass weder Menge noch Grund bekannt sind? Muss sowas nicht gemeldet werden?
Bei Military könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es da Ausnahmen gibt, aber auch im Zivilien?


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 07/2020

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden