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Ryanair sagt Luftfahrtbranche Preisschlacht voraus

Michael O`Leary
Michael O`Leary, © A4E

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HAMBURG - Ryanair rechnet beim Ringen um die Passagiere in der Corona-Krise mit einer Preisschlacht unter den Fluggesellschaften. Die Ticketpreise dürften "unglaublich sinken", sagte Ryanairs Marketing- und Digitalchef Dara Brady in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Touristik-Fachzeitschrift "FVW".

"Es wird im nun anstehenden Kampf um die Passagiere wieder Flüge für fünf Euro geben." Nach seiner Einschätzung dürfte die schwierige Lage in der Coronavirus-Pandemie weitere Fluggesellschaften vom Markt verdrängen: "Schwache, kleine Airlines werden diese Krise nicht überstehen können."

Ryanair-Manager - allen voran Airlineboss Michael O'Leary - hatten bereits vor der Krise immer wieder gesagt, dass es in Europa mittelfristig nur noch vier bis fünf große Airlines geben dürfte. "Covid-19 wird diesen Konsolidierungsprozess beschleunigen", sagte Brady nun. Neben Ryanair haben aus seiner Sicht die Konzerne Lufthansa, Air France-KLM und die British-Airways-Mutter IAG die besten Aussichten. Aus Bradys Sicht könnten die Billigflieger Easyjet und WizzAir unter Umständen sogar zu Übernahmekandidaten werden.

Während andere Fluggesellschaften wie Condor und die Lufthansa-Tochter Eurowings ihren Kunden wegen der Pandemie die Buchung eines freien Mittelsitzes anbieten, hält Brady ein solche Offerte für Unsinn. Die Ansteckungsgefahr minimiere sich nicht, wenn der Mittelsitz frei bleibe. "Was die Leute wollen, sind sichere Flüge, möglichst wenig Kontakt zu Mitreisenden - und das zu günstigen Preisen", sagte er.

Quarantäne schreckt Passagiere ab

Eurowings-Chef Jens Bischof hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass die Ticketpreise bei der Lufthansa-Tochter zuletzt weitgehend etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben seien. Ab September sollen Eurowings-Kunden schon bei der Ticketbuchung einen freien Mittelsitz hinzukaufen können. Außerdem sollen sie künftig bereits im Basistarif Pakete mit erweiterten Umbuchungsmöglichkeiten erwerben können.

Dass Regierungen in Europa nach der Aufhebung der meisten Reisebeschränkungen Mitte Juni inzwischen immer neue Reisewarnungen für einzelne Regionen aussprechen, macht Airlines wie Eurowings und Ryanair zu schaffen. "Sobald die Regierungen neue Quarantäneregeln für bestimmte Länder bekannt geben, sehen wir, wie die Nachfrage für diese Länder dramatisch sinkt", sagte Brady. Deshalb haben die Iren ihr geplantes Flugangebot für die kommenden Monate wieder um etwa 20 Prozent gekürzt.
© dpa-AFX | Abb.: A4E | 31.08.2020 16:52

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Beitrag vom 01.09.2020 - 08:19 Uhr
...wenn die corona-panik weiter geht sehe ich dort auch eine schlacht,die der airlines um die letzten passagiere die sich noch nicht mit panik angesteckt haben.

Oder die Schlacht um die Passagiere, die zwar fliegen wollen oder müssen, die aber eine realistische Risikoeinschätzung und die Durchsetzung eines funktionierenden Hygiene-Konzepts an Bord von ihrer Ailine erwarten um nicht nach dem Flug überraschend festgesetzt zu werden. Also genau nicht wie beim TUI Flug im Nachbar Thread...
Beitrag vom 01.09.2020 - 07:48 Uhr
...wenn die corona-panik weiter geht sehe ich dort auch eine schlacht,die der airlines um die letzten passagiere die sich noch nicht mit panik angesteckt haben.
Beitrag vom 31.08.2020 - 20:44 Uhr
Hoffentlich. Der ist auch ganz lieb zu seinen Piloten.


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