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Frankreich erhöht Einfluss bei Air France-KLM

Air France Boeing 787-9
Air France Boeing 787-9, © Air France

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PARIS - Die EU-Kommission macht den Weg für neue Staatshilfen für Air France-KLM frei. Frankreich darf Air France mit 4,0 Milliarden Euro stützen - und erhält Zugriff auf weitere Anteile am französisch-niederländischen Flugkonzern. Am Flughafen Paris-Orly werden im Gegenzug Slots frei.

Frankreich greift Air France in der Krise erneut unter die Arme. Die Regierung hat das Brüsseler OK für 4,0 Milliarden Euro Staatshilfen für die Airline erhalten.

Konkret wird Frankreich für 1,0 Milliarden Euro neue Aktien zeichnen und bestehende Darlehen über 3,0 Milliarden Euro in eigenkapitalähnliche Hilfen wandeln. Die Mittel kommen allein Air France zu Gute. "KLM wird von diesen Beihilfen nicht profitieren", stellte die EU-Kommission am Dienstag klar.

Frankreich und die Niederlande hatten Air France-KLM 2020 mit 10,4 Milliarden Euro an Darlehen und Bürgschaften gestützt. Der französische Konzernteil verbrennt in der Krise deutlich mehr Geld als der niederländische: Air France hat 2020 3,4 Milliarden Euro Betriebsverlust erlitten, KLM konnte das Minus auf 1,2 Milliarden Euro begrenzen.

Air France verliert Slots in Orly

Bereits aus dem ersten Hilfspaket entfielen 7,0 Milliarden Euro auf Air France. Dem ohnehin angespannten Verhältnis der Schwesterairlines steht jetzt ein neuer Stresstest ins Haus - Frankreich könnte seinen Anteil am Konzern im Zuge der neuen Hilfen von gut 14 auf 30 Prozent ausbauen.

Nach EU-Angaben muss Frankreich innerhalb der nächsten zwölf Monate einen Weg finden, seinen Aktienanteil auf maximal 25 Prozent zu reduzieren.

"Der Staat bekräftigt sein Engagement bei der Airline und ihrer Beschäftigen, indem er Air France erneut finanziell unterstütz -t und größter Aktionär wird", sagte der französische Finanzminister Bruno Le Maire. Air France sei für Frankreich ein "strategisch bedeutsames Unternehmens".

In einem Punkt blieb die EU-Kommission hart: Air France wird in Paris-Orly "bis zu 18 Slots pro Tag" an Wettbewerber freigeben, teilte die Kartellbehörde mit. Air France und Frankreich hatten zuletzt versucht, den Verlust von Marktanteilen in Orly abzuwenden.
© aero.de | Abb.: Air France-KLM, Airbus | 06.04.2021 09:06


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