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Easyjet hat es auf Lufthansa-Slots abgesehen

Easyjet in Berlin
Easyjet in Berlin, © FBB

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LONDON - Easyjet nimmt Kurs auf die Drehkreuze. Die Airline werde nach der Krise "Gelegenheiten zu Wachstum" nicht ungenutzt verstreichen lassen, sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren in einem Zeitungsinterview. Ab September will Easyjet wieder neue Flugzeuge von Airbus übernehmen.

Lufthansa räumt in Frankfurt und München je 24 Slots für Wettbewerber. Die Airline hatte im Mai 2020 entsprechende EU-Auflagen akzeptiert, um an Staatshilfen zu gelangen. Air France wird im Gegenzug für neue Hilfsmilliarden 18 Slots pro Tag in Paris-Orly auflassen.

"Diese Krise wird bestimmte Marktteilnehmer schwächen", sagte Lundgren der "Mail on Sunday". Easyjet werde zwar "nicht rücksichtslos" agieren. "Aber es werden sich ohne Zweifel Chancen ergeben und wir werden solche Gelegenheiten zu Wachstum nutzen."

Zwei Drittel des Easyjet-Netzwerks überschneiden sich laut Lundgren ohnehin mit dem "ineffizienter" Vollservice-Konkurrenten, sagte der Manager.

Easyjet hat bereits Slots von Norwegian in London-Gatwick übernommen und wird im Sommer 2021 71 Flugzeuge am Flughafen stationieren. Heathrow - das Drehkreuz von British Airways - steht ebenfalls auf der Liste. "Zeitpunkt und Rahmenbedingungen dafür müssen stimmen, aber wir schließen das nicht aus", sagte Lundgren.

Angesichts kaum vorhersehbarer Reiseregeln erwartet Easyjet späte und spontane Buchungen für die wichtigte Sommersaison 2021. Ab September will Lundgren wieder neue Airbus-Jets in die Flotte holen. Die Airline hält derzeit rund 300 Flugzeuge und will nach der Krise wieder die volle Flottenstärke von 330 Jets herstellen.

Hohe Hürden für Slots

Die EU-Kommission will mit Slotauflagen Wettbewerbsverzerrungen durch staatlich gestützte Airlines entgegenwirken.

Bisher hat noch keine Airline von der Option auf Lufthansa-Slots in Frankfurt oder München Gebrauch gemacht. Ohnehin kann sich nicht jeder Konkurrent auf die Start- und Landefenster bewerben. Bis Sommer 2022 haben Airlines Vorrang, die bisher noch keine Flugzeuge in Frankfurt oder München stationieren.

Konkret hat Lufthansa zugestimmt, "je einem Wettbewerber" in Frankfurt und München "die Stationierung von bis zu vier Flugzeugen" zu ermög­lichen und hierfür bis zu 24 Slots zu übertragen. "Das sind rechnerisch drei Start- und drei Landerechte pro Flugzeug und Tag", beschreibt Lufthansa Art und Umfang der Kompensation.

Die Slots müssen für Ersteinrichtung oder Ausbau einer Basis mit mindestens vier Flugzeugen genutzt werden. Airlines, die in Frankfurt oder München bereits Crews und Flugzeuge stationiert haben, unterliegen auf neu zugeteilten Slots einer Betriebspflicht von mindestens 18 Monaten.
© aero.de | Abb.: Airbus | 13.04.2021 09:22

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Beitrag vom 13.04.2021 - 13:48 Uhr
EasyJet war so ‚effizient’ Flugzeuge zu verkaufen und Mitarbeitern zu kündigen... Da kann man jetzt ja schonmal wieder die Backen aufreißen...
Beitrag vom 13.04.2021 - 12:46 Uhr
Hab ich das überlesen? Wo steht, dass Easy es auf die LH Slots abgesehen hat? Sie hatten diese Slots doch und es hat nicht funktioniert. Was soll jetzt anders sein, LH gibt die Märkte freiwillig her?
Beitrag vom 13.04.2021 - 11:07 Uhr
Vollservice-Konkurrenten kann man zwischenzeitlich auch nicht mehr LH bezeichnen, null gratis Service und die neue Bestuhlung ist nur noch sehr eng.


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