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South African Airways verlängert München-Anflug

South African Airways Airbus A350-900
South African Airways Airbus A350-900, © Airbus

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KAPSTADT - South African Airways (SAA) setzt den Flug von Johannesburg nach München bis April fort, nachdem die Einstellung eigentlich bereits Ende Februar erfolgen sollte. Südafrika will South African Airways mittelfristig mit Hunderten Millionen aus dem Staatshaushalt stützen - und deutlich verschlanken.

"München ist bis 21. April verlängert worden und Sao Paulo bis 31. März, um den Karneval in Rio abzudecken", verkündete Louise Brugman, die Sprecherin der Restrukturierungs-Administratoren. Auf der SAA-Website war der Nonstop-Flug nach München im April allerdings am Montag noch nicht buchbar.

Die schwer angezählte südafrikanische Fluggesellschaft befindet sich seit Dezember im sogenannten Business Rescue-Verfahren. Derzeit arbeiten zwei unabhängige Administratoren eine neue Strategie für SAA aus, die ihr ein Überleben in verkleinerter Form ermöglichen soll.

Sie hatten bereits vorab angekündigt dass SAA nahezu ihr gesamtes Inlandsstreckennetz mit Ausnahme eines ausgedünnten Angebots zwischen Johannesburg und Kapstadt einstellen wird und darüber hinaus vier Langstrecken und andere internationale Ziele. Bevor der Restrukturierungsplan Ende Februar vorgelegt werden sollte, erhielten die Administratoren kürzlich einen erneuten Aufschub von einem Monat.

SAA hatte im Januar Zusagen von umgerechnet 121 Millionen Euro von der staatlichen Entwicklungsbank bekommen um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten.

Dieses Geld wird noch im März verbraucht sein, erwartet der südafrikanische Minister für öffentliche Unternehmen. Erst vergangene Woche wurden der SAA aus dem Staatshaushalt mittelfristig weitere bis zu 940 Millionen Euro in Aussicht gestellt um Altschulden und Zinsen bedienen zu können.

In Südafrika werden die Stimmen immer lauter, die die anhaltenden Zahlungen der klammen Regierung an die Fluggesellschaft kritisieren, zumal ohne dass bisher überhaupt ein Restrukturierungsplan vorliegt.
© aero.de, Andreas Spaeth | Abb.: South African Airways | 03.03.2020 07:48


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