"Luftbrücken"
Älter als 7 Tage

Großbritannien plant sichere Reisekorridore

British Airways Airbus A350-1000
British Airways Airbus A350-1000, © Airbus

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LONDON - Die britische Regierung will Medienberichten zufolge mit sogenannten Luftbrücken geplante Quarantäne-Maßnahmen für viele Flugreisende umgehen.

#Premierminister Boris Johnson favorisiere diese Lösung, zitierte der "Telegraph" am Dienstag eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Demnach müssen Flugpassagiere bei ihrer Einreise nach Großbritannien künftig nicht in eine 14-tägige Quarantäne, wenn sie aus einem Land mit geringem Ansteckungsrisiko kommen.

Nach Ansicht Johnsons sei dies die beste Strategie, um das Virus in Schach zu halten und zugleich das Reisen wieder zu erlauben.

Einem Bericht der "Times" zufolge soll bei der Auswahl geeigneter Strecken für solche "Luftbrücken" nicht nur das Erkrankungsrisiko berücksichtigt werden. Auch die wirtschaftliche Bedeutung eines Staates für Großbritannien, die Fluggastzahlen und die Möglichkeit von Gesundheitschecks auf Flughäfen im Ausland spielten eine Rolle. Eine Regierungssprecherin wollte die Berichte nicht kommentieren.

Geplant ist bislang, vom 8. Juni an eine zweiwöchige Quarantäne für alle Reisenden einzuführen, die in das Land kommen. Damit soll verhindert werden, dass Coronavirus-Infektionen von außen eingeschleppt werden und eine zweite Ausbruchswelle auslösen.

Einreisende müssen künftig an der Grenze ihre Adress- und Kontaktdaten hinterlassen. Wer sich nicht an die Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Die Quarantäne soll für alle Einreisenden gelten. Ausgenommen sind nur wenige Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, Erntehelfer und medizinisches Personal sowie Reisende aus Irland, der Isle of Man und den Kanalinseln.

Der Verband der britischen Fluggesellschaften Airlines UK hatte bereits vor Wochen vor einer solchen Quarantänepflicht gewarnt. Dadurch könnte die bereits schwierige Situation "für die britische Luftfahrtbranche und alle Unternehmen, die daran hängen" noch verschlimmert werden, hieß es in einem offenen Brief an Johnson. Die Menschen würden dann nicht mehr von und nach Großbritannien reisen.

Großbritannien hat die meisten Corona-Todesopfer in Europa. Nach offiziellen Statistiken starben bislang mehr als 39.000 Menschen. Es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.
© dpa-AFX, aero.de | 02.06.2020 10:40


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